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Tombstone

Kurz erklärt Tombstone ist eine Kleinstadt im Cochise County im Südosten Arizonas, rund 105 Kilometer südöstlich von Tucson. Sie entstand nach dem Silberfund von Ed Schieffelin 1877 und wurde durch die Schießerei am O.K. Corral am 26. Oktober 1881 bekannt. Der alte Stadtkern ist National Historic Landmark, im Gerichtsgebäude von 1882 zeigt ein State Historic Park die Geschichte der Stadt.

Kleine Bergbausiedlung mit flachen Holz- und Lehmhäusern auf einer Hochfläche in der Wüste, dahinter Bergketten im Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Geschichte von Tombstone

Vor dem Silberfund: das Land der Chiricahua-Apachen

Tombstone liegt in den Hügeln über dem Tal des San Pedro. Am Fluss gründete der spanische Oberst Hugo O'Conor 1775 das unvollendete Presidio Santa Cruz de Terrenate, das um 1780 schon wieder verlassen war. Unter den Mauern fanden Archäologen Spuren einer älteren Siedlung, die Sobaipuri, Hohokam und noch frühere Kulturen genutzt hatten.[14]

Im 19. Jahrhundert war der Südosten Arizonas Land der Apachen. Der Fort Sill Apache Tribe mit Sitz in Apache, Oklahoma, besteht aus Nachfahren der Chiricahua- und der Warm-Springs-Apachen, die im Südwesten New Mexicos, im Südosten Arizonas und im Norden Mexikos lebten, bis die USA sie aus ihrer Heimat entfernten.[12] 1872 wies die Regierung dem Chiricahua-Anführer Cochise und seinem Volk ein Reservat von 3.000 Quadratmeilen (rund 7.770 Quadratkilometer) zu. Nach seinem Tod 1874 verließen unzufriedene Apachen das Reservat; spätestens 1876 war es aufgehoben.[13]

Als Ed Schieffelin 1877 in der Gegend nach Erz suchte, nutzte er Fort Huachuca als Stützpunkt und arbeitete zeitweise als Kundschafter für die Armee.[5] Die Apachenkriege in der Region endeten erst 1886: Im September schickte die Armee Geronimo und seine Kämpfer nach Florida ins Exil.[13] Die Chiricahua und Warm-Springs-Apachen blieben laut Fort Sill Apache Tribe von 1886 bis 1914 Kriegsgefangene der Vereinigten Staaten.[12]

Silberfund und Name

Im Spätsommer 1877 fand Schieffelin im Südwesten des späteren Bergbaubezirks Silbererz in einer Quarzader.[2] Soldaten sollen ihm vorhergesagt haben, er werde dort nur seinen Grabstein finden, englisch tombstone. Nach dem Fund nannte er seinen Claim, also das angemeldete Schürfrecht, genau so.[1, 5] Der Geologe B. J. Devere gibt an, dass Schieffelin die Claims "Tumbstone Mine" und "Graveyard" (Friedhof) am 3. September 1877 in Tucson eintragen ließ; Arizona State Parks nennt August 1877.[2, 5] Britannica erwähnt eine zweite Erklärung für den Namen: Granitfelsen in den nahen Dragoon Mountains, die wie Grabsteine aus der Landschaft ragen.[15]

Die erste Ader war klein und arm an Erz. Während sein Bruder Al Schieffelin und der Bergbauingenieur Richard Gird dort zu fördern versuchten, entdeckte Ed Schieffelin an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die reichen Lagerstätten Lucky Cuss und Toughnut. Bald darauf folgten Gruben wie Grand Central und Contention.[2] Weil es in den Hügeln kein Wasser für die Aufbereitung gab, standen die Erzmühlen am San Pedro, wo die Orte Charleston, Contention und Fairbank entstanden; das Erz wurde 9 Meilen (gut 14 Kilometer) weit dorthin gefahren.[2] Ed Schieffelin verkaufte seinen Anteil 1880 für 500.000 Dollar.[5]

Hölzerner Förderturm und Erzwagen auf Schienen an einem felsigen Wüstenhang mit Yuccas
Nachempfundene Szene: Förderturm einer Silbergrube in den Wüstenhügeln Arizonas Bild: KI-generiert

