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Der Alaska-Kauf
Kurz erklärt Beim Alaska-Kauf erwarben die USA 1867 das russische Alaska, fast 600.000 Quadratmeilen, für 7,2 Millionen Dollar, weniger als 2 Cent je Acre. Außenminister William H. Seward und der russische Gesandte Edouard de Stoeckl einigten sich am 30. März 1867, der Senat stimmte am 9. April mit 37 zu 2 Stimmen zu, und am 18. Oktober 1867 wurde Alaska in Sitka übergeben. Clanführer der Tlingit beschwerten sich 1869 laut Sealaska Heritage Institute, das Land sei ohne ihre Zustimmung verkauft worden.

Warum verkaufte Russland Alaska?
Russland interessierte sich für Alaska, seit Zar Peter der Große 1725 Vitus Bering zur Erkundung der Küste ausgeschickt hatte. Das Office of the Historian des US-Außenministeriums beschreibt die Region als reich an Rohstoffen und dünn besiedelt.[1] In Sitka lebten Familien des Kiksadi-Clans der Tlingit auf dem Castle Hill, wo sie eine befestigte Anlage namens Noow Tlein gebaut hatten.[7] Alexander Baranov von der Russisch-Amerikanischen Kompanie kam 1795 in die Gegend; den Handelsposten, den er 1799 einige Meilen entfernt errichtete, zerstörten die Tlingit 1802.[7] 1804 kehrte er mit Verstärkung zurück. Nach sechs Tagen Kampf nahmen die Russen den Hügel ein und zerstörten die Häuser der Tlingit, 1805 traten die Tlingit den Castle Hill förmlich an die Russen ab.[7] Ab 1806 war Sitka statt Kodiak Sitz der Kompanie und der russischen Verwaltung.[7]
Große Siedlungen oder Truppen an der Pazifikküste konnte sich Russland nicht leisten, und nie lebten dort mehr als 400 russische Siedler. Nach der Niederlage im Krimkrieg sank das Interesse weiter.[1] Das Office of the Historian nennt für das erste Angebot das Jahr 1859; Russland habe gehofft, die USA würden ein Gegengewicht zu Großbritannien bilden, seinem größten Rivalen im Pazifik.[1] Die Library of Congress schreibt, Russland sei schon unter Präsident James Buchanan auf die USA zugegangen.[5] Der Bürgerkrieg hielt die Verhandlungen auf.[1, 5] Die National Archives nennen für das Angebot, das Seward später aufgriff, das Jahr 1866.[2]

Wie lief der Alaska-Kauf ab?
Nach dem Krieg griff Außenminister William H. Seward ein neues russisches Angebot rasch auf. Am 30. März 1867 nahm er den Vorschlag des russischen Gesandten in Washington, Edouard de Stoeckl, an, Alaska für 7,2 Millionen Dollar zu kaufen.[1] Den Vertrag in englischer und französischer Sprache unterzeichneten beide in Washington.[2] Laut Library of Congress griffen Kritiker Seward an, weil er das Geschäft im Geheimen ausgehandelt hatte.[5]
Die Zustimmung des Senats
Für die Zustimmung des Senats brauchte Seward Senator Charles Sumner aus Massachusetts, den Vorsitzenden des Ausschusses für Auswärtige Beziehungen. Sumner war zuerst skeptisch und zog den Vertrag zur Prüfung in seinen Ausschuss.[3] Nach dem Historical Office des Senats las er Karten, Zeitschriften und mehr als 100 Bücher auf Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch über das Land.[3] Am 8. April 1867 sprach er drei Stunden lang für den Vertrag. Am Ende verlangte er, das neue Land solle keinen Namen aus der Antike tragen, sondern einen einheimischen: Alaska.[3] Am 9. April 1867 stimmte der Senat mit 37 zu 2 Stimmen zu.[3, 5] Schon eine Abstimmung über das Verfahren kurz davor hatte laut dem Historiker Steve Haycox eine Stimme mehr als die nötige Zweidrittelmehrheit ergeben.[10]
Ratifikation und Übergabe in Sitka
Präsident Andrew Johnson unterzeichnete den Vertrag am 28. Mai 1867.[1] Für Russland unterzeichnete Zar Alexander II.[2] Am 20. Juni 1867 tauschten Seward und de Stoeckl in Washington die Ratifikationsurkunden aus, und Johnson verkündete den Vertrag.[2]
