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Red Clouds Krieg und der Bozeman Trail
Kurz erklärt Red Clouds Krieg war der Kampf von Lakota, Cheyenne und Arapaho unter dem Oglala Red Cloud gegen die drei Forts der US-Armee am Bozeman Trail im heutigen Wyoming und Montana, je nach Quelle von 1865 oder 1866 bis 1867 oder 1868. Im Fetterman-Gefecht am 21. Dezember 1866 starben 80 oder 81 Soldaten und Zivilisten. Im Vertrag von Fort Laramie 1868 gaben die USA die Forts und die Straße auf.

Wie kam es zu Red Clouds Krieg?
Während des Bürgerkriegs fand man Gold in Montana. Der direkteste Weg zu den Goldfeldern um Virginia City führte von Fort Laramie und dem Oregon Trail nach Nordwesten, am Ostrand der Bighorn Mountains entlang.[4, 8] 1863 bauten John Bozeman und sein Partner John Jacobs diesen Korridor zu einem Wagenweg aus. Indigene Völker hatten ihn laut National Park Service schon seit Jahrhunderten als Reiseweg genutzt.[4] Das Formular des National Park Service für das National Register von 1976 nennt für Goldfund und Weg das Jahr 1862.[18]
Der Weg führte mitten durch das Powder River Country, die Jagdgebiete der Lakota, Cheyenne und Arapaho.[1, 4, 8] Nach der Armeegeschichte hatte ein Vertrag von 1865 diese Gebiete den "Sioux", den Northern Cheyenne und den Arapaho vorbehalten; nach der Encyclopedia of the Great Plains verstießen die Reisenden schon gegen den Vertrag von Fort Laramie von 1851.[8, 15] 1864 kam ein großer Wagenzug mit 2.000 Siedlern über den Trail. In den beiden folgenden Jahren kam der Verkehr wegen ständiger Überfälle eines Bündnisses mehrerer Nationen ganz zum Erliegen.[4]
Schon 1864 hatte eine Truppe aus Colorado unter John M. Chivington das Lager von Cheyenne und Arapaho am Sand Creek überfallen (Sand-Creek-Massaker). Die Überlebenden flohen laut WyoHistory nach Norden in das Powder River Country.[1] Am 26. Juli 1865 griffen Krieger die Platte Bridge Station am North Platte an und töteten 26 Männer.[1] 1865 zog die Powder River Expedition unter General Patrick E. Connor in drei Kolonnen nach Norden, baute Fort Connor am Powder River und griff ein Dorf der Arapaho am Tongue River an. Die Überfälle stoppte sie nach der Armeegeschichte nicht.[1, 8]
1866 lud das Innenministerium Brulé- und Oglala-Lakota nach Fort Laramie ein, um freie Fahrt auf dem Bozeman Trail zu vereinbaren.[1] Einige Anführer unterschrieben; nach dem Rosebud Sioux Tribe gehörte Spotted Tail von den Brulé dazu, der im Juni 1866 einen Friedensvertrag unterzeichnete.[8, 12] Gleichzeitig schickte das Kriegsministerium Colonel Henry B. Carrington mit rund 700 Mann des 18. Infanterieregiments los, um Forts am Trail zu bauen, noch bevor eine Einigung erzielt war.[1, 8] Der Oglala-Anführer Red Cloud verweigerte die Unterschrift und verließ die Verhandlungen.[1, 8]
Die drei Forts am Bozeman Trail
