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Death Valley

Kurz erklärt Das Death Valley ist ein rund 140 Meilen (gut 225 Kilometer) langes Wüstental im Osten Kaliforniens. Im Badwater Basin liegt es 282 Fuß (86 Meter) unter dem Meeresspiegel, so tief wie kein anderer Ort Nordamerikas. Am 10. Juli 1913 wurden in Furnace Creek 134 Grad Fahrenheit (57 Grad Celsius) gemessen, ein inzwischen angezweifelter Weltrekord; seit 1994 ist das Tal Nationalpark, in dem auch die Timbisha Shoshone ihr Dorf haben.

Weite weiße Salzebene mit sechseckigen Salzkrusten in einem Wüstental, dahinter kahle braune Berghänge im warmen Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Geschichte des Death Valley

Lage und Landschaft

Das Death Valley ist eine lange, von Norden nach Süden verlaufende Senke im Osten Kaliforniens, zwischen der Amargosa Range im Osten und der Panamint Range im Westen.[4] Wie lang es ist, gibt der National Park Service unterschiedlich an: rund 140 Meilen (gut 225 Kilometer) vom Last Chance Canyon im Norden bis zur großen Biegung des Amargosa River bei Saratoga Springs im Süden, an anderer Stelle 156 Meilen (rund 250 Kilometer).[2, 4] Das Ortsnamenverzeichnis des U.S. Geological Survey führt das Tal im Inyo County und im San Bernardino County.[23] Pflanzen und Tiere haben sich laut NPS an die raue Umwelt der Mojave-Wüste angepasst, manche Arten gibt es nirgends sonst.[4]

Im Badwater Basin liegt der tiefste Punkt Nordamerikas, 282 Fuß (86 Meter) unter dem Meeresspiegel. Die Salzebene dort bedeckt fast 200 Quadratmeilen (518 Quadratkilometer) und besteht vor allem aus Kochsalz, dazu aus Calcit, Gips und Borax.[3] Nur 15 Meilen (rund 24 Kilometer) entfernt steigt der Telescope Peak in der Panamint Range auf 11.049 Fuß (3.368 Meter).[4, 3] Seinen Namen soll das Becken bekommen haben, weil das Maultier eines frühen Landvermessers aus dem Quelltümpel nicht trinken wollte. Laut NPS ist das Wasser nicht schlecht, nur sehr salzig.[3]

Die Timbisha Shoshone

Die Timbisha Shoshone lebten laut National Park Service schon Jahrhunderte im Tal, bevor der erste Weiße es betrat; die Nation selbst spricht von Tausenden Jahren.[6, 8] Sie jagten und zogen mit den Jahreszeiten, um Pinyon-Nüsse und Mesquite-Bohnen zu ernten, und viele Orte galten und gelten ihnen als heilig.[6] Nach eigener Darstellung gehören sie zu den Western Shoshone und sind für ihre Korbflechterei bekannt.[8] Die Liste des Bureau of Indian Affairs vom 30. Januar 2026 führt die Nation als Timbisha Shoshone Tribe.[11]

Den Namen erklärt Pauline Esteves, die frühere Vorsitzende der Nation: Timbisha heißt ein rotes Material aus den Black Mountains nahe dem Dorf bei Furnace Creek, auf Englisch Ocker. Die Vorfahren trugen es zum Schutz und zur Heilung auf das Gesicht auf.[7]

Unser Volk, die Timbisha, ist nach diesem Material benannt, und unser Tal auch.

Pauline Esteves, frühere Vorsitzende der Timbisha Shoshone Tribe, Vorwort zum Entwurf des Berichts des Innenministers an den Kongress, veröffentlicht vom National Park Service Übersetzung der Redaktion[7]

Den Namen Death Valley nennt Esteves unglücklich, weil ihr Volk nicht vom Tod spreche; für sie ist das Tal ein Ort des Lebens.[7] Nach der Verwaltungsgeschichte von Theodore Catton arbeiteten die Männer im späten 19. Jahrhundert zeitweise in den Bergbaulagern und als Postboten. Von etwa 1900 bis 1933 lebten die Timbisha weiter im Winter und im Sommer an ihren angestammten Plätzen, waren aber immer mehr auf Lohnarbeit angewiesen.[10] Seit 1936 wohnte die Nation auf etwa 40 Acres (rund 16 Hektar) bei Furnace Creek. Bundesweit anerkannt ist sie seit 1983, Catton nennt den 12. Januar 1983; eigenes Land hatte sie damals nicht.[9, 10]