Am Nachmittag des 18. Oktober 1867 trafen sich Brigadier General Lovell H. Rousseau für die USA und Alexei Pestchouroff als Kommissar des Zaren am Fahnenmast vor dem Gouverneurshaus auf dem Castle Hill in Sitka. Soldaten beider Staaten standen auf der Brustwehr neben dem Gebäude. Die russische Flagge wurde eingeholt, die Flagge der USA gehisst, und nach einem kurzen Austausch von Erklärungen war ein Gebiet so groß wie Schweden, Finnland und Dänemark zusammen übergeben.[6] Laut National Park Service war es die erste Erweiterung der USA um ein Gebiet, das nicht an ihr Staatsgebiet grenzte.[6]
Das Geld
Nach Artikel VI des Vertrags mussten die USA binnen zehn Monaten nach dem Austausch der Urkunden 7,2 Millionen Dollar in Gold zahlen.[2] Das Repräsentantenhaus, das das Geld bewilligen musste, verzögerte die Zahlung um mehr als ein Jahr. Erst am 14. Juli 1868 stimmte es mit 113 zu 43 Stimmen zu.[5] Der Scheck des Finanzministeriums vom 1. August 1868 war auf de Stoeckl ausgestellt; die National Archives verwahren ihn bei den Akten der Rechnungsprüfer des Finanzministeriums.[2] Gerüchte, Seward oder de Stoeckl hätten Stimmen im Senat oder im Repräsentantenhaus gekauft, stützen sich laut Haycox auf dünne und nicht eindeutige Belege.[10]
| Datum | Schritt | Quelle |
|---|---|---|
| 30. März 1867 | Einigung und Unterzeichnung in Washington | Office of the Historian, National Archives[1, 2] |
| 9. April 1867 | Zustimmung des Senats mit 37 zu 2 Stimmen | U.S. Senate, Library of Congress[3, 5] |
| 28. Mai 1867 | Unterschrift von Präsident Andrew Johnson | Office of the Historian[1] |
| 20. Juni 1867 | Austausch der Urkunden, Verkündung | National Archives[2] |
| 18. Oktober 1867 | Übergabe auf dem Castle Hill in Sitka | National Park Service[6] |
| 14. Juli 1868 | Bewilligung des Geldes im Repräsentantenhaus mit 113 zu 43 Stimmen | Library of Congress[5] |
| 1. August 1868 | Scheck über 7,2 Millionen Dollar an Edouard de Stoeckl | National Archives[2] |
Was stand im Vertrag?
Im Vertrag über die Abtretung der russischen Besitzungen in Nordamerika trat der Zar alle Gebiete auf dem amerikanischen Festland und den vorgelagerten Inseln ab (Artikel I).[2] Im Osten galt die Grenze, die Russland und Großbritannien 1825 vereinbart hatten: von der Südspitze von Prince of Wales Island auf 54 Grad 40 Minuten nördlicher Breite durch den Portland Channel, dann den Bergen entlang der Küste folgend bis zum 141. Längengrad und auf diesem nach Norden bis zum Eismeer. Im Westen verlief die Grenze durch die Beringstraße und das Beringmeer und schloss alle Aleuten östlich des 193. Längengrads westlicher Länge ein.[2] Die National Archives sprechen von fast 600.000 Quadratmeilen, das Bureau of Land Management zählt 378.242.560 Acres Land und Wasser, 15,6 Prozent der Gesamtfläche der USA.[2, 11]
Öffentliches Land, Gebäude und Befestigungen gingen an die USA. Die Kirchen, die die russische Regierung gebaut hatte, blieben Eigentum der Mitglieder der orthodoxen Kirche, die dort beten wollten (Artikel II).[2] Die Bewohner konnten binnen drei Jahren nach Russland zurückkehren. Wer blieb, sollte die Rechte von Bürgern der USA erhalten, mit Ausnahme der "uncivilized native tribes" ("unzivilisierte eingeborene Stämme", so die Wortwahl des Vertrags von 1867, Übersetzung der Redaktion), für die künftige Gesetze der USA gelten sollten (Artikel III).[2] Mit der Zahlung in Gold sollte das Land frei von Vorrechten und Besitzansprüchen von Gesellschaften übergehen; nur privates Eigentum Einzelner blieb ausgenommen (Artikel VI).[2]
Was bedeutete der Kauf für die Alaska Natives?
