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Wild Bill Hickok
Kurz erklärt Wild Bill Hickok hieß eigentlich James Butler Hickok und war Kundschafter, Revolverheld und Gesetzeshüter im Westen der USA. Er kam am 27. Mai 1837 in Illinois zur Welt, war 1871 Town Marshal von Abilene in Kansas und wurde am 2. August 1876 in Deadwood beim Pokerspiel von Jack McCall von hinten erschossen.

Wer war Wild Bill Hickok?
Wild Bill Hickok hieß eigentlich James Butler Hickok und kam am 27. Mai 1837 in Troy Grove in Illinois zur Welt.[1] Britannica beschreibt ihn als Mann der Frontier, Kundschafter (Scout) der Armee und Gesetzeshüter, dessen Ruf als Revolverheld Legenden hervorbrachte.[2] In Kansas arbeitete er unter anderem als Wagenmeister, Kundschafter der Regierung und Deputy U.S. Marshal, 1869 als Gesetzeshüter in Hays und 1871 als Town Marshal von Abilene.[1] Am 2. August 1876 erschoss ihn Jack McCall in Deadwood beim Kartenspiel von hinten.[2, 3] Die Stadt liegt heute im Lawrence County in South Dakota.[12]
Kindheit in Illinois und die ersten Jahre in Kansas
Die Familie lebte auf einer kleinen Farm in Homer, dem heutigen Troy Grove. Nach Britannica war der Hof eine Station der Underground Railroad, des geheimen Netzes von Fluchthelfern für entflohene Sklaven. Auch das History Museum on the Square in Springfield schreibt, die Familie habe Flüchtlingen geholfen und sie in einem versteckten Keller verborgen.[2, 4] Mit 17 Jahren verließ Hickok das Elternhaus und steuerte ein Kanalboot in Utica in Illinois. 1856 zog er in das Kansas-Territorium, wo Gegner und Anhänger der Sklaverei gewaltsam um die Zukunft des Gebiets stritten. Er schloss sich den bewaffneten Gegnern der Sklaverei an und war Leibwächter von James H. Lane.[2]
1858 wurde er Constable, also Ordnungshüter, in Monticello in Kansas. Damit begann er mit 20 Jahren seine Laufbahn als Gesetzeshüter.[1, 3] Danach fuhr er Wagen für die Frachtfirma Russell, Majors and Waddell, die später den Pony Express gründete; als Reiter war er nach Britannica zu groß und zu schwer.[2] In diese Zeit fällt die Geschichte von seinem Kampf mit einem Bären, den er mit einem Messer getötet haben soll. Britannica zählt sie zu den Erzählungen, die sich um ihn rankten, und schreibt, er habe danach monatelang im Bett gelegen.[2]
Rock Creek 1861: die Schießerei an der Pony-Express-Station
Im Sommer 1861 arbeitete Hickok an der Station Rock Creek im Süden von Nebraska.[2] David McCanles hatte dort 1859 eine Zollbrücke und ein Blockhaus gebaut, das später als Wechselstation diente.[7] McCanles hatte die Gebäude auf Kredit an Russell, Majors and Waddell verkauft, und die Firma hatte ihn als Verwalter durch Horace Wellman ersetzt. Hickok trug damals laut Britannica den Spottnamen "Duck Bill" (Entenschnabel), wohl wegen seiner Nase und seiner Oberlippe.[2]