Die Auswanderer von 1849

Den Namen Death Valley gaben dem Tal Auswanderer, die sich im Winter 1849/50 auf dem Weg zu den Goldfeldern des Kalifornischen Goldrauschs darin verirrten.[2] Im Oktober 1849 brach in Salt Lake City ein Wagenzug auf, die San Joaquin Company. Für die Sierra Nevada war es zu spät, die Erinnerung an die eingeschneite Donner Party war noch frisch, und so nahm der Zug unter Captain Jefferson Hunt den Old Spanish Trail, der im Süden um das Gebirge herumführte.[5] Bei Enterprise in Utah bog der größte Teil der 107 Wagen auf eine angebliche Abkürzung zum Walker Pass ab. Die meisten kehrten bald zu Hunt zurück, mehr als 20 Wagen fuhren weiter.[5]

Bei Groom Lake trennten sich die Bennett-Arcan-Gruppe und die Jayhawkers, und beide gerieten ins Death Valley. Am Heiligabend 1849 erreichten einige von ihnen die Travertine Springs, die Quelle des Furnace Creek.[5] Die Jayhawkers ließen ihre Wagen bei den Sanddünen von Mesquite Flat zurück, schlachteten Ochsen und gingen über den Towne Pass zu Fuß weiter. Die Bennett-Arcan-Gruppe schickte zwei junge Männer, William Lewis Manly und John Rogers, über die Berge. Fast einen Monat lang liefen sie mehr als 300 Meilen (rund 480 Kilometer) bis zur Mission San Fernando und mit Vorräten zurück.[5] Während der Wartezeit starb nur ein Mann. Als die Gruppe über die Panamint Mountains abzog, soll einer "Goodbye, Death Valley" gesagt haben.[2, 5] Unter den Auswanderern waren laut NPS drei schwarze Männer, einer versklavt, ein zweiter möglicherweise auch; über ihr Leben ist wenig bekannt.[6]

Bergbau und Borax

Im Gebiet des Parks wurden laut NPS unter anderem Gold, Silber, Blei, Kupfer, Quecksilber, Wolfram, Talk und Borax abgebaut.[2] Chinesische Arbeiter bauten in den 1870er Jahren Panamint City, blieben aber nicht.[6] Die zehn bienenkorbförmigen Holzkohlemeiler im Wildrose Canyon entstanden 1877, um Brennstoff für die Verhüttung von Silber- und Bleierz zu liefern.[14] Die Keane Wonder Mine war einst die ergiebigste Goldgrube im Death Valley.[14] Die am besten erhaltene Geisterstadt der Gegend, Rhyolite, liegt knapp außerhalb des Parks bei Beatty in Nevada.[2]

1881 fanden Aaron und Rose Winters Borax auf der Salzebene nördlich der Mündung des Furnace Creek, und William T. Coleman kaufte ihnen die Rechte für 20.000 Dollar ab.[24] Abgebaut wurde Ulexit in Form der sogenannten cottonballs, Baumwollbällchen, die man von der Salzpfanne kratzte und durch Eindampfen und Auskristallisieren reinigte.[24] Wann die Harmony Borax Works anliefen, geben die Quellen des National Park Service verschieden an: 1882 nach der Studie von Linda W. Greene aus dem Jahr 1981, Ende 1883 oder Anfang 1884 nach der heutigen Seite des Parks.[24, 12] In vollem Betrieb gewannen dort 40 Männer täglich drei Tonnen Borax. Im Sommer kühlte das Wasser zum Auskristallisieren nicht genug ab, dann zog Coleman die Arbeiter in die Amargosa Borax Works bei Tecopa.[12] Chinesische Einwanderer bauten laut NPS eine 160 Meilen lange Straße durch die scharfen Salzzacken und rechten das Borax von 1883 bis 1888 vom Talboden (mehr über chinesische Einwanderer im Westen).[6]