Im Juni 1866 brach Carringtons Bataillon von Fort Laramie auf, mit den Familien mehrerer Offiziere, auch seiner eigenen.[8] Fort Connor verlegte er ein paar Meilen flussabwärts und nannte es Fort Reno.[1] Dort löste er laut Armeegeschichte zwei Kompanien der 5. U.S. Volunteers ab, frühere Kriegsgefangene der Konföderation, die sich für den Dienst an der Grenze gemeldet hatten.[8] Weiter nordwestlich entstand am Little Piney Creek bei der heutigen Ortschaft Story in Wyoming sein Hauptquartier, Fort Phil Kearny.[1] Die Entfernung von Fort Laramie gibt die Armeegeschichte mit 225 Meilen an, WyoHistory mit etwa 230.[2, 8] Als Gründungstag nennen die Zeittafel von WyoHistory und die Fort Phil Kearny/Bozeman Trail Association den 15. Juli 1866, das Formular für das National Register den August 1866.[2, 16, 18] Ein acht Fuß hoher Palisadenzaun umschloss rund 17 Acres; Fort Phil Kearny war das größte der drei Forts.[16]
Zwei Kompanien zogen weiter nach Norden und bauten Fort C.F. Smith auf einem Plateau etwa 300 Yards vom Bighorn River, rund eine Meile von der Mündung des Bighorn Canyon.[5, 8] Soldaten des 18. Infanterieregiments, aus dem später das 27. wurde, lagen dort von August 1866 bis Sommer 1868.[6] Alle drei Forts trugen die Namen von Generälen, die im Bürgerkrieg gestorben waren. Aus dem Auswandererweg war laut National Park Service eine Militärstraße geworden, und gerade die Präsenz der Armee brachte die Nationen auf.[4]

Fort Phil Kearny stand nach dem Formular für das National Register zwei Jahre lang praktisch unter Belagerung.[18] Bauholz und Brennholz kamen aus einem Kiefernwald einige Meilen westlich, und die zivilen Holzfäller brauchten immer eine Eskorte.[2, 3] Bis Mitte Dezember 1866 waren laut WyoHistory fast 70 Soldaten und Zivilisten in mehr als 50 Gefechten getötet worden, fast in Sichtweite des Forts.[2] Ein paar Meilen nördlich sammelten sich die Anhänger Red Clouds in einem Lager mit bis zu 2.000 Kriegern und ihren Familien.[2]
Wer kämpfte in Red Clouds Krieg?
Den Widerstand trugen vor allem Oglala-Lakota, im Fetterman-Gefecht laut WyoHistory Oglala- und Miniconjou-Lakota.[1] Das Formular für das National Register nennt Red Cloud und Man Afraid of His Horse als Anführer, WyoHistory für die großen Gefechte Red Cloud, Crazy Horse und High Backbone.[1, 18] Crazy Horse spielte laut National Park Service in Red Clouds Krieg eine führende Rolle.[20] Verbündete waren die Cheyenne (Eigenbezeichnung Tsistsistas) und die Arapaho, im Fetterman-Gefecht nach WyoHistory Northern Cheyenne und Northern Arapaho.[2, 21, 22] Im Vertrag von 1868 steht Red Cloud unter dem Namen Mah-pi-ah-lu-tah.[9]
Auf der anderen Seite stand Carringtons 18. Infanterieregiment, das noch nicht vollständig aufgestellt war. Viele Soldaten waren frisch angeworben und hatten wenig Erfahrung mit Waffen.[2] General William T. Sherman hatte den Offizieren nach WyoHistory ein angenehmes Garnisonsleben im neu geöffneten Land versprochen.[2]
Gut zu wissen
Die Lakota, Northern Cheyenne und Northern Arapaho nannten das Fetterman-Gefecht laut WyoHistory die Schlacht der Hundert in der Hand.[2]
Was geschah im Fetterman-Gefecht?
