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Doc Holliday

Kurz erklärt Doc Holliday hieß John Henry Holliday und war ein Zahnarzt aus Georgia, der im Westen vom Glücksspiel lebte. Er wurde am 14. August 1851 in Griffin geboren, kämpfte am 26. Oktober 1881 mit den Earps bei der Schießerei am O.K. Corral in Tombstone und starb am 8. November 1887 mit 36 Jahren in Glenwood Springs in Colorado an Tuberkulose.

Aufgeklappter Holzkasten mit blanken Zahnarztinstrumenten aus Stahl, daneben eine Porzellanschale und ein gefaltetes Leinentuch im warmen Fensterlicht
Bild: KI-generiert

Wer war Doc Holliday?

John Henry "Doc" Holliday war ein Zahnarzt aus Georgia, der im Westen der USA vor allem vom Glücksspiel lebte. Die New Georgia Encyclopedia nennt ihn einen bekannten Spieler und Revolvermann. Berühmt wurde er durch die Schießerei am O.K. Corral 1881 in Tombstone und durch seine lebenslange Freundschaft mit Wyatt Earp.[1] Britannica beschreibt ihn als Spieler, Revolvermann und zeitweiligen Zahnarzt.[2] Bald nach dem Studium erkrankte er an Lungentuberkulose, an der er 1887 mit 36 Jahren starb.[1]

Kindheit in Georgia

Holliday kam am 14. August 1851 in Griffin zur Welt, damals im Pike County und heute im Spalding County in Georgia. Seine Eltern waren Alice Jane McKey und Henry Burroughs Holliday.[1] Getauft wurde er laut Kirchenbuch am 21. März 1852 in der First Presbyterian Church in Griffin; Britannica nennt nur dieses Taufdatum.[2, 3] Der Vater diente im Bürgerkrieg als Major im 27. Infanterieregiment von Georgia. 1864 zog die Familie nach Bemiss, etwa sieben Meilen von Valdosta entfernt.[1] 1866 starb die Mutter an Tuberkulose, nach Ben Traywick am 16. September; ihr Sohn war 15 Jahre alt. Noch im selben Jahr heiratete der Vater Rachel Martin, und die Familie zog nach Valdosta, wo Holliday das Valdosta Institute besuchte.[1, 3]

Eine Familienüberlieferung erzählt, er habe am Withlacoochee River nordwestlich von Valdosta auf Afroamerikaner geschossen und dabei vielleicht einen oder mehrere getötet. Ein zeitgenössischer Beleg dafür existiert nach der New Georgia Encyclopedia nicht.[1] Traywick schreibt, Holliday habe bei einem Streit über eine Badestelle über die Köpfe schwarzer Jugendlicher hinweg geschossen und niemanden getroffen.[3]

Studium in Philadelphia und Praxis in Georgia

1870 verließ Holliday mit 19 Jahren zum ersten Mal Georgia und schrieb sich am Pennsylvania College of Dental Surgery in Philadelphia ein.[1] Am 1. März 1872 verlieh ihm die Hochschule zusammen mit 25 anderen Männern den Titel Doctor of Dental Surgery; seine Abschlussarbeit handelte von Krankheiten der Zähne.[3] Zurück in Georgia arbeitete er in der Praxis von Arthur C. Ford in Atlanta und eröffnete noch im selben Jahr eine eigene Praxis in Griffin.[1]

Welche Krankheit hatte Doc Holliday?