Großes hölzernes Wagenrad mit dicken Speichen und eisernem Reifen lehnt an einem hölzernen Wagenkasten auf rissigem hellem Wüstenboden, dahinter kahle Berge im Nachmittagslicht
Nachempfundene Szene: Rad und Kasten eines Boraxwagens, wie sie die Twenty Mule Teams aus dem Death Valley zogen Bild: KI-generiert

Berühmt wurden die Twenty Mule Teams, Gespanne mit zwanzig Zugtieren. Sie zogen die schweren Wagen mit dem Borax von den Harmony Borax Works 165 Meilen (rund 265 Kilometer) weit bis zur Bahnstation bei Mojave, eine Fahrt von zehn Tagen.[13] Die Gespanne fuhren laut NPS nur sechs Jahre, von 1883 bis 1889. Bekannt blieben sie vor allem durch die Werbung für die Seife "20-Mule-Team Borax" und durch die Radio- und Fernsehreihe "Death Valley Days". Zwei der letzten Wagen stehen heute im Park, vor der Furnace Creek Ranch und an den Harmony Borax Works.[13]

1888 ging die Anlage außer Betrieb, als Colemans Finanzimperium zusammenbrach. Sie kam an Francis Marion Smith, nahm die Verarbeitung aber nie wieder auf.[12] Nach Greene übernahm Smith Colemans Besitz 1890 und legte ihn in der Pacific Coast Borax Company zusammen.[24] Später kehrte der Boraxbergbau mit der Grube Lila C ins Gebiet zurück; die Tonopah and Tidewater Railroad erreichte bis 1907 Death Valley Junction.[24] 1927 eröffnete die Pacific Coast Borax Company das Furnace Creek Inn, heute Inn at Death Valley; laut NPS trug es viel dazu bei, dass aus dem Bergbaugebiet ein Nationalpark wurde.[14] Seit dem 31. Dezember 1974 stehen die Harmony Borax Works im National Register of Historic Places.[12]

Vom National Monument zum Nationalpark

Im Februar 1933 erklärte Präsident Herbert Hoover das Tal zum Death Valley National Monument. Es umfasste anfangs etwa 1.601.800 Acres und wuchs 1937 und 1952 auf 2.067.793 Acres.[10] Mit dem California Desert Protection Act vom 31. Oktober 1994 wurde daraus der Death Valley National Park.[15] Das Gesetz fügte nach Catton weitere 1,3 Millionen Acres hinzu, und der Park wurde der größte der USA außerhalb Alaskas.[10] Zu ihm gehören seitdem auch der größte Teil des Saline, Eureka, nördlichen Panamint und Greenwater Valley.[4] Heute umfasst er laut NPS über 3 Millionen Acres (mehr als 12.100 Quadratkilometer).[22]

Bekannte Ereignisse und Personen

Nach einem Aufstand im Lager Manzanar brachte die Regierung 1942 laut NPS 60 inhaftierte Japaner und japanischstämmige Amerikaner ins Death Valley.[6] Die Death Valley Ranch im Grapevine Canyon, bekannt als Scotty's Castle, gibt laut NPS Einblick in die 1920er und 1930er Jahre. Zu ihrer Geschichte gehören Albert und Bessie Johnson und der Mann, den man Death Valley Scotty nannte.[6, 14] 1905 fand Pete Aguereberry Gold, als er mit Shorty Harris im Tal unterwegs war; danach entstand der Ort Harrisburg (mehr zu Harris auf der Seite über Rhyolite).[6]

Wie heiß ist das Death Valley?

