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Annie Oakley

Kurz erklärt Annie Oakley (1860 bis 1926) war eine Kunstschützin aus Darke County in Ohio. Von 1885 bis 1901 trat sie in der Schau "Buffalo Bill's Wild West" auf, reiste mit ihr durch Europa und gehörte zu ihren beliebtesten Stars. Sie starb am 3. November 1926 in Greenville, Ohio.

Flaches Ackerland in Ohio mit einem Holzzaun aus Spaltlatten und einem Waldstück aus Laubbäumen im goldenen Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Wer war Annie Oakley?

Annie Oakley war eine Kunstschützin, die mit der Schau "Buffalo Bill's Wild West" weltberühmt wurde. Geboren wurde sie am 13. August 1860 in Darke County in Ohio als Phoebe Ann Moses, so schreibt es das Buffalo Bill Center of the West.[1] Die Gedenktafel der Ohio History Connection in Greenville nennt den Namen Mosey oder Mozee und den Geburtsort nördlich von Versailles in Darke County.[3] Ohio Memory, ein Angebot der Ohio History Connection und der State Library of Ohio, schreibt Mozee und erwähnt, dass manche Forscher Moses bevorzugen. Ihre Familie gehörte den Quäkern an, einer Glaubensgemeinschaft, die Gewalt ablehnt.[5]

Dieselbe Gedenktafel zählt sie zu den bekanntesten Sportschützen und Unterhaltungskünstlern der USA im späten 19. Jahrhundert. In ihren 30 Jahren auf der Bühne habe sie ehrliche Unterhaltung in einem Gewerbe voller Täuschungen geboten und zugleich gezeigt, dass Frauen neue Wege offenstanden.[3]

Kindheit in Darke County

Als Annie sechs Jahre alt war, starb ihr Vater Jacob Moses an einer Lungenentzündung. Die Mutter Susan Wise Moses blieb mit sechs Kindern und fast ohne Besitz zurück, und auch ihr zweiter Mann Dan Brumbaugh starb bald.[1] Mit acht oder neun Jahren kam Annie zur Familie von Samuel Crawford Edington, dem Leiter der Darke County Infirmary, eines Heims für Alte, Waisen und psychisch Kranke. Dort half sie bei den Kindern, bekam Unterricht und lernte von Mrs. Edington das Nähen, mit dem sie später ihre Bühnenkleider selbst schneiderte.[1]

Nach dem Fernsehsender PBS schickte man sie mit zehn Jahren zur Arbeit zu einer Familie, die sie grausam behandelte; Annie nannte die Eheleute nur "die Wölfe" und lief schließlich davon.[9] Nach HistoryNet blieb sie zwei Jahre dort.[8] Mit 13 oder 14 Jahren kehrte sie zur Familie zurück. Mit dem alten Gewehr ihres Vaters jagte sie Kleinwild für ein Lebensmittelgeschäft der Katzenbergers in Greenville, das es an Hotels und Restaurants im 80 Meilen entfernten Cincinnati weiterverkaufte. Mit 15 Jahren hatte sie damit nach dem Center of the West die Hypothek von 200 Dollar auf das Haus ihrer Mutter bezahlt.[1]

Waldrand mit Buchen und Eichen in Ohio im Herbst, dazwischen ein schmaler Feldweg und ein alter Holzschuppen im warmen Abendlicht
Wälder und Felder in Ohio, der Gegend ihrer Kindheit Bild: KI-generiert

Das Wettschießen gegen Frank Butler

Ein Hotelbesitzer aus Cincinnati namens Jack Frost, der ihr Wild gekauft hatte, lud sie zu einem Wettschießen gegen den bekannten Kunstschützen Frank E. Butler ein. Annie traf mit 25 Schüssen 25 Ziele, Butler verfehlte eines.[1] PBS nennt als Tag das Erntedankfest (Thanksgiving) 1875.[9] Die beiden heirateten nach dem Center of the West und Ohio Memory am 23. August 1876.[1, 5] Eine zweite Gedenktafel an der Brock Cemetery, gestiftet unter anderem von der Annie Oakley Foundation und der Ohio Historical Society, nennt dagegen 1881 für das Wettschießen und 1882 für die Hochzeit in Windsor, Ontario.[4]

