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Mangas Coloradas
Kurz erklärt Mangas Coloradas war ein Anführer der Chiricahua-Apachen, vor allem der Mimbreño (Chihenne) im Südwesten des heutigen New Mexico. Er kam um 1793 bis 1795 zur Welt, wurde 1837 Anführer und kämpfte ab 1861 mit seinem Schwiegersohn Cochise gegen die US-Armee. Im Januar 1863 nahmen ihn nach HistoryNet Soldaten und Goldsucher bei einem Friedenstreffen fest; Wachen töteten ihn in Fort McLane.

Wer war Mangas Coloradas?
Mangas Coloradas war ein Anführer der Chiricahua-Apachen im Südwesten des heutigen New Mexico. Der National Park Service (NPS) nennt ihn den Chief der Mimbreño-Gruppe; eine andere Seite des NPS schreibt von seinen Chihenne und Bedonkohe.[1, 2] Die Bedonkohe waren nach dem NPS eng mit den Chihenne verwandt, die manchmal Mimbres genannt werden, und Mangas Coloradas gehört zu den bekannten Anführern dieser Gruppe.[3] Geronimo, selbst ein Bedonkohe, nennt ihn in seinen Erinnerungen von 1906 den Chief der Bedonkohe.[10] Die vier Gruppen der Chiricahua waren nach dem NPS die Bedonkohe, Chokonen, Chihenne und Nehdni.[3]
Englische Quellen nennen ihn "chief", deutsch meist mit Häuptling übersetzt. Ein solcher Anführer stand bei den Chiricahua nach dem NPS einer lokalen Gruppe von etwa 30 Großfamilien vor; diese Gruppe war der Kern von Regierung, Jagd, Krieg und Zeremonien.[3] Britannica schreibt, Mangas Coloradas sei dafür bekannt, die Apachen geeint zu haben; HistoryNet, er habe die verstreuten Gruppen unter seiner Führung zusammengebracht.[5, 7] Seine Tochter heiratete Cochise, den Anführer der Chokonen, und über diese Verbindung gewann Cochise nach dem NPS mehr Einfluss unter den Chiricahua.[1]
Der Name "Rote Ärmel"
Mangas Coloradas ist Spanisch und heißt "rote Ärmel". Nach HistoryNet nannten ihn die Mexikaner auch Fuerte, "der Starke", und sein eigentlicher Name lautete Kan-da-zis-tlishishen. Die Überlieferung nennt für den spanischen Namen zwei Gründe: die roten Hemden, die er gern trug, oder das Blut getöteter Mexikaner.[7] Im Vertrag von 1852 steht er als "Mangus Colorado", in Geronimos Buch als "Mangus-Colorado".[9, 10]
Herkunft und Aufstieg bei den Mimbreño
Sein Geburtsjahr ist nicht bekannt. HistoryNet hält um 1793 für wahrscheinlich, Britannica nennt um 1795, vermutlich im Süden des heutigen New Mexico.[5, 7] Die Gruppen, die die Spanier Mimbreños nannten, lebten nach dem Historiker Edward H. Spicer am Oberlauf des Gila River und am Mimbres River. Nahe dem heutigen Silver City begann 1804 der Bergbau in Santa Rita del Cobre, und dort lernten die Spanier diese Apachen gut kennen.[6]
Nach der Unabhängigkeit Mexikos 1821 zogen sich die Soldaten aus den Forts zurück, die Lebensmittel blieben aus, und die Chiricahua überfielen wieder Orte in Mexiko. 1835 kündigte die mexikanische Regierung laut NPS eine Prämie auf die Skalpe von Apachen an.[14] Sonora zahlte nach Spicer hundert Dollar je Skalp, und auch Chihuahua setzte Prämien aus; einige Amerikaner beteiligten sich an diesem Handel.[6] Mangas Coloradas war den Mexikanern bis dahin nach Spicer freundlich gesinnt.[6]
1837 schoss ein Amerikaner oder Engländer namens Johnson, so Spicer, nahe Janos mit einer Haubitze in eine Gruppe friedlicher Apachen, um an Skalpe zu kommen. Unter den Toten war Juan José, der einflussreiche Anführer der Mimbreño und ein Verwandter von Mangas Coloradas.[6] Britannica beschreibt dasselbe Ereignis als Verrat einer Gruppe von Trappern an seinem Vorgänger und an Männern, Frauen und Kindern der Mimbreño; danach, 1837, wurde Mangas Coloradas ihr Anführer.[5] Er rächte sich an Trappern und Versorgungstransporten. Die Mimbreño zwangen die Bergleute, die Minen von Santa Rita aufzugeben, und vertrieben die Mexikaner aus dem Südwesten New Mexicos.[5, 6]