Laut National Park Service ist das Death Valley der heißeste Ort der Erde und der trockenste Nordamerikas. Im Sommer werden im Schatten oft mehr als 120 Grad Fahrenheit (49 Grad Celsius) gemessen, und nachts sinkt die Temperatur häufig nicht unter 90 Grad Fahrenheit (32 Grad Celsius).[1] Die Klimaseite des Parks nennt weniger als 2 Zoll (5 Zentimeter) Niederschlag im Jahr, der Sommerführer von 2026 im Mittel 2,15 Zoll (54,6 Millimeter). Britannica nennt für das Death Valley im Jahresmittel 2,1 Zoll (53 Millimeter).[27] Schon 2,2 Zoll (55,88 Millimeter) Regen am 20. August 2023 richteten schwere Überschwemmungen an.[1, 19]

Zwischen dem Tal und dem Pazifik liegen vier große Gebirgszüge, an deren Westseiten die Wolken abregnen. Im schmalen, tiefen Becken staut sich die Wärme des kahlen Bodens, und absinkende Luft wird durch den höheren Luftdruck in der Tiefe zusätzlich erhitzt.[1]

Der Rekord von 1913 und die Zweifel daran

Den höchsten Wert maß die Station in Furnace Creek, damals Greenland Ranch, am 10. Juli 1913: 134 Grad Fahrenheit (57 Grad Celsius). In derselben Hitzewelle erreichten fünf Tage in Folge 129 Grad Fahrenheit (54 Grad Celsius) oder mehr. Im selben Jahr, am 8. Januar 1913, fiel die Temperatur in Furnace Creek auf den Tiefstwert von 15 Grad Fahrenheit (minus 10 Grad Celsius).[1, 16] Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) nannte die 56,7 Grad Celsius 2020 die höchste je gemessene Temperatur.[18] Den Rekord hält das Death Valley seit 2013, als die WMO einen Wert von 136 Grad Fahrenheit aus Libyen von 1922 strich.[16]

Ob die Messung von 1913 stimmt, ist umstritten. Schon 2020 schrieb die WMO, Wetterhistoriker hätten die Genauigkeit alter Werte angezweifelt. Im Juli 2023 erklärte ihr Berichterstatter für Wetter- und Klimaextreme, sowohl der zuständige Ausschuss der USA als auch das WMO-Archiv akzeptierten die Messung von 1913.[18, 26] Eine Studie von Roy Spencer, John Christy und William Reid im Bulletin of the American Meteorological Society (Band 107, Heft 1, Januar 2026) hält den Rekord für unplausibel. Zwei der Autoren arbeiten an der University of Alabama in Huntsville, die am 30. Oktober 2025 darüber berichtete; die American Meteorological Society folgte am 14. November 2025. Aus Julidaten von 102 Jahren (1923 bis 2024) an höher gelegenen Stationen der Region schätzen die Autoren für den 10. Juli 1913 etwa 120 Grad Fahrenheit (rund 49 Grad Celsius), plus oder minus 2 Grad.[16, 17, 25] Seit 1911 stand auf der Ranch eine Messhütte des U.S. Weather Bureau. Die Autoren vermuten, dass der Vorarbeiter Oscar Denton, der als freiwilliger Beobachter die Werte meldete, Ablesungen eines schlecht aufgestellten Thermometers auf der Veranda des Wohnhauses eintrug.[16, 17] Sie empfehlen, den Rekord zu streichen. Randy Cerveny, bei der WMO zuständig für Wetter- und Klimaextreme, verwies im November 2025 darauf, dass zuerst der zuständige Ausschuss der USA, das National Climate Extremes Committee, prüfen müsse.[16]

Am 16. August 2020 zeigte die Station 130 Grad Fahrenheit (54,4 Grad Celsius); die WMO nahm den Wert vorläufig an und kündigte eine genaue Prüfung an.[18] Im Juli 2023 lief die Prüfung dieses Werts und eines gleich hohen vom 9. Juli 2021 laut WMO noch.[26] Den Sommer 2024 nennt der NPS einen neuen Sommerrekord: Die Höchstwerte lagen im Mittel bei 117,3 Grad Fahrenheit (47,3 Grad Celsius), an 37 Tagen über 120 Grad Fahrenheit (48,9 Grad Celsius), und an neun Tagen in Folge fiel die Temperatur nie unter 100 Grad Fahrenheit (37,7 Grad Celsius).[19]