Am 12. Juli 1861 kam es zwischen McCanles und Hickok zu einer umstrittenen Schießerei. Am Ende waren drei Männer tot. Hickok und Wellman wurden wegen Mordes angeklagt, ein Richter sprach beide frei.[7] Britannica nennt statt Wellman den Angestellten "Doc" Brinks als Mitangeklagten.[2] Nach der Darstellung späterer Historiker, die Britannica wiedergibt, kam McCanles mit seinem Sohn Monroe, seinem Cousin James Woods und James Gordon, um sein Geld für die Station zu verlangen. Hinter einem Vorhang schoss entweder Hickok oder Wellman auf McCanles. Hickok verwundete danach Woods und Gordon, getötet wurden beide nach dieser Darstellung von anderen.[2] Vor Gericht durften nur Angestellte der Station aussagen, der Sohn von McCanles nicht, und das Urteil lautete auf Notwehr.[2] Der Ort gehört heute zum Rock Creek Station State Historical Park im Jefferson County.[7]

Kundschafter und Spion im Bürgerkrieg
Im Bürgerkrieg diente Hickok der Union als Wagenmeister, Kundschafter und Spion.[3] Das History Museum on the Square nennt ihn Soldat und Spion der Union, der auch in der Schlacht am Wilson's Creek kämpfte.[4] Woher der Name "Wild Bill" stammt, ist nicht geklärt. Britannica hält es für möglich, dass er ihn für seinen verwegenen Einsatz im Krieg bekam. Joseph G. Rosa, Autor mehrerer Bücher über Hickok, führt ihn auf die Jagd nach Guerillakämpfern der Konföderierten (bushwhackers) in Kansas und Missouri zurück.[2, 5] Das Museum in Springfield kennt mehrere Erzählungen, etwa von einer Frau, die ihm den Namen gab, nachdem er für einen Mann eingetreten war, oder von einem Bewohner von Rolla in Missouri. Sicher sei nur, dass er den Namen in dieser Zeit annahm.[4]
Nach dem Krieg half Hickok 1866, General William T. Sherman auf dessen Reise durch den Westen zu führen. 1867 und 1868 war er Kundschafter für General Winfield Scott Hancock und Lieutenant Colonel George Armstrong Custer.[2] Die Encyclopedia of the Great Plains nennt ihn Scout für Custers 7. Kavallerie und Deputy U.S. Marshal, der Deserteure der Armee und Diebe von Regierungsvieh fangen sollte.[3] Custers Frau Libbie nannte ihn nach Britannica "a delight to look upon", eine Freude für das Auge.[2]
Hickok gegen Tutt: die Schießerei in Springfield 1865
Am Abend des 20. Juli 1865 spielte Hickok im Lyon House Hotel in Springfield in Missouri Poker. Davis K. Tutt, der für die Konföderation gekämpft hatte, behauptete, Hickok schulde ihm Geld aus einem früheren Spiel, und nahm dessen goldene Taschenuhr als Pfand. Er kündigte an, die Uhr am nächsten Tag öffentlich auf dem Platz zu tragen.[4] Am 21. Juli 1865 standen sich die beiden auf dem Platz in etwa 75 Yards (rund 69 Meter) Abstand gegenüber. Die Uhrzeit ist umstritten: Joseph G. Rosa nennt in einem Beitrag des Springfield-Greene County Library District 18 Uhr, das History Museum on the Square den Nachmittag, und Nichols schrieb 1867 von Mittag.[4, 6, 13] Nach Zeugen zog Tutt zuerst; Hickok stützte seine Pistole auf den Arm, schoss und traf Tutt tödlich.[4] Hickok wurde zunächst wegen Mordes angeklagt, die Anklage wurde nach Rosa auf Totschlag herabgesetzt.[13] Nach einem dreitägigen Prozess sprachen die Geschworenen Hickok vom Vorwurf des Totschlags frei.[4]
Rosa schreibt, manche angeblichen Augenzeugen hätten gelogen. Das zeigten Akten des Coroners, des Leichenbeschauers, die erst mehr als 100 Jahre später gefunden wurden.[5] Der Autor Larry Wood sagte in einem Vortrag für die Missouri State Archives, Anhänger der Südstaaten hätten den Freispruch für erkauft gehalten.[11] Den Ablauf und die Zweifel daran beschreibt die Seite Gab es im Wilden Westen wirklich Duelle?, Hickoks andere Kämpfe stehen auch bei den berühmtesten Schießereien.
