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Red Cloud

Kurz erklärt Red Cloud, auf Lakota Maȟpíya Lúta, war ein Anführer der Oglala-Lakota. Er kam 1821 oder 1822 im heutigen Nebraska zur Welt und führte von 1866 bis 1868 den Krieg um den Bozeman Trail, nach dem die USA ihre Forts aufgaben. Danach verhandelte er für sein Volk, zuletzt in der Pine Ridge Reservation, wo er 1909 starb.

Breites Flusstal mit Pappeln am Ufer, dahinter helle Felsklippen und Hügel mit Kiefern im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Wer war Red Cloud?

Red Cloud war ein Anführer der Oglala, einer der sieben Gruppen der Lakota. Die Minnesota Historical Society nennt seinen Lakota-Namen Maȟpíya Lúta.[2] Von 1866 bis 1868 führte er laut South Dakota Department of Tribal Relations erfolgreich den Kampf um die Schließung des Bozeman Trail, der durch die besten Büffeljagdgründe führte.[3] Danach vertrat er die Oglala bei Verhandlungen mit der US-Regierung, an der Red Cloud Agency und zuletzt in der Pine Ridge Reservation in South Dakota, wo er 1909 starb.[1, 14] Robert W. Larson schreibt in der Encyclopedia of the Great Plains, viele Historiker hielten ihn für den einflussreichsten indigenen Anführer auf den Great Plains im späten 19. Jahrhundert.[1]

Im Deutschen wird er auch "Häuptling Red Cloud" genannt; was das Wort bedeutet und woher es kommt, erklärt die Seite Häuptling. Die Minnesota Historical Society beschreibt Red Cloud als Anführer im Krieg und als Chief der Oglala von 1868 bis 1909.[2]

Herkunft und Jugend am Platte River

Wann genau Red Cloud geboren wurde, ist nicht gesichert. Die Encyclopedia of the Great Plains nennt den Mai 1821 und als Ort den Blue Water Creek, einen Nebenfluss des North Platte im heutigen Garden County in Nebraska. Das Gebiet war damals ein Jagdgrund, um den Lakota und Pawnee stritten.[1] Das Aktá Lakota Museum in South Dakota nennt September 1822 und einen Ort nahe dem Platte.[22] Red Cloud selbst sagte 1870 in Washington, er sei "an den Gabelungen des Platte" geboren.[11] Die Library of Congress führt ihn mit den Lebensdaten 1822 bis 1909.[24]

Sein Vater Lone Man war ein Brulé, seine Mutter Walks-as-She-Thinks eine Oglala. Nach dem Tod des Vaters, den Larson auf den Alkohol aus dem Handel mit weißen Händlern zurückführt, wuchs Red Cloud mit Bruder und Schwester bei den Leuten seiner Mutter auf, die damals ein Oglala namens Smoke anführte.[1] 1834 zog die Gruppe mit anderen Oglala an den North Platte, zu einem Handelsposten, aus dem später Fort Laramie wurde. Dort lagerte sie mehr als zwanzig Jahre lang immer wieder, und Red Cloud lernte die Weißen besser kennen als die meisten Anführer der Plains.[1]

Mit 16 Jahren tötete er laut Larson seinen ersten Gegner. In Kämpfen gegen Crow, Pawnee, Ute und Shoshone soll er 80 Coups errungen haben, dieselbe Zahl nennt das Aktá Lakota Museum.[1, 22] Ein Coup ist laut National Park Service eine Ehrentat in unmittelbarer Nähe des Gegners.[17] 1841 kam bei einem Streit unter Oglala der einflussreiche Anführer Bull Bear ums Leben. In seiner Autobiografie nahm Red Cloud den tödlichen Schuss für sich in Anspruch; von da an spielte er in der Politik der Oglala eine Rolle.[1]

