Indigene Völker NordamerikasThema

Heilkunde der indigenen Völker

Kurz erklärt Die Heilkunde der indigenen Völker Nordamerikas verbindet Gesundheit nach der National Library of Medicine eng mit Gemeinschaft, Geist und Land; Heilzeremonien leiten nur indigene Heiler. Die Regeln vom 30. März 1883 stellten die Praktiken der Heiler an den Agenturen unter Strafe, seit dem 11. August 1978 schützt der American Indian Religious Freedom Act die überlieferten Religionen. Nach einer Richtlinie soll der Indian Health Service Heiler an Patienten vermitteln, die das wünschen.

Hügel mit silbrigem Beifuß und blühenden Präriepflanzen, dahinter ein breites Flusstal mit Pappeln im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Was ist indianische Medizin?

"Indianische Medizin" heißt im Deutschen oft die Heilkunde der indigenen Völker Nordamerikas. Eine einheitliche Medizin ist damit nicht gemeint. In der Ausstellung "Native Voices" der National Library of Medicine (NLM), die zu den National Institutes of Health gehört, erzählen Native Americans, Alaska Natives und Native Hawaiians selbst von Gesundheit und Krankheit; ihre Vorstellungen und Bräuche unterscheiden sich, aber sie teilen manche Werte und historische Erfahrungen.[29] Gemeinsam ist ihnen nach der Ausstellung, dass Gesundheit und Krankheit eng mit der Gemeinschaft, dem Geist und dem Land verbunden sind.[1]

Viele traditionelle Heiler sagen laut NLM, dass der Patient den größten Teil der Heilung selbst leistet und jeder Mensch lebenslang für sein Verhalten und seine Gesundheit verantwortlich ist. Heiler verstehen sich als Begleiter und Berater. Sie arbeiten mit Geschichten, Humor, Musik, Tabak, Räucherungen (englisch smudging) und Zeremonien, und sie denken dabei an die Familie und die Gemeinschaft des Kranken, auch an künftige Generationen.[2] Das deutsche Wort "Medizinmann" und seine Geschichte erklärt die Seite Medizinmann und Schamane.

Welche Rolle spielen Zeremonien?

Zeremonien sind nach der NLM ein wesentlicher Teil des traditionellen Heilens, weil Körper und Geist zusammen heilen sollen. Sie können Gebete, Gesänge, Trommeln, Lieder, Geschichten und heilige Gegenstände umfassen. Heiler halten sie dort ab, wo ein Kranker Hilfe braucht, oft aber an heiligen Orten. Die Zeremonien gelten als heilig und werden nur von indigenen Heilern und spirituellen Begleitern geleitet; Nicht-Indigene nehmen nur auf Einladung teil.[3]

Anders ist es beim Powwow. Er ist laut NLM heute vor allem ein geselliges und kulturelles Fest mit Tanz, Gesang, Trommeln, Festkleidung und Essen, zu dem bei den meisten Powwows alle willkommen sind.[3] Wie einzelne Nationen Zeremonien öffentlich erklären, zeigen die Seiten Der Sonnentanz und Visionssuche, Träume und Visionen; den Überblick gibt Glaube, Symbole und Zeremonien.

Welche Pflanzen nutzten indigene Heiler?

Heiler der Native Americans, Alaska Natives und Native Hawaiians nutzen laut NLM seit langer Zeit Pflanzen ihrer Heimat für viele Zwecke, und die Pflanzen und ihre Anwendungen sind so verschieden wie die Völker, die sie gebrauchen.[4] Für ihre Ausstellung ließ die Bibliothek die Pflanzen von indigenen Fachleuten auswählen, darunter Linda S. Different Cloud-Jones vom Sitting Bull Tribal College in Fort Yates in North Dakota, der Historiker Calvin Grinnell von der MHA Nation und Paul Ortega von den Mescalero Apache.[4]

Viele dieser Pflanzen waren vor dem Kontakt mit Europäern auch Grundnahrungsmittel. Heute stehen sie laut NLM im Mittelpunkt von Projekten, mit denen Alaska Natives und verschiedene Nationen zu traditionellen Lebensmitteln zurückkehren; in diesem Sinn, schreibt die Bibliothek, ist Essen Medizin.[4]

1958 teilte der Seminole-Heiler Josie Billie, den die NLM als medicine man bezeichnet, einen Teil seines Wissens mit dem Pharmaunternehmen Upjohn in Kalamazoo in Michigan, das damals ein Beruhigungsmittel entwickelte.[17] Welche Bedeutung Tabak, Salbei, Süßgras und Zeder für einzelne Nationen haben, erklärt die Partnerseite Heilige Pflanzen: Tabak, Salbei, Süßgras und Zeder; Peyote hat eine eigene Seite: Peyote und die Native American Church.