Zeitleiste

Zeitleiste: Death Valley
  1. 24.12.1849Verirrte Auswanderer auf dem Weg zu den Goldfeldern erreichen die Travertine Springs am Furnace Creek; beim Abzug soll einer "Goodbye, Death Valley" gesagt haben.[5, 2] Kalifornischer Goldrausch
  2. 1877Im Wildrose Canyon entstehen zehn Holzkohlemeiler für die Verhüttung von Silber- und Bleierz.[14]
  3. 1881Aaron und Rose Winters finden Borax bei Furnace Creek; William T. Coleman kauft ihre Rechte für 20.000 Dollar.[24]
  4. 1883Die Twenty Mule Teams beginnen, Borax 165 Meilen weit zur Bahn bei Mojave zu fahren (bis 1889).[13] Mojave-Wüste
  5. 1888Die Harmony Borax Works gehen außer Betrieb, als Colemans Finanzimperium zusammenbricht.[12]
  6. 10.07.1913In Furnace Creek, damals Greenland Ranch, werden 134 Grad Fahrenheit (57 Grad Celsius) gemessen; der Wert ist umstritten.[1, 16]
  7. 1927Die Pacific Coast Borax Company eröffnet das Furnace Creek Inn.[14]
  8. Februar 1933Präsident Herbert Hoover erklärt das Tal zum Death Valley National Monument.[10]
  9. 1936Die Timbisha Shoshone leben von nun an auf etwa 40 Acres bei Furnace Creek.[9, 10] Shoshone
  10. 12.01.1983Die Timbisha Shoshone Tribe wird bundesweit anerkannt.[10, 9] Shoshone
  11. 31.10.1994Der California Desert Protection Act macht das Monument zum Death Valley National Park.[15]
  12. 01.11.2000Der Timbisha Shoshone Homeland Act gibt der Nation Land in treuhänderischer Verwaltung des Bundes, darunter 313,99 Acres bei Furnace Creek.[9] Shoshone
  13. 16.08.2020Die Station in Furnace Creek zeigt 130 Grad Fahrenheit (54,4 Grad Celsius); die WMO nimmt den Wert vorläufig an.[18]

Was ist heute im Death Valley zu sehen?

Der Timbisha Shoshone Homeland Act vom 1. November 2000 gab der Nation Land, das der Bund für sie treuhänderisch hält, darunter 313,99 Acres (rund 127 Hektar) bei Furnace Creek im Park. Dazu gehört eine Zone mit alten Lehmhäusern, die die Nation als eigenen historischen Bezirk verwaltet. Weitere Flächen liegen außerhalb des Parks, etwa bei Death Valley Junction in Kalifornien und bei Scotty's Junction und Lida in Nevada.[9] Catton beziffert das Land insgesamt auf 7.753,99 Acres (rund 3.138 Hektar).[10] Aus dem Timbisha Shoshone Village im Park sendet die Nation heute den Radiosender KDVY 94.5 FM.[8]

Den Park verwaltet der National Park Service. Das Besucherzentrum in Furnace Creek ist täglich geöffnet (Stand: November 2024).[20] Viel befahren ist die Badwater Road mit dem Devils Golf Course, dem Badwater Basin und dem Artists Drive; dazu kommen Zabriskie Point und die Sanddünen.[2] Öffnungszeiten und Sperrungen nennt die offizielle Seite des Death Valley National Park.[22, 21]

Stätten im Death Valley National Park (Angaben laut NPS, Stand je Zeile)
StätteWas es istZugang laut NPS
Badwater Basintiefster Punkt Nordamerikas mit Salzebene und Holzstegüber die Badwater Road erreichbar; im Sommer ab 10 Uhr keine Wanderung empfohlen[3]
Harmony Borax WorksReste der Boraxanlage von Coleman, mit einem der letzten Wagenbei Furnace Creek[12, 13]
Wildrose Charcoal Kilnszehn Holzkohlemeiler von 1877laut Seite vom 6. Oktober 2021: letzte 2 Meilen (gut 3 Kilometer) auf Schotter, für die meisten Autos befahrbar[14]
Keane Wonder Minefrühere Goldgrubelaut Seite vom 6. Oktober 2021 vorübergehend gesperrt, wegen Gefahren der alten Grube[14]
Scotty's CastleDeath Valley Ranch im Grapevine Canyonwegen Arbeiten nach Hochwasserschäden gesperrt, Wiedereröffnung offen[21]