Gemeinsam auf der Bühne standen sie zum ersten Mal am 1. Mai 1882, als Butlers üblicher Partner krank war. Annie hielt die Ziele für ihren Mann und schoss selbst, und um diese Zeit nahm sie den Bühnennamen Oakley an.[1] Woher er stammt, erklären die Quellen verschieden: nach einem Park bei Cincinnati, in dem sich die beiden kennengelernt hatten (Center of the West), nach dem Stadtteil Oakley in Cincinnati, in dem sie gelebt hatte (Ohio Memory), oder nach dem Ort Oakley in Ohio (PBS).[2, 5, 9] Abseits der Bühne nannte sie sich Mrs. Frank Butler. Bald übernahm Butler die Rolle des Managers und trat selbst zurück.[1, 2]

Sitting Bull und "Little Sure Shot"

Bei einer Vorstellung im März 1884 in St. Paul, Minnesota, lernte sie nach dem Center of the West den Lakota-Anführer Sitting Bull kennen. Er war damals noch politischer Gefangener in Fort Yates und für einen Auftritt in der Stadt. Ihre Schießkunst und ihr bescheidenes Auftreten beeindruckten ihn, und er gab ihr den Namen "Little Sure Shot", kleine sichere Schützin.[1] Ohio Memory und PBS überliefern dafür "Watanya Cicilla"; nach PBS adoptierte er sie, und die Gedenktafel an der Brock Cemetery spricht ebenfalls von einer Adoption als Tochter im Jahr 1884.[4, 5, 9] Im selben Jahr traten die Butlers eine Saison lang im Zirkus der Sells Brothers als "champion rifle shots" auf.[1]

Annie Oakley in Buffalo Bill's Wild West

1885 kamen Butler und Oakley zu Buffalo Bill und seiner Schau "Buffalo Bill's Wild West", so das Center of the West, das Smithsonian Magazine, PBS und die Gedenktafel an der Brock Cemetery.[1, 2, 4, 7, 9] Das William F. Cody Archive, ein Projekt des Center of the West und der University of Nebraska-Lincoln, setzt ihren Eintritt schon in das Jahr 1884 und nennt sie den beliebtesten Star der Schau, angekündigt als "Little Sure Shot".[6] Nach HistoryNet trafen die Butlers Cody im Dezember 1884.[8] Als sie dazukam, war sie nach dem Center of the West die einzige Frau unter den Darstellern; einige Jahre später folgten weitere Frauen als Reiterinnen, Schützinnen und Lassowerferinnen.[2]

Bis dahin hatte meist Butler vorn auf den Plakaten gestanden oder beide gleichrangig; in der Wild-West-Schau war sie der Star. Die Plakate kündigten sie als "Champion Markswoman" an, Butler war ihr Manager und Assistent, und beide blieben 17 Jahre bei der Schau.[1] Ohio Memory gibt den Titel "Miss Annie Oakley, the Peerless Lady Wing-Shot" wieder, die unvergleichliche Flugschützin.[5]

Nach Ohio Memory spaltete sie aus 30 Schritt Entfernung eine Spielkarte von der Kante her, schoss ihrem Mann Zigaretten aus dem Mund und traf Zehncentmünzen, die in die Luft geworfen wurden.[5] Das Smithsonian Magazine beschreibt, wie sie auf einem galoppierenden Pferd stehend Tontauben traf.[7] Verfehlte sie ein Ziel mit Absicht, warf sie dem Publikum Kusshände zu oder zog einen Schmollmund, schreibt PBS.[9] Sie achtete darauf, nicht gefährlich zu wirken: Bilder, die sie beim Töten lebender Tiere zeigen, gibt es nach dem Smithsonian Magazine kaum oder gar keine.[7] Ein Halbtondruck von 1899 in der Library of Congress zeigt sie als Inhaberin der Meisterschaftsmedaille der Police Gazette, das Kleid über der Brust voller Medaillen.[11]

Glaskugeln auf Stroh auf einem rauen Holztisch im warmen Licht
Stillleben: Glaskugeln auf Stroh Bild: KI-generiert

Am 1. November 1894 filmte William Heise sie für Thomas Edisons Firma im Atelier Black Maria in West Orange, New Jersey. Der kurze Film zeigt sie bei einer Schießvorführung und dauert 21 Sekunden; die Library of Congress bewahrt ihn auf.[10] Ohio Memory gibt seinen Titel mit dem Zusatz "exhibition of rifle shooting at glass balls" wieder, also Schießen auf Glaskugeln.[5]