Über Landrechte der indigenen Bewohner Alaskas (zu den Völkern im Norden siehe Arktis und Subarktis) sagte der Vertrag laut Congressional Research Service (CRS) nichts weiter.[9] Die Tlingit hatten nach dem Sealaska Heritage Institute unter den Russen ihre Unabhängigkeit bewahrt und sahen das Land in Südostalaska als ihr Eigentum an. Mehrere Räte von Clanführern berieten über ihre Einwände, und 1869 beschwerten sich die Clanführer förmlich beim Finanzministerium der USA, Alaska sei ohne ihre Zustimmung verkauft worden. Das Institut sieht darin den Beginn der rechtlichen Bemühungen der Tlingit und Haida um ihr Land.[8]
Von 1867 bis 1877 regierte die US-Armee Alaska, von 1879 bis 1885 patrouillierte die Marine in den Gewässern Südostalaskas.[8] 1869 beschoss die Armee laut Sealaska Heritage Institute vier Tlingit-Dörfer, darunter drei bei Kake und eines bei Wrangell, und traf dabei Zivilisten. Nach dem Abzug der Armee 1877 rissen Tlingit in Sitka Palisaden der Armee nieder und bezogen verlassene Gebäude. Annahootz, ein Anführer der Tlingit, erklärte danach, die Russen hätten ihnen das Land gestohlen und an die Amerikaner verkauft.[8]
Nach so vielen Jahren harten Kampfes bekommen wir unser Land zurück.
1884 gab der Kongress Alaska mit dem Organic Act eine Zivilregierung. Das Gesetz schützte die Alaska Natives als erstes Bundesgesetz im Besitz des Landes, das sie nutzten oder beanspruchten, überließ aber die Frage, wie sie Eigentum daran erwerben könnten, späteren Gesetzen.[9] Die Landansprüche der Alaska Natives blieben nach dem Kauf von 1867 mehr als 100 Jahre ungeklärt.[9] Die Alaska Native Brotherhood, 1912 gegründet, beschloss 1929, die USA wegen des Tongass National Forest und des Schutzgebiets in der Glacier Bay zu verklagen, die ohne Zustimmung der indigenen Bewohner Südostalaskas eingerichtet worden waren.[14] 1935 erkannte der Kongress die Tlingit und Haida als einen gemeinsamen "tribe" an. 1959 stellte der Court of Claims fest, dass sie das Land in Südostalaska seit unvordenklicher Zeit genutzt und beherrscht hatten.[14] 1968 sprach ihnen das Gericht nach Angaben der Nation 7,5 Millionen Dollar für das Land der beiden Schutzgebiete zu; der CRS nennt eine Zahlung von 7,2 Millionen Dollar.[9, 14]
Als Alaska 1959 Bundesstaat wurde, erlaubte ihm der Alaska Statehood Act von 1958, bis zu rund 105 Millionen Acres Bundesland auszuwählen. Die Alaska Natives protestierten, und 1969 stoppte das Innenministerium die Auswahl, bis ihre Ansprüche geregelt waren. Nach Ölfunden drängten auch Ölgesellschaften auf eine Lösung.[9] Am 18. Dezember 1971 unterzeichnete Präsident Richard Nixon den Alaska Native Claims Settlement Act (ANCSA), damals die größte Einigung über Landansprüche in der Geschichte der USA. Er löschte die Ansprüche auf mehr als 360 Millionen Acres. Dafür erhielten die Alaska Natives laut CRS rund 45 Millionen Acres (der Kongress hatte zunächst etwa 40 Millionen erwogen, und das Senate Historical Office nennt 40 Millionen) und rund 962,5 Millionen Dollar.[4, 9] Den größten Teil des Landes teilten sich mehr als 200 Dorf- und 12 Regionalgesellschaften, eine 13. Regionalgesellschaft für Alaska Natives außerhalb Alaskas bekam kein Land. Bis auf das Reservat der Metlakatla Indian Community auf Annette Island hob das Gesetz alle Reservate in Alaska auf.[9] Der Central Council of the Tlingit and Haida Indian Tribes of Alaska vertritt heute nach eigenen Angaben mehr als 38.000 Bürgerinnen und Bürger weltweit und verhandelt mit den USA als Regierung mit Regierung.[13]

Welche Folgen hatte der Kauf für die USA?
