GeschichteEreignis
Der Johnson-County-Krieg 1892
Kurz erklärt Der Johnson-County-Krieg war ein bewaffneter Überfall im April 1892 in Wyoming. 52 Männer, große Viehzüchter, ihre Angestellten und 23 angeheuerte Schützen, zogen mit einer Liste von 70 Namen in das Johnson County. Sie töteten am 9. April an der KC Ranch Nate Champion und Nick Ray, wurden von einer Posse eingeschlossen und am 13. April von Soldaten in Gewahrsam genommen; verurteilt wurde keiner von ihnen.

Wie kam es zum Johnson-County-Krieg?
In den 1880er Jahren beherrschten die großen Viehzüchter im Territorium Wyoming ihre gewohnten Weiden wie private Lehen. Die meisten schätzten nach John W. Davis, Anwalt und Autor eines Buches über den Konflikt, die Tragfähigkeit des Landes falsch ein und stellten zu viele Rinder darauf. Die Rinderpreise erreichten 1882 ihren Höchststand und fielen dann. Auf die Dürre von 1886 folgte der harte Winter 1886 auf 1887.[1] Danach steckte die Rinderzucht in Wyoming in großen Schwierigkeiten. Viele Cowboys und Neuankömmlinge nahmen eigene Heimstätten und kleine Landansprüche.[1, 8]
Was Rustling bedeutete, wer als Viehdieb galt und wie die Weidekriege anderswo verliefen, steht auf der Seite Die Weidekriege. Im Johnson County ging der Streit um die kleinen Rancher. Ihre Rinder weideten wie die der großen Züchter auf öffentlichem Land, und nach dem Homestead Act und dem Desert Land Act durften sie Teile davon rechtmäßig erwerben.[1] Die großen Viehzüchter warfen ihnen massenhaften Viehdiebstahl vor und behaupteten, in Buffalo, dem Sitz des Johnson County, hätten Viehdiebe Politik, Gerichte und Geschworene in der Hand. Die Bewohner des County sahen den wahren Grund für den späteren Überfall in der Absicht der großen Züchter, Konkurrenten von der Weide zu vertreiben, die sie rechtswidrig für sich allein beanspruchten.[1]
Am 20. Juli 1889 hängten sechs Viehzüchter am Sweetwater River im Carbon County die Homesteader Ellen Watson und Jim Averell, deren Land mitten in ihrer gewohnten Weide lag.[1] Im selben Jahr sprachen Geschworene im Johnson County Verdächtige in fünf Fällen von Viehdiebstahl frei. Die großen Viehzüchter reagierten mit Wut. Davis hält die Fälle nach Zeitungen und Gerichtsakten der Zeit für schwer fehlerhaft, offenbar getrieben von hohen Belohnungen.[1]
Die Morde von 1891
1891 bildeten nach Davis Angestellte der Wyoming Stock Growers Association, des Verbands der Viehzüchter, eine Mordtruppe. Zu ihr gehörte Frank Canton, ein früherer Sheriff des Johnson County und Viehinspektor des Verbands.[1] Nach WyoHistory hieß Canton eigentlich Joe Horner und war in Texas ein Gesetzloser gewesen, bevor er um 1880 nach Wyoming kam.[2] Im September 1891 hängte die Gruppe bei Newcastle den Pferdehändler Tom Waggoner.[1, 2]
Am frühen Morgen des 1. November 1891 drangen Männer der Truppe in eine Hütte am Middle Fork des Powder River ein, etwa 15 Meilen südwestlich des heutigen Kaycee. In der Hütte waren ein zweiter Mann und der kleine Rancher Nate Champion, der eine Herde von etwa 200 Rindern hielt; Ron Soodalter nennt in der Zeitschrift Wild West rund 140.[1, 9] Champion wehrte sich, traf einen Angreifer in den Arm und einen anderen in den Bauch, nach Davis eine tödliche Wunde; die übrigen flohen.[1] Ende November und Anfang Dezember 1891 wurden die Rancher Orley "Ranger" Jones und John A. Tisdale auf dem Heimweg von Buffalo aus dem Hinterhalt erschossen, nach Nancy Tabb am 28. November und am 1. Dezember; Davis nennt für beide etwa den 1. Dezember.[1, 2] Sie galten als Zeugen, die die Namen der Angreifer auf Champion kannten.[1] Canton war Hauptverdächtiger im Mordfall Tisdale, konnte aber ein Alibi vorweisen; im Fall Jones wurde nie jemand angeklagt.[2]
Am 8. Februar 1892 fand die Vorverhandlung gegen Joe Elliott statt, einen Viehdetektiv des Verbands, den Champion erkannt hatte. Nach Champions Aussage musste sich Elliott wegen versuchten Mordes vor dem Bezirksgericht verantworten. Ein Urteil gegen ihn hätte nach Davis zu seinen Auftraggebern führen können. Anfang März 1892 beschlossen die großen Viehzüchter, in das Johnson County einzufallen.[1]
Wer waren die Angreifer?