Mangas Coloradas und die Amerikaner bis 1860
Als im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg US-Truppen in den Südwesten kamen, bot Mangas Coloradas laut Britannica den Amerikanern Hilfe an, die sie ablehnten.[5] Nach Spicer zogen General Kearny und Kit Carson auf dem Gila Trail durch das Land der Mimbreño und Chiricahua. Die Apachen waren vorsichtig, aber bereit zu handeln. Mangas Coloradas und andere unterschieden zwischen Amerikanern und Mexikanern und sahen in den Amerikanern Verbündete gegen Mexiko, mit dem sie weiter im Krieg standen.[6] HistoryNet schreibt, er habe sich mit mehreren amerikanischen Trappern angefreundet, auch mit Kit Carson.[7]
Das Verhältnis kühlte bald ab. 1850 fanden Goldsucher bei Santa Rita del Cobre Gold. Als Mangas Coloradas sie mit Geschichten von mehr Gold weiter im Süden zum Gehen bewegen wollte, verprügelten sie ihn, so Spicer; Britannica schreibt, er sei in einem Bergbaulager ausgepeitscht worden, und von da an sei er den Weißen feind gewesen.[5, 6]
Der Vertrag von Santa Fe 1852
Trotzdem setzte Mangas Coloradas am 1. Juli 1852 in Santa Fe sein Zeichen unter einen Vertrag mit den Vereinigten Staaten. Für die USA unterschrieben Colonel E. V. Sumner und der Indianeragent John Greiner, für die Apachen sechs Anführer, darunter "Mangus Colorado"; als Zeuge für sein Zeichen steht Captain John Pope darunter.[9] Die Apachen erkannten darin die Hoheit der USA an und versprachen ewigen Frieden und freie Durchreise. Die USA versprachen, die Grenzen ihres Gebiets bald festzulegen und Geschenke und Geräte zu geben. Der Senat ratifizierte den Vertrag am 23. März 1853.[9]
Mehr über solche Abkommen steht auf der Seite Gesetze und Verträge.
1853 und 1854 versuchte die Regierung nach Spicer, für die Mimbreño ein Reservat bei Santa Rita einzurichten, betreut vom Indianeragenten Dr. Steck und bewacht von Fort Webster. Die versprochenen Lebensmittel kamen zuerst nicht, die Apachen zogen ab, kehrten 1854 zurück und bestellten unter Steck drei Jahre lang Felder; in dieser Zeit starb mehr als die Hälfte von ihnen an Krankheiten.[6]
Mangas Coloradas in Geronimos Erinnerungen
Geronimo gehörte zu den Bedonkohe, und Mangas Coloradas war nach dem NPS sein Chief.[4] In seinem Buch, das S. M. Barrett 1906 aufzeichnete, erzählt Geronimo von einem Überfall mexikanischer Truppen auf das Lager der Bedonkohe bei einer Stadt, die sie Kas-ki-yeh nannten; er datiert ihn auf den Sommer 1858. Dabei starben seine Mutter, seine Frau und seine drei Kinder.[10] Mangas Coloradas befahl danach, mit den übrigen 80 Kämpfern still nach Hause zu ziehen. Später rief er zum Rat, und alle Kämpfer wollten gegen Mexiko ziehen. Auf dem Zug nach Sonora führte er die Bedonkohe, Cochise die Chokonen und ein Anführer, den Geronimo Whoa nennt, die Nehdni.[10]
Krieg gegen die US-Armee ab 1861
1861 wollte Lieutenant George Bascom am Apache Pass Cochise wegen eines Überfalls festhalten, den nach dem NPS eine andere Apache-Gruppe begangen hatte. Cochise entkam, beide Seiten töteten ihre Geiseln, und die Soldaten töteten Cochises Bruder Coyuntura.[1] Mehr dazu steht auf der Seite über die Apachenkriege. Danach entvölkerten Mangas Coloradas und Cochise laut Britannica gemeinsam den Süden von New Mexico und Arizona.[5]
Die Schlacht am Apache Pass 1862