Mit dem Kauf endete die russische Präsenz in Nordamerika, und die USA bekamen Zugang zum nördlichen Rand des Pazifiks (zur Einordnung: Westexpansion, Manifest Destiny).[1] Danach kümmerten sie sich drei Jahrzehnte lang wenig um Alaska. Das Land stand unter der Verwaltung von Armee, Marine oder Finanzministerium und zeitweise unter gar keiner sichtbaren Herrschaft; erst 1884 bekam es eine Zivilregierung, auch damit die Bergbaugesetze der USA dort galten.[1]
Im August 1896 wurde am Rabbit Creek, später Bonanza Creek, bei Dawson City im kanadischen Yukon Gold gefunden; Parks Canada nennt den 16. August. Der Fund löste den Klondike-Goldrausch aus.[15] Alaska wurde zum Zugang zu den Goldfeldern.[1] Mit den Goldfunden der späten 1890er Jahre wuchs laut Library of Congress auch die Bevölkerung Alaskas.[5] Wie der Ansturm verlief, beschreibt die Seite über den Klondike-Goldrausch. Am 24. August 1912 wurde Alaska ein Territorium.[4] Im Zweiten Weltkrieg besetzte Japan 1942 die Aleuteninseln Agattu, Attu und Kiska, die US-Truppen innerhalb eines Jahres zurückeroberten.[5] 1946 stimmten die Menschen in Alaska für die Aufnahme als Bundesstaat, 1955 gaben sie sich eine Verfassung, und am 3. Januar 1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat.[1, 5]
Zeitleiste
- 1804Nach sechs Tagen Kampf nehmen Russen unter Alexander Baranov den Kiksadi-Tlingit den Castle Hill in Sitka ab.[7]
- 1859Laut Office of the Historian bietet Russland den USA Alaska zum ersten Mal zum Kauf an.[1]
- 30.03.1867William H. Seward und Edouard de Stoeckl einigen sich in Washington auf den Kauf für 7,2 Millionen Dollar.[1, 2]
- 09.04.1867Der Senat stimmt dem Vertrag mit 37 zu 2 Stimmen zu.[3, 5]
- 28.05.1867Präsident Andrew Johnson unterzeichnet den Vertrag.[1]
- 20.06.1867Die Ratifikationsurkunden werden in Washington ausgetauscht, der Vertrag wird verkündet.[2]
- 18.10.1867Übergabe auf dem Castle Hill in Sitka: Die russische Flagge wird eingeholt, die der USA gehisst.[6]
- 14.07.1868Das Repräsentantenhaus bewilligt das Geld mit 113 zu 43 Stimmen.[5]
- 01.08.1868Das Finanzministerium stellt den Scheck über 7,2 Millionen Dollar auf Edouard de Stoeckl aus.[2]
- 1869Clanführer der Tlingit beschweren sich beim Finanzministerium, Alaska sei ohne ihre Zustimmung verkauft worden.[8] Tlingit
- 1884Ein Gesetz gibt Alaska eine Zivilregierung und schützt die Alaska Natives im Besitz des Landes, das sie nutzen.[1, 9]
- 03.01.1959Alaska wird der 49. Bundesstaat der USA.[1, 5]
- 18.12.1971Präsident Nixon unterzeichnet den Alaska Native Claims Settlement Act.[9]
Erinnerung heute
Der Castle Hill in Sitka heißt heute American Flag Raising Site und ist seit 1962 National Historic Landmark, seit 1966 steht er im National Register of Historic Places. Verwaltet wird er als Baranof Castle State Historic Site vom Staat Alaska.[7] Das russische Gouverneurshaus von 1836, in dem bis 1877 Kommandeure der US-Armee saßen, brannte 1894 ab. 1959 wurde auf dem Hügel inoffiziell und heimlich die erste Flagge mit 49 Sternen in Alaska gehisst.[7] Die National Archives verwahren den Scheck über 7,2 Millionen Dollar und die russische Ausfertigung des Vertrags.[2] Zum 150. Jahrestag 2017 koordinierte laut Haycox Vizegouverneur Byron Mallott Veranstaltungen in ganz Alaska.[10]

