Indigene Völker NordamerikasThema

Powwow

Kurz erklärt Ein Powwow ist ein Fest indigener Menschen in Nordamerika mit Gesang, Trommeln, Tanz, Wettbewerben und Geselligkeit. Laut National Museum of the American Indian ist es eine soziale Veranstaltung, offen für alle. Die heutige Form entstand im späten 19. Jahrhundert in den Plains und wuchs ab den 1950er Jahren zu Festen mit Gästen aus vielen Nationen.

Kurzgrasprärie mit einer Gruppe Pappeln in Herbstfarben am Rand einer weiten Wiese, dahinter flache Hügel im Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Ein Powwow ist ein Fest mit Gesang, Trommeln und Tanz, zu dem oft indigene Menschen aus mehreren Nationen zusammenkommen.[1, 2] Im Deutschen wird es oft als "Powwow Indianer" gesucht. Die heutige Form entstand im späten 19. Jahrhundert in den Great Plains, und öffentliche Powwows stehen allen Gästen offen.[1, 3]

Was ist ein Powwow?

Die Encyclopedia of the Great Plains beschreibt das Powwow als Treffen indigener Menschen zum Singen, Tanzen, Feiern und Zusammensein, mit Zeremonien, Tanzwettbewerben und geselligen Tänzen. Kennzeichen sind eine oder mehrere Gruppen von Sängern, die selbst "drums" heißen, und die aufwendige Tanzkleidung, die Regalia. Manche Powwows sind große Feste mit Gästen von weit her, andere kleine Treffen eines Ortes.[2] Nach dem National Museum of the American Indian (NMAI) sind Powwows soziale Veranstaltungen, die allen offenstehen, indigenen und nicht indigenen Menschen.[1]

Anna Hoefnagels beschreibt Powwows in The Canadian Encyclopedia als Gelegenheit, Familie und Freunde zu treffen und das kulturelle Erbe zu feiern. Sie unterscheidet private Powwows nur für die Mitglieder einer First Nation von öffentlichen Treffen und traditionelle Powwows ohne Wettbewerb von Wettbewerbs-Powwows mit Preisen in Kategorien für Frauen, Männer und Kinder.[3] Vom Powwow zu trennen sind die religiösen Zeremonien der Nationen: Viele sind laut NMAI heute für Menschen außerhalb der Gemeinschaft geschlossen.[1] Was dazu öffentlich bekannt ist, steht auf der Seite Glaube, Symbole und Zeremonien.

Woher kommt das Wort Powwow?

Das NMAI führt das Wort auf das Algonkin-Wort pau-wau zurück, das eine Heilzeremonie bezeichnete. Im Englischen steht es heute für jede Versammlung indigener Menschen und als Verb für "sich beraten".[1] Die Encyclopedia of the Great Plains leitet es aus der Sprache der Narragansett ab.[2] Hoefnagels nennt eine zweite Erklärung: Andere führten es auf das Pawnee-Wort pa wa für "essen" zurück, das auf große Zusammenkünfte zum Feiern verweisen könne.[3] Warum das Wort für beliebige Treffen als unpassend gilt, erklärt das Glossar.

Wie ist das Powwow entstanden?

Die heutigen Powwows entstanden nach Hoefnagels im späten 19. Jahrhundert in den Great Plains und werden seit den 1950er Jahren größer, zahlreicher und beliebter.[3] Treffen mehrerer Nationen wiesen nach der Encyclopedia of the Great Plains auf neue gemeinsame Identitäten hin, die neben der Zugehörigkeit zur einzelnen Nation bestanden. Der Grass Dance, der von den Pawnee stammt, wurde laut Encyclopedia of the Great Plains ein fester Teil solcher Treffen in den Plains. In den USA und in Kanada erhielten Nationen die Erlaubnis, den Tanz in ihren Reservaten aufzuführen, indem sie ihn als Ehrung des Staates am 4. Juli oder am kanadischen Dominion Day am 1. Juli ankündigten.[4]