Im Bürgerkrieg marschierten am 15. Juli 1862 Soldaten der Union, ein Teil der California Column, von Tucson kommend durch den Apache Pass zur Quelle Apache Spring; der NPS nennt auf einer Seite etwa 120, auf einer anderen etwa 100 Mann.[1, 2] Cochise hatte Mangas Coloradas und dessen Chihenne und Bedonkohe dazugeholt.[2] Der NPS schätzt die Apachen auf einer Seite auf etwa 150 Kämpfer, auf einer anderen auf rund 200 und bezeichnet die Gruppe von rund 200 als die größte Kriegergruppe der ganzen Apachenkriege.[1, 2] Ohne zwei Gebirgshaubitzen der Soldaten hätten die Chiricahua laut NPS wohl gesiegt. Mangas Coloradas wurde schwer verwundet; seine Leute trugen ihn bis nach Mexiko und zwangen dort einen Arzt, ihn zu behandeln. Er erholte sich.[1, 5]
Am Pass entstand danach das erste Fort Bowie.[1] General James H. Carleton erklärte nach Spicer einen Vernichtungskrieg gegen die Apachen und verstärkte Fort Webster; er wollte die Mimbreño und Chiricahua unter Kontrolle bringen, um die Postlinie der Overland Mail zu sichern.[6] Nach der Schlacht verlor Mangas Coloradas laut NPS viel von seinem Willen zu kämpfen.[1] HistoryNet beschreibt ihn um 1862 als erschöpften alten Mann, der um einen dauerhaften Frieden bat.[7]

Wie starb Mangas Coloradas?
Im Januar 1863 kam Mangas Coloradas nach HistoryNet unter einer Friedensfahne zu einer Beratung bei Pinos Altos, etwa 20 Meilen nördlich von Fort McLane im New Mexico Territory. Ein weißer Scout, dem er vertraute, hatte ihm Sicherheit zugesagt. Soldaten und Goldsucher, die sich versteckt hatten, ergriffen ihn auf ein Zeichen des Scouts und brachten ihn nach Fort McLane zu Brigadier General Joseph Rodman West.[7] Ein anderer Beitrag bei HistoryNet erzählt es etwas anders: Männer aus der Goldsucher-Expedition des früheren Trappers Joseph R. Walker lockten ihn nahe dem späteren Silver City mit Hilfe des Grenzers Jack Swilling unter dem Vorwand eines Handels in ihr Lager und nahmen ihn gefangen; Soldaten, die in der Nähe lagerten, verlangten seine Herausgabe.[8]
Nach Soodalter hatte Carleton West befohlen, alle Männer der Gruppe von Mangas Coloradas zu töten. West ließ zwei Wachen wissen, dass er den Gefangenen am Morgen tot sehen wolle.[7] In der Nacht folterten die Wachen den gefesselten alten Mann und erschossen ihn; ein Sergeant gab den letzten Schuss ab.[7] Als Datum nennt Kate Ruland-Thorne bei HistoryNet den 18. Januar.[8] West schrieb in seinem Bericht an Carleton, Mangas Coloradas sei bei einem Fluchtversuch getötet worden; HistoryNet nennt das eine Lüge, die Carleton so annahm.[7]
Am nächsten Tag skalpierte ein Soldat den Toten. Der Arzt des Regiments, David Sturgeon, ließ den Leichnam wieder ausgraben und nahm den Kopf "für wissenschaftliche Zwecke".[7] Den Schädel gab er später dem Phrenologen Orson S. Fowler, der glaubte, man könne den Charakter eines Menschen an der Form seines Schädels ablesen. Fowler beschrieb ihn 1873 in seinem Buch "Human Science of Phrenology" und stellte ihn aus, bis er verschwand.[7]
Was die Quellen zum Tod sagen
Über den Hergang gibt es mehrere Fassungen. Der NPS schreibt nur, Mangas Coloradas sei zu Verhandlungen nach Fort McLane eingeladen und dort getötet worden. Britannica nennt eine Gefangennahme im Januar 1863 und eine Tötung "angeblich" bei einem Fluchtversuch.[1, 5] Spicer datiert den Tod auf 1862.[6]
| Quelle | Zeit | Darstellung |
|---|---|---|
| HistoryNet, Ron Soodalter[7] | Januar 1863 | Friedenstreffen bei Pinos Altos, gefangen, in Fort McLane von Wachen gefoltert und erschossen |
| HistoryNet, Kate Ruland-Thorne[8] | 18. Januar 1863 | von Walkers Leuten mit Jack Swilling in ihr Lager gelockt, Soldaten übernahmen ihn |