Rivalin Lillian Smith und die Reisen nach Europa

1887 reiste die Schau nach England zum goldenen Thronjubiläum von Königin Victoria, und Oakley stand dort oft in der Presse.[1] Nach dem Smithsonian Magazine sagte die Königin bei einer Begegnung zu ihr, sie sei ein sehr kluges Mädchen; PBS gibt den Satz leicht anders wieder.[7, 9] Zur Truppe gehörte damals auch die junge Kunstschützin Lillian Smith, das "California Girl", die nach dem Smithsonian Magazine schon mit 15 Jahren bekannte Schützen geschlagen hatte. Laut PBS wurde die Rivalität so heftig, dass Oakley die Schau nach den Vorstellungen in London verließ und erst zurückkehrte, als Smith gegangen war.[7, 9]

Nach England zogen Oakley und Butler nach HistoryNet weiter auf das europäische Festland. In Berlin sah ihnen im November 1887 Wilhelm zu, der spätere Kaiser Wilhelm II., und wollte, dass sie auch bei ihm die Asche von der Zigarette schoss. Sie tat es, allerdings hielt er die Zigarette dabei in der Hand.[8] HistoryNet nennt ihn Kronprinz. Nach dem Deutschen Historischen Museum war aber bis zum 9. März 1888 sein Vater, der spätere Kaiser Friedrich III., Kronprinz.[17] 1889 war Oakley wieder dabei, als die Schau sechs Monate in Paris gastierte und danach durch Frankreich, Italien und Spanien reiste.[1] Könige und Königinnen schenkten ihr nach dem Center of the West Schmuck.[2]

Zugunglück, Verleumdung und späte Jahre

Ende 1901 verletzte ein schweres Zugunglück ihren Rücken.[1, 9] Wegen der Verletzung und weil beide weniger reisen wollten, verließen Oakley und Butler die Schau im selben Jahr.[1] Der AFI Catalog, die Filmdatenbank des American Film Institute, nennt dagegen die Jahre 1885 bis 1902 als ihre Zeit in der Schau.[13] Laut PBS stand sie bald darauf in einem für sie geschriebenen Bühnenstück auf der Bühne, "The Western Girl".[9]

Am 11. August 1903 erschien in zwei Zeitungen von William Randolph Hearst die Schlagzeile, eine "berühmte Kunstschützin" stehle, um Kokain zu kaufen. Annie Oakley, hieß es, sitze in Chicago 45 Tage im Gefängnis, weil sie einem Mann die Hose gestohlen habe.[7] Der Gastbeitrag im Blog der Library of Virginia nennt dagegen den 13. August, die Zeitung Chicago American und Morphium.[12] Verhaftet worden war in Wahrheit eine Burlesque-Darstellerin, die unter dem Namen "Any Oakley" auftrat; das Smithsonian Magazine nennt sie Maude Fontanella, HistoryNet Maude Fontenella.[7, 8] Oakley verklagte 55 Zeitungen wegen Verleumdung. Als 1910 der letzte Berufungsprozess endete, hatte sie 54 Verfahren gewonnen oder sich verglichen; Hearsts Zeitungen in Chicago mussten ihr 27.500 Dollar zahlen. Nach Abzug der Kosten verlor sie nach dem Smithsonian Magazine trotzdem Geld.[7]

Verloren hat sie nach dem Gastbeitrag der Library of Virginia 1905 in Richmond, Virginia, gegen die News Leader Company. Die Library of Virginia bewahrt die Akten des Falls "Annie Butler vs. The News Leader Co." auf; Oakley ging in Berufung bis vor den Obersten Gerichtshof von Virginia. Unter Eid gab sie dort ihr Alter mit 38 Jahren an, obwohl sie 1903 schon 43 war.[12] Nach HistoryNet schickte Hearst einen Detektiv nach Greenville, der in ihrer Vergangenheit nichts fand.[8]

