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John Wesley Hardin

Kurz erklärt John Wesley Hardin (26. Mai 1853 bis 19. August 1895) war ein Revolvermann aus Texas. 1878 wurde er wegen Mordes an Deputy Sheriff Charles Webb zu 25 Jahren Haft verurteilt, 1894 begnadigt und als Anwalt zugelassen. Am 19. August 1895 erschoss ihn Constable John Selman im Acme Saloon in El Paso.

Weite Graslandschaft in Texas mit Mesquitebüschen und Eichen an einem trockenen Bachbett, ein ausgetretener Viehpfad führt zum Horizont, Abendlicht
Bild: KI-generiert

Wer war John Wesley Hardin?

John Wesley Hardin, genannt Wes, war ein Revolvermann aus Texas. Das Handbook of Texas führt ihn als Outlaw und schreibt, er habe mehr als 30 Kerben an seiner Waffe gehabt.[1] Nach Britannica tötete er zwischen 1868 und 1877 mindestens 21 Männer, bei Schießereien und aus dem Hinterhalt.[4] 1877 nahmen ihn Texas Rangers fest, 1878 wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt, 1894 begnadigt und als Anwalt zugelassen.[1, 3] Am 19. August 1895 erschoss ihn Constable John Selman in El Paso.[1] Vieles, was über Hardin erzählt wird, stammt aus seiner eigenen Autobiografie "The Life of John Wesley Hardin, as Written by Himself", die 1896 nach seinem Tod in Seguin in Texas erschien.[1, 2]

Kindheit eines Predigersohns

Hardin kam am 26. Mai 1853 in Bonham im Fannin County zur Welt, als Sohn von James G. und Elizabeth Hardin.[1, 2] Der Vater war methodistischer Wanderprediger, Lehrer und Anwalt.[1] Nach Hardins eigener Darstellung zog die Familie mehrmals um, unter anderem nach Sumpter im Trinity County und 1862 nach Livingston im Polk County. Der Vater hatte gegen die Abspaltung von der Union gestimmt, stellte nach dem Austritt von Texas aber eine Kompanie für den Süden auf. Hardin schreibt, er sei "als Rebell" aufgewachsen.[2]

Gewalttätig wurde er schon als Schüler. 1867 stach er nach dem Handbook bei einem Streit auf dem Schulhof einen anderen Jungen nieder.[1] In der Autobiografie heißt es, der Mitschüler habe ihn zuerst geschlagen und ein Messer gezogen, der Schulvorstand habe ihn entlastet und ein Gericht freigesprochen.[2]

Die ersten Toten 1868

Mit 15 Jahren erschoss Hardin im Polk County nach einem Streit einen Schwarzen Mann.[1] In seiner Autobiografie nennt er ihn Mage, einen früher versklavten Mann aus dem Besitz von Judge Holshousen, einem Bruder seiner Tante. Nach Hardins Version hatten er und ein Cousin Mage beim Ringen zweimal zu Boden geworfen; am nächsten Tag sei Mage mit einem Stock auf ihn losgegangen, und er habe mehrmals mit einem Colt geschossen. Mage starb laut Hardin im November 1868.[2]

Danach suchte ihn die Regierung der Reconstruction, der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Bürgerkrieg unter Aufsicht der Union. Hardin floh zum Haus seines Bruders nördlich von Sumpter. Dort will er im Herbst 1868 drei Soldaten der Union getötet haben, die ihn festnehmen sollten, und innerhalb eines Jahres tötete er einen weiteren Soldaten.[1] Britannica beschreibt ihn als erbitterten Feind der Schwarzen und der Nordstaatler. In seiner Laufbahn tötete er demnach mindestens acht Unionssoldaten und vier Schwarze Polizisten, die ihn wegen verschiedener Mordanklagen verfolgten.[4]