Die Kolonial- und Assimilationspolitik in den USA und Kanada zielte im 19. und frühen 20. Jahrhundert darauf, indigene Zeremonien wie Powwows zu verbieten.[3] In den USA verfasste das Office of Indian Affairs 1883 auf Verlangen von Innenminister Henry M. Teller die Rules Governing the Court of Indian Offenses. Sie stellten religiöse Bräuche unter Strafe, darunter heilige Tänze; als Strafen nennt die University of North Dakota, die den Text bereitstellt, Entzug der Rationen, Zwangsarbeit, Geldstrafen und Haft. Rechtlich endete das Verbot religiöser Bräuche erst mit dem American Indian Religious Freedom Act von 1978.[5] Mehr dazu steht auf der Seite Der Sonnentanz. In Kanada behinderte der Indian Act Powwows bis 1951; viele Gemeinschaften feierten sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts heimlich weiter. Mit den indigenen Rechtsbewegungen der 1960er Jahre erlebten Powwows einen neuen Aufschwung.[3]

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen die Nationen laut Encyclopedia of the Great Plains häufiger miteinander in Kontakt, weil sie in Reservate umgesiedelt waren und mit der Eisenbahn reisen konnten; ihre eigenen Lieder und Tänze bewahrten sie. Für Männer, die im Ersten und im Zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg gedient hatten, hielten die Gemeinschaften Tänze ab und schrieben Lieder; viele von ihnen hätten früher vielleicht Kriegergesellschaften angehört. Um 1955 war das Interesse am Austausch unter den Nationen der Plains groß, besonders in Oklahoma, und sie teilten ihre Lieder und Tänze mit den Nachbarn. Aus dieser Mischung entstand das heutige "intertribal" Powwow, das Musik und Tanz mehrerer Nationen verbindet.[2]

Zeitleiste: Geschichte des Powwows
  1. 30.03.1883Das Office of Indian Affairs legt die Rules Governing the Court of Indian Offenses vor; sie stellen religiöse Bräuche wie heilige Tänze unter Strafe.[5]
  2. 1918Nach mündlicher Überlieferung führen Anishinaabe-Frauen im frühen 20. Jahrhundert, in der Zeit der Grippepandemie 1918 bis 1919, das Jingle Dress ein.[6] Ojibwe
  3. 1951Bis zu diesem Jahr behindert in Kanada der Indian Act die Feier von Powwows.[3]
  4. 1955Um diese Zeit ist das Interesse am Austausch von Liedern und Tänzen unter den Nationen der Plains groß, besonders in Oklahoma; daraus entsteht das intertribal Powwow.[2]
  5. 1978Mit dem American Indian Religious Freedom Act endet das Verbot religiöser Bräuche in den USA auch rechtlich.[5]
  6. 2023Kanada erklärt das Jingle Dress zu einem Ereignis von nationaler historischer Bedeutung.[6]
  7. 12.08.2026Die Crow Tribe of Montana lud vom 12. bis 17. August zur Crow Fair nach Crow Agency ein; sie nannte den Anlass die 107. Crow New Year Celebration, zu der ein Powwow-Zeitplan gehörte.[9] Crow (Apsáalooke)

Wie läuft ein Powwow ab?

Viele Powwows in den Great Plains folgen nach der Encyclopedia of the Great Plains einem Ablauf, den alle Beteiligten kennen. Jede Tanzrunde beginnt mit dem Grand Entry, dem Einzug aller Tänzer, die an den Wettbewerben teilnehmen, in festgelegter Reihenfolge.[2] Zuerst kommen nach Hoefnagels meist indigene Veteranen mit Adlerstäben und den Fahnen indigener Organisationen und Nationen, auch Kanadas und der USA, dann Ehrengäste wie Chiefs, Älteste, Powwow-Prinzessinnen und die Veranstalter, danach die Tänzer, geordnet nach Geschlecht, Alter und Tanzstil.[3]

Nach dem Einzug folgen meist ein Flaggenlied (Flag Song), manchmal ein Ehrenlied, die Vorstellung wichtiger Gäste durch den Zeremonienmeister (Master of Ceremonies) und häufig ein Gebet. Dann ruft der Zeremonienmeister einen "intertribal" Tanz aus, bei dem alle mittanzen dürfen, danach beginnen die Wettbewerbe.[2, 3] Bewertet werden Technik und Haltung, etwa ob ein Tänzer mit dem letzten Trommelschlag auf dem richtigen Fuß stehen bleibt. Als Preise gibt es Geld, Pokale und Sachpreise. Dazu kommen Verlosungen und Geschenkzeremonien, die giveaways, und nach dem offiziellen Teil treffen sich junge Leute oft spät abends zu den lockeren "forty-nine dances".[2]