Red Clouds Krieg am Bozeman Trail

1863 legte John Bozeman einen Weg mitten durch das Powder River Basin an, die direkteste Verbindung von der Auswandererstraße am North Platte zu den Goldfeldern in Montana. Er führte durch Jagdgebiete der Lakota und Arapaho.[4] 1866 lud die Regierung Oglala und Brulé zu Verhandlungen nach Fort Laramie ein, um die Straße zu sichern.[4, 5] Als die Gespräche wieder aufgenommen wurden, traf Colonel Henry B. Carrington mit 700 Soldaten ein, die neue Forts an der Straße bauen sollten; den Lakota hatte das niemand gesagt.[5] Red Cloud verweigerte die Unterschrift und ging mit den kampfbereiten Gruppen, vor allem Oglala, zurück nach Norden.[4, 5] Daraus wurde der Krieg, der seinen Namen trägt: Red Clouds Krieg. Der National Park Service nennt ihn einen zweijährigen Konflikt unter der Führung von Red Cloud.[7]

Die Lakota und ihre Verbündeten, darunter Cheyenne und Arapaho, griffen die Forts, Versorgungszüge und Reisende ständig an.[4, 7] Am 21. Dezember 1866 lockten Oglala- und Miniconjou-Krieger unter Red Cloud, Crazy Horse und High-Back-Bone laut WyoHistory Captain William J. Fetterman bei Fort Phil Kearny in einen Hinterhalt; Fetterman und alle 80 Mann seiner Truppe starben.[1, 4] Der National Park Service zählt 79 Soldaten und 2 Zivilisten, zusammen 81 Tote.[7] Shannon Smith nennt in einem anderen Beitrag von WyoHistory Fetterman und 79 Soldaten und Zivilisten, zusammen 80. Die Zahl der Toten liegt damit je nach Quelle bei 80 oder 81.[25] Larson schreibt, Red Cloud habe das Fetterman-Gefecht geplant und damit den Bozeman Trail geschlossen.[1]

Ob Red Cloud im August 1867 beim Wagon-Box-Gefecht selbst dabei war, ist umstritten. Ein Beitrag von WyoHistory nennt ihn neben Crazy Horse und High-Back-Bone als Anführer des Angriffs.[4] Ein anderer Beitrag derselben Enzyklopädie hält seine Anwesenheit für unbelegt: Ein Offizier glaubte ihn auf einem Hügel zu erkennen, wusste aber nicht, wie Red Cloud aussah. Der Historiker George E. Hyde berichtete, Red Cloud habe später angegeben, sich an das Gefecht nicht zu erinnern.[6]

Grasland mit Salbeibüschen vor einer dunklen Gebirgskette, durch das Tal zieht eine schwache Wagenspur, später Nachmittag
Grasland mit Salbei im Norden Wyomings, Landschaft des Powder River Basin. Bild: KI-generiert

Red Cloud und der Vertrag von Fort Laramie 1868

1867 schickte Red Cloud der neuen Friedenskommission die Nachricht, der Krieg ende, sobald die Armee die Forts räume und die Straße schließe.[5] Im Januar 1868 waren sich Kommission und Lakota laut National Park Service einig, dass beide Frieden wollten, die Lakota aber nur unter dieser Bedingung.[8] Am 29. April 1868 schloss die Kommission in Fort Laramie den Vertrag, der diese Forderung erfüllte.[8, 9] Der Vertrag von Fort Laramie schuf außerdem die Große Sioux-Reservation im Westen des heutigen South Dakota mit den Black Hills.[9]

Bei den Unterschriften im Frühjahr fehlte Red Cloud; es unterschrieben Gruppen, die laut Tom Rea von WyoHistory ohnehin mehr oder weniger friedlich gewesen waren.[5] Am 29. Juli 1868 zog die Besatzung von Fort C. F. Smith ab, die Truppen erreichten am 2. August Fort Phil Kearny und gaben innerhalb von 36 Stunden auch dieses Fort auf.[8] Laut Tom Rea von WyoHistory brannten Red Cloud und seine Krieger Fort C. F. Smith am Tag nach dem Abzug nieder und danach Fort Phil Kearny; ein anderer Beitrag derselben Enzyklopädie schreibt den Brand von Fort Phil Kearny Cheyenne-Kriegern zu.[4, 5] Der National Park Service schreibt nur, die Sioux hätten Fort C. F. Smith bald nach dem Abzug verbrannt.[8] Danach zogen die Oglala erst einmal auf die Herbstjagd.[5]