Captain William J. Fetterman kam am 3. November 1866 nach Fort Phil Kearny. Im Bürgerkrieg war er zum Brevet Lieutenant Colonel befördert worden, einem Ehrenrang.[2, 8] Am 6. Dezember 1866 lockten Krieger eine kleine Gruppe unter Lieutenant George W. Grummond in eine Falle, zwei Soldaten starben. Nach WyoHistory nahmen die Krieger diesen Ablauf zum Vorbild für den 21. Dezember.[2]
Am 21. Dezember 1866 griffen Krieger eine Holzkolonne sechs Meilen vom Fort an.[8] Fetterman führte die Hilfstruppe, Infanteristen zu Fuß; Grummond folgte mit 27 Kavalleristen. Dazu kamen der Quartiermeister Captain Fred Brown und die beiden Zivilisten James Wheatley und Isaac Fisher.[2] Die Infanteristen trugen Vorderlader, die Kavalleristen Spencer-Karabiner; die beiden Zivilisten wollten nach der Armeegeschichte ihre neuen Henry-Repetiergewehre erproben.[8] Eine kleine Gruppe von Kriegern, unter ihnen Crazy Horse, zeigte sich auf dem Kamm des Lodge Trail Ridge und zog sich langsam zurück.[2, 8, 11] Die Soldaten folgten über den Kamm, außer Sicht des Forts, und gerieten in einen Hinterhalt. Nach WyoHistory waren binnen einer halben Stunde alle tot.[1, 8]
Wie viele Männer starben, geben die Quellen um einen Mann verschieden an. Shannon Smith schreibt bei WyoHistory, Fettermans Truppe habe genau 80 Mann gezählt, und nennt Fetterman und 79 Soldaten und Zivilisten als Tote.[2] Zwei andere Beiträge von WyoHistory und die Fort Phil Kearny/Bozeman Trail Association sprechen von Fetterman und allen 80 Mann seines Kommandos, der National Park Service von 79 Soldaten und 2 Zivilisten, also 81.[1, 3, 4, 16] Die Armeegeschichte, die Encyclopedia of the Great Plains und das Formular für das National Register nennen 80 Mann.[8, 15, 18] Eine Zahl für die Verluste der Krieger nennt keine der Quellen; nach WyoHistory trafen sich die Angreifer von beiden Seiten des Hinterhalts zum Teil gegenseitig.[2]
Weil die Überlebenden im Fort einen weiteren Angriff fürchteten, ritt der Zivilist John "Portugee" Phillips nachts durch, teils mit weiteren Reitern, und erreichte Fort Laramie laut WyoHistory nach 236 Meilen am ersten Weihnachtstag.[1] Bis eine Entsatztruppe Fort Phil Kearny erreichte, wurde es Mitte Januar. Carrington bekam die Schuld und verlor sein Kommando, obwohl Untersuchungen zu dem Ergebnis kamen, Fetterman habe gegen Befehle gehandelt.[1]

Hayfield und Wagon Box: die Gefechte von 1867
Im August 1867 griffen die Krieger zwei Arbeitstrupps an, offenbar abgestimmt: eine Heukolonne bei Fort C.F. Smith und eine Holzkolonne bei Fort Phil Kearny.[8] Beide Male hatten die Soldaten inzwischen umgebaute Springfield-Gewehre, Hinterlader, die sich viel schneller laden ließen als die alten Vorderlader. Bei Fort C.F. Smith waren sie erst neun Tage vorher mit Lieutenant Colonel Luther P. Bradley angekommen.[3, 6, 8]
Am 1. August 1867 wurde die Heukolonne von Fort C.F. Smith in ihrem mit Baumstämmen befestigten Pferch angegriffen, drei Meilen vom Fort.[5, 6] Nach der Armeegeschichte hielten 19 Soldaten und 6 Zivilisten unter Lieutenant Sigismund Sternberg stand. Eine Seite des National Park Service nennt neun Heumacher und 20 Mann Wache, eine andere 25 Soldaten und Zivilisten.[5, 6, 8] Die Zahl der Angreifer schätzt der National Park Service auf etwa 800, auf einer anderen Seite auf 500.[4, 5]