Leere, kreisrunde Rasenfläche in der Prärie, gesäumt von einer offenen Laube aus Holzpfosten und leeren Holzbänken, am Horizont flache Hügel im Abendlicht
Leerer Festplatz in der Prärie am Abend Bild: KI-generiert

Die Musik spielen meist vier bis zwölf Männer, die im Kreis um eine große Trommel sitzen; Frauen singen nach Hoefnagels oft im Stehen dahinter eine Oktave höher mit. In manchen Regionen gibt es inzwischen auch reine Frauengruppen und gemischte Gruppen.[3] Die Lieder werden von Sängern komponiert, die sie an die anderen Mitglieder der Gruppe weitergeben. Im Norden der Plains schlagen die Trommeln schneller als im Süden, deshalb spielen Gruppen bei Powwows oft in einem neutralen Stil, damit Tänzer aus beiden Traditionen antreten können.[2]

Welche Tänze gibt es beim Powwow?

Die Wettbewerbe richten sich nach der Art der Lieder, nach Schritten und Regalia und nach dem Alter. Nach der Encyclopedia of the Great Plains tanzen Männer meist in den Kategorien Traditional und Fancy, Frauen in Traditional, Fancy und Jingle Dress; jede Kategorie ist nach Alter geteilt, von den Erwachsenen bis zu den Kleinsten, den "tiny tots".[2] Hoefnagels nennt für Kanada bei den Männern Traditional, Grass und Fancy, bei den Frauen Traditional, Jingle Dress und Fancy Shawl, dazu regionale Tänze wie den Hoop Dance.[3] Den Grass Dance führt die Encyclopedia of the Great Plains auf die Pawnee zurück.[4]

Das Jingle Dress ist nach Parks Canada eine heilige Kleid- und Tanztradition von Frauen der Anishinaabe; die Metallkegel am Kleid klingen beim Tanzen im Takt der Trommel. Als Ursprünge nennt die Behörde die Naotkamegwanning First Nation, auch Whitefish Bay genannt, in Ontario und die Mille Lacs Ojibwe in Minnesota. Mündliche Überlieferungen setzen den Ursprung ins frühe 20. Jahrhundert, in die Zeit der Grippepandemie von 1918 bis 1919. Maggie White aus Naotkamegwanning (1922 bis 1991) führte es in den 1960er Jahren bei Powwows ein, seither ist es eine eigene Wettbewerbskategorie. Kanada erklärte das Jingle Dress 2023 zu einem Ereignis von nationaler historischer Bedeutung.[6] Mehr zu den Anishinaabe steht auf der Seite Ojibwe (Anishinaabe).

Zu den Regalia gehören außer der Kleidung Mokassins, Fächer aus Adlerfedern, Haarschmuck, Schmuck und Schminke. Jede Regalia ist nach Hoefnagels einzigartig und dem Tänzer heilig. Viele Stücke tragen Perlenstickerei, oft von Verwandten oder Freunden genäht, andere Bänder oder Stickerei mit Stacheln.[3] Wie diese Techniken entstanden, erklärt die Seite Kunsthandwerk indigener Völker, was für Adlerfedern rechtlich gilt, die Seite Adlerfedern.

Was sollten Gäste bei einem Powwow beachten?

Die Shakopee Mdewakanton Sioux Community in Minnesota richtet ein Wacipi aus, ein Fest mit Tanz und Gesang, bei dem Tänzer und Trommelgruppen aus dem ganzen Land um Preise antreten. Weil es viele heilige Seiten habe, bittet Hoċokata Ṫi, eine Einrichtung der Nation, die Gäste um einige Regeln (Stand der Seite September 2021, im Oktober 2026 abgerufen):[7]

  • während der Gebete nicht zu sprechen und aufzustehen, wenn der Zeremonienmeister es ansagt; Ältere und Menschen mit einer Erkrankung dürfen bei Bedarf sitzen bleiben,[7]
  • den gesegneten Platz in der Mitte nicht als Abkürzung zu nehmen, dort nicht zu rauchen und keine Kinder spielen zu lassen,[7]
  • immer zu fragen, bevor man die Regalia eines Tänzers berührt, weil manche Stücke heilig oder rituell gereinigt sind,[7]
  • die Trommeln und Trommelstöcke nicht anzufassen und nicht zwischen den Stühlen und der Trommel hindurchzugehen,[7]
  • nicht zu fotografieren, wenn eine Adlerfeder zu Boden gefallen ist und Veteranen sie in einer eigenen Zeremonie aufheben.[7]