Gesetzeshüter in Hays und Abilene
Über sein Amt in Hays gehen die Angaben auseinander. Nach der Encyclopedia of the Great Plains wurde er im August 1869 zum Sheriff des Ellis County gewählt und blieb nur drei Monate im Amt. Die Kansas Historical Society schreibt, er sei 1869 zum Marshal von Hays gewählt worden und bis 1870 geblieben, Rosa nennt ihn amtierenden Sheriff (acting sheriff).[1, 3, 5] Hays war damals eine raue Stadt an der Frontier, in der vor allem Bisonjäger, Soldaten und Eisenbahnarbeiter lebten. Von den vier verzeichneten Todesfällen zwischen dem 1. Juni 1869 und dem 1. Juni 1870 gingen drei auf Schüsse zurück, zwei davon möglicherweise auf Hickok.[1]
Rosa nennt die Namen: Im August 1869 erschoss Hickok Bill Mulvey, im September den Saloon-Raufbold Samuel Strawhun, beide Male offenbar in Notwehr. Die Wahl zum Sheriff des Ellis County im November 1869 verlor er, nach Rosa auch, weil er als Republikaner in einer stark demokratischen Gemeinde antrat. Im Juli 1870 schoss er in Hays auf zwei betrunkene Soldaten der 7. Kavallerie und entkam selbst nur mit Glück.[5]
Am 15. April 1871 ernannte ihn Abilene zum Town Marshal, also zum Polizeichef der Stadt. Abilene erlebte gerade sein letztes großes Jahr als Rinderstadt.[1, 5] Mit einigen Hilfspolizisten sollte Hickok rund 5.000 Cowboys aus Texas im Zaum halten, die zwischen Mai und Oktober nach den Viehtrieben in die Stadt kamen. Er verdiente laut Rosa 150 Dollar im Monat.[5] Nach der Kansas Historical Society galt er als schnell mit dem Revolver und verbrachte die meiste Zeit beim Kartenspiel im Saloon.[1]
Am Abend des 5. Oktober 1871 zog der Spieler und Saloonbesitzer Phil Coe mit etwa 50 betrunkenen Cowboys durch die Saloons, obwohl Hickok sie gewarnt hatte, in der Stadt Waffen zu tragen. Am Alamo Saloon fiel ein Schuss. Coe schoss zweimal auf Hickok und verfehlte ihn, Hickok traf Coe, der drei Tage später starb. Eine weitere Kugel traf Mike Williams, einen Freund Hickoks, der im Sommer als Gefängniswärter bei der Polizei gearbeitet hatte und zwischen die beiden gelaufen war.[5] Die Kansas Historical Society spricht von einem Polizisten der Stadt, den Hickok versehentlich tötete.[1] Eine Leichenschau entlastete Hickok. Am 13. Dezember 1871 entließ der Stadtrat ihn und seine Hilfspolizisten, und Hickok trug nie wieder eine Dienstmarke.[5]

Auf der Bühne mit Buffalo Bill
Hickok und William F. Cody, genannt Buffalo Bill, waren seit Codys Jugend in Kansas befreundet.[10] Nach dem William F. Cody Archive übernahm Cody sein Auftreten als Mann der Prärie zumindest teilweise von Hickok, darunter das lange Haar und die Kleidung aus Wildleder.[10] Nach seiner Zeit in Abilene führte Hickok russische Adlige auf eine Bisonjagd und zog als Spieler von einer Rinderstadt zur nächsten.[3] Eine eigene Schau, "The Daring Buffalo Chase of the Plains", hatte keinen Erfolg. 1873 schloss er sich nach Britannica Codys Truppe mit dem Stück "Scouts of the Prairie" an, die ihren Sitz in Rochester im Staat New York hatte. Er verdiente dort Geld, war aber unglücklich, trank viel und kehrte im März 1874 in den Westen zurück.[2]
Schon 1874 berichteten Zeitungen von einem Augenleiden, das vom bunten Bühnenfeuer der Truppe kommen sollte. Ob Hickok an einer Bindehautentzündung, einem Glaukom oder einer anderen Krankheit litt, ist nach Rosa nicht geklärt.[5]
Heirat mit Agnes Lake Thatcher
Am 5. März 1876 heiratete Hickok in Cheyenne im Wyoming-Territorium die Zirkuskünstlerin Agnes Lake Thatcher. Kennengelernt hatte er sie 1871, als ihr Zirkus nach Abilene kam; ihr früherer Mann Bill Lake war einige Jahre vorher ermordet worden.[2, 5] Nach Britannica verließ Hickok die Flitterwochen in Cincinnati etwa einen Monat später, um in den Goldfeldern der Black Hills genug Geld zu verdienen, damit sie nachkommen konnte.[2]