1911 trat sie noch einmal in einer Wild-West-Schau auf, der "Young Buffalo Show". 1913 zogen sich die Butlers nach Cambridge in Maryland zurück, 1917 nach Pinehurst in North Carolina. Als im selben Jahr Buffalo Bill starb, schrieb sie einen Nachruf auf ihn.[1] Nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 bot sie an, ein Regiment freiwilliger Frauen aufzustellen, wie schon im Spanisch-Amerikanischen Krieg; beide Male wurde das Angebot nicht angenommen.[1] Nach HistoryNet schickte sie dazu ein Telegramm an Kriegsminister Newton D. Baker, das ohne Antwort blieb.[8] Stattdessen gab sie in Ausbildungslagern der Armee Vorführungen und sammelte nach PBS Geld für das Rote Kreuz.[1, 9]

Ende 1922 wurden sie und Butler bei einem Autounfall schwer verletzt. Nach HistoryNet brach sie sich Hüfte und rechten Knöchel und trug danach eine Schiene.[8] Erst 1924 trat sie wieder auf. 1925 war sie gebrechlich, und das Paar zog zurück nach Ohio, in die Nähe ihrer Familie. Dort begann sie ihre Erinnerungen zu schreiben, die in Zeitungen im ganzen Land erschienen.[1]

Wofür stand Annie Oakley?

Nach der Frauenforscherin Mary Zeiss Stange vom Skidmore College war Oakley bewusst, welche Grenzen zwischen den Geschlechtern sie als Schützin überschritt.[7] Wie schwer der Anfang war, schilderte sie selbst im Rückblick.[2]

Es war ein mühsamer Weg, denn als ich anfing, gab es ein Vorurteil zu überwinden. Es galt nicht als schicklich, dass eine Dame in einem Männersport antritt.

Annie Oakley, zitiert vom Buffalo Bill Center of the West, Annie Oakley (Western Essays, Paul Fees) Übersetzung der Redaktion[2]

Ihr Bild pflegte sie sorgfältig. Sie trug stets einen Rock, meist selbst genäht, und trat nach dem Smithsonian Magazine für gleichen Lohn von Frauen und Männern ein. Hunderten Frauen brachte sie das Schießen bei. Das Frauenwahlrecht lehnte sie jedoch ab, was die Forschung bis heute beschäftigt.[7] Nach HistoryNet sagte sie, sie wäre einverstanden, wenn nur die guten Frauen wählten.[8] Die Gedenktafel in Greenville schreibt, sie und Butler hätten eine Nummer und ein Bild geschaffen, das zur Vorstellung des späten 19. Jahrhunderts von einem romantischen, verschwindenden Westen passte.[3] Nach einem Gastbeitrag im Blog der Library of Virginia lebte die "Western Girl" nie weiter westlich als am Mississippi.[12]

Zeitleiste

Zeitleiste: Annie Oakley
  1. 13.08.1860Phoebe Ann Moses kommt in Darke County, Ohio, zur Welt.[1]
  2. 23.08.1876Sie heiratet den Kunstschützen Frank E. Butler; eine Gedenktafel in Ohio nennt dagegen 1882.[1, 4, 5]
  3. 01.05.1882Erster gemeinsamer Bühnenauftritt mit Frank Butler; um diese Zeit nimmt sie den Namen Oakley an.[1]
  4. März 1884In St. Paul, Minnesota, lernt sie Sitting Bull kennen, der sie "Little Sure Shot" nennt.[1] Sitting Bull
  5. 1885Sie tritt der Schau "Buffalo Bill's Wild West" bei; das Cody Archive nennt 1884.[1, 6] Buffalo Bill
  6. 1887Mit der Schau in England zum Thronjubiläum von Königin Victoria; im November in Berlin vor Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm II.[1, 8]
  7. 1889Sechs Monate mit der Schau in Paris, danach in Frankreich, Italien und Spanien.[1]
  8. 01.11.1894Thomas Edisons Firma filmt sie im Atelier Black Maria in West Orange, New Jersey.[10]
  9. 1901Nach einem Zugunglück verlassen sie und Butler die Schau.[1, 9] Buffalo Bill
  10. 11.08.1903Zwei Zeitungen von William Randolph Hearst verbreiten eine falsche Geschichte über sie; sie verklagt 55 Zeitungen.[7]
  11. 1910Mit dem letzten Berufungsverfahren enden die Verleumdungsprozesse; 54 von 55 hat sie gewonnen oder verglichen.[7]
  12. 1913Die Butlers ziehen sich nach Cambridge in Maryland zurück.[1]
  13. 1922Bei einem Autounfall werden sie und Butler schwer verletzt.[1, 8]
  14. 03.11.1926Annie Oakley stirbt in Greenville, Ohio.[1, 4]
  15. 21.11.1926Frank Butler stirbt 18 Tage nach ihr.[1]

Was ist Legende, was ist belegt?