Die Boomtown von 1879 bis 1886

Die Stadt selbst entstand auf Goose Flats, einer Hochfläche über der Toughnut-Grube. Vorher hatten die ersten Siedler bei der Lucky Cuss gewohnt, an einem Ort namens Watervale; mit dem Bau einer Mühle der Tombstone Mining and Milling Company zogen sie um.[1] Am 2. November 1879 meldete die Zeitung "Arizona Weekly Star", der Bezirksrat des Pima County habe den Antrag auf Stadtrecht genehmigt. Damals lebten 1.000 bis 1.500 Menschen in Tombstone.[2] Beim Jahr der Stadtgründung sind sich die Quellen nicht einig. Die Beschreibung des Denkmalbezirks, die der National Park Service 1978 verfasste (im Folgenden NPS-Nomination), nennt an einer Stelle 1879 und an einer anderen den Herbst 1880, Britannica 1881.[1, 15]

1880 kam das große Kapital, im selben Jahr erreichte die Eisenbahn der Southern Pacific Tucson. Mühle und Gruben liefen in drei Schichten, der Gewerkschaftslohn lag bei 4 Dollar am Tag.[1] An der Allen Street, der Hauptgeschäftsstraße, hatten fast 110 Betriebe eine Lizenz für den Alkoholausschank. Hotels, Saloons, Spielhallen, Tanzsäle und Bordelle waren rund um die Uhr offen.[1] Daneben gab es laut National Park Service vier Kirchen, Schulen, Logen, Leihbüchereien und zwei Zeitungen, den Nugget und den Epitaph. In der Schieffelin Hall gastierten Theater und Oper, das Bird Cage Theater an der Allen Street zeigte die derberen Programme.[1]

Wie viele Menschen in der Blütezeit dort lebten, ist nur geschätzt. Die NPS-Nomination nennt 6.000 Einwohner für 1881 und vielleicht 10.000 um 1885, womit Tombstone die größte Stadt des Territoriums gewesen wäre. Britannica spricht von schätzungsweise 7.000 Menschen, die bis 1881 in die Gegend kamen.[1, 15]

Zwei Brände am 22. Juni 1881 und am 25. Mai 1882 zerstörten den größten Teil des Geschäftsviertels. Die meisten Häuser der Stadt stammen laut NPS (1978) aus dem Wiederaufbau nach 1882.[1] 1881 entstand aus dem Südosten des Pima County das Cochise County mit Tombstone als Kreisstadt, und 1882 baute das County ein zweistöckiges Gerichtsgebäude aus rotem Backstein.[1, 3]

Wasser in den Gruben und der Niedergang

Bis 1884 hatten die Gruben laut National Park Service Erz im Wert von 25 Millionen Dollar geliefert.[1] Wasser war anfangs knapp: Bis 1881 musste es herangefahren werden, dann leitete die Huachuca Water Company es 23 Meilen (37 Kilometer) weit aus den Huachuca Mountains in die Stadt.[1] Im selben Jahr stießen die Bergleute in der Sulphuret-Grube in 520 Fuß (rund 158 Meter) Tiefe auf Grundwasser.[2] 1884 wollten die Grubenbesitzer wegen des Silberpreises den Tageslohn von 4,00 auf 3,50 Dollar senken. Die Gewerkschaft streikte, und nach Gewalt an den Gruben rückten Truppen aus Fort Huachuca an.[1]

1886 brannten die Pumpen der Grand-Central-Grube ab. Die Pumpen der Contention-Grube schafften das Wasser allein nicht, und unterhalb des Grundwasserspiegels ruhte der Abbau.[2] Zwei Drittel der Einwohner verließen laut NPS die Stadt.[1] Bis 1901 arbeiteten vor allem Pächter in den Gruben. Dann schlossen sich die großen Gesellschaften zur Tombstone Consolidated Mines Company zusammen und pumpten die tiefen Stollen wieder leer. Nach einem Ausfall der Pumpen im Juni 1909 lief der Betrieb noch einmal an, am 11. Januar 1911 stellte die Gesellschaft die Pumpen endgültig ab.[2] Von 1878 bis 1957 lieferte der Bezirk nach Devere rund eine Million Tonnen Erz im Wert von etwa 39 Millionen Dollar, die Hälfte davon in den Jahren 1879 bis 1886.[2]