Am 5. April 1892 fuhren 52 bewaffnete Männer in einem geheimen Sonderzug von Cheyenne nach Norden. Zu ihnen gehörten einige der mächtigsten Viehzüchter Wyomings, ihre leitenden Angestellten und 23 angeheuerte Schützen.[1] Davis und Tabb zählen 52 Männer, die Artikel zu Van Devanter, Fort McKinney und Johnson County rund 50.[2, 3, 6, 7] Die meisten Schützen kamen aus Texas; ihnen waren laut Soodalter 5 Dollar am Tag und 50 Dollar für jeden getöteten "Rustler" versprochen worden.[3, 9] Einer der Söldner war George Dunning aus Idaho, der später ein Geständnis schrieb.[5] Geführt wurde der Zug von dem Rancher Frank Wolcott und von Frank Canton, der eine Liste mit 70 Männern bei sich trug, die erschossen oder gehängt werden sollten.[1, 2]
Mit ihnen reiste der Arzt Charles Penrose aus Philadelphia, ein Freund des amtierenden Gouverneurs Amos Barber, der ihn zur Teilnahme ermuntert hatte; Penrose verließ die Gruppe, bevor die Tötungen begannen.[1, 5, 8] Barber war nach Berichten, die die Angreifer und ihre Anhänger Jahre später schrieben, über den Plan bestens unterrichtet und unterstützte ihn.[1]
Was geschah im April 1892?
Der Überfall auf die KC Ranch am 9. April
Bei Casper stiegen die Angreifer auf Pferde um und ritten nach Norden in Richtung Buffalo. Im Süden des County meldete ihnen ein Späher, dass Champion und andere angebliche Viehdiebe in einer Hütte der KC Ranch säßen. Die Angreifer stimmten ab und beschlossen, dorthin zu ziehen und Champion zu töten.[1] Nach Tabb führte der Umweg, auf dem Wolcott und Canton bestanden, zu Verzögerungen, an denen die Hauptziele des Zuges scheiterten.[2]
Am Morgen des 9. April umstellten sie die Hütte. In ihr hatten Champion, sein Freund Nick Ray und zwei Fallensteller übernachtet; die beiden Fallensteller wurden laut Soodalter nacheinander gefangen genommen, als sie die Hütte verließen, der eine zum Wasserholen, der andere, um nach ihm zu sehen; Ray wurde beim Verlassen der Hütte niedergeschossen.[9] Champion hielt nach Davis den 50 Männern stundenlang stand und verwundete drei von ihnen.[1] In ein kleines Notizbuch schrieb er, was er sah. Ray starb nach diesen Notizen gegen 9 Uhr.[9]
Am Nachmittag kamen der Rancher Jack Flagg und sein Stiefsohn auf der Straße vorbei. Die Angreifer schossen auf sie, doch beide entkamen und ritten davon, um Alarm zu schlagen.[9] Mitten am Nachmittag zündeten die Angreifer die Hütte an, nach Soodalter mit Flaggs zurückgelassenem Wagen voller Heu und Kiefernholz. Als Champion herauskam, erschossen sie ihn.[1, 9] Ein mitreisender Reporter musste ihm ein Schild mit der Aufschrift "Cattle thieves, beware!" (Viehdiebe, nehmt euch in Acht) an die Brust heften.[9]
Das Haus steht ganz in Flammen. Lebt wohl, Jungs, falls ich euch nie wiedersehe.