Am Morgen des 2. August 1867 sammelten sich laut WyoHistory Red Cloud und mehr als 1.000 Krieger und griffen etwa sechs Meilen nordwestlich von Fort Phil Kearny das Holzfällerlager und die Soldaten an.[3] Die Soldaten hatten aus 14 Wagenkästen, die von den Fahrgestellen gehoben waren, einen Pferch gebaut, in dem Captain James W. Powell seinen Posten hatte. Dahinter verschanzten sich 32 Männer, nach der Armeegeschichte und dem National Park Service 31.[3, 4, 8] Ob Red Cloud selbst dabei war, ist laut WyoHistory unklar.[3] Erst als Major Benjamin F. Smith mit 100 Mann und einer Haubitze vom Fort kam, zogen sich die Krieger zurück.[3]
Im Pferch starben Lieutenant John C. Jenness und zwei Soldaten; vorher waren beim Holzfällerlager drei Soldaten und vier Zivilisten getötet worden.[3] Die indigenen Verluste sind bis heute umstritten, die Schätzungen reichen laut WyoHistory von 2 bis 1.500 Toten. Die Historiker Stanley Vestal und George Hyde und mehrere indigene Anführer nannten 6 Tote und 6 Verwundete; Powell meldete 60 Tote und 120 Verwundete.[3] Indigene Nachkommen der Kämpfer sprachen 1969 bei einer Nachstellung von Verlusten zwischen 1.200 und 1.500.[3]
| Gefecht | Datum | Armee und Zivilisten | Tote der Armee und Zivilisten | Indigene Verluste |
|---|---|---|---|---|
| Fetterman-Gefecht bei Fort Phil Kearny | 21. Dezember 1866[2] | 80 oder 81[2, 4] | alle, 80 laut Smith, 81 laut NPS[2, 4] | keine Zahl in den Quellen[2] |
| Hayfield-Gefecht bei Fort C.F. Smith | 1. August 1867[5] | 25 bis 29[5, 6, 8] | 3 laut Armeegeschichte, 2 Soldaten laut NPS[5, 8] | geschätzt 25 Tote und Verwundete laut NPS[5] |
| Wagon-Box-Gefecht bei Fort Phil Kearny | 2. August 1867[3] | 31 oder 32 im Pferch[3, 8] | 3 im Pferch, dazu 7 beim Holzfällerlager laut WyoHistory; 3 laut Armeegeschichte[3, 8] | Schätzungen von 2 bis 1.500 Toten[3] |
Wie endete Red Clouds Krieg?
Für einen Angriffskrieg fehlten der Armee im Norden die Truppen, und im Osten der USA wuchs der Wunsch, mit den Nationen zu verhandeln statt sie zu bestrafen.[8] Dazu kam die Eisenbahn: Die Union Pacific erreichte bis Ende 1868 den Südwesten des heutigen Wyoming, und die Transkontinentalbahn bot bald einen kürzeren Weg zu den Goldfeldern.[1, 3] Im Januar 1868 waren sich die Friedenskommission der Regierung und die Lakota einig, dass beide Frieden wollten. Die Lakota verlangten dafür, dass der Bozeman Trail aufgegeben und die Truppen aus Fort C.F. Smith, Fort Phil Kearny und Fort Reno abgezogen würden.[7]
Am 29. April 1868 schloss die Kommission in Fort Laramie den Vertrag.[7, 9] Artikel 16 erklärte das Land nördlich des North Platte und östlich der Gipfel der Bighorn Mountains zu nicht abgetretenem indigenem Gebiet, in dem sich keine Weißen niederlassen durften. Innerhalb von 90 Tagen nach dem Frieden mit allen Gruppen der Lakota sollten die Militärposten dort aufgegeben und die Straße nach Montana geschlossen werden.[9] Der Vertrag von Fort Laramie schuf außerdem die Große Sioux-Reservation im Westen des heutigen South Dakota mit den Black Hills.[9]
Fort C.F. Smith wurde als erstes geräumt: Am 29. Juli 1868 zog die Besatzung nach Süden, erreichte am 2. August Fort Phil Kearny, und innerhalb von 36 Stunden gaben die vereinten Truppen auch dieses Fort auf.[7] Die Armeegeschichte nennt für den Abzug den Juli 1868.[8] Bald danach brannten die Forts nieder. Fort Phil Kearny steckten nach der Fort Phil Kearny/Bozeman Trail Association wahrscheinlich Cheyenne in Brand, Fort C.F. Smith nach dem National Park Service "die Sioux".[7, 16] Red Cloud kam erst danach nach Fort Laramie und setzte am 6. November 1868 sein Zeichen unter den Vertrag, mit ihm unter anderen Man Afraid.[9]
Zum ersten Mal hatte die Regierung der Vereinigten Staaten einen Krieg verloren.
Wann war Red Clouds Krieg?