Felsiges Wüstental mit roten Sandsteinwänden, einzelnen Wacholderbüschen und blühenden Yuccas im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Wüstental mit Wacholder und Yuccas im Südwesten Bild: KI-generiert

Krankheiten und Ärzte im 19. Jahrhundert

1832 beschloss der Kongress den Indian Vaccination Act und bewilligte 12.000 Dollar für Ärzte, die Native Americans in der Nähe der Siedlungen an der Grenze gegen Pocken impfen sollten. Die Siedler unterstützten das Gesetz, weil sie fürchteten, von den indigenen Nachbarn angesteckt zu werden; nach der NLM verlief die Ansteckung aber meist in umgekehrter Richtung, von den Weißen zu den Native Americans.[8] Mehr zu den Pocken bei den Mandan steht auf der Seite Mandan.

Im selben Jahr schlossen die USA in Rock Island in Illinois einen Vertrag mit den Winnebago in Wisconsin. Als Teil der Bezahlung für Millionen abgetretener Acres sagte er zwei Ärzte zu, einen in Prairie du Chien und einen in Fort Winnebago. Die NLM nennt 389 vom Kongress ratifizierte Verträge mit Nationen, das Bureau of Indian Affairs zählt für die Zeit von 1778 bis 1871 dagegen 370 vom Senat ratifizierte. Die meisten Verträge versprechen laut NLM einen Arzt, manche auch ein Krankenhaus.[9, 30]

Susan La Flesche, später Picotte, vom Volk der Omaha wurde selbst Ärztin. 1889 schloss sie das Woman's Medical College of Pennsylvania ab. Sie war nach der NLM die erste indigene Ärztin und die einzige indigene Frau, die im 19. Jahrhundert Ärztin wurde. Sie behandelte die Omaha und eröffnete ein Krankenhaus in Walthill in Nebraska, das seit 1989 im National Register of Historic Places steht.[12]

Wie die USA traditionelle Heiler verfolgten

Am 2. Dezember 1882 schrieb Innenminister Henry M. Teller an den Commissioner of Indian Affairs Hiram Price, die Heiler hielten die Menschen mit allerlei Kunstgriffen unter ihrem Einfluss und verhinderten den Schulbesuch der Kinder. Ihre Dienste würden nicht gebraucht, weil die Regierung den Agenturen Ärzte stelle, die kostenlos behandelten. Man solle diese "imposters", diese Betrüger, zwingen, ihre Praxis aufzugeben.[10]

Price setzte das in den Rules Governing the Court of Indian Offenses vom 30. März 1883 um. Regel 6 erklärte die üblichen Praktiken der sogenannten "medicine-men" zu "Indian offenses". Wer nach Ansicht des Gerichts die "Zivilisierung" behinderte, Kinder von den Schulen der Agentur fernhielt oder die alten Bräuche bewahren half, kam für mindestens zehn Tage ins Gefängnis der Agentur, oder so lange, bis er glaubhaft versprach, diese Praktiken für immer aufzugeben.[10] Die Gerichte sollten nach der NLM Menschen verfolgen, die an Zeremonien wie dem Sonnentanz teilnahmen; viele politische, kulturelle und spirituelle Anführer kamen in Haft.[11]

Die Heilkunde verschwand trotzdem nicht. Als die Heilerin Fanny Flounder vom Volk der Yurok in Kalifornien in den 1940er Jahren mit fast 100 Jahren starb, sahen viele Nicht-Indigene in ihr das Bild vom "verschwindenden Indianer", ein Klischee, nach dem indigene Bräuche und Völker aussterben würden. Tatsächlich führten Native Americans ihre Heil- und Religionsbräuche laut NLM weiter, nur zunehmend im Verborgenen.[15] 1934 stellte Commissioner John Collier die Verbote überlieferter Zeremonien in einem Rundschreiben in Frage; das öffnete der Bibliothek zufolge den Weg für eine öffentliche Erneuerung, die indigene Heiler anführten.[14]