Die Belagerung der TA Ranch
Inzwischen war die Gegend gewarnt, und von überall kamen Männer, um sich den Angreifern entgegenzustellen. Die Angreifer verschanzten sich auf der TA Ranch südlich von Buffalo, nach Soodalter etwa 14 Meilen vor der Stadt.[1, 9] Dort schloss sie eine Posse ein, die Sheriff William G. "Red" Angus anführte.[9] Wie groß sie war, geben die Quellen verschieden an: rund 200 Männer nach Lori Van Pelt, nach zwei Tagen 300 nach Soodalter, am Ende mehr als 400 nach Davis.[1, 3, 9]
Über drei Tage rückte die Posse langsam vor. Am Morgen des dritten Tages schoben 14 Männer eine bewegliche Festung aus Baumstämmen auf den Fahrgestellen zweier Wagen an das Ranchhaus heran, "go-devil" oder "ark of safety" genannt. Mit Dynamit wollten sie die Angreifer aus ihren Stellungen treiben. Wagen und Dynamit stammten aus dem erbeuteten Tross der Angreifer, der das Dynamit gegen die Bewohner des County hatte einsetzen sollen.[1]
Die Soldaten aus Fort McKinney
Gouverneur Barber telegrafierte an Präsident Benjamin Harrison und sprach von einem Aufstand. Weil die Telegramme aus ungeklärten Gründen nicht ankamen, baten die beiden Senatoren Wyomings, Joseph Carey und Francis E. Warren, den Präsidenten in der Nacht persönlich im Weißen Haus um Hilfe.[1] Harrison ließ Truppen aus Fort McKinney bei Buffalo eingreifen.[1, 6] Am 13. April, so die Zeittafel bei Davis, ritten nach Soodalter 107 Kavalleristen auf der TA Ranch ein. Die Angreifer ergaben sich den Soldaten und wurden in Gewahrsam genommen, zuerst in Fort McKinney, dann in Fort D. A. Russell bei Cheyenne.[1, 9]

Wie viele Menschen starben?
Beim Überfall im April 1892 töteten die Angreifer zwei Männer, Nate Champion und Nick Ray.[1, 7] Ihre Beerdigung fand laut Soodalter am 15. April in Buffalo statt. Am nächsten Tag stellte die Totenschau des Coroners fest, dass beide vorsätzlich ermordet worden waren, und nannte mehrere Angreifer als Täter, darunter Frank Canton.[9]
| Datum | Ort | Opfer | Täter laut Quelle |
|---|---|---|---|
| 20. Juli 1889 | Sweetwater River, Carbon County | Ellen Watson und Jim Averell gehängt | sechs Viehzüchter[1] |
| September 1891 | bei Newcastle | Tom Waggoner gehängt | Mordtruppe von Angestellten des Viehzüchterverbands[1, 2] |
| 1. November 1891 | Middle Fork des Powder River | ein Angreifer am Arm verwundet, einer nach Davis tödlich am Bauch; Champion von keinem Schuss getroffen | Angriff der Mordtruppe auf Nate Champion[1] |
| 28. November und 1. Dezember 1891 | Wege bei Buffalo | Orley "Ranger" Jones und John A. Tisdale erschossen | ungeklärt; im Fall Tisdale war Canton Hauptverdächtiger, im Fall Jones wurde nie jemand angeklagt[2] |
| 9. April 1892 | KC Ranch beim heutigen Kaycee | Nate Champion und Nick Ray getötet, drei Angreifer verwundet | die 52 Angreifer aus Cheyenne[1] |
| 10. Mai 1892 | Johnson County | George Wellman, Vormann der Hoe Ranch, aus dem Hinterhalt erschossen | in diesen Quellen nicht genannt; laut WyoHistory kaum Bezug zum Konflikt[2, 5] |
Den Mord an Wellman sollte Tom Horn im Auftrag von U.S. Marshal Joseph P. Rankin untersuchen; mehr über ihn steht auf der Seite Die Pinkerton-Detektei.[2, 8]
Warum wurde niemand verurteilt?