Doc Holliday litt an chronischer Lungentuberkulose. Er erkrankte bald nach dem Studium, wohnte kurz bei Verwandten in Jonesboro und ging 1873 in den Westen, weil er sich ein trockeneres Klima erhoffte.[1] Nach Traywick sagten ihm mehrere Ärzte ein kurzes Leben voraus und rieten ihm zu trockener Luft.[3] Heilen ließ sich die Krankheit damals nicht. Nach Willa Kane von der Glenwood Springs Historical Society konnten Ärzte in den 1880er-Jahren nur eine andere Ernährung und Bewegung empfehlen; ein trockenes Klima half den Lungen. Den Erreger hatte der deutsche Bakteriologe Robert Koch erst 1882 nachgewiesen.[7]

In Dallas störten nach Traywick Hustenanfälle seine Arbeit am Behandlungsstuhl, die Praxis ging zurück, und Holliday verdiente sein Geld bald vor allem mit Karten.[3] Kane sieht in der Krankheit nicht den einzigen Grund für den Abschied aus Georgia: Auch Streit in der Familie, vielleicht Ärger mit dem Gesetz und eine unerfüllte Liebe könnten eine Rolle gespielt haben.[7]

Spieler zwischen Texas, Kansas und Colorado

Im September 1873 kam Holliday nach Dallas und arbeitete zunächst mit dem Zahnarzt John Seegar zusammen.[1] Die Partnerschaft lösten die beiden laut einer Anzeige im Dallas Daily Commercial vom 2. März 1874 auf.[3] Als Kartenspieler machte er sich schnell einen Namen und geriet oft mit anderen Spielern in Streit. 1875 wurde er festgenommen, weil er sich mit einem Saloonbesitzer beschossen hatte; die Anklage wurde später fallen gelassen.[1] Nach Traywick fiel dieser Schusswechsel auf den 2. Januar 1875, getroffen wurde niemand.[3] Britannica nennt Poker und Faro als seine Spiele.[2]

Danach zog er durch den Westen: Fort Griffin und Jacksboro in Texas, Pueblo und Denver in Colorado, Cheyenne in Wyoming, Deadwood in South Dakota und Dodge City in Kansas.[1] Unterwegs lernte er Mary Katherine Harony kennen, genannt Kate Elder oder Big Nose Kate, die nach Traywick aus Ungarn stammte. Ob die beiden heirateten, ist umstritten; sie traten als Ehepaar auf.[1, 2, 3]

Wann Holliday und Wyatt Earp Freunde wurden, erzählen die Quellen verschieden. Nach Traywick lernten sie sich im November 1877 in Fort Griffin kennen, als Holliday Earp verriet, wo sich der gesuchte Dave Rudabaugh aufhielt.[3] In Dodge City inserierte Holliday 1878 als Zahnarzt.[3] Ende 1878 griff er dort nach der New Georgia Encyclopedia in einen Streit zwischen Earp, damals Assistant City Marshal, also Stellvertreter des Polizeichefs, und randalierenden Cowboys ein. Earp sagte später, Holliday habe ihm das Leben gerettet.[1] Die Zeitungen von Dodge City berichteten laut Traywick nicht über einen solchen Vorfall.[3]

Grün bespannter Spieltisch in einem stillen Saloon mit einem verdeckten Kartenstapel, einem Glas ohne Etikett und einer Messinglampe im warmen Nachmittagslicht
Spieltisch in einem Saloon, wie Holliday ihn als Kartenspieler kannte Bild: KI-generiert

Las Vegas und der Weg nach Tombstone

1879 eröffnete Holliday in Las Vegas im Territorium New Mexico einen Saloon. Nach der New Georgia Encyclopedia tötete er dort bei einem Streit einen Mann und verletzte einen Barkeeper.[1] Traywick bezweifelt das. Oft werde ihm der Tod von Mike Gordon am 20. Juli 1879 zugeschrieben, doch eine Leichenschau sprach noch am selben Tag von einem unbekannten Täter, und die Zeitungen nannten Holliday tagelang nicht. Erst 1881 schrieb ein Reporter der Las Vegas Optic ihm die Tat zu, 1886 auch Bat Masterson in einem Interview.[3]