Seit dem 11. August 1978 ist es nach dem American Indian Religious Freedom Act die Politik der USA, das Recht der indigenen Völker zu schützen, ihre überlieferten Religionen zu glauben, auszudrücken und auszuüben, einschließlich Zugang zu Stätten, Besitz heiliger Gegenstände und Gottesdienst in Zeremonien und überlieferten Riten.[20] Die NLM schreibt, das Gesetz habe Regeln von Gemeinden und Bundesstaaten aufgehoben, die indigene spirituelle Praktiken noch immer verboten. Dieselbe Seite zitiert Stephen L. Pevar (The Rights of Indians and Tribes, 1992), das Gesetz enthalte keine Strafvorschrift, mit der sich Verstöße ahnden ließen.[19] Mehr zur Verfolgung steht auf den Seiten Medizinmann und Schamane und Internatsschulen für indigene Kinder.

Der Indian Health Service und die Heiler

Die Gesundheitsversorgung durch den Bund bekam 1921 mit dem Snyder Act eine Grundlage: Der Kongress bewilligte Mittel für "the relief of distress and conservation of health" der Native Americans und legte damit die Verantwortung der Regierung fest.[13] 1954 unterzeichnete Präsident Dwight Eisenhower den Indian Health Transfer Act. Er übertrug die Gesundheitsversorgung vom Bureau of Indian Affairs auf den Public Health Service und schuf den Indian Health Service (IHS).[16] Der Indian Health Care Improvement Act, den Präsident Ford 1976 unterzeichnete, erlaubte dem IHS unter anderem, mit Medicare und Medicaid abzurechnen, und regte Gesundheitspläne einzelner Nationen an, die auch indigene Vorstellungen von Gesundheit erfassen sollten.[18] Seit dem 23. März 2010 gilt das Gesetz mit dem Affordable Care Act dauerhaft.[27]

Heute ist der IHS eine Behörde des Gesundheitsministeriums. Nach seinem Profil vom Oktober 2024, das auf Daten von 2022 beruht, versorgt er 2,8 Millionen American Indians und Alaska Natives aus 574 bundesweit anerkannten Nationen in 37 Bundesstaaten; mehr als 60 Prozent seiner Mittel verwalten die Nationen selbst.[21, 22] Sein Auftrag nennt ausdrücklich auch die spirituelle Gesundheit, und in seinem Leitbild beschreibt er sich als Gesundheitssystem, das traditionelles Wissen und traditionelle Praktiken einbezieht.[21]

Eine ältere Richtlinie des IHS, die Direktor Emery A. Johnson unterzeichnete, verlangt: Wünscht ein Patient die Hilfe eines traditionellen Heilers (native practitioner), soll alles getan werden, um das zu ermöglichen, etwa den Heiler zu rufen, im Krankenhaus Raum für eine Zeremonie zu geben oder die Beratung zu bezahlen. Zugleich dürfen Mitarbeiter nicht ungefragt nach dem Glauben der Patienten forschen.[23] Am 29. Juli 1994 bekräftigte Direktor Michael H. Trujillo diese Richtlinie und legte die Grundsätze des Traditional Cultural Advocacy Program vor, das traditionelle Heilweisen in allen Diensten des IHS schützen soll.[23]

Es muss darauf geachtet werden, dass die scheinbare Wohltätigkeit des Indian Health Service und des Bundes nicht zum Mittel wird, ein Heilsystem zu zerstören, das eine lange Geschichte hat und bis heute Bedeutung besitzt.