Nach der Festnahme übernahm Gouverneur Barber die Aufsicht über die Gefangenen. Er ließ sie nicht einmal verhören und vereitelte nach Davis die Ermittlungen der Behörden des Johnson County.[1] Willis Van Devanter, der Anwalt der Angreifer, erreichte, dass der Fall nach Cheyenne verlegt wurde.[3] Der Prozess begann am 7. August 1892 vor Richter Richard Scott. Der Sheriff des Laramie County, der die Gefangenen für rund 100 Dollar am Tag verwahrte, verlangte das Geld vom Johnson County, das die aufgelaufenen 18.000 Dollar nicht zahlen konnte. Der Richter ließ die Männer aus Wyoming auf ihr Ehrenwort frei, für die Texaner unterschrieben sie Bürgschaften. Den Prozess verschob er auf den 22. August und dann auf Januar 1893.[3]
Schließlich wurden 1.064 mögliche Geschworene geprüft und abgelehnt. Der Staatsanwalt stimmte zu, die Anklagen fallen zu lassen. Van Devanter willigte erst ein, als eine eigens gebildete Jury darüber entschied; so konnten die Angeklagten, auch die abwesenden Texaner, für dieselben Taten nie wieder angeklagt werden.[3] Nach Davis wurden die Anklagen fallen gelassen, weil keine Jury zustande kam und dem Johnson County das Geld für die weitere Strafverfolgung fehlte.[1] Nach seinem Biografen Holsinger rechtfertigte Van Devanter den Ausgang viele Jahre später damit, dass fast alle Angeklagten angesehene Bürger Wyomings oder aus guten Familien gewesen seien.[3]
Welche Folgen hatte der Johnson-County-Krieg?
Die Republikanische Partei galt als eng mit dem Viehzüchterverband verbunden; Senator Joseph Carey war kurz zuvor dessen Präsident gewesen. Bei der Wahl von 1892 siegten die Demokraten deutlich, und Senator Francis E. Warren verlor seinen Sitz.[1] Zum Gouverneur wurde am 8. November 1892 John E. Osborne gewählt, der Kandidat von Demokraten und Populisten. Er schlug den Republikaner Edward Ivinson mit 9.290 zu 7.509 Stimmen; das Programm seiner Partei verurteilte die Angreifer.[4] Weil sich Demokraten und Populisten 1893 nicht einigen konnten, wählte das Parlament gar keinen Senator, und Wyoming hatte zwei Jahre lang nur einen Senator in Washington.[1, 4] 1895 kehrte Warren in den Senat zurück.[1]
Die Wyoming Stock Growers Association öffnete sich 1893 allen Viehzüchtern des Staates, auch den kleinen, die sie kurz zuvor noch geschmäht hatte.[1] Manche Rancher gingen danach laut WyoHistory heimlich gegen mutmaßliche Viehdiebe vor und stellten Detektive wie Tom Horn an.[8] Bewaffnete Selbstjustiz im Interesse von Viehzüchtern endete nach Davis erst 1909: Nach dem Überfall auf Schafzüchter am Spring Creek südlich von Ten Sleep wurden die Täter wegen schwerer Verbrechen verurteilt und kamen ins Staatsgefängnis.[1]
Im Frühjahr 1892 stritten die Zeitungen im ganzen Staat über den Überfall.[5] Asa Mercer, Herausgeber des Northwestern Live Stock Journal in Cheyenne, verurteilte die Angreifer, obwohl sein Blatt bis dahin die Viehzüchter unterstützt hatte. Am 14. Oktober 1892 druckte er das 44 Seiten lange handschriftliche Geständnis des Söldners George Dunning ab. Im August 1894 erschien sein Buch "The Banditti of the Plains", das erste Buch über den Johnson-County-Krieg.[1, 5] Nach Davis bezieht es scharf Stellung gegen die Angreifer, hält aber nach mehr als einem Jahrhundert erstaunlich gut stand.[1]