Viehtrieb nach Abilene 1871

1871 ritt Hardin als Cowboy mit einer Herde über den Chisholm Trail nach Norden. Nach dem Handbook tötete er unterwegs sieben Menschen und in Abilene in Kansas drei weitere.[1] Eine Rezension bei HistoryNet aus dem Jahr 2001 nennt unter den Opfern fünf mexikanische Viehtreiber, deren Herde in der Nähe des Arkansas River zu dicht an die seine geraten war.[7]

Marshal von Abilene war damals Wild Bill Hickok. Hardin soll ihn zum Nachgeben gezwungen haben, und vielleicht gab Hickok ihm den Spitznamen "Little Arkansas".[1] Hardin schildert die Begegnung selbst: Hickok habe ihn festnehmen wollen und verlangt, die Pistolen abzugeben. Er habe sie ihm hingehalten, im letzten Moment umgedreht und auf Hickok gerichtet; danach hätten beide in einem Hinterzimmer etwas getrunken und seien als Freunde auseinandergegangen.[2]

Eine Herde Longhornrinder durchquert in der Ferne einen breiten, flachen Fluss in der Prärie, Staub liegt im warmen Abendlicht über dem Ufer
Viehtrieb an einer Flussfurt in Kansas, wie Hardin ihn 1871 auf dem Chisholm Trail erlebte Bild: KI-generiert

Zurück in Texas geriet Hardin im Gonzales County mit der State Police aneinander, der Landespolizei von Gouverneur Edmund J. Davis. Er heiratete Jane Bowen; das Paar bekam einen Sohn und zwei Töchter.[1] Britannica datiert die Hochzeit auf 1872.[4] Nach dem Handbook kamen bis September 1872 mindestens vier weitere Tote hinzu. Dann stellte er sich dem Sheriff des Cherokee County, brach aber im Oktober aus dem Gefängnis aus.[1]

Hardin in der Sutton-Taylor-Fehde

Die Sutton-Taylor-Fehde im DeWitt County war nach dem Handbook of Texas die längste und blutigste Fehde in Texas. Sie wuchs aus den schlechten Jahren nach dem Bürgerkrieg: Auf der einen Seite standen die Familie Taylor, ihre Verwandten und Freunde, auf der anderen eine Partei, die sich zunächst um die State Police sammelte und nach William E. Sutton benannt war.[5] Die State Police verfolgte nach dem Handbook angeblich Pferde- und Viehdiebe und terrorisierte dabei große Teile im Südosten von Texas. Ihr Captain Jack Helm verlor nach Berichten über sein Fehlverhalten den Posten bei der Polizei, blieb aber Sheriff des DeWitt County.[5]

1873 und 1874 stellte sich Hardin auf die Seite von Jim Taylor, der nach dem Handbook zu den Gegnern der Reconstruction gehörte.[1] Gemeinsam töteten die beiden 1873 Jack Helm in einer Schmiede im Wilson County.[1, 5] In seiner Autobiografie beschreibt Hardin Helm als Kopf einer Bürgerwehr ("vigilant committee"), die in den Countys Gonzales und DeWitt Leben und Eigentum unsicher gemacht habe.[2] Im März 1874 erschossen Jim und Bill Taylor William Sutton in Indianola, und am 20. Juni 1874 holten Männer der Gegenseite Kute Tuggle, Jim White und Scrap Taylor aus dem Gerichtsgebäude in Clinton und erhängten sie, ein Fall von Lynchjustiz. Die drei sollten eine Herde für Hardin nach Norden treiben und waren nach dem Handbook wahrscheinlich unschuldig.[5] Mit dem Tod von Jim Taylor bei einem Kampf in Clinton endete die Fehde im engeren Sinn.[5]