Richtlinie des Indian Health Service, unterzeichnet von Direktor Emery A. Johnson, Policy and Procedures in reference to P.L. 95-341, Anlage zum Special General Memorandum 94-08 vom 29. Juli 1994 Übersetzung der Redaktion[23]

Traditionelle Heiler heute

Heute stehen Native Americans laut NLM vor der Wahl zwischen traditioneller Heilkunde und westlicher Medizin, und oft nutzen sie beides. Viele traditionelle Heiler arbeiten unabhängig in ihren Gemeinschaften, andere zusammen mit Ärzten, und manche Einrichtungen bieten beides am selben Ort. Bei den Dakota und Lakota und bei den Mandan, Hidatsa und Arikara der MHA Nation wenden sich Mitglieder direkt an die Heiler vor Ort.[5]

Ein Beispiel ist das Office of Native Medicine im Krankenhaus des IHS in Chinle, mitten im Land der Navajo in Arizona. Ohne eine Anweisung von IHS-Direktor Trujillo aus dem Jahr 1994, mit Heilern vor Ort enger zusammenzuarbeiten, wäre es nach einer Fallstudie von 2016 wohl nicht entstanden. Schon bei der Planung des neuen Krankenhauses gab es einen Raum für Zeremonien und zwei Kreißsäle für traditionelle Geburtspositionen der Navajo, und freiwillige Mitarbeiter bauten auf dem Gelände einen Hogan. Nach der Fallstudie stellen die traditionellen Heiler dort kulturelle Diagnosen, halten kleinere Zeremonien im Haus oder auf dem Gelände ab, schulen das Personal und begleiten die Ärzte bei der Visite. Für ihre Leistungen gibt es keine Codes in der ICD-10, der internationalen Klassifikation der Krankheiten; die Fallstudie nennt das ein Problem für den dauerhaften Bestand des Programms. Einer der Autoren, Johnson Dennison, war zur Zeit der Studie Präsident der Medicine Men Association der Navajo Nation.[24]

In Anchorage in Alaska betreibt die Southcentral Foundation eine Traditional Healing Clinic, die auf Wunsch oder Überweisung traditionelle Behandlungen anbietet, in Abstimmung mit westlich ausgebildeten Fachkräften; sie ergänzt damit die Angebote des Alaska Native Medical Center. Im Juni 2011 erhielt die Klinik eine Auszeichnung des IHS-Direktors.[6] Schon 1999 hatten die Southcentral Foundation und das Alaska Native Tribal Health Consortium die Programme des IHS am Alaska Native Medical Center übernommen.[28] Auch der Gesundheitsdienst der Sault Ste. Marie Tribe of Chippewa Indians in Michigan führt "Traditional Medicine" unter seinen Leistungen, neben Zahnmedizin, Apotheke und Diabetesberatung.[26]

Zwei von drei Native Americans leben nach der Ausstellung in Städten statt auf dem Land ihrer Nation. Städtische Kliniken wie das Seattle Indian Health Board und das Native American Health Center in Oakland in Kalifornien helfen ihren Patienten auch, traditionelle Heiler zu finden.[7] Am 16. Oktober 2024 genehmigte die Bundesbehörde CMS erstmals, dass Medicaid und das Kinderprogramm CHIP traditionelle Behandlungen in Einrichtungen des IHS, der Nationen und städtischer indigener Organisationen bezahlen, und zwar in Arizona, Kalifornien, New Mexico und Oregon.[25]

Ruhiger See in einem nördlichen Mischwald mit Zedern und Birken am Ufer, Schilf im Vordergrund, im weichen Licht des späten Nachmittags
Waldsee im Gebiet der Großen Seen am Nachmittag Bild: KI-generiert