Im Herbst 1879 ging Holliday nach Prescott im Arizona-Territorium und gewann dort beim Poker viel Geld. Nach dem 3. Juni 1880 zog er mit Kate nach Tombstone, wo Wyatt Earp seit Dezember 1879 lebte.[3] Britannica nennt ebenfalls 1880 als Jahr seiner Ankunft.[2] Im Oktober 1880 schoss er nach einem Streit im Oriental Saloon auf dessen Besitzer Milt Joyce und traf ihn am Daumen und seinen Partner Parker am großen Zeh. Er bekannte sich der Körperverletzung schuldig und zahlte 20 Dollar Strafe und 11,25 Dollar Kosten.[3]

Im März 1881 geriet er unter Verdacht. Am 15. März hatten Maskierte bei Contention versucht, eine Postkutsche auszurauben, und dabei den Kutscher Budd Philpot und den Fahrgast Peter Roerig getötet.[3] Nach der New Georgia Encyclopedia gehörte Ike Clanton zu der Bande, die den Überfall verübt hatte; ob er selbst dabei war, ist unklar.[1] Kate unterschrieb nach Traywick betrunken eine Erklärung, die Holliday belastete. Nüchtern widerrief sie, Zeugen bestätigten, wo Holliday zur Zeit des Überfalls gewesen war, und der Bezirksstaatsanwalt ließ die Anklage fallen.[3]

Doc Holliday am O.K. Corral

Am 25. Oktober 1881 kam Ike Clanton nach Tombstone, betrank sich und drohte von Bar zu Bar, die Earps und ihren Freund Holliday zu töten. Die Beschreibung des Denkmalbezirks, die der National Park Service 1978 verfasste, nennt Holliday dabei den schwindsüchtigen Zahnarzt aus Georgia mit zwiespältigem Ruf.[4] Nach der New Georgia Encyclopedia ging dem in jener Nacht ein Streit zwischen Holliday und Clanton voraus.[1] Am 26. Oktober wollten Virgil Earp, der Stadtmarschall von Tombstone, und seine Brüder Wyatt, laut NPS Deputy U.S. Marshal, also Hilfsbeamter des US Marshal, und Morgan die Clantons und ihre Freunde festnehmen, weil sie in der Stadt Waffen trugen. Unterwegs schloss sich Holliday an.[4]

Auf dem Grundstück an der Fremont Street wurden laut dem Bundesberufungsgericht für den Second Circuit in weniger als 30 Sekunden sechs Männer getroffen; die NPS-Nominierung spricht von 30 bis 60 Sekunden. Frank McLaury starb noch am Ort, Tom McLaury und Billy Clanton innerhalb einer Stunde. Virgil und Morgan Earp und Holliday wurden verwundet, Wyatt Earp blieb unverletzt, Ike Clanton lief davon.[4, 5] Holliday streifte nach der NPS-Nominierung nur eine Kugel am Rücken.[4] Nach Traywick tötete Holliday Tom McLaury, traf Frank McLaury mit einer der Kugeln und vielleicht auch Billy Clanton.[3]

Ike Clanton zeigte die Earps und Holliday am 29. Oktober 1881 wegen Mordes an. Richter Wells Spicer begann am 31. Oktober eine Voranhörung und sah am 30. November 1881 keinen hinreichenden Grund für eine Mordanklage.[5, 6]

Breite staubige Straße einer Bergbaustadt in der Wüste mit hölzernen Häusern, überdachten Gehsteigen aus Brettern und Bergen in der Ferne, menschenleer im späten Nachmittagslicht
Straße einer Bergbaustadt im Südwesten, wie Tombstone in den 1880er-Jahren Bild: KI-generiert