Zeitleiste
- 27.05.1837James Butler Hickok kommt in Troy Grove in Illinois zur Welt.[1]
- 1858Hickok wird Constable in Monticello, Kansas.[1, 3]
- 12.07.1861Bei einer Schießerei an der Station Rock Creek in Nebraska sterben drei Männer, darunter David McCanles; Hickok wird später freigesprochen.[7]
- 21.07.1865Hickok erschießt Davis K. Tutt auf dem Platz von Springfield, Missouri, und wird nach drei Tagen Prozess freigesprochen.[4]
- Februar 1867Harper's New Monthly Magazine druckt den Bericht "Wild Bill" von George Ward Nichols.[6]
- August 1869Hickok wird in Hays in Kansas gewählt, nach der Encyclopedia of the Great Plains zum Sheriff des Ellis County, nach der Kansas Historical Society zum Marshal von Hays; im November verliert er die nächste Wahl.[1, 3, 5]
- 15.04.1871Abilene ernennt Hickok zum Town Marshal.[5] Abilene
- 05.10.1871Am Alamo Saloon in Abilene erschießt Hickok Phil Coe und versehentlich den Hilfspolizisten Mike Williams.[1, 5] Abilene
- 13.12.1871Der Stadtrat von Abilene entlässt Hickok.[5] Abilene
- 1873Hickok spielt in Codys Theatertruppe im Stück "Scouts of the Prairie"; im März 1874 kehrt er in den Westen zurück.[2] Buffalo Bill
- 05.03.1876Hickok heiratet in Cheyenne die Zirkuskünstlerin Agnes Lake Thatcher.[5]
- 02.08.1876Jack McCall erschießt Hickok in Deadwood beim Pokerspiel im Saloon Nr. 10 von hinten.[2, 9]
- 01.03.1877Jack McCall wird nach dem Urteil eines Gerichts in Yankton gehängt.[8]
- 1879Hickoks Gebeine kommen auf den neuen Friedhof Mount Moriah in Deadwood.[9] Deadwood
Was ist Legende, was ist belegt?
Berühmt machte Hickok ein Zeitschriftenartikel. Im Februar 1867 erschien in Harper's New Monthly Magazine der Bericht "Wild Bill" von George Ward Nichols, der ihn darin William Hitchcock nannte und als "Scout of the Plains" vorstellte.[6] Nach der Kansas Historical Society brachte der Artikel Hickok landesweite Bekanntheit.[1] Mit Nichols' Fassung der Schießerei von Rock Creek wurde Hickok laut Britannica sofort zur Legende, und seine Kämpfe wurden Stoff für Groschenromane (Dime Novels).[2]
Ja, Wild Bill hat mit eigener Hand Hunderte Männer getötet. Daran habe ich keinen Zweifel.
Im selben Jahr berichtete der Journalist Henry Morton Stanley als Tatsache, Hickok habe 100 Männer getötet. Britannica nennt dafür den New York Herald, Rosa den Weekly Missouri Democrat.[2, 5] Nach Britannica war das eine übertriebene Behauptung Hickoks selbst.[2] Rosa beschreibt ihn als großen Geschichtenerzähler, der Journalisten gern auf den Arm nahm. Ab 1868 habe er sich geweigert, mit Korrespondenten zu sprechen, doch seine Legende verbreitete sich weiter.[5]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Wild Bill Hickok tötete Hunderte Männer.
Auch die Schießerei von Rock Creek wuchs in der Erzählung. Nach Nichols' Fassung überfiel eine Bande der Konföderierten unter McCanles Hickok in der Hütte der Wellmans; Hickok soll McCanles und fünf weitere Männer erschossen und die übrigen mit dem Messer besiegt haben.[2]
Mythos und Wahrheit
Seine Waffen beschrieb schon Nichols: An Hickoks Gürtel hingen "two of Colt's navy revolvers", zwei Revolver vom Typ Colt Navy.[6] Rosa nennt sie Colt Navy im Kaliber .36 mit Griffen aus Elfenbein (Waffen des Wilden Westens).[5] Die Encyclopedia of the Great Plains beschreibt Hickok als Mann, der seine Legende annahm, weitertrug und ausschmückte und zugleich von ihr abgestoßen war.[3] Nach Rosa erzählte seine Nichte Ethel Hickok, er habe seinen Ruf als Menschentöter nicht gemocht, und seine Geschwister hätten vergeblich versucht, die falschen Geschichten richtigzustellen.[5]
Wie starb Wild Bill Hickok?