Einen festen Anfang und ein festes Ende hat der Krieg in den Quellen nicht. Der Bau der Forts begann im Sommer 1866, der Abzug folgte im Sommer 1868; manche Quellen lassen den Krieg schon 1865 beginnen oder 1867 enden.[7, 8, 11, 12] Der Oberste Gerichtshof der USA nennt ihn 1980 den Powder River War von 1866 bis 1867.[10]
| Quelle | Zeitraum |
|---|---|
| Encyclopaedia Britannica | 1865 bis 1867[11] |
| National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument | Kämpfe von 1865 bis 1867[14] |
| Encyclopedia of the Great Plains | Unruhen von 1865 bis 1867[15] |
| Rosebud Sioux Tribe | 1866 bis 1867[12] |
| Oberster Gerichtshof der USA (1980) | 1866 bis 1867, als Powder River War[10] |
| South Dakota Department of Tribal Relations | 1866 bis 1868[13] |
| Wyoming State Parks | 1866 bis 1868[17] |
| U.S. Army Center of Military History | keine Datierung des Krieges; Aufbruch Carringtons im Juni 1866, Abzug der Garnisonen im Juli 1868[8] |
Welche Folgen hatte Red Clouds Krieg?
Nach dem Vertrag zogen Red Cloud und viele Gruppen der Lakota in die Große Sioux-Reservation.[15] Sitting Bull, Crazy Horse und Gall lehnten den Vertrag offen ab und lebten weiter wie bisher.[15, 19] Sitting Bull sah in denen, die unterschrieben hatten, nur Vertreter ihrer selbst. Damit spalteten sich die Lakota laut National Park Service in zwei Lager, die einen folgten Red Cloud und Spotted Tail in die Reservation, die anderen Sitting Bull.[19]
1874 führte George Armstrong Custer eine Expedition der Armee in die Black Hills, Geologen fanden Gold, und Goldsucher drangen in die Reservation ein, obwohl der Vertrag das verbot.[14] Daraus wurde der Große Sioux-Krieg von 1876 bis 1877 mit der Schlacht am Little Bighorn.[14, 15] Nach dem Formular für das National Register kündigte Red Clouds Krieg diese letzte Auseinandersetzung auf den nördlichen Plains schon an.[18] Am 28. Februar 1877 nahm der Kongress den Lakota per Gesetz die Black Hills.[10]
Zeitleiste
- 1863John Bozeman und John Jacobs bauen den Weg zu den Goldfeldern von Montana zum Wagenweg aus.[4]
- 1865Die Powder River Expedition unter General Patrick E. Connor zieht in das Powder River Country und baut Fort Connor.[1, 8]
- Juni 1866Colonel Henry B. Carrington bricht mit rund 700 Mann von Fort Laramie auf; Red Cloud verlässt die Verhandlungen.[1, 8] Red Cloud
- 15.07.1866Gründung von Fort Phil Kearny laut WyoHistory und Fort Phil Kearny/Bozeman Trail Association (laut National Register August 1866).[2, 16, 18]
- 21.12.1866Fetterman-Gefecht: Lakota, Cheyenne und Arapaho locken Captain William J. Fetterman und seine Truppe über den Lodge Trail Ridge in einen Hinterhalt; keiner überlebt.[2, 8]
- 01.08.1867Hayfield-Gefecht bei Fort C.F. Smith.[5, 6]
- 02.08.1867Wagon-Box-Gefecht bei Fort Phil Kearny.[3]
- 29.04.1868Die Friedenskommission schließt in Fort Laramie den Vertrag; die Forts sollen aufgegeben werden.[7, 9] Verträge von Fort Laramie
- 29.07.1868Die Besatzung räumt Fort C.F. Smith als erstes der drei Forts.[7]
- August 1868Die Armee gibt Fort Phil Kearny auf; das Fort brennt bald darauf nieder.[7, 16]
- 06.11.1868Red Cloud setzt in Fort Laramie sein Zeichen unter den Vertrag.[9] Red Cloud
Erinnerung heute: Fort Phil Kearny
Fort Phil Kearny liegt rund 20 Meilen südlich von Sheridan in Wyoming, die Anschrift ist 528 Wagon Box Road in Banner.[1, 17] Die Stätte gehört zu Wyoming State Parks und umfasst rund 1.000 Acres mit dem Gelände des Forts und den beiden großen Gefechtsorten. Das Fortgelände und die Plätze der Gefechte von Fetterman und Wagon Box sind das ganze Jahr täglich geöffnet.[17] Fort, Fetterman-Gefechtsort und Wagon-Box-Gefechtsort bilden zusammen das National Historic Landmark Fort Phil Kearny and Related Sites.[18] Die Stätte ist eine Wyoming State Historic Site.[17]