| National Park Service[1] | ohne Datum | zu Verhandlungen in Fort McLane eingeladen und getötet |
| Britannica[5] | Januar 1863 | gefangen, angeblich auf der Flucht getötet |
| Edward H. Spicer[6] | 1862 | von Truppen getötet, nachdem Fort Webster wieder besetzt war |
| Geronimo, 1906[10] | um 1863 | zu Friedensgesprächen nach Apache Tejo gegangen, gefangen und umgebracht |
| Fort Sill Apache Tribe[11] | 1863 | zu Verhandlungen gekommen, gefangen genommen und getötet |
Geronimo erzählt, Mangas Coloradas sei mit drei weiteren Männern nach Apache Tejo in New Mexico gegangen, um Frieden zu schließen. Man habe ihm Decken, Mehl und Rindfleisch versprochen, wenn er mit seinem Volk in die Nähe ziehe. Gegen Geronimos Rat ging er mit etwa der Hälfte der Gruppe dorthin. Von ihnen kam keine Nachricht mehr; später hörten die Bedonkohe, sie seien verraten, gefangen und getötet worden. Geronimo selbst blieb nach seiner Erzählung mit dem übrigen Teil in Arizona, während der NPS schreibt, er sei beim Tod von Mangas Coloradas dabei gewesen.[4, 10] Geronimo beginnt das Kapitel so:[10]
Das vielleicht größte Unrecht, das den Indianern je angetan wurde, war die Behandlung, die unser Stamm um 1863 von den Truppen der Vereinigten Staaten erfuhr.
Barrett druckt in einer Fußnote einen Bericht von L. C. Hughes ab, dem Herausgeber der Zeitung Star in Tucson. Danach schickte West den Scout Jack Swilling, um Mangas Coloradas zu holen, ließ ihn ins Wachhaus sperren und gab Befehl, ihn bei einem Fluchtversuch zu erschießen. In der Nacht habe jemand einen Stein auf ihn geworfen, er sei aufgesprungen, und die Wachen hätten geschossen.[10]
Zeitleiste
- 1795Mangas Coloradas kommt um 1795 zur Welt (Britannica), nach HistoryNet um 1793.[5, 7]
- 1837Nach dem Tod von Juan José bei einem Überfall von Skalpjägern wird Mangas Coloradas Anführer der Mimbreño.[5, 6]
- 1850Goldsucher bei Santa Rita del Cobre verprügeln Mangas Coloradas, als er sie zum Gehen bewegen will.[6]
- 01.07.1852In Santa Fe setzt er als einer von sechs Anführern der Apachen sein Zeichen unter einen Friedensvertrag mit den USA.[9] Apachen
- 1858Nach Geronimos Erinnerung führt er die Bedonkohe nach einem Überfall mexikanischer Truppen bei Kas-ki-yeh nach Hause und später in einen Rachezug nach Sonora.[10] Geronimo
- 1861Nach der Bascom-Affäre entvölkern Mangas Coloradas und Cochise laut Britannica gemeinsam den Süden von New Mexico und Arizona.[1, 5] Cochise
- 15.07.1862Schlacht am Apache Pass (15. und 16. Juli); Mangas Coloradas wird schwer verwundet und nach Mexiko gebracht.[1, 2] Apachenkriege
- Januar 1863Mangas Coloradas wird gefangen genommen und nach Fort McLane gebracht, nach Soodalter bei einem Friedenstreffen bei Pinos Altos, nach Ruland-Thorne in einem Lager nahe dem späteren Silver City (beide HistoryNet).[7, 8] Apachenkriege
- 18.01.1863Nach Kate Ruland-Thorne (HistoryNet) töten Wachen der US-Armee Mangas Coloradas an diesem Tag in Fort McLane; General West meldet einen Fluchtversuch.[7, 8]
- 1873Der Phrenologe Orson S. Fowler beschreibt den Schädel von Mangas Coloradas in einem Buch.[7]
Was ist Legende, was ist belegt?
Zu seinem Aussehen gibt es Berichte von Zeitgenossen. HistoryNet zitiert einen Beobachter, nach dem Mangas Coloradas deutlich über sechs Fuß maß, also mehr als 1,83 Meter, und einen jungen Goldsucher, der ihn wenige Tage vor seinem Tod sah: einen großen, athletischen Mann mit breiten Schultern, der aufrecht und stolz ging.[7] Britannica nennt ihn ungewöhnlich groß.[5]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Mangas Coloradas wurde bei einem Fluchtversuch erschossen.