Schon zu Lebzeiten erschienen über Oakley stark ausgeschmückte Geschichten in Groschenromanen (dime novels).[8] Ohio Memory gibt mehrere Anekdoten ausdrücklich als "angeblich" wieder: Der französische Präsident habe sie 1889 in die Armee seines Landes eingeladen, und ein König aus dem Senegal habe ihr 100.000 Francs geboten, damit sie gefährliche Tiger erlege. Beides habe sie höflich abgelehnt.[5]

Im amerikanischen Englisch ist ein "Annie Oakley" eine Freikarte; Merriam-Webster belegt das Wort seit etwa 1910 und erklärt es damit, dass eine von der Schaffnerzange gelochte Karte an die durchschossenen Spielkarten ihrer Schau erinnerte.[15] Der AFI Catalog merkt zum Film von 1935 an, dass Oakley anders als dort gezeigt schon 1876 heiratete.[13]

Wie starb Annie Oakley?

Annie Oakley starb am 3. November 1926 in Greenville, Ohio, mit 66 Jahren.[1, 4] Als Ursache nennt Ohio Memory perniziöse Anämie, eine Form der Blutarmut; das Center of the West spricht von einem natürlichen Tod.[1, 5] Frank Butler, mit dem sie 50 Jahre verheiratet war, starb am 21. November 1926, 18 Tage nach ihr.[1, 5]

Beide liegen auf der Brock Cemetery in Darke County, nach der Gedenktafel in Greenville elf Meilen nördlich der Stadt.[3, 5] An der Brock Cemetery steht die zweite Gedenktafel, in Greenville die erste im Annie Oakley Memorial Park.[3, 4] Im Garst Museum in Greenville, dessen Haus die Familie Garst 1946 der Darke County Historical Society schenkte, ist das National Annie Oakley Center eine der großen Ausstellungen.[16]

Schmale Landstraße zwischen abgeernteten Feldern in Ohio, am Ende eine kleine weiße Holzkirche unter alten Bäumen im milden Abendlicht
Landstraße in Darke County, Ohio, wohin Annie Oakley am Ende ihres Lebens zurückkehrte Bild: KI-generiert

Annie Oakley auf Bühne und Leinwand

1935 brachte RKO Radio Pictures den Film "Annie Oakley" heraus, Regie führte George Stevens, Barbara Stanwyck spielte die Titelrolle.[13] Am 16. Mai 1946 hatte am Broadway das Musical "Annie Get Your Gun" von Irving Berlin mit Ethel Merman Premiere. 1950 verfilmte es George Sidney für Metro-Goldwyn-Mayer mit Betty Hutton und Howard Keel. Nach dem AFI Catalog lief von 1953 bis 1957 beim Sender ABC eine Fernsehserie über Annie Oakley mit Gail Davis; HistoryNet nennt 1954 als Jahr des Starts.[8, 13, 14]

Annie Oakley im Film

Häufige Fragen

Wer war Annie Oakley?

Annie Oakley (1860 bis 1926) war eine Kunstschützin aus Ohio. Sie trat ab 1885 rund 17 Jahre lang in Buffalo Bills Wild-West-Schau auf und reiste damit durch Europa; das William F. Cody Archive nennt sie den beliebtesten Star der Schau. Später gab sie Vorführungen und brachte Frauen das Schießen bei.

Wie hieß Annie Oakley richtig?

Sie wurde als Phoebe Ann Moses geboren; die Gedenktafeln in Ohio schreiben Mosey oder Mozee. Den Bühnennamen Oakley nahm sie um 1882 an. Abseits der Bühne nannte sie sich Mrs. Frank Butler.

Woran starb Annie Oakley?

Nach Ohio Memory, einem Angebot der Ohio History Connection, starb sie an perniziöser Anämie, einer Form der Blutarmut. Sie starb am 3. November 1926 in Greenville, Ohio, mit 66 Jahren. Ihr Mann Frank Butler starb 18 Tage später.

Was hatte Sitting Bull mit Annie Oakley zu tun?