Karte
Die Karte zeigt Sitka, den Ort der Übergabe; der Punkt ist der Mittelpunkt der City and Borough of Sitka nach dem U.S. Census Bureau.[12] Dazu kommen die Goldfelder am Bonanza Creek bei Dawson City im kanadischen Yukon.[15]
- 1Alaska-Kauf (Sitka, Alaska (Ort der Übergabe; Punkt: Mittelpunkt von City and Borough laut U.S. Census Bureau)) 57,19° N, 135,37° W[12]
- 2Klondike-Goldrausch (Bonanza Creek bei Dawson City, Klondike-Goldfelder) 64,04° N, 139,42° W[16]
Mythos und Wahrheit
Das Historical Office des Senats schreibt, der Senat und die meisten Amerikaner hätten den Kauf sehr skeptisch gesehen; Kritiker spotteten über Seward's Folly (Sewards Torheit), Seward's Icebox und Seward's Polar Bear Garden.[3] Nach den National Archives blieben Gegner bei diesen Namen, bis der Goldfund am Klondike 1896 auch die schärfsten Kritiker überzeugte.[2] Der Historiker Steve Haycox hält die Geschichte vom unbeliebten Kauf für einen Mythos. Er verweist auf Karikaturisten wie Thomas Nast, deren Bilder sich hielten, und darauf, dass die Erzählung zu dem Gefühl vieler Alaskaner passe, von der Bundesregierung und anderen außerhalb Alaskas missverstanden und schlecht behandelt zu werden; diese Klage komme mehr von nicht indigenen Einwohnern als von den Alaska Natives.[10]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Die Amerikaner hielten den Kauf für eine Torheit, für Seward's Folly.
Was belegt ist
Die Quellen urteilen verschieden. Das Historical Office des Senats nennt den Senat und die meisten Amerikaner sehr skeptisch, die National Archives berichten von Spott bis 1896. Der Senat stimmte am 9. April 1867 aber mit 37 zu 2 Stimmen zu, und nach Angaben des Historikers Steve Haycox wertete ein Forscher ein halbes Jahrhundert vor 2017 die 48 wichtigsten Zeitungen von 1867 aus: 44 unterstützten den Kauf oder schrieben nichts dazu. Spottnamen gab es trotzdem, und Karikaturen hielten sie lebendig.[2, 3, 10]
Mythos und Wahrheit
Häufige Fragen
Wann wurde Alaska gekauft?
Am 30. März 1867 einigten sich die USA und Russland in Washington auf den Kauf. Der Senat stimmte am 9. April 1867 zu, am 20. Juni wurden die Urkunden ausgetauscht, und am 18. Oktober 1867 wurde Alaska in Sitka förmlich übergeben. Das Geld bewilligte das Repräsentantenhaus erst am 14. Juli 1868.
Wie viel haben die USA für Alaska bezahlt?
7,2 Millionen Dollar in Gold. Für fast 600.000 Quadratmeilen waren das laut National Archives weniger als 2 Cent je Acre. Der Scheck vom 1. August 1868 war auf den russischen Gesandten Edouard de Stoeckl ausgestellt.
Welcher Präsident hat Alaska gekauft?