Wege führen zu den Orten der Gefechte, und Tafeln erklären die Ereignisse aus der Sicht der Armee und der indigenen Gruppen.[16] Im Sommer 2025 lief im dritten Jahr ein Programm, in dem indigene Studierende als Interpretive Ranger in Fort Phil Kearny und an der Medicine Wheel/Medicine Mountain National Historic Landmark von indigenen Sichtweisen und Geschichten erzählen.[17] Das Denkmal am Ort des Wagon-Box-Gefechts baute 1936 das Civilian Conservation Corps; seine Inschrift übertreibt nach WyoHistory die Zahl der Krieger und ihrer Toten.[3] Vom Fort C.F. Smith ist nur eine Markierung an der Straße geblieben, der Platz liegt auf Privatland.[7]
Das Bild von Fetterman prägten mehr als ein Jahrhundert lang vor allem zwei Bücher, die die Frauen Carringtons schrieben, um ihren Mann Carrington zu entlasten: Margaret Carrington 1868 und nach ihrem Tod Frances Grummond Carrington 1910, die Witwe des Lieutenants Grummond.[2] Heute überprüfen Historiker laut WyoHistory diese Darstellung und beschreiben den Ablauf als vielschichtiger.[2]

Wo lagen die Forts am Bozeman Trail?
Fort Reno lag am Powder River nordöstlich der heutigen Ortschaft Kaycee, Fort Phil Kearny bei Story am Ostrand der Bighorn Mountains, beide im heutigen Wyoming, und Fort C.F. Smith nahe dem Bighorn River im Süden von Montana.[1, 5, 16] Die Gefechtsorte von Fetterman und Wagon Box liegen wenige Meilen vom Fort Phil Kearny entfernt.[1] Aktuelle Hinweise für einen Besuch gibt Wyoming State Parks.[17]
- 1Fort Laramie (Fort Laramie National Historic Site, Wyoming) 42,20° N, 104,55° W[23]
- 2Schlacht am Little Bighorn (Little Bighorn Battlefield National Monument) 45,57° N, 107,43° W[24]
- 3Black Hills (Black Elk Peak, höchster Gipfel der Black Hills, South Dakota) 43,87° N, 103,53° W[25]
Mythos und Wahrheit
Seit den Büchern der Carrington-Frauen gilt Fetterman oft als Prahler, der gegen Befehle handelte.[2]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Fetterman prahlte, mit 80 Mann reite er durch die ganze Sioux-Nation, und rannte gegen Carringtons Befehl in den Tod.
Mythos und Wahrheit
Mythos
Red Clouds Krieg war der einzige Krieg, den die USA gegen eine indigene Nation verloren.
Was belegt ist
Dass er der einzige war, sagt keine der Quellen auf dieser Seite. Der National Park Service am Bighorn Canyon schreibt, die Regierung habe damit zum ersten Mal einen Krieg verloren. Das Formular für das National Register nennt den Abzug einen der wenigen Fälle, in denen die Armee ein besetztes Gebiet räumen musste; der Oberste Gerichtshof zitiert 1980 ältere Kommentatoren, die von einem vollständigen Sieg sprachen.[4, 10, 18]
Häufige Fragen
Wann war Red Clouds Krieg?
Die Quellen nennen verschiedene Jahre: Die Encyclopaedia Britannica und der National Park Service am Little Bighorn 1865 bis 1867, der Rosebud Sioux Tribe und der Oberste Gerichtshof der USA 1866 bis 1867, das South Dakota Department of Tribal Relations und Wyoming State Parks 1866 bis 1868. Die Forts am Bozeman Trail standen von Sommer 1866 bis Sommer 1868.
Was war der Bozeman Trail?
Ein Wagenweg vom Oregon Trail am North Platte nach Nordwesten am Ostrand der Bighorn Mountains entlang zu den Goldfeldern um Virginia City in Montana. John Bozeman und John Jacobs markierten ihn 1863; laut National Park Service nutzten indigene Völker den Korridor schon seit Jahrhunderten.