Der Mord an Deputy Sheriff Charles Webb

Im Mai 1874 schickte Hardin zwei Herden nach Norden. Bei einem Besuch in Comanche erschoss er Charles Webb, den Deputy Sheriff des Brown County.[1] Nach der HistoryNet-Rezension standen sich die beiden am 26. Mai 1874 gegenüber; der Psychiater Richard C. Marohn zeichnet den Ablauf in seiner Biografie in sieben Skizzen nach.[7] Hardin schreibt, er habe zum ersten Mal von Webb gehört, als eine Frau namens Waldrup beim Abendessen erzählte, Webb habe Jim Buck Waldrup festgenommen und sie beschimpft. Vor Gericht habe die Anklage behauptet, an diesem Tisch sei die Tat verabredet worden.[2] Hardin beharrte darauf, in Notwehr gehandelt zu haben.[1, 2]

Ich habe Charles Webb nicht aus Bosheit erschossen, nicht aus Zorn und nicht für Geld, sondern um mein eigenes Leben zu retten.

John Wesley Hardin über den Mord an Charles Webb, The Life of John Wesley Hardin, as Written by Himself, Seguin 1896, S. 124 Übersetzung der Redaktion[2]

Flucht und Festnahme in Pensacola

Von da an wurde Hardin in Texas ständig verfolgt. Mit Frau und Kindern ging er nach Florida und Alabama und tötete dort nach dem Handbook einen weiteren Menschen sicher und fünf möglicherweise.[1] In Florida lebte er unter dem Namen John H. Swain und betrieb ein Holzgeschäft.[7] Der Texas Ranger John Barclay Armstrong, genannt "McNelly's Bulldog", bat darum, ihn festnehmen zu dürfen. Er folgte ihm nach Alabama und Florida und stellte am 23. Juli 1877 in einem Zug in Pensacola Hardin und vier seiner Männer. Armstrong erschoss einen von Hardins Männern, schlug Hardin mit seinem Revolver bewusstlos und nahm die übrigen fest.[3]

Prozess, Haft und Begnadigung

Das Gericht in Comanche verurteilte Hardin am 28. September 1878 wegen des Mordes an Webb zu 25 Jahren Haft.[1, 3] Nach seiner Autobiografie lautete der Spruch der Geschworenen auf Mord zweiten Grades; er ging in Berufung, doch das höhere Gericht bestätigte das Urteil.[2] Die Strafe verbüßte er im Staatsgefängnis von Huntsville.[4, 7] Wegen eines anderen Falls, des Todes von J. B. Morgan, bekannte er sich nach eigener Angabe Jahre später des Totschlags schuldig und erhielt dafür zwei Jahre.[2]

Im Gefängnis versuchte Hardin mehrmals auszubrechen. Er las theologische Bücher, leitete die Sonntagsschule der Häftlinge und studierte Jura.[1, 3] Seine Frau Jane starb, während er in Haft saß.[4, 7] Am 16. März 1894 wurde Hardin begnadigt und als Anwalt zugelassen.[1, 3] Die Texas State Library bewahrt das Dokument auf, mit dem er seine Bürgerrechte zurückerhielt.[3] Britannica schreibt, er habe sich danach mit seinen drei Kindern in Gonzales niedergelassen, erneut geheiratet und diese Frau wieder verlassen.[4] Nach der HistoryNet-Rezension war es die 15 Jahre alte Callie Lewis, und die Ehe hielt nur kurz.[7]

Dicke Kalksteinmauer mit einem kleinen vergitterten Fenster, darunter ein schlichter Holztisch mit einer Öllampe, einem Tintenfass und einem Federhalter
Stillleben zu Hardins Jahren im Gefängnis, in denen er Jura studierte Bild: KI-generiert

Anwalt in El Paso

1895 ging Hardin nach El Paso, um in einem Mordprozess die Verteidigung zu übernehmen und eine Kanzlei aufzubauen. Trotz seiner Bemühungen um ein anständiges Leben geriet er bald wieder in Schwierigkeiten.[1] Er begann eine Beziehung mit der Frau eines Mandanten, des Viehdiebs Martin Mroz, der nach Mexiko geflohen war. Als Mroz davon erfuhr, kam er über die Grenze, nachdem ihm der Gesetzeshüter George Scarborough freies Geleit zugesagt hatte, und wurde von mehreren Beamten erschossen. Es hieß, Hardin habe sie dafür bezahlt.[1] In El Paso arbeitete er auch an seiner Autobiografie weiter, die er im Gefängnis begonnen haben könnte.[8]