Präsident Andrew Johnson unterzeichnete den Vertrag am 28. Mai 1867. Ausgehandelt hatte ihn sein Außenminister William H. Seward, für Russland der Gesandte Edouard de Stoeckl; auf russischer Seite unterzeichnete Zar Alexander II.
Warum hat Russland Alaska verkauft?
Laut Office of the Historian fehlte Russland das Geld für größere Siedlungen oder Truppen an der Pazifikküste, nie lebten dort mehr als 400 russische Siedler, und nach der Niederlage im Krimkrieg sank das Interesse weiter. Außerdem sollten die USA ein Gegengewicht zu Großbritannien bilden, dem größten Rivalen Russlands im Pazifik.
Was bedeutet Seward's Folly?
Seward's Folly heißt Sewards Torheit. Mit diesem Spottnamen und mit Seward's Icebox (Sewards Eisschrank) verhöhnten Kritiker den Kauf. Wie verbreitet die Ablehnung war, ist umstritten: Der Senat stimmte mit 37 zu 2 Stimmen zu, und von 48 großen Zeitungen von 1867 unterstützten nach einer Auswertung, die der Historiker Steve Haycox zitiert, 44 den Kauf oder schwiegen dazu.
Wann wurde Alaska ein Bundesstaat?
Am 3. Januar 1959 als 49. Bundesstaat. Vorher war Alaska ab 1884 ein Bezirk mit Zivilregierung und ab 1912 ein Territorium.
Was sagten die Tlingit zum Verkauf Alaskas?
Nach dem Sealaska Heritage Institute hatten die Tlingit ihre Unabhängigkeit unter den Russen bewahrt und sahen Südostalaska als ihr Land an. 1869 beschwerten sich ihre Clanführer beim Finanzministerium der USA, Alaska sei ohne ihre Zustimmung verkauft worden. Damit begann ihr langer Rechtsstreit um das Land.
Quellen
- Amtliche Stelle Purchase of Alaska, 1867 (Milestones in the History of U.S. Foreign Relations). U.S. Department of State, Office of the Historian. Stand ohne Datum, Reihe nicht mehr gepflegt. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv Check for the Purchase of Alaska (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 30.03.1867. National Archives. Stand 28.03.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Charles Sumner and the Purchase of Alaska. U.S. Senate, Historical Office. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle States in the Senate: Alaska Timeline. U.S. Senate, Historical Office. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Today in History: March 30 (Seward's Folly). Library of Congress. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle American Flag Raising Site National Historic Landmark. National Park Service. Stand 16.05.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Baranof Castle State Historic Site. National Park Service. Stand 05.04.2024. abgerufen am 25.10.2026
- The Alaska Native Claims Settlement Act: Relationship with the Environment, Unit 2: Treaty of Cession (Unterrichtsmaterial Social Studies, Grade 7). Sealaska Heritage Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Alaska Native Lands and the Alaska Native Claims Settlement Act (ANCSA): Overview and Selected Issues for Congress (R46997). Congressional Research Service, Library of Congress. Stand 22.12.2021. abgerufen am 25.10.2026
- Presse Steve Haycox: Myths about Alaska purchase have a long reach. Anchorage Daily News (damals Alaska Dispatch News). Stand 23.02.2017. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Public Land Statistics 2024, Teil 1, Tabelle 1-1 Acquisition of the Public Domain, 1781 to 1867. U.S. Department of the Interior, Bureau of Land Management. Stand Ausgabe 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files, Places: Alaska (Sitka city and borough). U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 25.10.2026
- Tribal Nation Central Council of the Tlingit & Haida Indian Tribes of Alaska (Startseite). Central Council of the Tlingit & Haida Indian Tribes of Alaska. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Tribal Nation History. Central Council of the Tlingit & Haida Indian Tribes of Alaska. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Discovery Claim National Historic Site. Parks Canada, Klondike National Historic Sites. Stand 18.04.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Canadian Geographical Names Database: Bonanza Creek (KAARL). Natural Resources Canada. Stand 30.03.1981. abgerufen am 24.10.2026
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Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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