Am 4. November 1868 kam Red Cloud mit etwa 125 Männern aus mehreren Lakota-Gruppen nach Fort Laramie. Die Kommissare waren längst abgereist, nur Colonel William Dye nahm die Unterschriften entgegen.[5] Als Dye die Bestimmungen über Land und Ackerbau erklärte, unterbrach ihn Red Cloud: Seine Leute wollten weder ihr Land verlassen noch Bauern werden.[5] Am 6. November 1868 setzte er sein Zeichen unter den Vertrag; dort steht er als "Mah-pi-ah-lu-tah, his X mark, Red Cloud".[9] Nach Tom Rea von WyoHistory rieb er sich vorher die Hände mit Staub vom Boden ein, ließ alle Weißen die Schreibfeder berühren und sagte dann, er sei für den Frieden bereit.[5]

Zum ersten Mal hatte die Regierung der Vereinigten Staaten einen Krieg verloren.

National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area, Seite Bozeman Trail Übersetzung der Redaktion[7]

Reise nach Washington und New York 1870

Im Juni 1870 reiste Red Cloud mit einer Delegation von Oglala nach Washington. Mit dabei war auch der Brulé Spotted Tail mit einigen Begleitern.[11] Der Bericht des Board of Indian Commissioners, eines Aufsichtsgremiums der Regierung, schildert einen Besuch im Arsenal und in der Marinewerft am 4. Juni und eine große Beratung im Indian Office am 8. Juni 1870 mit Innenminister Cox und dem Commissioner of Indian Affairs Ely S. Parker, einem Seneca.[11] Red Cloud verlangte dort, Fort Fetterman abzuziehen, und sagte, er wolle keine Straßen durch die Black Hills und die Bighorn Mountains. Ein Reservat am Missouri lehnte er ab.[11]

Danach sprach er in New York im Großen Saal des Cooper Institute. Die Library of Congress verwahrt einen Holzstich der Szene aus Frank Leslie's Illustrated Newspaper vom 2. Juli 1870.[13] Die New York Times druckte die Rede am 17. Juni 1870.[12] Red Cloud sagte darin, beim Vertrag von 1868 hätten die Dolmetscher seine Leute getäuscht: Sie hätten geglaubt, es gehe um den Abzug der Forts und das Ende der Kämpfe, nicht darum, künftig am Missouri Handel zu treiben.[12]

Alles, was ich will, ist Recht und Gerechtigkeit.

Red Cloud in seiner Rede im Cooper Institute, New York, The New York Times, 17. Juni 1870, wiedergegeben bei Teaching American History Übersetzung der Redaktion[12]

Die Red Cloud Agency

Eine Agency war eine Verwaltungsstelle der Regierung, die vertraglich zugesagte Güter wie Lebensmittel, Kleidung, Werkzeug und Rinder ausgab.[14] Die Red Cloud Agency wurde nach den South Dakota State Archives 1871 am North Platte nahe Fort Laramie eingerichtet.[27] Das Formular des National Park Service für das National Register führt sie auf den Vertrag von 1868 zurück, und eine andere Seite des National Park Service nennt ebenfalls 1871 als Gründungsjahr.[14, 15] 1873 wurde sie an den White River im Nordwesten Nebraskas verlegt, mit Red Cloud und rund 13.000 Cheyenne, Arapaho, Oglala und Miniconjou.[14] Weil die Lage gespannt blieb, entstand im März 1874 daneben ein Armeelager, das spätere Fort Robinson.[14]

An der Agency lernte Red Cloud 1874 den jungen Cowboy James H. Cook kennen, so zwei Seiten des National Park Service; eine Pressemitteilung desselben Parks nennt 1875. Cook dolmetschte, als Red Cloud den Paläontologen Othniel C. Marsh von der Universität Yale nach dessen Absichten fragte.[18, 19, 20] Aus der Begegnung wurde eine Freundschaft, die bis zu Red Clouds Tod hielt.[18]

Im Großen Sioux-Krieg von 1876 lebten die meisten Oglala-Familien, die nicht am Little Bighorn lagerten, an der Red Cloud Agency.[15] Nach dem Aktá Lakota Museum riet Red Cloud damals zum Frieden.[22] Im Mai 1877 ergab sich Crazy Horse mit rund 1.100 Anhängern; an der Agency brachen danach alte Rivalitäten zwischen Offizieren, verschiedenen Lakota und Crazy Horse auf, und am 5. September 1877 wurde er bei seiner Festnahme tödlich verletzt.[16] Eine Rezension von Larsons Biografie bei HistoryNet schreibt, Red Clouds Anteil an diesem Tod habe seinem Ruf geschadet.[23] Im Oktober 1877 wurde die Agency an den Missouri verlegt und 1878 nach Pine Ridge im heutigen South Dakota.[14]