Am 1. August 1895 nahm der Polizist John Selman Jr. Hardins Geliebte Beulah Mroz wegen Trunkenheit und Ruhestörung fest. Hardin hielt die Geldstrafe für überzogen und drohte nach der HistoryNet-Rezension, den jungen Selman und dessen Vater zu töten, Constable John Selman.[7]

Wie starb John Wesley Hardin?

Am 19. August 1895 erschoss Constable John Selman Hardin im Acme Saloon in El Paso. Selman war einer der Beamten, die an der Tötung von Mroz beteiligt waren; manche meinen, er habe geschossen, weil Hardin ihn dafür nicht bezahlt hatte. Hardin war sofort tot.[1] Nach Britannica stand er an der Bar und wurde von hinten in den Kopf geschossen.[4] Das Handbook schreibt in seinem Eintrag über Selman, dieser habe Hardin mit drei Kugeln getroffen, während Hardin würfelte.[6]

Die Ausgabe der Autobiografie von 1896 druckt im Anhang den Bericht des El Paso Daily Herald vom 20. August 1895 ab. Danach fielen zwischen 23 und 24 Uhr vier Schüsse. Selman erklärte dem Reporter, Hardin habe am Abend ihn und seinen Sohn beleidigt, und er habe vor dem Saloon auf ihn gewartet.[2] Der Zeitungsbericht zeigt, wie der Fall damals dargestellt wurde, und gibt vor allem Selmans Sicht wieder. Leon C. Metz schreibt laut HistoryNet, sicher sei nur, dass Selman ihn tötete; das Warum und das Wie seien bis heute so unklar und umstritten wie vor über hundert Jahren.[7]

Selman stand wegen Mordes vor Gericht. Nach dem Handbook konnten sich die Geschworenen nicht einigen, und er kam gegen Kaution frei; Britannica schreibt, er sei freigesprochen worden.[4, 6] Am 6. April 1896 starb Selman, nachdem ihn Deputy U.S. Marshal George Scarborough nach einem Streit mit vier Schüssen verletzt hatte.[6]

Polierte Holztheke eines Saloons der 1890er Jahre im späten Nachmittagslicht, darauf zwei Würfel und ein leeres Glas, darunter eine Messingstange, staubige Dielen, keine Menschen
Saloontheke mit Würfeln; Hardin starb 1895 im Acme Saloon in El Paso Bild: KI-generiert

Grab auf dem Concordia-Friedhof

Hardin wurde auf dem Concordia-Friedhof in El Paso begraben.[1] Zu seinem 100. Todestag im August 1995 planten und versuchten Männer aus Nixon in Texas, die Gebeine auszugraben und neben dem Grab seiner ersten Frau in Nixon neu beizusetzen. HistoryNet nennt das Vorhaben einen Grabraub.[7] Auch Selman liegt auf dem Concordia-Friedhof, in einem unmarkierten Grab, das trotz aller Versuche bisher nicht gefunden wurde.[6] Die Koordinaten von El Paso stammen aus den Gazetteer-Dateien 2024 des U.S. Census Bureau.[10]

