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Hiawatha

Kurz erklärt Hiawatha ist eine Gestalt aus der mündlichen Überlieferung der Haudenosaunee, früher Irokesen genannt. Nach der Onondaga Nation war er ein Onondaga, der mit dem Friedensstifter (Peacemaker) fünf verfeindete Nationen zum Großen Frieden vereinte; wann er lebte, ist nicht gesichert. Der Held aus Longfellows Versepos von 1855 ist ein erfundener Ojibwe.

Stiller See im Morgendunst, am Ufer hohe Weymouth-Kiefern und Laubbäume in ersten Herbstfarben, keine Menschen
Bild: KI-generiert

Wer war Hiawatha?

Hiawatha ist eine Gestalt aus der mündlichen Überlieferung der Haudenosaunee, die die Franzosen Irokesen nannten. Die Haudenosaunee Confederacy schreibt ihren Bund dem Friedensstifter (Peacemaker) zu, einem Propheten, der ihn mit Hilfe von Aionwatha gründete; dieser sei besser bekannt als Hiawatha.[5] Nach der Onondaga Nation war Hiawatha ein Onondaga und der Helfer des Friedensstifters, als dieser die Worte des Friedens zu den Nationen trug.[1, 2] Gemeinsam vereinten sie nach dieser Überlieferung die Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca, die zuvor Krieg gegeneinander geführt hatten.[1]

Ob Hiawatha zu einer bestimmten Zeit als Mensch gelebt hat, lässt sich mit schriftlichen Quellen nicht klären, denn seine Geschichte spielt vor der Ankunft der Europäer. Die Canadian Encyclopedia nennt drei Punkte, in denen die Erzählungen voneinander abweichen: ob er von den Mohawk oder den Onondaga stammte, in welchem Jahr der Bund entstand und ob Hiawatha ein realer Mensch oder eine Legende war.[7] Von seiner Geburt und seinem Tod erzählen die Onondaga Nation und die Haudenosaunee Confederacy auf ihren Seiten nichts.[1, 5, 6]

Die Haudenosaunee gibt es bis heute. 1722 schlossen sich die Tuscarora dem Bund an, seitdem heißt er auch Six Nations, Bund der sechs Nationen.[7] Der Große Rat tagt nach der Haudenosaunee Confederacy noch immer auf dem Gebiet der Onondaga, die als Hüter des Feuers gelten.[5] Die Onondaga Nation steht unter diesem Namen auf der Liste der Nationen, die das Bureau of Indian Affairs der USA anerkennt.[16] Ihr Verwaltungsgebäude steht an der Route 11 bei Nedrow im Bundesstaat New York.[1, 15]

Die Überlieferung der Onondaga Nation

Die Onondaga Nation erzählt die Geschichte auf ihrer Website so, hier gekürzt wiedergegeben: Vor mehr als tausend Jahren entstand am Ufer des Onondaga-Sees im heutigen Zentrum des Bundesstaats New York der Bund. Zuvor hatten die fünf Nationen Krieg gegeneinander geführt. Der Schöpfer schickte ihnen einen Boten, den Friedensstifter. Seine Geburt war einer jungen Frau am Nordufer des Ontariosees im Traum angekündigt worden. In einem Kanu aus weißem Stein fuhr er über den großen See und warb zuerst bei den Mohawk, dann bei den Oneida für den Frieden.[1]

In Onondaga lebte Hiawatha. Er war den ständigen Krieg leid und stellte sich gegen ihn. Das wollte Tadodaho verhindern, einer der gefürchtetsten Männer der Onondaga, dem nach der Erzählung Schlangen aus dem Kopf wuchsen und der ein mächtiger Zauberer war. Tadodaho beschloss, Hiawathas Töchter zu töten. Vor Trauer konnte Hiawatha nicht mehr an Frieden denken und wanderte umher.[1]

An einem See flogen die Vögel auf und nahmen das Wasser mit sich. Auf dem trockenen Grund fand Hiawatha glänzende violette und weiße Muschelstücke, Wampum. Er fädelte sie auf und sehnte sich nach jemandem, der ihn tröstet. Da traf ihn der Friedensstifter, nahm das Wampum in die Hand und sprach freundlich zu ihm, sodass Hiawatha die Gaben des Schöpfers wieder sehen konnte.[1] Die Canadian Encyclopedia verbindet diese Trauer mit der ersten Zeremonie der Beileidsbekundung (condolence ceremony); sie lässt die beiden Männer allerdings im Land der Mohawk zusammentreffen.[7] Die Onondaga Nation benutzt das Wort bis heute: In ihrer Zeitleiste heißt es, die Haudenosaunee hätten 1968 den Tadodaho Leon Shenandoah und 2001 den Tadodaho Sid Hill "condoled".[4]