Red Cloud in Pine Ridge

Von 1879 an lag Red Cloud im Streit mit dem Agenten Valentine T. McGillycuddy; im Sommer 1882 verlangte er, den Agenten abzusetzen. Der Streit dauerte laut der South Dakota State Historical Society sieben Jahre. Der Agent meldete mehrfach, Red Cloud sei abgesetzt, doch dieser gewann seine Anhänger nach kurzer Zeit zurück.[26] Er bat wiederholt um katholische Missionare. Nachdem die Regierung ihre Beschränkungen für die katholische Mission aufgehoben hatte, gründeten Jesuiten 1888 die Holy Rosary Mission, die heutige Red Cloud Indian School.[21] 1889 wurde die Große Sioux-Reservation geteilt und stark verkleinert.[1]

Sanfte Grashügel mit vereinzelten dunklen Kiefern unter einem weiten Himmel mit Quellwolken, im Vordergrund ein Bachlauf mit Weiden
Grashügel mit Kiefern im Südwesten von South Dakota. Bild: KI-generiert

Seinen Einfluss, der ein Vierteljahrhundert lang groß gewesen war, schwächte laut Larson der Geistertanz, eine religiöse Bewegung, gegen die sich Red Cloud am Ende stellte. Sie führte zum Massaker von Wounded Knee am 29. Dezember 1890.[1] Nach den Unterlagen der Mission schützte Red Cloud die Holy Rosary Mission im Dezember 1890 und Januar 1891 vor möglicher Vergeltung nach der Tötung von Sitting Bull und dem Massaker von Wounded Knee.[21]

Von den späten 1880er-Jahren bis 1908 besuchte Red Cloud mehrmals die Agate Springs Ranch seines Freundes Cook im Nordwesten Nebraskas, eine Reise von 150 Meilen mit Pferd und Wagen von Pine Ridge aus.[18, 19] Er und seine Familie schenkten den Cooks viele Gegenstände, darunter ein Hemd Red Clouds und Pfeifentaschen aus drei Generationen der Familie. Viele davon zeigt heute das Besucherzentrum des Agate Fossil Beds National Monument.[18]

Zeitleiste

Zeitleiste: Red Cloud
  1. 1821Red Cloud kommt laut Encyclopedia of the Great Plains im Mai 1821 am Blue Water Creek im heutigen Nebraska zur Welt; das Aktá Lakota Museum nennt September 1822.[1, 22]
  2. 1841Bei einem Streit unter Oglala stirbt der Anführer Bull Bear; in seiner Autobiografie nimmt Red Cloud den tödlichen Schuss für sich in Anspruch.[1]
  3. 1866Red Cloud verlässt die Verhandlungen in Fort Laramie, als Colonel Henry B. Carrington mit 700 Soldaten eintrifft.[4, 5] Red Clouds Krieg
  4. 21.12.1866Im Fetterman-Gefecht bei Fort Phil Kearny sterben Captain William J. Fetterman und seine ganze Truppe, je nach Quelle 80 oder 81 Männer.[4, 7, 25] Red Clouds Krieg
  5. 06.11.1868In Fort Laramie setzt Red Cloud sein Zeichen unter den Vertrag vom 29. April 1868.[9]
  6. Juni 1870Red Cloud verhandelt in Washington mit Innenminister Cox und spricht in New York im Cooper Institute.[11, 12, 13]
  7. 1873Die Red Cloud Agency zieht vom North Platte an den White River im Nordwesten Nebraskas.[14]
  8. 1878Die Agency wird nach Pine Ridge im heutigen South Dakota verlegt.[14]
  9. 1888Jesuiten gründen nach Red Clouds wiederholten Bitten die Holy Rosary Mission, die heutige Red Cloud Indian School.[21]
  10. 10.12.1909Red Cloud stirbt in der Pine Ridge Reservation.[1, 22]

Was ist Legende, was ist belegt?