1929 zog die Kreisverwaltung nach Bisbee, so die NPS-Nomination und die Arizona Historical Society; Arizona State Parks und Britannica nennen 1931.[1, 21, 3, 15] Die Stadt erwies sich laut NPS als "too tough to die", zu zäh zum Sterben; so nennt Arizona State Parks sie bis heute.[1, 5] In den 1920er-Jahren begann der Fremdenverkehr: Der Autor Frederick Bechdolt, der für die "Saturday Evening Post" über Tombstones frühe Jahre schrieb, setzte sich ab 1923 für den Erhalt des alten Friedhofs ein, und kurz darauf verband die fertige Fernstraße U.S. 80 die Stadt mit dem Rest des Landes. Heute kommen laut Stadthistoriker Hunderttausende Besucher.[10] Seit dem 4. Juli 1961 führt der National Park Service den alten Stadtkern als Tombstone Historic District unter den National Historic Landmarks, also den Baudenkmälern von nationaler Bedeutung; Britannica nennt 1962.[20, 1, 15]

Bekannte Ereignisse und Personen

Cowboys, Earps und der Epitaph

Tombstone lag nah an der mexikanischen Grenze und wurde zu einem Umschlagplatz für gestohlenes Vieh. Anfangs gehörte die Stadt zum Pima County, dessen Sitz Tucson weit entfernt lag, und noch weiter weg war die Hauptstadt des Territoriums, Prescott.[1] Die Familie Clanton hatte eine Ranch bei Lewis Springs, die Brüder McLaury lebten im Sulphur Springs Valley; zu ihren Leuten zählt der National Park Service Curly Bill Brocius und Johnny Ringo.[1]

Auf der anderen Seite standen die Brüder Virgil, Wyatt und Morgan Earp. Nach der NPS-Nomination war Virgil Stadtmarschall von Tombstone und Wyatt Deputy U.S. Marshal, also Hilfsbeamter des US Marshal. Ihr Freund Doc Holliday war ein Zahnarzt aus Georgia. Mit John Behan, dem Sheriff des Cochise County, lagen die Earps über Kreuz.[1]

Im Mai 1880 gründeten John P. Clum und Thomas Sorin den "Tombstone Epitaph" als republikanische Zeitung. Den Namen wählte Clum, weil zu jedem Grabstein eine Grabinschrift gehöre, auf Englisch epitaph.[6] 1881 war Clum Bürgermeister und Postmeister. Laut Library of Congress zerfiel die Stadt in zwei Lager: Clum, der Epitaph, die Republikaner, die Bergbauunternehmen und die Earps gegen die Zeitung Nugget, die Demokraten, Rancher und mehrere "Cowboys".[6]

Die Schießerei am O.K. Corral 1881

Zur Schießerei am O.K. Corral kam es am 26. Oktober 1881: Wyatt, Virgil und Morgan Earp trafen mit Doc Holliday auf Ike und Billy Clanton sowie Tom und Frank McLaury.[7] Die Earps wollten die Männer festnehmen, weil sie innerhalb der Stadt Waffen trugen.[1] Laut dem Second Circuit wurden in weniger als 30 Sekunden sechs Männer getroffen. Frank McLaury starb noch am Ort, Tom McLaury und Billy Clanton innerhalb einer Stunde; Virgil und Morgan Earp sowie Holliday wurden verwundet, Wyatt Earp blieb unverletzt, und Ike Clanton lief davon.[7] Die NPS-Nomination gibt für die Dauer 30 bis 60 Sekunden an.[1]

Ike Clanton zeigte die Earps und Holliday wegen Mordes an. Nach einer einmonatigen Voranhörung sah Richter Wells Spicer keinen hinreichenden Verdacht für eine Mordanklage und stellte das Verfahren ein.[7]

Die Fehde bis 1882

Die Gewalt ging weiter: Am 28. Dezember 1881 schossen Unbekannte auf Virgil Earp.[8] Im März 1882 wurde Morgan Earp in Hatch's Saloon beim Billardspiel erschossen.[1] Wyatt Earp tötete am 20. März 1882 Frank Stilwell und später Florentino Cruz, die er für Beteiligte am Mord hielt; laut NPS erschoss er auch Curly Bill Brocius.[8, 1] Die Earps gingen nach Colorado, dessen Gouverneur Pitkin sie nicht an das Pima County auslieferte.[1]

Am 3. Mai 1882 forderte Präsident Chester A. Arthur in einer Proklamation alle, die im Arizona-Territorium die Bundesgesetze mit Gewalt behinderten, dazu auf, bis zum Mittag des 15. Mai auseinanderzugehen und nach Hause zurückzukehren. Eine solche Aufforderung schrieb das Gesetz vor, bevor der Präsident Truppen einsetzen durfte.[9] Die NPS-Nomination bezieht die Drohung mit dem Kriegsrecht auf die Lage um Tombstone.[1]