Mit klarem Geist zog Hiawatha nun mit dem Friedensstifter nach Westen zu den Cayuga und den Seneca. Die Seneca waren sich zunächst nicht einig. Der Friedensstifter sagte ihnen, sie sollten am Himmel nach einem Zeichen sehen, und als sich die Sonne verdunkelte, eine Sonnenfinsternis, schlossen sie sich an.[1] Zuletzt fuhren der Friedensstifter, Hiawatha und die Anführer der vier Nationen über den Onondaga-See zu Tadodaho. Er rief einen Sturm herbei, den sie mit einem Lied überwanden. Tadodaho nahm den Frieden an und erhielt den Vorsitz im Großen Rat der 50 Chiefs; die Schlangen wurden aus seinem Haar gekämmt.[1]

Andere Fassungen weichen ab. Nach der Canadian Encyclopedia verlor Hiawatha seine Frau und seine Töchter, traf den Friedensstifter im Land der Mohawk und trug die Botschaft selbst zu Atotarho, wie der Name Tadodaho dort geschrieben wird. Als die vier Nationen Atotarho mit Gewalt zum Beitritt zwingen wollten, lehnte Hiawatha ab und bot ihm stattdessen die Führung im Großen Rat an.[7] Bei der Haudenosaunee Confederacy reisen beide von Gemeinde zu Gemeinde und überzeugen die Chiefs jeder Nation; am Ende verschwindet der Friedensstifter mit dem Versprechen wiederzukommen, falls der Große Frieden scheitern sollte.[6]

Stiller See im Morgennebel, am Ufer hohe Weymouth-Kiefern und Laubwald in Herbstfarben, keine Menschen
Seeufer im Waldland des heutigen Bundesstaats New York, wo die Überlieferung der Onondaga spielt Bild: KI-generiert

Aionwatha: Was bedeutet der Name Hiawatha?

Die Haudenosaunee Confederacy schreibt den Namen Aionwatha, an anderer Stelle Aiionwatha.[5, 6] Die Canadian Encyclopedia nennt zwei verbreitete Deutungen: "der kämmt", weil Hiawatha seinen Gegner Atotarho für den Bund gewann, und "der den Verstand verloren hat und ihn wiederzufinden sucht", nach den Monaten, die er nach dem Tod seiner Familie trauernd durch die Wälder zog.[7]

Eine ganz andere Deutung steht bei Britannica. Dort wird Hiawatha aus dem Ojibwe mit "Er macht Flüsse" übersetzt und als Verkörperung des menschlichen Fortschritts beschrieben, der Ackerbau, Schifffahrt, Medizin und die Künste lehrte.[8] Diese Beschreibung ähnelt der Anmerkung, mit der Longfellow 1855 seine Figur vorstellte: eine Gestalt von wunderbarer Geburt, die die Flüsse, Wälder und Fischgründe frei machen und die Künste des Friedens lehren sollte.[9] In der Erzählung der Onondaga Nation kommen diese Züge nicht vor.[1]

Der Große Frieden und der Hiawatha-Gürtel

Nach der Onondaga Nation setzte der Friedensstifter 50 Chiefs (Hoyane) ein: neun Mohawk, neun Oneida, 14 Onondaga, zehn Cayuga und acht Seneca, alle mit gleicher Stimme. Als Zeichen des Bundes entwurzelte er eine Weymouth-Kiefer (White Pine), deren Nadeln in Büscheln zu fünf wachsen; die Anführer warfen ihre Waffen in die Grube, und er pflanzte den Baum des Friedens wieder ein.[1] Die Haudenosaunee Confederacy erzählt dazu von fünf Pfeilen, je einem aus jeder Nation, die der Friedensstifter zusammenband, damit die Nationen in ihrer Macht vereint waren.[6]

Festgehalten ist der Frieden im Hiawatha-Gürtel, einem Wampumgürtel aus violetten Muschelperlen mit fünf Zeichen. Er beginnt im Osten mit einem Quadrat für die Mohawk, es folgen die Oneida, in der Mitte steht der Baum des Friedens für die Onondaga, dann kommen die Cayuga und im Westen die Seneca.[1, 2] Die Onondaga Nation nennt ihn einen nationalen Gürtel der Haudenosaunee, benannt nach Hiawatha. Wann er entstand, wisse man nicht, aber die Haudenosaunee hätten ihn lange vor der Ankunft der französischen, niederländischen und englischen Entdecker besessen. Bei jedem Großen Rat ist er zugegen, damit die Anführer den Frieden wahren und bei ihren Entscheidungen an die Nachkommen denken, die noch nicht geboren sind.[2]