Was belegt ist
So meldete es General Joseph R. West an Carleton. HistoryNet nennt den Bericht eine Lüge: West hatte den Wachen zu verstehen gegeben, er wolle den Gefangenen am Morgen tot sehen, und die Wachen folterten ihn, bevor sie schossen. Britannica schreibt, er sei angeblich bei einem Fluchtversuch getötet worden.[5, 7]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Der Schädel von Mangas Coloradas liegt in der Smithsonian Institution.
Ob es ein Foto von Mangas Coloradas gibt, ist nicht gesichert. Die Library of Congress verwahrt ein handkoloriertes Foto mit dem Titel "Mangas", datiert um 1884 und beschrieben als Anführer der Warm Springs Apaches mit Gewehr.[13] Es entstand gut zwanzig Jahre nach seinem Tod. Die Fort Sill Apache Tribe zeigt auf ihrer Seite über die Vorfahren ein Foto von Carl Mangus, einem Sohn von Mangas Coloradas.[11]
Folgen und Nachleben
Nach dem Tod von Mangas Coloradas übernahm Cochise laut NPS die Führung der Chiricahua.[1] Die Verstümmelung wog für die Apachen nach HistoryNet besonders schwer, denn nach ihrem Glauben muss ein Toter ohne Kopf kopflos durch das Jenseits gehen. Cochise war empört, und Geronimo bezeichnete die Behandlung seines Volkes durch die US-Truppen um 1863 als "the greatest of wrongs", das größte Unrecht.[7, 10] Ein Sohn des Nehdni-Anführers Juh erinnerte sich laut HistoryNet, vor der Verstümmelung von Mangas Coloradas habe es wenig Verstümmelung gegeben, verglichen mit dem, was danach kam.[7] Der Krieg dauerte noch etwa 25 Jahre.[7]
Krankheiten und Angriffe der Kavallerie schwächten die Mimbreño nach Spicer in den zwei Jahren nach seinem Tod, doch sie zogen mit den Chiricahua weiter auf Raubzüge.[6] Die Führung übernahmen nach der Fort Sill Apache Tribe die Anführer Victorio und Loco, nachdem auch andere Anführer kurz nach Mangas Coloradas gestorben waren.[11] Ab 1874 lebten die Reste der Mimbreño nach Spicer in Hot Springs in New Mexico; 1877 brachte man 453 von ihnen unter Victorio nach San Carlos.[6]
Mehr als hundert Jahre später, schreibt der NPS, erinnern sich viele Chiricahua besser an die Bascom-Affäre und den Tod von Mangas Coloradas als an den Angriff auf Pearl Harbor.[1] Die Fort Sill Apache Tribe in Oklahoma führt sich auf die Chiricahua und Warm Springs Apaches zurück, die die USA von 1886 bis 1914 als Kriegsgefangene festhielten.[12] Auf ihrer Seite über die Vorfahren nennt sie Mangas Coloradas den wohl größten Anführer, an den man sich in der Nation erinnert. Er hatte mehrere Kinder; sein Sohn Carl Mangus verließ 1885 mit Chihuahua, Naiche und Geronimo das Reservat.[11]

Karte
Die Karte zeigt Pinos Altos, wo Mangas Coloradas nach HistoryNet im Januar 1863 zu einer Beratung kam und gefangen genommen wurde, und den Apache Pass mit Fort Bowie. Der Punkt liegt in der Mitte des Ortes Pinos Altos nach den Gazetteer-Dateien 2024 des Census Bureau, der genaue Ort des Treffens ist damit nicht bestimmt. Die zweite HistoryNet-Fassung nennt ein Lager nahe dem späteren Silver City.[7, 8, 15]
- 1Mangas Coloradas (Pinos Altos, New Mexico (nach HistoryNet Ort des Treffens im Januar 1863, Punkt in der Mitte des Ortes)) 32,87° N, 108,22° W[15]
- 2Apachenkriege (Fort Bowie National Historic Site am Apache Pass, Arizona) 32,15° N, 109,45° W[16]
Häufige Fragen
Wer war Mangas Coloradas?
Ein Anführer der Chiricahua-Apachen im Südwesten des heutigen New Mexico. Der National Park Service nennt ihn Chief der Mimbreño, an anderer Stelle Anführer der Chihenne und Bedonkohe. Er war der Schwiegervater von Cochise und wurde im Januar 1863 in Fort McLane getötet.