Ende Juni 1876 war Hickok mit seinem alten Freund Charlie Utter unterwegs zum neuen Goldgräberlager in der Deadwood Gulch.[5] Im Wagenzug reiste auch Martha Jane Cannary, bekannt als Calamity Jane. Nach der Britannica behauptete sie später, ihn heimlich geheiratet zu haben; was davon belegt ist, steht auf der Seite zu Calamity Jane.[2] Deadwood war damals eine illegale Siedlung auf Land, das der Vertrag von Fort Laramie 1868 der Großen Sioux-Reservation zugesprochen hatte (Goldrausch in den Black Hills).[8] Nach der Encyclopedia of the Great Plains hatte Hickok als Goldsucher kein Glück und verbrachte die meiste Zeit beim Trinken und Spielen.[3] In einem Brief vom 17. Juli 1876 deutete er seiner Frau an, er wolle in Deadwood Geld verdienen.[5]
Am 2. August 1876 spielte Hickok im Saloon Nr. 10 Poker; das Smithsonian Magazine nennt als Betreiber Nuttall und Mann, HistoryNet Lewis und Mann.[9, 14] Gegen seine Gewohnheit saß er mit dem Rücken zur Tür. Jack McCall kam herein und schoss ihm in den Hinterkopf, Hickok war sofort tot.[2, 9] Er war 39 Jahre alt.[5] Ob jemand McCall für den Mord bezahlt hatte, ist nicht geklärt; Britannica hält es für möglich.[2] Ein Gericht der Goldgräber (miners' court) ohne rechtliche Grundlage sprach McCall frei, nachdem er behauptet hatte, Hickok habe in Kansas seinen Bruder getötet.[8, 9]
Weil Deadwood damals noch zur Großen Sioux-Reservation gehörte, konnte die Regierung des Dakota-Territoriums dieses Urteil nach dem South Dakota Public Broadcasting als unerheblich ansehen. Am 29. August 1876 erließ ein Richter Haftbefehl. McCall wurde in Laramie festgenommen und nach Yankton gebracht, wo er am 18. Oktober 1876 wegen Mordes angeklagt wurde. Die Geschichte mit dem Bruder erwies sich als falsch.[8] Am 6. Dezember 1876 sprachen die Geschworenen McCall schuldig, im folgenden Monat verurteilte ihn der Richter zum Tod. Ein Gnadengesuch an den Präsidenten blieb ohne Erfolg, und am 1. März 1877 wurde McCall in Yankton gehängt.[8] Britannica verlegt den zweiten Prozess nach Laramie; nach dem South Dakota Public Broadcasting wurde McCall dort nur festgenommen.[2, 8]
Was ist die Dead Man's Hand?
Die Karten, die Hickok bei seinem Tod in der Hand hielt, waren nach Britannica ein Paar schwarzer Asse und ein Paar schwarzer Achten, die fünfte Karte ist unbekannt. Diese Kombination heißt seitdem "Dead Man's Hand", die Hand des toten Mannes.[2] Auch die Encyclopedia of the Great Plains und das History Museum on the Square nennen Asse und Achten.[3, 4]
Grab und Erinnerungsorte in Deadwood
Begraben wurde Hickok zunächst nach dem Smithsonian Magazine in der Whitewood Gulch bei Deadwood,[9] nach HistoryNet auf dem Friedhof Ingleside.[14] 1879 kam er auf den neuen Friedhof Mount Moriah über der Stadt. Neben ihm liegt Calamity Jane; nach einer Tafel an ihrem Grab war das ihr letzter Wunsch.[9] Der Saloon, nach dem Smithsonian Magazine der von Nuttall und Mann, brannte 1879 mit großen Teilen der Innenstadt ab. Nach dem Smithsonian Magazine von 2019 gibt es seit den 1960er-Jahren auf der anderen Straßenseite einen neuen Saloon No. 10, ein Schild markiert die Stelle, an der Hickok starb, und im Sommer wird der Prozess gegen McCall als Theaterstück aufgeführt.[9]

Wild Bill Hickok im Film
Im Film
SerieDeadwood
Häufige Fragen
Wie starb Wild Bill Hickok?
Jack McCall schoss ihm am 2. August 1876 in Deadwood beim Pokerspiel im Saloon Nr. 10 (nach dem Smithsonian Magazine von Nuttall und Mann, nach HistoryNet von Lewis und Mann) von hinten in den Kopf. Ein Gericht der Goldgräber sprach McCall frei. Später wurde er in Yankton verurteilt und am 1. März 1877 gehängt.