Hoefnagels nennt zwei Regeln, die bei vielen Powwows gelten: Die Etikette bittet, die Regalia der Tänzer nicht ohne Erlaubnis zu berühren oder zu fotografieren, und Alkohol und Drogen sind auf dem Gelände verboten.[3] An den Ständen gilt in den USA der Indian Arts and Crafts Act. Das Indian Arts and Crafts Board rät, bei Kunsthandwerk auf Powwows die Regeln der Veranstalter zur Echtheit der Ware nachzulesen.[8]

Goldbraun gebackenes Fladenbrot auf einem Holztisch im Freien, dahinter unscharf eine Grasebene unter weitem Abendhimmel
Gebackenes Fladenbrot auf einem Tisch im Freien Bild: KI-generiert

Powwows der Nationen heute

Viele große Powwows finden jedes Jahr statt; die Encyclopedia of the Great Plains nennt als Beispiele die Treffen in Calgary, Denver und Oklahoma City.[2] Im Sommer folgt nach Hoefnagels oft ein Powwow auf das andere, an aufeinanderfolgenden Wochenenden, damit Tänzer, Händler und Gäste mehrere besuchen können.[3]

Manche Nationen richten ihre Feste selbst aus. Die Crow Tribe of Montana lud 2026 zur Crow Fair vom 12. bis 17. August nach Crow Agency ein, für Besucher vom 14. bis 16. August. Sie nannte den Anlass die 107. jährliche "Crow New Year Celebration" und führte einen vorläufigen Zeitplan für das Crow Fair Powwow (Stand Oktober 2026).[9] Mehr dazu steht auf den Seiten Crow (Apsáalooke) und Das Tipi. Powwows stärken nach der Encyclopedia of the Great Plains das Gefühl von Gemeinschaft; viele Teilnehmer freuen sich auf alte und neue Freundschaften so sehr wie auf Gesang, Tanz und Wettbewerbe. Über Auftritte und Aufnahmen erreicht ihre Musik auch andere Gemeinschaften.[2] Welche Feste die Cheyenne heute feiern, steht auf der Seite Cheyenne (Tsistsistas).

Gibt es Powwows in Deutschland?

Ja. Tara Browner von der University of California, Los Angeles, beschrieb 2011 eine Powwow-Szene in Nordeuropa, die sich seit der Mitte der 1990er Jahre gebildet hat. Nach einer Zählung, die sie anführt, gab es damals etwa zwölf bis vierzehn Powwows in Deutschland, drei in Großbritannien, zwei in Tschechien, ein bis zwei in Polen, ein bis zwei in der Schweiz und eines in Schweden. Deutschland nannte sie das Kernland der europäischen Powwow-Szene; hier sitzen die meisten Trommelgruppen.[10]

Browner folgt einer Unterscheidung von Renae Watchman (2005): Die sogenannten Hobbyisten früherer Jahrzehnte stellen eine oft erfundene Vergangenheit nach; die Powwow-Teilnehmer verstehen sich dagegen als Träger einer heutigen Tanz- und Musikpraxis. Ganz getrennt seien beide Gruppen nicht, besonders in der früheren DDR. Ihr Aufsatz fragt auch, ob die Regeln indigener Gemeinschaften für Lieder und Tänze so weit von Nordamerika entfernt gelten. Beim Winter-Powwow in Taucha, das sie besuchte, spielten die Trommelgruppen das Lied zum Einzug schneller als üblich, und statt eines Tanzes für Veteranen gab es eine Ehrung für Hochschullehrer.[10] Wie Karl May und die Western das Bild indigener Völker in Deutschland prägten, erklärt die Seite Darf man "Indianer" sagen?

Mythos und Wahrheit

Mehr zu Kultur und Glauben

Häufige Fragen

Was ist ein Powwow?

Ein Treffen indigener Menschen zum Singen, Tanzen, Feiern und Zusammensein, mit Zeremonien, Tanzwettbewerben und geselligen Tänzen. Das National Museum of the American Indian nennt Powwows soziale Veranstaltungen, die allen offenstehen, indigenen wie nicht indigenen Menschen.