Zeitleiste

Zeitleiste: John Wesley Hardin
  1. 26.05.1853John Wesley Hardin kommt in Bonham im Fannin County in Texas zur Welt.[1, 2]
  2. November 1868Der 15-Jährige erschießt im Polk County einen Schwarzen Mann, den er Mage nennt; danach sucht ihn die Regierung der Reconstruction.[1, 2]
  3. 1871Als Cowboy treibt Hardin Vieh über den Chisholm Trail nach Abilene; nach dem Handbook of Texas tötet er unterwegs und in Abilene zehn Menschen.[1] Chisholm Trail
  4. 1873In der Sutton-Taylor-Fehde töten Hardin und Jim Taylor den früheren Captain der State Police Jack Helm.[1, 5]
  5. Mai 1874In Comanche erschießt Hardin Charles Webb, den Deputy Sheriff des Brown County.[1]
  6. 23.07.1877Der Texas Ranger John Barclay Armstrong stellt Hardin in einem Zug in Pensacola, Florida.[1, 3]
  7. 28.09.1878Das Gericht in Comanche verurteilt Hardin wegen Mordes an Webb zu 25 Jahren Haft.[1, 3]
  8. 16.03.1894Hardin wird begnadigt und als Anwalt zugelassen.[1, 3]
  9. 19.08.1895Constable John Selman erschießt Hardin im Acme Saloon in El Paso.[1]
  10. 1896Hardins Autobiografie "The Life of John Wesley Hardin, as Written by Himself" erscheint in Seguin, Texas.[1, 2]

Was ist Legende, was ist belegt?

Die Legende beginnt mit Hardins eigenem Buch. Die Herausgeber der Autobiografie schrieben 1896 im Vorwort, Hardin habe oft beteuert, nie mutwillig oder kaltblütig getötet zu haben, und sie glaubten, das Buch werde ihn bestätigen.[2] Nach dem Handbook beharrte Hardin darauf, nie jemanden getötet zu haben, der es nicht verdient hatte, und immer nur geschossen zu haben, um sein eigenes Leben zu retten. Viele, die ihn oder seine Familie kannten, hielten ihn für einen Mann, dem mehr Unrecht geschehen sei, als er selbst getan habe.[1]

Die HistoryNet-Rezension von 2014 vergleicht die Autobiografie mit einem Plädoyer in eigener Sache, in dem jede Tötung als Notwehr oder Verteidigung der Ehre erscheint. Nach der Rezension des Buchs von Chuck Parsons und Norman Wayne Brown schildert die Autobiografie auch Begegnungen, die es nie gab, etwa eine mit dem Revolvermann Bill Longley, für die es außer Hardins Wort keinen Beleg gibt.[8] Leon C. Metz nennt Hardin nach der Rezension von 2001 einen zutiefst unsicheren Mann, der tötete, um seine Männlichkeit zu beweisen.[7] Bob Dylan machte ihn 1967 im Lied "John Wesley Harding" zu einem "Freund der Armen"; der Rezensent von 2014 fragt, warum Dylan ausgerechnet ihn dafür wählte.[8]

Der Film "The Lawless Breed" (USA 1953, Regie Raoul Walsh) mit Rock Hudson als Hardin beruft sich im Vorspann ausdrücklich auf die Autobiografie.[9]

Wie viele Menschen tötete John Wesley Hardin?

Eine genaue Zahl gibt es nicht. Die in der Autobiografie geschilderten Tötungen ergeben nach der HistoryNet-Rezension von 2001 zusammen 42 Männer in acht Jahren, darunter Gesetzeshüter, Soldaten, Banditen und Spieler; der Biograf Marohn übernimmt diese Zahl.[7] Eine Gesamtzahl nennt das Buch selbst nicht.[2] Leon C. Metz belegt 32 Opfer und schreibt, Hardin habe vielleicht nur 20, vielleicht aber auch 50 Menschen getötet.[7] Parsons und Brown kommen nach der Rezension von 2014 auf wahrscheinlich 20 bis 40; oft lasse die Autobiografie offen, ob ein Getroffener starb.[8] Britannica nennt mindestens 21 Tote in den Jahren 1868 bis 1877, das Handbook spricht von mehr als 30 Kerben an seiner Waffe.[1, 4] Verurteilt wurde Hardin nach der Begnadigungsurkunde im Anhang der Autobiografie wegen Mordes zweiten Grades (Fall Webb, 25 Jahre) und wegen Totschlags (zwei Jahre, zugleich zu verbüßen); den Totschlag ordnet Hardin selbst dem Tod von J. B. Morgan zu, zu dem er sich später schuldig bekannt habe.[1, 2]

Häufige Fragen

Wer war John Wesley Hardin?