Zeitleiste
- 20.07.1889Sechs Viehzüchter hängen am Sweetwater River die Homesteader Ellen Watson und Jim Averell.[1] Weidekriege
- 01.11.1891Männer einer Mordtruppe von Angestellten des Viehzüchterverbands überfallen Nate Champion in seiner Hütte; er wehrt sich.[1]
- 01.12.1891Der Rancher John A. Tisdale wird auf dem Heimweg von Buffalo aus dem Hinterhalt erschossen, Orley Jones kurz zuvor.[1, 2]
- 08.02.1892Vorverhandlung gegen den Viehdetektiv Joe Elliott wegen versuchten Mordes an Nate Champion.[1]
- 05.04.189252 bewaffnete Männer fahren in einem geheimen Sonderzug von Cheyenne nach Norden, mit einer Liste von 70 Namen.[1]
- 09.04.1892An der KC Ranch töten die Angreifer Nate Champion und Nick Ray.[1]
- 13.04.1892Soldaten aus Fort McKinney beenden die Belagerung der TA Ranch und nehmen die Angreifer in Gewahrsam.[1, 9]
- 07.08.1892In Cheyenne beginnt vor Richter Richard Scott der Prozess gegen die Angreifer.[3]
- 08.11.1892John E. Osborne, der Kandidat von Demokraten und Populisten, wird zum Gouverneur von Wyoming gewählt.[4]
- 1893Die Anklagen gegen alle Angreifer werden fallen gelassen; die Wyoming Stock Growers Association öffnet sich allen Viehzüchtern.[1, 3]
- August 1894Asa Mercer veröffentlicht "The Banditti of the Plains", das erste Buch über den Überfall.[1, 5]
Erinnerung heute
Der langjährige Historiker Wyomings T. A. Larson nannte den Überfall nach Davis das berüchtigtste Ereignis in der Geschichte Wyomings.[1] Die Straße von Casper nach Buffalo folgt im Großen und Ganzen dem Weg der Angreifer. Die Stelle der abgebrannten KC Ranch liegt gegenüber der Innenstadt von Kaycee am Middle Fork des Powder River. Die TA Ranch steht fast unverändert, ist aber nicht öffentlich zugänglich. Einige Meilen südlich von Buffalo erinnert eine Tafel an den Ort, an dem Tisdale ermordet wurde.[1] Das Jim Gatchell Memorial Museum in Buffalo zeigt die Geschichte des Johnson County.[1]
Am 2. Juli 2026 kündigte die Kulturbehörde Wyomings an, dass das Hoofprints of the Past Museum in Kaycee am 11. Juli eine neue Tafel über der Stelle der Hütte auf der KC Ranch einweihen werde. Sie entstand mit dem Programm des Staates für Denkmäler und Gedenktafeln und ersetzt eine ältere Tafel, die entfernt worden war.[11] Von Fort McKinney, das 1894 aufgegeben wurde, stehen noch zwei Gebäude; seit 1903 ist dort das Veteranenheim von Wyoming.[6]

Wo liegt das Johnson County?
Das Johnson County liegt im Norden Wyomings, Kreisstadt ist Buffalo. Die KC Ranch lag beim heutigen Kaycee am Middle Fork des Powder River, die TA Ranch südlich von Buffalo.[1, 7, 10]
- 1Johnson-County-Krieg (Kaycee, Wyoming (bei der Stelle der KC Ranch)) 43,71° N, 106,64° W[10]
Mythos und Wahrheit
Mythos und Wahrheit
Mythos
Im Johnson County herrschten Viehdiebe, gegen die sich die Viehzüchter wehren mussten.