Rache, Flucht und Leadville

Die Fehde ging weiter. Am 28. Dezember 1881 wurde Virgil Earp aus dem Hinterhalt angeschossen und schwer verletzt, am 18. März 1882 (die NPS-Nomination nennt den 19. März) wurde Morgan Earp beim Billardspiel in Tombstone erschossen.[6, 4] Holliday ritt danach mit Wyatt Earp, als dieser Rache nahm.[1] Am 20. März 1882 starb Frank Stilwell, einer der Verdächtigen, am Bahnhof von Tucson. Eine Leichenschaujury in Tucson nannte Wyatt und Warren Earp, Holliday, Texas Jack Vermillion und Sherman McMasters als Täter.[1, 3] Laut Traywick tötete die Gruppe zwei Tage später in den Dragoon Mountains Florentino Cruz.[3]

Im Mai 1882 war Holliday in Denver. Dort wurde er festgenommen, doch Colorado lieferte ihn nicht nach Arizona aus.[1, 3] Nach Traywick lehnte Gouverneur Frederick Pitkin den Antrag des Gouverneurs von Arizona, Fred Tritle, ab.[3] Später lebte Holliday in Leadville in Colorado. Am 19. August 1884 schoss er dort in Hyman's Saloon auf Billy Allen, der ihn bedroht hatte, und verletzte ihn am Arm. Eine Jury sprach ihn am 28. März 1885 frei.[3]

Zeitleiste

Zeitleiste: Doc Holliday
  1. 14.08.1851John Henry Holliday kommt in Griffin in Georgia zur Welt.[1]
  2. 01.03.1872Abschluss als Doctor of Dental Surgery am Pennsylvania College of Dental Surgery in Philadelphia.[3]
  3. 1873An Lungentuberkulose erkrankt, geht Holliday in den Westen; im September kommt er nach Dallas.[1]
  4. Ende 1878In Dodge City greift Holliday in einen Streit ein; Wyatt Earp sagt später, er habe ihm das Leben gerettet.[1] Wyatt Earp
  5. 1879Holliday eröffnet in Las Vegas im Territorium New Mexico einen Saloon.[1]
  6. 1880Holliday zieht nach Tombstone im Arizona-Territorium.[2, 3] Tombstone
  7. 26.10.1881Mit Virgil, Wyatt und Morgan Earp kämpft Holliday bei der Schießerei am O.K. Corral und wird leicht verwundet.[4, 5] Schießerei am O.K. Corral
  8. 30.11.1881Richter Wells Spicer sieht keinen hinreichenden Grund für eine Mordanklage gegen Wyatt Earp und Holliday.[6] Schießerei am O.K. Corral
  9. 20.03.1882Frank Stilwell stirbt in Tucson; eine Leichenschaujury nennt unter anderen Wyatt Earp und Holliday als Täter.[3] Wyatt Earp
  10. Mai 1882Holliday wird in Denver festgenommen; Colorado liefert ihn nicht nach Arizona aus.[1, 3]
  11. 19.08.1884In Leadville schießt Holliday auf Billy Allen; eine Jury spricht ihn 1885 frei.[3]
  12. Mai 1887Holliday kommt nach Glenwood Springs in Colorado, um seine Tuberkulose in den heißen Quellen zu behandeln.[3, 7]
  13. 08.11.1887Holliday stirbt im Hotel Glenwood an Tuberkulose und wird auf dem Linwood Cemetery beigesetzt.[1, 7]

Was ist Legende, was ist belegt?

Nach Ben Traywick in der Zeitschrift Wild West stecken die meisten Darstellungen über Holliday voller Fehler. Ein Autor schrieb ihm mehr als 30 Duelle auf Leben und Tod zu, mehrere Historiker 16 Tote; Traywick nennt solche Zahlen fantastisch.[3] Für angebliche Tote in Texas, Denver, Cheyenne und Trinidad fand er weder Zeitungsberichte noch Gerichtsakten. Holliday förderte seinen Ruf als gefährlicher Schütze selbst, um sich zu schützen, denn er war schmal und gebrechlich.[3] Wyatt Earp nannte Holliday den gewandtesten Spieler und den nervenstärksten, schnellsten und tödlichsten Schützen, den er je gesehen habe.[3]