Zeitleiste

Zeitleiste: Tombstone
  1. 1872Die US-Regierung weist Cochise und seinem Volk ein Reservat von 3.000 Quadratmeilen zu; spätestens 1876 ist es aufgehoben.[13] Cochise
  2. 3. September 1877Ed Schieffelin lässt in Tucson die Claims Tumbstone Mine und Graveyard eintragen (Arizona State Parks: August 1877).[2, 5]
  3. 2. November 1879Der Arizona Weekly Star meldet, dass das Pima County den Antrag auf Stadtrecht genehmigt hat; 1.000 bis 1.500 Menschen leben in Tombstone.[2]
  4. Mai 1880John P. Clum und Thomas Sorin bringen den Tombstone Epitaph heraus.[6]
  5. 1881Aus dem Südosten des Pima County entsteht das Cochise County mit der Kreisstadt Tombstone.[1, 3]
  6. 22. Juni 1881Ein Brand zerstört große Teile des Geschäftsviertels.[1]
  7. 26. Oktober 1881Schießerei am O.K. Corral: Frank und Tom McLaury und Billy Clanton sterben.[7] Schießerei am O.K. Corral
  8. 1882Das Gerichtsgebäude des Cochise County aus rotem Backstein entsteht.[1, 3]
  9. 3. Mai 1882Präsident Chester A. Arthur fordert in Proklamation 253 die Gesetzesbrecher im Arizona-Territorium auf, bis zum 15. Mai auseinanderzugehen.[9]
  10. 25. Mai 1882Zweiter großer Brand im Geschäftsviertel; laut NPS (1978) stammen die meisten Häuser der Stadt aus dem Wiederaufbau.[1]
  11. 1885Weil der alte Stadtfriedhof, das spätere Boot Hill, seit 1884 voll ist, entsteht westlich der Stadt ein neuer Friedhof.[10]
  12. 1886Die Pumpen der Grand-Central-Grube brennen ab, der Abbau unter dem Grundwasser endet; laut NPS verlassen zwei Drittel der Einwohner die Stadt.[2, 1]
  13. 12. Mai 1897Ed Schieffelin stirbt in Oregon; er wird auf eigenen Wunsch bei Tombstone begraben.[5]
  14. 11. Januar 1911Die Tombstone Consolidated Mines Company stellt die Pumpen endgültig ab.[2]
  15. 1923Frederick Bechdolt beginnt, sich für den Erhalt des alten Friedhofs unter dem Namen Boot Hill einzusetzen.[10] Boot Hill
  16. 1929 oder 1931Die Kreisverwaltung zieht nach Bisbee (1929 laut NPS und Arizona Historical Society, 1931 laut Arizona State Parks und Britannica).[1, 3, 15, 21]
  17. 1. August 1959Die Stadt übergibt das Gerichtsgebäude dem State Parks Board; es wird der erste State Park Arizonas, der den Betrieb aufnimmt.[4]
  18. 4. Juli 1961Der Tombstone Historic District wird National Historic Landmark (Britannica nennt 1962).[20, 1, 15]

Was ist heute in Tombstone zu sehen?

Bei der Volkszählung 2010 hatte Tombstone laut Britannica 1.380 Einwohner.[15] Zum denkmalgeschützten Bezirk gehört das alte Geschäftsviertel um die Allen Street, wo 1978 laut NPS-Beschreibung noch überdachte Holzstege mit weißen Pfosten vor den Läden lagen.[1]

Erhaltene Stätten in und bei Tombstone (Stand: Oktober 2026)
StätteWas es istBetreiber laut Quelle
Tombstone Courthouse State Historic ParkGerichtsgebäude des Cochise County von 1882, seit 1959 State Park mit Museum zur Geschichte von Tombstone und dem CountyArizona State Parks[3, 4]
Schieffelin MonumentGrab von Ed Schieffelin, der 1897 starb, mit einem 25 Fuß (rund 7,6 Meter) hohen Denkmal; Entfernung laut Denkmalseite zwei, laut Parkgeschichte drei Meilen (rund 3,2 und 4,8 Kilometer) nordwestlich der StadtArizona State Parks[4, 5]
Boothill Graveyardalter Stadtfriedhof an der Highway 80, belegt von 1879 bis 1884Stadt Tombstone[10, 11]
O.K. CorralStallungen und Gelände der Schießerei, Fotogalerie von C. S. FlyTombstone Historama Corporation, privat[16]
Tombstone EpitaphMuseum der Zeitung an der Fifth Street; die Zeitung erscheint bis heuteTombstone Historama Corporation, laut deren Seite[6, 16]
Bird Cage TheaterBühne und Tanzsaal von 1881, laut NPS (1978) ein Museum, laut Britannica restauriertThe Bird Cage Theater, laut eigener Seite[1, 15, 22]