Was belegt ist
Nach John W. Davis widerlegen die Zeitungen des County dieses Bild. Gegen Nate Champion, den ein Reporter König der Viehdiebe nannte, wurde nie Anklage erhoben, und Willis Van Devanter, der Anwalt der Angreifer, erklärte nach dem Überfall, es gebe keinerlei Beweise gegen ihn.[1]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Die Armee stellte in Wyoming Recht und Ordnung wieder her.
Was belegt ist
Die Soldaten kamen auf Bitten von Gouverneur Amos Barber, der nach späteren Berichten der Angreifer den Überfall unterstützte. Sie retteten die eingeschlossenen Angreifer vor der Posse des Sheriffs, und danach vereitelte Barber die Ermittlungen gegen sie.[1]
Der Johnson-County-Krieg im Film
Im Film
Häufige Fragen
Was war der Johnson-County-Krieg?
Ein Überfall großer Viehzüchter auf das Johnson County im Norden Wyomings im April 1892. Mit angeheuerten Schützen wollten sie Männer töten, die sie für Viehdiebe hielten. Sie töteten Nate Champion und Nick Ray und wurden dann selbst von einer Posse belagert.
Wie viele Menschen starben im Johnson-County-Krieg?
Beim Überfall im April 1892 töteten die Angreifer zwei Männer, Nate Champion und Nick Ray. Champion verwundete laut John W. Davis drei Angreifer. Vorher waren 1891 Tom Waggoner, Orley Jones und John A. Tisdale ermordet worden, Taten, die Historiker mit dem Konflikt verbinden.
Wer waren die Angreifer?
Nach John W. Davis waren es einige der mächtigsten Viehzüchter Wyomings, ihre leitenden Angestellten und 23 angeheuerte Schützen, die meisten aus Texas. Geführt wurde der Zug von dem Rancher Frank Wolcott und dem früheren Sheriff Frank Canton, der die Liste mit 70 Namen bei sich trug.
Warum wurden die Angreifer nie verurteilt?
Der Prozess wurde nach Cheyenne verlegt, dem Johnson County fehlte das Geld für die Kosten der Gefangenen und der Anklage. Nachdem 1.064 mögliche Geschworene geprüft und abgelehnt worden waren, wurden die Anklagen gegen alle Angreifer fallen gelassen. Für dieselben Taten konnten sie danach nicht mehr angeklagt werden.
Wo fand der Johnson-County-Krieg statt?
Im Johnson County im Norden Wyomings. Die KC Ranch, an der Champion und Ray starben, lag beim heutigen Kaycee am Middle Fork des Powder River, die TA Ranch, auf der die Angreifer belagert wurden, südlich von Buffalo.
Welche Rolle spielte die US-Armee?
Der amtierende Gouverneur Amos Barber bat Präsident Benjamin Harrison um Hilfe. Soldaten aus Fort McKinney bei Buffalo beendeten die Belagerung der TA Ranch und nahmen die Angreifer in Gewahrsam, gerade als die Posse zum Sturm ansetzte.
Quellen
- Nachschlagewerk The Johnson County War: 1892 Invasion of Northern Wyoming (John W. Davis). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Outlaw Turned Lawman: Frank Canton in Wyoming 1880 bis 1894 (Nancy Tabb). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 29.04.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Willis Van Devanter, Cheyenne Lawyer and U.S. Supreme Court Justice (Lori Van Pelt). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 14.02.2015. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk John E. Osborne and the Logjammed Politics of 1893 (Lori Van Pelt). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 06.02.2016. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Asa Mercer and The Banditti of the Plains (Rebecca Hein). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 17.06.2016. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Fort McKinney (WyomingHeritage.org). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Johnson County, Wyoming (Brodie Farquhar). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Tom Horn: Wyoming Enigma (Chip Carlson). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
- Presse Ron Soodalter: Champion of the Johnson County War (zuerst in Wild West, April 2011). HistoryNet. Stand 17.10.2017. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1590292: Kaycee, Populated Place, Johnson County, Wyoming (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle KC Fight Historical Marker Dedication on July 11 (Pressemitteilung). Wyoming Department of State Parks and Cultural Resources. Stand 02.07.2026. abgerufen am 25.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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