Nach einem Unwetter am 22. Oktober 2026 waren am 25. Oktober 2026 mehrere Straßen gesperrt, darunter die Straße zum Ubehebe-Krater, die Westside Road und der Beatty Cut-off. Die Titus Canyon Road soll laut NPS im Mai 2027 wieder öffnen.[21] Die meisten Todesfälle im Park gehen auf Unfälle zurück, bei denen sich ein einzelnes Auto auf den langen, kurvenreichen Straßen überschlägt.[20]

Hohe, sanft geschwungene Sanddünen mit scharfen Kämmen und langen Schatten in einem weiten Wüstental, im Hintergrund dunkle Bergketten unter klarem Himmel
Nachempfundene Szene: Sanddünen im Death Valley am frühen Abend Bild: KI-generiert

Karte

Den Kartenpunkt des Death Valley nennt das Ortsnamenverzeichnis des U.S. Geological Survey.[23] Dazu zeigt die Karte Rhyolite, Calico und die Mojave-Wüste, die eigene Seiten haben. Bis Las Vegas sind es laut NPS über Pahrump rund 120 Meilen (gut 190 Kilometer).[2]

Karte: Death Valley, Rhyolite, Calico und die Mojave-Wüste125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Death Valley2Rhyolite3Calico4Mojave-Wüste
Karte: Death Valley, Rhyolite, Calico und die Mojave-Wüste
  1. 1Death Valley (Death Valley, Inyo County, Kalifornien) 36,25° N, 116,82° W[23]
  2. 2Rhyolite (Rhyolite, Nye County, Nevada) 36,90° N, 116,83° W[28]
  3. 3Calico (Calico, San Bernardino County, Kalifornien) 34,95° N, 116,87° W[29]
  4. 4Mojave-Wüste (Mojave Desert, Kartenpunkt laut USGS) 35,42° N, 115,58° W[30]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Häufige Fragen

Wo liegt das Death Valley?

Das Death Valley liegt im Osten Kaliforniens im Inyo County und im San Bernardino County, zwischen der Amargosa Range im Osten und der Panamint Range im Westen. Der tiefste Punkt, das Badwater Basin, liegt 282 Fuß (86 Meter) unter dem Meeresspiegel. Bis Las Vegas sind es laut National Park Service rund 120 Meilen.

Warum heißt das Tal Death Valley?

Den Namen gaben ihm Auswanderer, die sich im Winter 1849/50 auf dem Weg zu den Goldfeldern im Tal verirrten. Nach heutigem Wissen starb dort nur einer von ihnen, aber alle hielten das Tal für ihr Grab. Beim Verlassen des Tals über die Panamint Mountains soll einer "Goodbye, Death Valley" gesagt haben.

Wie heiß wird es im Death Valley?

Im Sommer zeigt das Thermometer laut National Park Service im Schatten oft über 120 Grad Fahrenheit (49 Grad Celsius), nachts bleibt es häufig über 90 Grad Fahrenheit. Im Sommer 2024 lagen die Höchstwerte im Mittel bei 117,3 Grad Fahrenheit (47,3 Grad Celsius), an 37 Tagen über 120 Grad.

Ist der Hitzerekord von 1913 echt?

Die Weltorganisation für Meteorologie führt die 134 Grad Fahrenheit (57 Grad Celsius) vom 10. Juli 1913 als höchste gemessene Lufttemperatur der Erde. Eine Studie von Roy Spencer, John Christy und William Reid aus dem Jahr 2025 hält den Wert für unplausibel und schätzt rund 120 Grad Fahrenheit. Ob der Rekord neu geprüft wird, war im November 2025 offen.

Wer lebt heute im Death Valley?

Die Timbisha Shoshone Tribe hat ihr Dorf bei Furnace Creek im Nationalpark. Seit dem Timbisha Shoshone Homeland Act vom 1. November 2000 hält der Bund dort und an anderen Orten in Kalifornien und Nevada Land treuhänderisch für die Nation.

Kann man das Death Valley im Sommer besuchen?

Ja, die wichtigsten Ziele bleiben laut National Park Service offen, am besten mit einem Auto mit Klimaanlage und auf befestigten Straßen. In den tiefen Lagen rät der Park im Sommer vom Wandern ab, im Badwater Basin ab 10 Uhr morgens (Stand: Juli 2026).