Wie alt wurde Wild Bill Hickok?
Er wurde 39 Jahre alt. Geboren wurde er am 27. Mai 1837 in Troy Grove in Illinois, gestorben ist er am 2. August 1876 in Deadwood.
Was ist die Dead Man's Hand?
So heißen die Karten, die Hickok bei seinem Tod in der Hand hielt: ein Paar schwarzer Asse und ein Paar schwarzer Achten. Die fünfte Karte ist nach Britannica unbekannt.
Wie viele Männer hat Wild Bill Hickok getötet?
Die Encyclopedia of the Great Plains zählt sieben Männer, die er außerhalb des Bürgerkriegs und der Kämpfe gegen indigene Gruppen erschoss; der Hickok-Biograf Joseph G. Rosa kommt auf sechs. Die Zahl von 100 Getöteten verbreitete 1867 der Journalist Henry Morton Stanley.
War Wild Bill Hickok Sheriff?
Er hatte mehrere Ämter: 1858 Constable in Monticello, später Deputy U.S. Marshal, 1869 in Hays und 1871 Town Marshal von Abilene. Für Hays nennt die Encyclopedia of the Great Plains das Amt des Sheriffs des Ellis County, die Kansas Historical Society das des Marshals von Hays.
Woher hat Wild Bill Hickok seinen Namen?
Das ist nicht geklärt. Britannica hält es für möglich, dass er den Namen im Bürgerkrieg für seinen verwegenen Einsatz bekam. Joseph G. Rosa führt ihn auf die Jagd nach Guerillakämpfern der Konföderierten in Kansas und Missouri zurück.
Welche Revolver trug Wild Bill Hickok?
George Ward Nichols sah an seinem Gürtel zwei Revolver vom Typ Colt Navy. Joseph G. Rosa beschreibt sie als Colt Navy im Kaliber .36 mit Griffen aus Elfenbein.
Wo ist Wild Bill Hickok begraben?
Auf dem Friedhof Mount Moriah über Deadwood in South Dakota. Begraben wurde er zuerst nach dem Smithsonian Magazine in der Whitewood Gulch, nach HistoryNet auf dem Friedhof Ingleside; 1879 kam er auf den neuen Friedhof. Neben ihm liegt Calamity Jane.
Quellen
- Nachschlagewerk James B. "Wild Bill" Hickok (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Mai 2018. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Joseph J. Di Certo: Wild Bill Hickok. Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Roger D. McGrath: Hickok, Wild Bill (1837 bis 1876). Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
- Museum Wild Bill Hickok: Bringing the Dueling Wild West to Springfield, Missouri. History Museum on the Square, Springfield. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Presse Wild Bill Hickok's Last Gunfight (Joseph G. Rosa). HistoryNet. Stand 09.05.2018, aktualisiert 01.04.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle George Ward Nichols: Wild Bill (Harper's New Monthly Magazine, Februar 1867), Auszug in: Mark Twain in His Times, hrsg. von Stephen Railton. University of Virginia Library. Stand 1867. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Pony Express National Historic Trail, Historic Resource Study, Kapitel 4 (Anthony Godfrey). National Park Service. Stand August 1994, Onlinefassung 17.01.2008. abgerufen am 24.10.2026
- Presse Michael Zimny: Gurney Hotel Building in Yankton, the site of Jack McCall's and other high-profile trials. South Dakota Public Broadcasting. Stand 19.02.2016. abgerufen am 24.10.2026
- Presse Jennifer Billock: See the Real Deadwood. Smithsonian Magazine. Stand 30.05.2019. abgerufen am 24.10.2026
- Museum Biografie William F. Cody (Life, wfc.bio.00002). The William F. Cody Archive, Buffalo Bill Center of the West und University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Larry Wood: Ozarks Gunfights and Other Notorious Incidents (Abschrift eines Vortrags). Missouri State Archives, Missouri Secretary of State. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1265180: Deadwood, Populated Place, Lawrence County, South Dakota (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Archiv James "Wild Bill" Hickok (Joseph Rosa), Community and Conflict, Archive. Springfield-Greene County Library District. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Presse Mary Franz: Who Were the Real Men of Deadwood? (zuerst in Wild West). HistoryNet. Stand 25.07.2006, geändert 17.06.2022. abgerufen am 25.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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