Zeitleiste: Heilkunde, Verbot und Gesundheitsversorgung

Zeitleiste: Indigene Heilkunde, Verbot und Gesundheitsversorgung
  1. 1832Der Kongress beschließt den Indian Vaccination Act und bewilligt 12.000 Dollar für Pockenimpfungen von Native Americans nahe den Siedlungen an der Grenze.[8]
  2. 1832Im Vertrag von Rock Island sagen die USA den Winnebago zwei Ärzte zu, in Prairie du Chien und in Fort Winnebago.[9]
  3. 30.03.1883Regel 6 der Rules Governing the Court of Indian Offenses erklärt die üblichen Praktiken der Heiler an den Agenturen zu Straftaten.[10, 11]
  4. 1889Susan La Flesche (Omaha) schließt das Woman's Medical College of Pennsylvania ab, als erste indigene Ärztin.[12]
  5. 1921Mit dem Snyder Act bewilligt der Kongress Mittel für die Gesundheit der Native Americans.[13]
  6. 1934Commissioner John Collier stellt in einem Rundschreiben die Verbote überlieferter Zeremonien in Frage.[14]
  7. 1954Der Indian Health Transfer Act überträgt die Gesundheitsversorgung dem Public Health Service und schafft den Indian Health Service.[16]
  8. 1976Präsident Ford unterzeichnet den Indian Health Care Improvement Act.[18]
  9. 11.08.1978Der American Indian Religious Freedom Act macht den Schutz der überlieferten Religionen zur Politik der USA.[19, 20]
  10. 29.07.1994IHS-Direktor Michael H. Trujillo bekräftigt die Richtlinie zu traditionellen Heilweisen und das Traditional Cultural Advocacy Program.[23]
  11. 1999Die Southcentral Foundation und das Alaska Native Tribal Health Consortium übernehmen die Programme des IHS am Alaska Native Medical Center.[28]
  12. 23.03.2010Mit dem Affordable Care Act gilt der Indian Health Care Improvement Act dauerhaft.[27]
  13. 16.10.2024Die Bundesbehörde CMS genehmigt erstmals, dass Medicaid und CHIP traditionelle Behandlungen in vier Bundesstaaten bezahlen.[25]

Mythos und Wahrheit

Mehr zu Glaube, Kultur und Gesundheit

Häufige Fragen

Was ist indianische Medizin?

So wird im Deutschen oft die Heilkunde der indigenen Völker Nordamerikas genannt. Eine einheitliche Medizin gibt es nicht, denn Glauben und Bräuche unterscheiden sich von Volk zu Volk. Gemeinsam ist nach der National Library of Medicine, dass Gesundheit eng mit Gemeinschaft, Geist und Land verbunden ist.

Welche Rolle spielen Zeremonien in der indigenen Heilkunde?

Zeremonien sind nach der National Library of Medicine ein wesentlicher Teil des traditionellen Heilens, weil Körper und Geist zusammen heilen sollen. Sie gelten als heilig und werden nur von indigenen Heilern geleitet; Nicht-Indigene nehmen nur auf Einladung teil.

Waren indigene Heiler in den USA verboten?

Ja, an den Agenturen der Reservate. Regel 6 der Rules Governing the Court of Indian Offenses vom 30. März 1883 erklärte die üblichen Praktiken der Heiler zu Straftaten, mit mindestens zehn Tagen Haft. Seit dem 11. August 1978 ist es nach dem American Indian Religious Freedom Act Politik der USA, die überlieferten Religionen zu schützen.

Arbeitet der Indian Health Service mit traditionellen Heilern?

Ja. Nach seiner Richtlinie soll der Indian Health Service alles tun, um einem Patienten einen traditionellen Heiler zu vermitteln, wenn er das wünscht, etwa durch Raum für eine Zeremonie im Krankenhaus. Nach einer Fallstudie von 2016 arbeiten im Krankenhaus von Chinle auf dem Land der Navajo traditionelle Heiler im Office of Native Medicine mit den Ärzten zusammen.

Wer war die erste indigene Ärztin?

Susan La Flesche, später Picotte, vom Volk der Omaha schloss 1889 das Woman's Medical College of Pennsylvania ab. Nach der National Library of Medicine war sie die erste indigene Ärztin und im 19. Jahrhundert die einzige. Sie behandelte die Omaha und gründete ein Krankenhaus in Walthill in Nebraska.

Bezahlt Medicaid traditionelle Heilbehandlungen?

In vier Bundesstaaten ja. Am 16. Oktober 2024 genehmigte die Bundesbehörde CMS erstmals, dass Medicaid und das Kinderprogramm CHIP traditionelle Behandlungen in Einrichtungen des Indian Health Service, der Nationen und städtischer indigener Organisationen in Arizona, Kalifornien, New Mexico und Oregon bezahlen.

Welche Heilpflanzen nutzten indigene Völker?