Der Tombstone Courthouse State Historic Park war 1959 der erste State Park Arizonas, der für Besucher öffnete.[4] Die Ausstellung zeigt unter anderem ein Sheriffbüro, eine Anwaltskanzlei und einen Gerichtssaal der Zeit, einen Saloon mit Spielzimmer und Stücke zu Bergbau, Viehzucht, Wyatt Earp und der Schießerei.[3] Der Park ist täglich geöffnet, nur am ersten Weihnachtstag nicht (Stand: Oktober 2026); Öffnungszeiten nennt die Seite von Arizona State Parks.[3]

Der Boothill Graveyard der Stadt ist laut Betreiber täglich geöffnet, außer an Thanksgiving und am ersten Weihnachtstag (Stand: Oktober 2026).[11] Das Gelände des O.K. Corral führt die private Tombstone Historama Corporation. Lebensgroße Figuren der acht Beteiligten stehen dort, wo die Schießerei nach einer ausgestellten Skizze von Wyatt Earp begann, und Darsteller spielen sie mehrmals am Tag nach.[16]

Überdachter Holzsteg mit weißen Holzpfosten vor Ladenfronten aus Lehmziegeln an einer staubigen Straße
Nachempfundene Szene: Holzsteg vor Läden in einer Wüstenstadt Bild: KI-generiert

Karte

Tombstone liegt auf 4.539 Fuß (rund 1.383 Meter) Höhe zwischen den Huachuca und Whetstone Mountains im Westen und den Mule und Dragoon Mountains im Osten.[1] Der San Pedro fließt 6 Meilen (knapp 10 Kilometer) südlich, Tucson liegt 65 Meilen (rund 105 Kilometer) nordwestlich.[2]

Karte: Lage von Tombstone im Südosten Arizonas118° W116° W114° W112° W110° W108° W106° W104° W102° W30° N32° N34° N36° N38° N40° N1Tombstone
Karte: Lage von Tombstone im Südosten Arizonas
  1. 1Tombstone 31,72° N, 110,08° W[23]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Boot Hill: Was ist an dem Friedhof echt?

Der Friedhof an der Einfahrt der Highway 80, heute als Boot Hill bekannt, war laut Stadthistoriker Don Taylor schon der dritte, den die Einwohner benutzten. Amtliche Verzeichnisse gibt es nicht, nur einen Lageplan des Stadtvermessers Kelleher mit Abschnitten von A bis L, in dem der Abschnitt J fehlt. 1884 war der Friedhof voll; 1885 legte die Stadt auf Land, das John Escapule geschenkt hatte, einen neuen westlich der Stadt an, und manche Familien betteten ihre Toten dorthin um.[10] Begraben liegen auf dem alten Friedhof Gesetzeshüter und Outlaws, Rancher, Spieler, Ehemänner, Ehefrauen und Kinder.[11]

Tombstone im Film

Über Wyatt Earp sind laut Arizona State Parks viele Bücher und Filme erschienen.[19] Zu den Spielfilmen gehören Tombstone von George Pan Cosmatos aus dem Jahr 1993 mit Kurt Russell, Val Kilmer und Sam Elliott und Wyatt Earp von Lawrence Kasdan aus dem Jahr 1994 mit Kevin Costner, Dennis Quaid und Gene Hackman.[17, 18]

Häufige Fragen

Wo liegt Tombstone?

Tombstone liegt im Cochise County im Südosten von Arizona, auf einer Hochfläche in rund 1.383 Metern Höhe. Bis Tucson sind es rund 105 Kilometer nach Nordwesten, der San Pedro fließt knapp 10 Kilometer südlich der Stadt.

Was bedeutet der Name Tombstone?

Tombstone ist das englische Wort für Grabstein. Soldaten sollen dem Prospektor Ed Schieffelin vorhergesagt haben, er werde in den Hügeln nur seinen Grabstein finden; nach seinem Silberfund 1877 gab er seinem Claim diesen Namen.

Wann war die Blütezeit von Tombstone?