Berühmt wurde Red Cloud schon zu Lebzeiten. Nach der HistoryNet-Rezension von Larsons Biografie nannte ihn die New York Times "einen Mann mit Verstand, einen guten Herrscher, einen beredten Redner, einen fähigen General und einen fairen Diplomaten".[23] Frank Leslie's Illustrated Newspaper zeigte ihn 1870 in einem Holzstich als Redner vor New Yorker Publikum.[13]

Sitting Bull nahm an den Verhandlungen von 1868 nicht teil und hielt die Unterzeichner nur für Vertreter ihrer selbst.[17] Die HistoryNet-Rezension nennt Red Cloud eifersüchtig und auf den eigenen Vorteil bedacht. Nach Larson war er nicht bereit, zwischen seinem Volk und der Außenwelt zu vermitteln, wie es etwa der Comanche Quanah Parker tat.[23] In der Encyclopedia of the Great Plains schreibt Larson auch, man habe Red Cloud Grausamkeit in jungen Jahren und Starrsinn in späteren Verhandlungen vorgeworfen, er habe aber beharrlich darauf bestanden, dass die USA den Vertrag von 1868 einhalten.[1]

Wie starb Red Cloud?

Red Cloud starb nach dem Aktá Lakota Museum am 10. Dezember 1909. Er lebte zuletzt blind und krank mit seiner Frau in der Pine Ridge Reservation.[22] Nach der Encyclopedia of the Great Plains wurde er 88 Jahre alt.[1] Er überlebte Crazy Horse um 32 und Sitting Bull um 19 Jahre.[23]

Begraben ist Red Cloud auf einem Hügel über der Red Cloud Indian School.[3] Die Schule, damals noch Holy Rosary Mission, bekam ihren heutigen Namen am 4. Dezember 1969.[21] Seine Lebensgeschichte erzählte er 1893 in einer Autobiografie, auf die sich Larsons Biografie von 1997 stark stützt. Als Buch erschien sie 1997, herausgegeben von R. Eli Paul.[1, 23] Die Geschenke an die Familie Cook gab Cooks Familie nach dem Tod seines Sohnes Harold in den 1960er-Jahren an den National Park Service.[18]

Kahle Sandsteinhügel und grasbedeckte Kuppen über einem kleinen Fluss mit Pappeln, im Vordergrund eine alte Holzranch mit Zaun, warmes Abendlicht
Hügel am Niobrara im Nordwesten Nebraskas, der Gegend der Ranch von James H. Cook. Bild: KI-generiert

Red Cloud im Film

Häufige Fragen

Wer war Red Cloud?

Red Cloud war ein Anführer der Oglala, einer der sieben Gruppen der Lakota. Von 1866 bis 1868 kämpfte er gegen die Forts der US-Armee am Bozeman Trail, danach vertrat er die Oglala jahrzehntelang gegenüber der Regierung in Washington. Er starb 1909 in der Pine Ridge Reservation in South Dakota.

Wie hieß Red Cloud auf Lakota?

Die Minnesota Historical Society schreibt seinen Namen Maȟpíya Lúta. Im Vertrag von Fort Laramie steht er als Mah-pi-ah-lu-tah, darunter "his X mark, Red Cloud", also sein Handzeichen.

War Red Cloud ein Häuptling?

Englische Quellen nennen ihn "chief". Er war ein Anführer im Krieg und später ein Unterhändler und Sprecher der Oglala. Sein Vater war ein Brulé, und nach dessen Tod wuchs Red Cloud bei den Oglala auf, den Leuten seiner Mutter.

Hat Red Cloud einen Krieg gegen die USA gewonnen?

Nach dem Vertrag von Fort Laramie von 1868 räumte die Armee im Sommer 1868 ihre drei Forts am Bozeman Trail. Der National Park Service schreibt, die US-Regierung habe damit zum ersten Mal einen Krieg verloren. Red Cloud unterschrieb erst am 6. November 1868, als die Forts schon aufgegeben waren.

Wann und wo starb Red Cloud?

Red Cloud starb laut Aktá Lakota Museum am 10. Dezember 1909 in der Pine Ridge Reservation in South Dakota. Er war zuletzt blind und krank. Nach der Encyclopedia of the Great Plains wurde er 88 Jahre alt.