Wampum ist für die Onondaga Nation ein lebendiges Geschichtszeugnis: Der Sprecher legt die Worte einer Vereinbarung in die Perlen, wenn Schnüre oder Gürtel geknüpft werden.[3] Die Onondaga sind seit der Gründung des Bundes die Hüter des Wampum. Nach ihrer Darstellung gelangten Anthropologen aus New York durch einen illegalen Verkauf an die Gürtel, und der Staat New York nahm sie in sein Museum. Erst im Herbst 1989 kamen einige zurück, darunter der Hiawatha-Gürtel, 92 Jahre nach dem Verkauf.[3, 4] Als Flagge weht der Gürtel heute nach der Onondaga Nation an vielen Orten der Welt.[2]

Muschelschalen mit violetten und weißen Innenseiten auf dem Kies eines Seeufers, dahinter flaches Wasser und Schilf im warmen Abendlicht
Muschelschalen an einem Seeufer, wie in der Erzählung, in der Hiawatha auf dem Grund eines Sees Wampum findet Bild: KI-generiert

Wann lebte Hiawatha?

Ein gesichertes Datum gibt es nicht. Die Haudenosaunee Confederacy nennt den Zeitpunkt des Zusammenschlusses unbekannt und spricht von unvordenklicher Zeit (time immemorial).[5] Die Onondaga Nation erzählt, der Bund sei vor mehr als tausend Jahren entstanden. In ihrer Zeitleiste nennt sie 1142 als frühestes Datum, das Forscher annehmen, und fügt hinzu, die Haudenosaunee setzten die Gründung noch früher an.[1, 4] Die Canadian Encyclopedia verweist auf archäologische Befunde, die für das späte 15. Jahrhundert sprechen, und auf eine Datierung auf den 31. August 1142, gestützt auf Überlieferung, Archäologie und astronomische Daten.[7] Britannica setzt Hiawatha um 1450 an.[8]

Longfellows "The Song of Hiawatha": eine andere Figur

1855 veröffentlichte Henry Wadsworth Longfellow das Versepos "The Song of Hiawatha". Nach der Einführung von Woodrow W. Morris in der Gutenberg-Ausgabe begann Longfellow es am 25. Juni 1854, beendete es am 29. März 1855, und am 10. November 1855 erschien es.[10] Ferdinand Freiligrath nennt in seinem Vorwort zur deutschen Übersetzung dagegen den Oktober 1855 als Zeit des ersten Erscheinens.[14] Es erzählt laut National Park Service von einem erfundenen Ojibwe-Helden namens Hiawatha, von seiner Werbung um die Dakota-Frau Minnehaha, von seiner Erfindung der Schrift und von seinem Weggang nach Westen, als weiße Siedler kommen.[11] Das Versmaß übernahm Longfellow nach Britannica aus dem finnischen Epos Kalevala, den Stoff aus zwei Büchern von Henry Rowe Schoolcraft über die indigenen Völker Nordamerikas.[12] Das erste Kapitel, "The Peace-Pipe", erzählt, wie Gitche Manito am großen Steinbruch des roten Pfeifensteins aus dem Stein eine Pfeife formt (mehr dazu auf den Seiten über Manitu und die Friedenspfeife).[10]

Woher er den Namen und den Stoff nahm, schreibt Longfellow in den Anmerkungen der Erstausgabe selbst. Sein Gedicht beruhe auf einer Überlieferung von einer Gestalt, die bei verschiedenen Völkern Michabou, Chiabo, Manabozo, Tarenyawagon und Hiawatha heiße. Für die irokesische Form verweist er auf ein Werk Schoolcrafts, das sie nach den mündlichen Erzählungen eines Onondaga-Chiefs wiedergebe. Schauplatz des Gedichts sind laut Longfellow die Ojibwe am Südufer des Lake Superior, in der Gegend zwischen den Pictured Rocks und der Grand Sable.[9] Die Canadian Encyclopedia schreibt, eigentlich handle das Gedicht von Nanabozo, einer Heldengestalt algonkinsprachiger Völker. Ob Longfellow den Fehler absichtlich oder versehentlich machte, lässt sie offen; jedenfalls habe sein Gedicht die Geschichte Hiawathas verwirrt.[7]