Ein Revolvermann aus Texas, geboren am 26. Mai 1853 in Bonham. Er tötete zwischen 1868 und 1877 viele Menschen, saß danach wegen des Mordes an Deputy Sheriff Charles Webb im Gefängnis und arbeitete nach seiner Begnadigung 1894 als Anwalt.

Wie starb John Wesley Hardin?

Constable John Selman erschoss ihn am 19. August 1895 im Acme Saloon in El Paso. Hardin war sofort tot. Selman schoss nach Britannica von hinten auf seinen Kopf; warum er schoss, ist bis heute umstritten.

Wie viele Menschen hat John Wesley Hardin getötet?

Die genaue Zahl kennt niemand. Die Autobiografie nennt keine Gesamtzahl; die Tötungen, die sie schildert, ergeben nach einer HistoryNet-Rezension 42. Leon C. Metz belegt 32, Britannica nennt mindestens 21, Chuck Parsons und Norman Wayne Brown kommen auf 20 bis 40. Das Handbook of Texas schreibt, er habe mehr als 30 Kerben an seiner Waffe gehabt.

Warum saß John Wesley Hardin im Gefängnis?

Wegen des Mordes an Charles Webb, dem Deputy Sheriff des Brown County, den er im Mai 1874 in Comanche erschossen hatte. Das Gericht in Comanche verurteilte ihn am 28. September 1878 zu 25 Jahren Haft. Am 16. März 1894 wurde er begnadigt.

Wurde John Wesley Hardin wirklich Anwalt?

Ja. Im Gefängnis studierte er Jura, und nach seiner Begnadigung 1894 wurde er als Anwalt zugelassen. 1895 ging er nach El Paso, um dort eine Kanzlei zu eröffnen und in einem Mordprozess die Verteidigung zu übernehmen.

Wo ist John Wesley Hardin begraben?

Auf dem Concordia-Friedhof in El Paso, Texas. Zum 100. Todestag 1995 versuchten Männer aus Nixon in Texas, seine Gebeine auszugraben und neben dem Grab seiner ersten Frau beizusetzen.

Gibt es einen Film über John Wesley Hardin?

Ja, zum Beispiel "The Lawless Breed" (USA 1953) von Raoul Walsh mit Rock Hudson als Hardin. Der Vorspann beruft sich auf Hardins Autobiografie.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Hardin, John Wesley (Leon C. Metz). Handbook of Texas Online, Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 22.03.2022. abgerufen am 25.10.2026
  2. Primärquelle The Life of John Wesley Hardin, as Written by Himself (Ausgabe von 1896, Digitalisat eines Exemplars der Library of Congress im Internet Archive). John Wesley Hardin, Smith and Moore, Seguin, Texas. Stand 1896. abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle Rangers and Outlaws. Texas State Library and Archives Commission. Stand 02.04.2026. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk John Wesley Hardin. Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  5. Nachschlagewerk Sutton-Taylor Feud (C. L. Sonnichsen). Handbook of Texas Online, Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 28.09.2020. abgerufen am 25.10.2026
  6. Nachschlagewerk Selman, John Henry (Leon C. Metz). Handbook of Texas Online, Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 19.02.2019. abgerufen am 25.10.2026
  7. Presse Book Review: A Lawless Breed, by Chuck Parsons and Norman Wayne Brown. HistoryNet. Stand 30.07.2014. abgerufen am 25.10.2026
  8. Filmdatenbank The Lawless Breed (1953). AFI Catalog of Feature Films, American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  9. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, national (interner Punkt der Orte). U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026

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