Anders als viele Outlaws war Holliday nach der New Georgia Encyclopedia kein Held der Groschenromane (dime novels); seine Legende und die von Wyatt Earp formte vor allem der Film, und die erste Biografie Earps erschien erst 1931. Im Film steht Holliday oft gleichberechtigt neben Earp, manchmal stellt er ihn sogar in den Schatten.[1] Ihn spielten unter anderem Victor Mature in John Fords "Faustrecht der Prärie" (My Darling Clementine, 1946), Kirk Douglas in John Sturges' "Zwei rechnen ab" (Gunfight at the O.K. Corral, 1957), Val Kilmer in Tombstone (Produktionsjahr 1993) und Dennis Quaid in Wyatt Earp: Das Leben einer Legende.[1, 9, 10, 11, 12] Über Fords Film schreibt das Lexikon des internationalen Films, er verkläre die Ereignisse zum "poetischen Mythos".[9] Die Figur des Doc Boone in Fords "Stagecoach" (1939) gilt nach der New Georgia Encyclopedia als lose an Holliday angelehnt.[1]

Wie starb Doc Holliday?

Doc Holliday starb am 8. November 1887 in Glenwood Springs in Colorado an Tuberkulose. Er war 36 Jahre alt.[1, 6] Im Mai 1887 war er in den Ort gekommen, um seine Krankheit in den heißen Quellen zu behandeln, und wohnte im gerade fertiggestellten Hotel Glenwood, nicht in einem Sanatorium.[3, 7] Nach Willa Kane verbrachte er dort am 14. August 1887 still seinen 36. Geburtstag. Bald darauf verschlimmerte sich die Krankheit; in den letzten zwei Monaten soll er nur zweimal aufgestanden sein, in den letzten zwei Wochen war er nicht mehr bei klarem Verstand.[7] Traywick spricht von 57 Tagen im Bett, davon 14 im Delirium.[3]

Nach Kane starb Holliday um 10 Uhr morgens in seinem Bett im Hotel. Um 16 Uhr wurde er auf dem Linwood Cemetery beigesetzt, Pfarrer W. S. Rudolph von der presbyterianischen Kirche hielt die Trauerfeier. Alte Freunde oder Angehörige waren nicht dabei.[7]

Dampf steigt über einem heißen Quellbecken an einem Fluss in einem engen Bergtal auf, rote Felswände, Kiefern und in der Ferne ein großes Hotel aus Stein im Herbstlicht
Heiße Quellen in einem Bergtal in Colorado, wie in Glenwood Springs Bild: KI-generiert

Wo ist Doc Holliday begraben?

Holliday liegt auf dem Linwood Cemetery in Glenwood Springs, die genaue Stelle seines Grabes ist aber unbekannt.[7, 8] Nach seinem Biografen Gary L. Roberts verschwand der ursprüngliche Grabstein im frühen 20. Jahrhundert. Einen neuen Stein stellte die Stadt laut Marshall Trimble 1956 für Besucher auf, Kane nennt das Jahr 1958 und eine Stelle, die als ungefähre Lage des Grabes galt. Dieser erste Gedenkstein wurde inzwischen ersetzt.[7, 8] Eine Geschichte lässt den Leichnam von einem Hochwasser fortspülen und an unbekannter Stelle neu begraben. Eine zweite nennt ein Grab am Fuß des Hügels, weil der Boden am Friedhof zur Beerdigung zu hart gefroren gewesen sei. Eine dritte legt ihn in ein namenloses Grab neben dem Vater in Griffin. Trimble nennt die zweite unwahrscheinlich und die dritte fantasievoll.[8]

Doc Holliday im Film

Im Film

Häufige Fragen

Wer war Doc Holliday?

John Henry "Doc" Holliday war ein Zahnarzt aus Georgia, der im Westen vor allem als Glücksspieler lebte. Bekannt wurde er durch die Schießerei am O.K. Corral 1881 in Tombstone und seine Freundschaft mit Wyatt Earp.