Woher kommt das Wort Powwow?

Aus einer Algonkin-Sprache. Das NMAI führt es auf pau-wau zurück, eine Heilzeremonie; die Encyclopedia of the Great Plains nennt das Narragansett. Andere leiten es laut The Canadian Encyclopedia vom Pawnee-Wort pa wa für "essen" ab.

Darf jeder zu einem Powwow gehen?

Öffentliche Powwows ja, sie stehen laut NMAI allen offen. Es gibt aber auch Powwows nur für die Mitglieder einer Nation, und viele Zeremonien sind für Außenstehende geschlossen. Regeln für Gäste veröffentlichen manche Veranstalter selbst, etwa die Shakopee Mdewakanton Sioux Community.

Darf man beim Powwow fotografieren?

Das hängt vom Veranstalter ab. Die Shakopee Mdewakanton Sioux Community verbietet Fotos, wenn eine Adlerfeder zu Boden gefallen ist und Veteranen sie aufheben. Nach The Canadian Encyclopedia bittet die Etikette, die Regalia der Tänzer nicht ohne Erlaubnis zu berühren oder zu fotografieren.

Was ist der Grand Entry?

Der feierliche Einzug zu Beginn jeder Tanzrunde. Zuerst kommen meist Veteranen mit Adlerstäben und Fahnen, dann Ehrengäste, Älteste und Veranstalter, danach die Tänzer nach Geschlecht, Alter und Tanzstil geordnet.

Woher kommt der Jingle Dress Dance?

Er ist eine heilige Kleid- und Tanztradition von Frauen der Anishinaabe. Parks Canada nennt zwei Ursprünge, die Naotkamegwanning First Nation in Ontario und die Mille Lacs Ojibwe in Minnesota. Mündliche Überlieferungen setzen den Ursprung ins frühe 20. Jahrhundert, in die Zeit der Grippepandemie von 1918 bis 1919. Bei Powwows führte ihn Maggie White in den 1960er Jahren ein.

Gibt es Powwows in Deutschland?

Ja. Tara Browner von der University of California, Los Angeles, nannte 2011 nach einer Zählung etwa zwölf bis vierzehn in Deutschland und das Land das Kernland der europäischen Powwow-Szene. Sie unterscheidet diese Treffen von den älteren Veranstaltungen sogenannter Hobbyisten.

Ist ein Powwow eine religiöse Zeremonie?

Ein Powwow enthält zeremonielle Teile wie den Einzug, Flaggenlieder und oft ein Gebet, ist aber vor allem ein Fest. Das NMAI nennt Powwows soziale Veranstaltungen; viele religiöse Zeremonien der Nationen sind dagegen für Außenstehende geschlossen.

Quellen

  1. Museum Excerpts from Do All Indians Live in Tipis? (Frequently Asked Questions). Smithsonian, National Museum of the American Indian, Native Knowledge 360°. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  2. Nachschlagewerk Kenton Bales: Powwows (Encyclopedia of the Great Plains, hrsg. von David J. Wishart). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026
  3. Nachschlagewerk Anna Hoefnagels: Powwows in Canada (The Canadian Encyclopedia). Historica Canada. Stand 04.04.2016, geändert 16.01.2025. abgerufen am 26.10.2026
  4. Nachschlagewerk Philip J. Deloria und Christopher K. Riggs: Native Americans. Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026
  5. Primärquelle Hiram Price: Rules Governing the Court of Indian Offenses, mit dem Schreiben von Henry M. Teller (Beschreibung und Transkription). Department of the Interior, Office of Indian Affairs; University of North Dakota Scholarly Commons. Stand 30.03.1883. abgerufen am 26.10.2026
  6. Amtliche Stelle Shiibaashka'igan: The Jingle Dress National Historic Event. Parks Canada, Regierung von Kanada. Stand 26.06.2024. abgerufen am 26.10.2026
  7. Tribal Nation Wacipi Etiquette. Shakopee Mdewakanton Sioux Community, Hoċokata Ṫi. Stand 10.09.2021. abgerufen am 26.10.2026
  8. Amtliche Stelle The Indian Arts and Crafts Act of 1990. Indian Arts and Crafts Board, U.S. Department of the Interior. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  9. Tribal Nation Crow Fair 2026. Crow Tribe of Montana. Stand 2026. abgerufen am 26.10.2026

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