Der National Park Service, der Longfellows früheres Wohnhaus als Longfellow House-Washington's Headquarters National Historic Site verwaltet, schreibt heute: Longfellow habe sich die Erzählungen der Anishinaabe ohne Zustimmung und ohne Sorgfalt angeeignet. Er stützte sich vor allem auf die ethnologischen Schriften Schoolcrafts und kannte außerdem den Ojibwe-Missionar und Schriftsteller George Copway (Kah-ge-ga-gah-bowh).[11] Die Einführung von Woodrow W. Morris in der Gutenberg-Ausgabe schreibt einen großen Teil des Materials Jane Johnston Schoolcraft zu, der Frau Schoolcrafts, und ihrer Mutter; Jane war eine Enkelin des Ojibwe-Anführers Waub-o-jeeg aus La Pointe in Wisconsin.[10]

Das Gedicht verkaufte sich nach dem National Park Service sehr gut und wurde bald vertont, gemalt, in Skulpturen umgesetzt und auf Bühnen gespielt.[11] Britannica nennt Orte, die es bekannt machte, darunter die Pfeifenstein-Brüche von Pipestone und die Minnehaha Falls.[13] Schon 1857 erschien bei Cotta in Stuttgart und Augsburg die deutsche Übersetzung von Ferdinand Freiligrath, "Der Sang von Hiawatha", die er Longfellow widmete.[14] Im August 1900 führten Mitglieder der Garden River First Nation, einer Ojibwe-Gemeinde in Ontario, bei Desbarats ein Hiawatha-Spiel nach dem Gedicht auf; unter den Zuschauern waren Longfellows Töchter Alice Mary Longfellow und Anne Allegra Longfellow Thorp. Das Textbuch enthält Verse aus dem Gedicht und Zeilen in Anishinaabemowin, der Sprache der Anishinaabe.[11]

Steile Sandsteinklippen in Rot-, Ocker- und Grüntönen über dem klaren Wasser eines großen Sees, Nadelwald an der Kante, Abendlicht, keine Menschen
Sandsteinklippen am Südufer des Lake Superior, wohin Longfellow die Handlung seines Gedichts verlegte Bild: KI-generiert

Zeitleiste

Zeitleiste: Hiawatha
  1. 1142Frühestes Datum, das Forscher nach der Onondaga Nation für die Gründung des Bundes annehmen; die Haudenosaunee setzen sie früher an.[4] Haudenosaunee
  2. 1450Um diese Zeit setzt Britannica Hiawatha an.[8]
  3. 1722Die Tuscarora schließen sich dem Bund an, aus den fünf werden sechs Nationen.[7] Haudenosaunee
  4. 10.11.1855Longfellows Versepos "The Song of Hiawatha" erscheint; seine Titelfigur ist ein erfundener Ojibwe.[10, 11]
  5. 1857Ferdinand Freiligraths deutsche Übersetzung "Der Sang von Hiawatha" erscheint bei Cotta in Stuttgart und Augsburg.[14]
  6. August 1900Mitglieder der Garden River First Nation spielen bei Desbarats in Ontario ein Hiawatha-Spiel nach Longfellow.[11] Ojibwe
  7. 1989Museen in New York geben den Hiawatha-Gürtel und weitere Wampumgürtel an die Onondaga Nation zurück.[4] Haudenosaunee

Was ist Legende, was ist belegt?

Was über Hiawatha erzählt wird, stammt aus der mündlichen Überlieferung der Haudenosaunee, die die Onondaga Nation und die Haudenosaunee Confederacy heute selbst veröffentlichen.[1, 5, 6, 7] Gut belegen lässt sich dagegen, wie Longfellows Gedicht den Namen bekannt machte und mit Erzählungen anderer Völker vermischte; Longfellow beschreibt das in seinen Anmerkungen selbst.[9, 11]

Häufige Fragen

Wer war Hiawatha?

Nach der Überlieferung der Haudenosaunee war Hiawatha der Helfer des Friedensstifters, der die Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca zu einem Bund vereinte. Die Onondaga Nation beschreibt ihn als Onondaga, der nach dem Tod seiner Töchter vom Friedensstifter getröstet wurde und mit ihm von Nation zu Nation zog.

Gab es Hiawatha wirklich?

Das lässt sich mit schriftlichen Quellen nicht entscheiden, denn seine Geschichte spielt vor der Ankunft der Europäer und ist mündlich überliefert. Die Canadian Encyclopedia nennt die Frage, ob Hiawatha ein realer Mensch oder eine Legende war, ausdrücklich als einen Punkt, in dem die Erzählungen voneinander abweichen.