Die reichste Zeit lag zwischen 1879 und 1886. Aus diesen Jahren stammt die Hälfte des Werts, den die Gruben bis 1957 förderten. 1886 brannten die Pumpen der Grand-Central-Grube ab, das Grundwasser flutete die tiefen Stollen, und viele Einwohner zogen weg.

Wo fand die Schießerei am O.K. Corral statt?

Laut National Park Service standen sich die Männer am 26. Oktober 1881 auf einem freien Grundstück an der Fremont Street gegenüber, zwischen dem Fotoatelier von C. S. Fly und dem Harwood House. Das Gelände des Corrals reichte von der Allen Street bis dorthin.

Ist Tombstone eine Geisterstadt?

Nein. Tombstone hatte bei der Volkszählung 2010 laut Britannica 1.380 Einwohner und empfängt seit den 1920er-Jahren Besucher, heute laut Stadthistoriker Hunderttausende. Echte Geisterstädte stellt die Seite Geisterstädte vor.

Kann man Tombstone heute besuchen?

Ja. Der Tombstone Courthouse State Historic Park von Arizona State Parks ist täglich geöffnet, nur am ersten Weihnachtstag nicht (Stand: Oktober 2026). Den Boothill Graveyard betreibt die Stadt, das Gelände des O.K. Corral ein privates Unternehmen.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Tombstone Courthouse State Historic Park. Arizona State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  2. Amtliche Stelle Park History: Opened and Dedicated 1959 (Charles R. Eatherly). Arizona State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Schieffelin Monument. Arizona State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  4. Archiv About The Tombstone Epitaph (Tombstone, Ariz.) 1880 bis 1882, Chronicling America (Recherche University of Arizona Libraries). Library of Congress, Arizona State Library, Archives and Public Records. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  5. Amtliche Stelle Showdown at the O.K. Corral: The Trial of Wyatt Earp. United States Court of Appeals for the Second Circuit, Justice For All. Stand 19.10.2023. abgerufen am 24.10.2026
  6. Archiv Wyatt Earp: Topics in Chronicling America. Library of Congress, Research Guides. Stand 12.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
  7. Primärquelle Chester A. Arthur, Proclamation 253: Law and Order in the Territory of Arizona, 3. Mai 1882. The American Presidency Project, University of California, Santa Barbara. Stand 1882. abgerufen am 24.10.2026
  8. Amtliche Stelle Boothill Cemetery (Don Taylor, City of Tombstone Historian). City of Tombstone, Boothill Graveyard. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  9. Amtliche Stelle Boothill Graveyard. City of Tombstone. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  10. Tribal Nation Our History. Fort Sill Apache Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  11. Amtliche Stelle Arizona: Fort Bowie National Historic Site (Reiseroute American Southwest). National Park Service. Stand 09.12.2018. abgerufen am 24.10.2026
  12. Amtliche Stelle Presidio Santa Cruz de Terrenate. Bureau of Land Management. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  13. Nachschlagewerk Tombstone (Arizona, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  14. O.K. Corral Gunfight Site, Tombstone AZ (Angaben des Betreibers über sich selbst). Tombstone Historama Corporation. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  15. Filmdatenbank Tombstone (1993), Filmdatenbank. Det Danske Filminstitut. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  16. Filmdatenbank Wyatt Earp (1994), Filmdatenbank. Det Danske Filminstitut. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  17. Amtliche Stelle Wyatt Earp. Arizona State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  18. Amtliche Stelle List of NHLs by State (Tombstone Historic District). National Park Service. Stand 28.09.2026. abgerufen am 24.10.2026
  19. Archiv Cochise County (Ariz.) Records, 1881 bis 1929, MS 180 (Findbuch). Arizona Historical Society, Library and Archives. Stand 2019. abgerufen am 24.10.2026
  20. The Bird Cage Theater, Startseite (Angaben des Betreibers über sich selbst). The Bird Cage Theater. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  21. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Arizona. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 27.10.2026

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Passt dazu

  • GeschichteSchießerei am O.K. Corral 1881

    Am 26. Oktober 1881 trafen in Tombstone die Earps und Doc Holliday auf Clantons und McLaurys, drei Männer starben.

  • PersonenWyatt Earp

    Wyatt Earp (1848 bis 1929) war Polizist in Kansas und kämpfte 1881 am O.K.

  • GlossarBoot Hill und die Friedhöfe des Westens

    Boot Hill hießen die ersten Friedhöfe vieler Bergbau- und Rinderstädte des Westens.

  • Orte und NaturGeisterstädte

    Bodie, Calico und Rhyolite sind verlassene Bergbauorte im Westen der USA.