Wo ist Red Cloud begraben?

Nach dem South Dakota Department of Tribal Relations liegt er auf einem Hügel über der Red Cloud Indian School in der Pine Ridge Reservation begraben. Die Schule geht auf seine wiederholten Bitten um katholische Missionare zurück, Jesuiten gründeten sie 1888, und sie trägt seit 1969 seinen Namen.

Was hatte Red Cloud mit Crazy Horse zu tun?

Beide waren Oglala. Im Fetterman-Gefecht 1866 führten sie laut WyoHistory gemeinsam mit High-Back-Bone die Krieger an. Nach 1868 gingen sie getrennte Wege: Red Cloud unterschrieb den Vertrag, Crazy Horse unterschrieb keinen. Eine HistoryNet-Rezension von Robert W. Larsons Biografie schreibt, Red Clouds Anteil am Tod von Crazy Horse 1877 habe seinen Ruf beschädigt.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Robert W. Larson: Red Cloud (1821-1909). Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
  2. Nachschlagewerk Red Cloud (Maȟpíya Lúta), Glossar zu The U.S.-Dakota War of 1862. Minnesota Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Oglala Sioux Tribe. South Dakota Department of Tribal Relations. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  4. Nachschlagewerk Emilene Ostlind: Red Cloud's War. WyoHistory.org. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
  5. Nachschlagewerk Tom Rea: Peace, War, Land and a Funeral. The Fort Laramie Treaty of 1868. WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
  6. Nachschlagewerk Kerry Drake: The Wagon Box Fight, 1867. WyoHistory.org. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
  7. Amtliche Stelle Bozeman Trail. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
  8. Amtliche Stelle Fort CF Smith Part 3: Abandonment. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
  9. Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 29.04.1868. National Archives. Stand 30.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
  10. Amtliche Stelle 1868 Treaty Grounds. National Park Service. Stand 31.01.2026. abgerufen am 24.10.2026
  11. Primärquelle Red Cloud: Address at Cooper Union (Wiedergabe nach The New York Times vom 17.06.1870). Teaching American History, Ashland, Ohio. Stand 28.05.2023. abgerufen am 24.10.2026
  12. Amtliche Stelle National Register of Historic Places Inventory Nomination Form: Fort Robinson and Red Cloud Agency. National Park Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  13. Amtliche Stelle Oglala. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  14. Amtliche Stelle Crazy Horse (tashunka witco). National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  15. Amtliche Stelle Sitting Bull. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  16. Amtliche Stelle Collections (James H. Cook Collection). National Park Service, Agate Fossil Beds National Monument. Stand 01.06.2024. abgerufen am 24.10.2026
  17. Amtliche Stelle People (James H. Cook und Harold Cook). National Park Service, Agate Fossil Beds National Monument. Stand 22.07.2026. abgerufen am 24.10.2026
  18. Amtliche Stelle Oglala Lakota College Shared Laughs and Science with Families at Agate Fossil Beds National Monument (Pressemitteilung). National Park Service, Agate Fossil Beds National Monument. Stand 21.03.2024. abgerufen am 24.10.2026
  19. Archiv Holy Rosary Mission: Red Cloud Indian School Records (Notable Events and Notable People). Marquette University, Raynor Library, Archives. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  20. Museum Red Cloud: Oglala Lakota Leader. Aktá Lakota Museum and Cultural Center, St. Joseph's Indian School. Stand 17.08.2021, geändert 12.11.2025. abgerufen am 24.10.2026
  21. Presse Book Review: Red Cloud. Warrior-Statesman of the Lakota Sioux (Robert W. Larson). HistoryNet. Stand 12.08.2001. abgerufen am 24.10.2026
  22. Archiv Red Cloud, half-length portrait, facing front (Katalogeintrag, LC-USZ62-91032). Library of Congress, Prints and Photographs Division. Stand zwischen 1880 und 1909. abgerufen am 24.10.2026
  23. Nachschlagewerk Shannon Smith: New Perspectives on the Fetterman Fight. WyoHistory.org. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
  24. Amtliche Stelle Red Cloud Agency (Indian Archives Project). South Dakota State Archives, South Dakota State Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026

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