Was geschah beim Fetterman-Gefecht?
Am 21. Dezember 1866 zog Captain William J. Fetterman mit einer Hilfstruppe aus Fort Phil Kearny einer angegriffenen Holzkolonne zu Hilfe. Eine kleine Gruppe von Kriegern, unter ihnen Crazy Horse, lockte die Soldaten über den Lodge Trail Ridge in einen Hinterhalt. Laut WyoHistory waren binnen einer halben Stunde alle tot.
Wie viele Soldaten starben im Fetterman-Gefecht?
Die Quellen nennen 80 oder 81 Tote. WyoHistory zählt in einem Beitrag Fetterman und 79 Soldaten und Zivilisten, in zwei anderen Fetterman und 80 Mann; der National Park Service nennt 79 Soldaten und 2 Zivilisten. Überlebende gab es nicht.
Was war das Wagon-Box-Gefecht?
Am 2. August 1867 griffen Lakota und Cheyenne eine Holzfällerkolonne bei Fort Phil Kearny an. Rund 30 Soldaten und Zivilisten verteidigten sich hinter abgesetzten Wagenkästen mit neuen Hinterladergewehren, bis Hilfe kam. Die Schätzungen der indigenen Verluste reichen laut WyoHistory von 2 bis 1.500 Toten.
Hat Red Cloud den Krieg gewonnen?
Die USA räumten im Sommer 1868 die drei Forts und schlossen die Straße, wie es der Vertrag von Fort Laramie verlangte. Red Cloud unterschrieb erst am 6. November 1868. Der National Park Service schreibt, die Regierung der USA habe damit zum ersten Mal einen Krieg verloren.
Wo kann man Orte von Red Clouds Krieg besuchen?
Fort Phil Kearny bei Banner in Wyoming ist eine Wyoming State Historic Site mit den Gefechtsorten von Fetterman und Wagon Box. Der Platz von Fort C.F. Smith in Montana liegt auf Privatland; dort steht eine Markierung an der Straße.
Quellen
- Nachschlagewerk Emilene Ostlind: Red Cloud's War. WyoHistory.org. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Shannon Smith: New Perspectives on the Fetterman Fight. WyoHistory.org. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Kerry Drake: The Wagon Box Fight, 1867. WyoHistory.org. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Bozeman Trail. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Chronology of Bighorn Canyon History Part Two 1864-1968. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Fort CF Smith Part 2: Harsh Winter And Dangerous Summer. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Fort CF Smith Part 3: Abandonment. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle American Military History, Kapitel 14: Winning the West. The Army in the Indian Wars, 1865 to 1890. U.S. Army Center of Military History, Army Historical Series. Stand Seite aktualisiert 27.04.2001. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 29.04.1868. National Archives. Stand 30.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag United States v. Sioux Nation of Indians, 448 U.S. 371 (1980). Supreme Court of the United States, Text beim Legal Information Institute der Cornell Law School. Stand 30.06.1980. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Oceti Sakowin. Encyclopaedia Britannica, The Editors of Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation History and Culture: Wolakota, Heritage, Lakota Chiefs. Rosebud Sioux Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Oglala Sioux Tribe. South Dakota Department of Tribal Relations. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Story of the Battle. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Carole A. Barrett: Sioux Wars. Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
- Fort Phil Kearny History. Fort Phil Kearny/Bozeman Trail Association. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Phil Kearny State Historic Site. Wyoming State Parks, Historic Sites and Trails. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Stephen Lissandrello: National Register of Historic Places Inventory Nomination Form: Fort Phil Kearny and Related Sites. National Park Service, Historic Sites Survey. Stand 1976. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Sitting Bull. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Crazy Horse (tashunka witco). National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk John H. Moore: Cheyenne, Southern. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Language and Culture. Cheyenne and Arapaho Tribes. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle NPS Land Resources Division Boundary and Tract Data Service, Umrisse der Stätten (Mittelpunkte, Abfrage nach UNIT_CODE). National Park Service, Land Resources Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Directions. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 03.07.2025. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1261770: Black Elk Peak, Summit, Pennington County, South Dakota (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
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