Was hat Hiawatha mit Longfellow zu tun?

Henry Wadsworth Longfellow lieh sich 1855 den Namen für sein Versepos "The Song of Hiawatha". Sein Held ist ein erfundener Ojibwe am Lake Superior. In seinen Anmerkungen schreibt Longfellow selbst, er habe eine Gestalt, die bei verschiedenen Völkern Manabozo, Hiawatha und anders heiße, mit weiteren Erzählungen aus den Büchern von Henry Rowe Schoolcraft verwoben.

Welchem Volk gehörte Hiawatha an?

Die Onondaga Nation nennt ihn einen Onondaga. Nach der Canadian Encyclopedia weichen die Erzählungen hier ab: Manche machen ihn zu einem Mohawk. Ein Ojibwe war er nur in Longfellows Gedicht.

Was ist der Hiawatha-Gürtel?

Ein alter Wampumgürtel aus violetten Muschelperlen mit fünf Zeichen für die Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca; in der Mitte steht der Baum des Friedens. Die Onondaga Nation verwahrt ihn. 1989 kam er aus einem Museum des Staates New York zurück. Als Flagge weht er heute an vielen Orten.

Wann lebte Hiawatha?

Ein gesichertes Datum gibt es nicht. Die Haudenosaunee Confederacy spricht von unvordenklicher Zeit, die Onondaga Nation von mehr als tausend Jahren. Die Forschung nennt Daten zwischen 1142 und dem späten 15. Jahrhundert, Britannica setzt Hiawatha um 1450 an.

Was bedeutet der Name Hiawatha?

Die Canadian Encyclopedia nennt zwei verbreitete Deutungen: "der kämmt" und "der den Verstand verloren hat und ihn wiederzufinden sucht". Die Haudenosaunee Confederacy schreibt den Namen Aionwatha. Die Übersetzung "Er macht Flüsse" bei Britannica geht auf das Ojibwe zurück, die Sprache von Longfellows Figur.

Quellen

  1. Tribal Nation History: Birth of a Nation (Brad Powless). Onondaga Nation. Stand 07.09.2026. abgerufen am 25.10.2026
  2. Tribal Nation Hiawatha Belt. Onondaga Nation. Stand 01.02.2021. abgerufen am 25.10.2026
  3. Tribal Nation Wampum. Onondaga Nation. Stand 05.06.2025. abgerufen am 25.10.2026
  4. Tribal Nation Timeline. Onondaga Nation. Stand 07.01.2022. abgerufen am 25.10.2026
  5. Tribal Nation Who We Are. Haudenosaunee Confederacy. Stand 24.06.2021. abgerufen am 25.10.2026
  6. Tribal Nation Confederacy's Creation. Haudenosaunee Confederacy. Stand 23.01.2019. abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk Michael John Simpson: Hiawatha. The Canadian Encyclopedia, Historica Canada. Stand 08.02.2016, zuletzt bearbeitet 23.10.2025. abgerufen am 25.10.2026
  8. Nachschlagewerk Hiawatha (The Editors of Encyclopaedia Britannica). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  9. Primärquelle Henry Wadsworth Longfellow: The Song of Hiawatha, mit Introductory Note von Woodrow W. Morris (1. April 1991). Project Gutenberg, eBook 19. Stand 1855 (Gutenberg-Ausgabe 2004, aktualisiert 14.10.2025). abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle Research Guide to Indigenous History in the Longfellow Archives. National Park Service, Longfellow House-Washington's Headquarters National Historic Site. Stand 11.05.2026. abgerufen am 25.10.2026
  11. Nachschlagewerk Henry Wadsworth Longfellow (Britannica Editors). Encyclopaedia Britannica. Stand 25.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  12. Nachschlagewerk The Song of Hiawatha (Übersicht der Artikel). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  13. Primärquelle Henry Wadsworth Longfellow: Der Sang von Hiawatha, übersetzt von Ferdinand Freiligrath (Digitalisat im Internet Archive). J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart und Augsburg. Stand 1857. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle Census Geocoder, Adresssuche 4040 Route 11, Nedrow, NY 13120. U.S. Census Bureau. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  15. Amtliche Stelle Indian Entities Recognized by and Eligible To Receive Services From the United States Bureau of Indian Affairs, 91 FR 4102. Bureau of Indian Affairs, U.S. Department of the Interior (Federal Register). Stand 30.01.2026. abgerufen am 25.10.2026

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