Woran sterben die meisten Menschen im Death Valley?

Laut National Park Service an Unfällen, bei denen sich ein einzelnes Auto auf den langen, kurvenreichen Straßen des Parks überschlägt. Der Park rät deshalb, die Geschwindigkeitsgrenzen einzuhalten und an steilen Gefällen einen niedrigen Gang zu wählen.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Weather. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 27.01.2023. abgerufen am 26.10.2026
  2. Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 15.08.2026. abgerufen am 26.10.2026
  3. Amtliche Stelle Badwater Basin. National Park Service. Stand 07.01.2026. abgerufen am 26.10.2026
  4. Amtliche Stelle Natural Features and Ecosystems. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 28.09.2021. abgerufen am 26.10.2026
  5. Amtliche Stelle The Lost 49ers. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 01.10.2021. abgerufen am 26.10.2026
  6. Amtliche Stelle People. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 28.01.2025. abgerufen am 26.10.2026
  7. Tribal Nation Pauline Esteves: Preface to the Draft Secretarial Report to Congress. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 28.02.2015. abgerufen am 26.10.2026
  8. Tribal Nation Welcome to the Timbisha Shoshone Tribe (Startseite). Timbisha Shoshone Tribe. Stand 2026. abgerufen am 26.10.2026
  9. Gesetz und Vertrag Timbisha Shoshone Homeland Act, Public Law 106-423 (114 Stat. 1875). U.S. Government Publishing Office. Stand 01.11.2000. abgerufen am 26.10.2026
  10. Amtliche Stelle Theodore Catton: To Make a Better Nation. An Administrative History of the Timbisha Shoshone Homeland Act. National Park Service, Death Valley National Park (Online-Ausgabe npshistory.com). Stand Oktober 2009. abgerufen am 26.10.2026
  11. Amtliche Stelle Indian Entities Recognized by and Eligible To Receive Services From the United States Bureau of Indian Affairs, 91 FR 4102. Bureau of Indian Affairs, U.S. Department of the Interior (Federal Register). Stand 30.01.2026. abgerufen am 26.10.2026
  12. Amtliche Stelle Harmony Borax Works. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 08.04.2025. abgerufen am 26.10.2026
  13. Amtliche Stelle Twenty Mule Teams. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 17.04.2022. abgerufen am 26.10.2026
  14. Amtliche Stelle Places. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 06.10.2021. abgerufen am 26.10.2026
  15. Gesetz und Vertrag California Desert Protection Act of 1994, Public Law 103-433 (108 Stat. 4471). U.S. Government Publishing Office. Stand 31.10.1994. abgerufen am 26.10.2026
  16. Presse UAH Earth System Science Center researchers question world record for hottest temperature ever observed (Pressemitteilung). The University of Alabama in Huntsville. Stand 30.10.2025. abgerufen am 26.10.2026
  17. Amtliche Stelle WMO will verify temperature of 54.4°C in California, USA. World Meteorological Organization. Stand 18.08.2020. abgerufen am 26.10.2026
  18. Amtliche Stelle Death Valley Summer Guide. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 01.07.2026. abgerufen am 26.10.2026
  19. Amtliche Stelle Safety. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 14.11.2024. abgerufen am 26.10.2026
  20. Amtliche Stelle Alerts and Conditions. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 25.10.2026. abgerufen am 26.10.2026
  21. Amtliche Stelle Death Valley National Park (Startseite). National Park Service. Stand 03.07.2026. abgerufen am 26.10.2026
  22. Amtliche Stelle Death Valley National Monument, Historic Resource Study: A History of Mining, Band I (Linda W. Greene), Abschnitt III.E Furnace Creek: Borax Mining in Death Valley. National Park Service, Denver Service Center (Online-Ausgabe npshistory.com). Stand März 1981. abgerufen am 26.10.2026
  23. Amtliche Stelle WMO is monitoring potential new temperature records. World Meteorological Organization. Stand 17.07.2023. abgerufen am 26.10.2026
  24. Nachschlagewerk Great Basin Indian. Encyclopaedia Britannica, Catherine S. Fowler und Don D. Fowler. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026

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