Was bedeutet der Name Mangas Coloradas?
Mangas Coloradas ist Spanisch und heißt "rote Ärmel". Nach HistoryNet erzählt die Überlieferung zwei Gründe: die roten Hemden, die er gern trug, oder das Blut getöteter Mexikaner. Die Mexikaner nannten ihn auch Fuerte, "der Starke".
Wie groß war Mangas Coloradas?
Ein Beobachter schrieb laut HistoryNet, er sei deutlich über sechs Fuß groß gewesen, also über 1,83 Meter. Britannica nennt ihn ungewöhnlich groß. Ein junger Goldsucher, der ihn kurz vor seinem Tod sah, beschrieb ihn als kräftigen Mann mit breiten Schultern und aufrechtem Gang.
Wie starb Mangas Coloradas?
Nach HistoryNet kam er im Januar 1863 unter einer Friedensfahne zu einem Treffen bei Pinos Altos. Soldaten und Goldsucher ergriffen ihn und brachten ihn nach Fort McLane. In der Nacht folterten und erschossen ihn die Wachen; General Joseph R. West meldete einen Fluchtversuch, den HistoryNet eine Lüge nennt. Andere Quellen erzählen den Hergang anders.
Was geschah mit dem Schädel von Mangas Coloradas?
Ein Armeearzt ließ den Kopf abtrennen und gab den Schädel später dem Phrenologen Orson S. Fowler, der ihn 1873 in einem Buch beschrieb und ausstellte, bis er verschwand. Dass der Schädel in der Smithsonian Institution liegt, ist nach HistoryNet durch keine Unterlagen belegt.
War Mangas Coloradas mit Cochise verwandt?
Ja. Laut National Park Service war Mangas Coloradas der Schwiegervater von Cochise, dem Anführer der Chokonen. 1862 kämpften beide gemeinsam in der Schlacht am Apache Pass. Nach dem Tod von Mangas Coloradas übernahm Cochise die Führung der Chiricahua.
Gibt es ein Foto von Mangas Coloradas?
Ein gesichertes Bildnis ist nicht belegt. Ein Foto in der Library of Congress mit dem Titel "Mangas" ist um 1884 datiert, gut zwei Jahrzehnte nach seinem Tod. Die Fort Sill Apache Tribe zeigt ein Foto seines Sohnes Carl Mangus.
Quellen
- Amtliche Stelle The Apache Wars Part I: Cochise. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 07.04.2023. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle The Battle of Apache Pass. National Park Service, Fort Bowie National Historic Site. Stand 15.05.2020. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle The Chiricahua Apache. National Park Service, Fort Bowie National Historic Site. Stand 10.07.2021. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle The Apache Wars Part II: Geronimo. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 19.08.2018. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Mangas Coloradas. Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 01.01.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Fachbuch Edward H. Spicer: Cycles of Conquest. The Impact of Spain, Mexico, and the United States on the Indians of the Southwest, 1533 bis 1960, Kapitel 9 Western Apaches (ISBN 9780816540853). University of Arizona Press, Onlineausgabe (Open Arizona). Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Presse Hidden Heroes: Apache Martyr Mangas Coloradas. HistoryNet, Ron Soodalter. Stand 13.11.2018. abgerufen am 25.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty with the Apache, 1852 (10 Stat. 979), Text nach Kappler. Oklahoma State University Libraries, Tribal Treaties Database. Stand 01.07.1852. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Geronimo's Story of His Life, aufgezeichnet und herausgegeben von S. M. Barrett (Duffield and Company, New York 1906, Digitalisat im Internet Archive). Geronimo, S. M. Barrett. Stand 1906. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv "Mangas" (Katalogeintrag, handkoloriertes Foto, Copyright A. F. Randall). Library of Congress, Prints and Photographs Division. Stand um 1884. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Apache Before 1861. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 10.08.2023. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle NPS Land Resources Division Boundary and Tract Data Service, Umriss der Fort Bowie National Historic Site (Mittelpunkt). National Park Service, Land Resources Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
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Markus Roth Autor und Redakteur
Markus Roth lebt in Berlin und schreibt seit 2018 für Wikipedia. Seine Schwerpunkte sind Geschichte und Wissenschaft; für Wilder-Westen.org schreibt er über Verkehr, Wirtschaft und das Leben im Südwesten.
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