Der Lakota-Anführer Sitting Bull lernte sie laut Buffalo Bill Center of the West im März 1884 in St. Paul, Minnesota, kennen und nannte sie "Little Sure Shot". PBS und eine Gedenktafel in Ohio sprechen von einer Adoption als Tochter. 1885 traten beide in Buffalo Bills Schau auf.

Was bedeutet "Annie Oakley" im Englischen?

Im amerikanischen Englisch ist ein "Annie Oakley" eine Freikarte. Merriam-Webster belegt das Wort seit etwa 1910 und erklärt es mit der Ähnlichkeit einer gelochten Eintrittskarte mit den durchschossenen Spielkarten ihrer Schau.

Welche Filme gibt es über Annie Oakley?

Schon am 1. November 1894 filmte die Firma Thomas Edisons sie beim Schießen auf Glaskugeln. 1935 drehte George Stevens den Film "Annie Oakley" mit Barbara Stanwyck, 1950 folgte das Filmmusical "Annie Get Your Gun" mit Betty Hutton. Eine Fernsehserie mit Gail Davis lief nach dem AFI Catalog von 1953 bis 1957, nach HistoryNet startete sie 1954.

Hat Annie Oakley Kaiser Wilhelm II. eine Zigarette aus dem Mund geschossen?

Nicht ganz. Nach HistoryNet schoss sie im November 1887 in Berlin Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm II., die Asche von einer Zigarette, die er in der Hand hielt. Ihren Satz, mit einem schlechteren Schuss hätte sie den Weltkrieg verhindern können, gibt die Zeitschrift nur als angebliche Äußerung wieder.

Quellen

  1. Museum Annie Oakley (Research, Anne Marie Shriver). Buffalo Bill Center of the West. Stand 21.09.2012, geändert 03.10.2025. abgerufen am 24.10.2026
  2. Museum Annie Oakley (Western Essays, Paul Fees). Buffalo Bill Center of the West. Stand 15.09.2012, geändert 23.08.2024. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Ohio Historical Marker 2-19: Annie Oakley, 1860-1926 (Remarkable Ohio). Ohio History Connection. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle Ohio Historical Marker 7-19: Annie Oakley (Remarkable Ohio). Ohio History Connection. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  5. Archiv "Little Sure Shot" (Lily Birkhimer). Ohio Memory, Ohio History Connection und State Library of Ohio. Stand 17.08.2012. abgerufen am 24.10.2026
  6. Museum Biografie William F. Cody (Life, wfc.bio.00002). The William F. Cody Archive, Buffalo Bill Center of the West und University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  7. Presse How Annie Oakley, "Princess of the West," Preserved Her Ladylike Reputation (Jess Righthand). Smithsonian Magazine. Stand 11.08.2010, geändert 16.11.2013. abgerufen am 24.10.2026
  8. Presse Annie Oakley vs. Hearst's Worst (Ron Soodalter). HistoryNet. Stand 10.01.2017. abgerufen am 24.10.2026
  9. Presse Biography: Annie Oakley (American Experience). PBS, WGBH Educational Foundation. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  10. Archiv Annie Oakley (Film, Edison Manufacturing Co., Kamera William Heise), LCCN 00694108. Library of Congress, Motion Picture, Broadcasting and Recorded Sound Division. Stand 1895. abgerufen am 24.10.2026
  11. Archiv Annie Oakley, famous rifle shot and holder of the Police Gazette championship medal, LC-DIG-ppmsca-24362. Library of Congress, Prints and Photographs Division. Stand c1899. abgerufen am 24.10.2026
  12. Archiv Annie Missed the Mark... Just Once (Gastbeitrag Bryn Silverman, The UncommonWealth). Library of Virginia. Stand 17.03.2021. abgerufen am 24.10.2026
  13. Filmdatenbank Annie Oakley (1935). AFI Catalog of Feature Films, American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  14. Filmdatenbank Annie Get Your Gun (1950). AFI Catalog of Feature Films, American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  15. Nachschlagewerk Annie Oakley (Wörterbucheintrag mit Etymologie). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  16. Museum Welcome to the Garst Museum (Startseite). Garst Museum, Darke County Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  17. Museum Friedrich III. (LeMO Biografie). Deutsches Historisches Museum, Lebendiges Museum Online. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026

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