War Doc Holliday wirklich Zahnarzt?

Ja. Er schloss 1872 das Pennsylvania College of Dental Surgery in Philadelphia ab, arbeitete in Atlanta und Griffin und praktizierte später auch in Dallas und Dodge City. Wegen seiner Krankheit und des Glücksspiels gab er den Beruf nach und nach auf.

Welche Krankheit hatte Doc Holliday?

Doc Holliday litt an chronischer Lungentuberkulose, an der schon seine Mutter 1866 gestorben war. Er erkrankte bald nach dem Studium und ging 1873 in den Westen, weil er sich vom trockeneren Klima Linderung erhoffte.

Wie starb Doc Holliday?

Er starb am 8. November 1887 mit 36 Jahren im Hotel Glenwood in Glenwood Springs in Colorado an Tuberkulose. Dorthin war er im Mai 1887 gekommen, um die Krankheit in den heißen Quellen zu behandeln.

Wo ist Doc Holliday begraben?

Auf dem Linwood Cemetery in Glenwood Springs. Die genaue Stelle ist unbekannt, weil der ursprüngliche Grabstein im frühen 20. Jahrhundert verschwand; der heutige Stein ist ein Gedenkstein für Besucher.

Wie viele Menschen hat Doc Holliday getötet?

Weit weniger, als die Legende behauptet. Manche Autoren schrieben ihm 16 Tote oder mehr als 30 Duelle zu. Ben Traywick hält nur einen Toten für sicher belegt, Tom McLaury am O.K. Corral, und ist von einem zweiten überzeugt; die New Georgia Encyclopedia nennt zusätzlich einen Toten in Las Vegas in New Mexico.

Waren Doc Holliday und Wyatt Earp Freunde?

Ja, nach der New Georgia Encyclopedia ein Leben lang. Earp sagte später, Holliday habe ihm 1878 in Dodge City das Leben gerettet. 1881 kämpfte Holliday an der Seite der Earps am O.K. Corral, 1882 ritt er mit Wyatt Earp, als dieser den Mord an seinem Bruder Morgan rächte.

Quellen

  1. Nachschlagewerk John Henry "Doc" Holliday (1851 bis 1887) (John Dalton Macdonald). New Georgia Encyclopedia. Stand 28.08.2009, zuletzt bearbeitet 13.01.2022. abgerufen am 24.10.2026
  2. Nachschlagewerk Doc Holliday. Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Showdown at the O.K. Corral: The Trial of Wyatt Earp. United States Court of Appeals for the Second Circuit, Justice For All. Stand 19.10.2023. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle Showdown at the O.K. Corral: The Trial of Wyatt Earp, Timeline. United States Court of Appeals for the Second Circuit, Justice For All. Stand 20.10.2023. abgerufen am 24.10.2026
  5. Presse Doc Holliday finished out his life in Glenwood Springs (Willa Kane, Glenwood Springs Historical Society, Reihe Frontier Diary). Post Independent, Glenwood Springs. Stand 02.08.2016. abgerufen am 24.10.2026
  6. Filmdatenbank Faustrecht der Prärie (My Darling Clementine, USA 1946). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  7. Filmdatenbank Zwei rechnen ab (Gunfight at the O.K. Corral, USA 1957). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand Aktualisiert am 07.02.2020. abgerufen am 24.10.2026
  8. Filmdatenbank Tombstone (USA 1993). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand Aktualisiert am 17.03.2001. abgerufen am 24.10.2026
  9. Filmdatenbank Wyatt Earp: Das Leben einer Legende (Wyatt Earp, USA, Produktionsjahr 1993). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand Aktualisiert am 26.05.1997. abgerufen am 24.10.2026

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    Am 26. Oktober 1881 trafen in Tombstone die Earps und Doc Holliday auf Clantons und McLaurys, drei Männer starben.

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