Sehr viele, und die Pflanzen und ihre Verwendung sind nach der National Library of Medicine so verschieden wie die Völker selbst. Anwendungen und Rezepte nennt diese Seite nicht. Welche Bedeutung Tabak, Salbei, Süßgras und Zeder für einzelne Nationen haben, erklärt die Seite Heilige Pflanzen.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Native Voices: Native Peoples' Concepts of Health and Illness (Ausstellung, Einführung). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  2. Amtliche Stelle Medicine Ways: Traditional Healers and Healing, Introduction (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  3. Amtliche Stelle Medicine Ways: The Key Role of Ceremony (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  4. Amtliche Stelle Medicine Ways: Healing Plants (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  5. Amtliche Stelle Many Paths: Intersections of Traditional and Western Healing, Introduction (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  6. Amtliche Stelle Many Paths: Southcentral Foundation (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  7. Amtliche Stelle Many Paths: Caring for the "Invisible Tribe" (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  8. Amtliche Stelle 1832: U.S. vaccinates Native peoples on the frontier against smallpox (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  9. Amtliche Stelle 1832: Winnebago-U.S. treaty promises doctor (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  10. Primärquelle Hiram Price: Rules Governing the Court of Indian Offenses, mit dem Schreiben von Henry M. Teller vom 2. Dezember 1882 (Transkription). Department of the Interior, Office of Indian Affairs; University of North Dakota Scholarly Commons. Stand 30. März 1883. abgerufen am 26.10.2026
  11. Amtliche Stelle 1883: Courts of Indian Offenses established (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  12. Amtliche Stelle 1889: First American Indian woman graduates from medical school (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  13. Amtliche Stelle 1921: Congress funds American Indian health care (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  14. Amtliche Stelle 1934: Commissioner calls for religious freedom for American Indians (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  15. Amtliche Stelle 1940s: Fanny Flounder, Yurok healer, dies in California (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  16. Amtliche Stelle 1954: President Eisenhower establishes the Indian Health Service (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  17. Amtliche Stelle 1958: Seminole knowledge aids in tranquilizer's development (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  18. Amtliche Stelle 1976: President Ford signs Indian Health Care Improvement Act (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  19. Amtliche Stelle 1978: American Indian freedom of religion legalized (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  20. Gesetz und Vertrag 42 U.S. Code § 1996, Protection and preservation of traditional religions of Native Americans (American Indian Religious Freedom Act, Pub. L. 95-341). Legal Information Institute, Cornell Law School. Stand 11.08.1978. abgerufen am 26.10.2026
  21. Amtliche Stelle About IHS. Indian Health Service, U.S. Department of Health and Human Services. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  22. Amtliche Stelle IHS Profile (Fact Sheet, based on 2022 data). Indian Health Service, U.S. Department of Health and Human Services. Stand Oktober 2024. abgerufen am 26.10.2026
  23. Amtliche Stelle Special General Memorandum 94-08: Statement of Policy for the Traditional Cultural Advocacy Program. Indian Health Service, U.S. Department of Health and Human Services. Stand 29.07.1994. abgerufen am 26.10.2026
  24. Fachaufsatz Jennie R. Joe, Robert S. Young, Jill Moses, Ursula Knoki-Wilson und Johnson Dennison: A Collaborative Case Study: The Office of Native Medicine (American Indian and Alaska Native Mental Health Research 23, Nr. 2, S. 50 bis 63). Centers for American Indian and Alaska Native Health, Colorado School of Public Health, University of Colorado Anschutz Medical Campus. Stand 2016. abgerufen am 26.10.2026
  25. Amtliche Stelle Biden-Harris Administration Takes Groundbreaking Action to Expand Health Care Access by Covering Traditional Health Care Practices (Pressemitteilung). Centers for Medicare and Medicaid Services, U.S. Department of Health and Human Services. Stand 16.10.2024. abgerufen am 26.10.2026
  26. Tribal Nation Sault Tribe Health Division Information Flyer. Sault Ste. Marie Tribe of Chippewa Indians, Health Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  27. Amtliche Stelle 2010: Indian Health Care Improvement Act permanently renewed (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  28. Amtliche Stelle 1999: Alaska Natives take charge of health clinics, hospital (Ausstellung Native Voices, Zeitleiste). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  29. Amtliche Stelle Healing Ways: Introduction (Ausstellung Native Voices). National Library of Medicine, National Institutes of Health. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  30. Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. Bureau of Indian Affairs, U.S. Department of the Interior. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026

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