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Gary Cooper

Kurz erklärt Gary Cooper war ein US-amerikanischer Schauspieler, geboren am 7. Mai 1901 in Helena (Montana) als Frank James Cooper, gestorben am 13. Mai 1961. Der Western Der Mann aus Virginia (1929) machte ihn zum Star. Als Marshal Will Kane in Zwölf Uhr mittags (1952) gewann er seinen zweiten Oscar als bester Hauptdarsteller, den ersten hatte er für Sergeant York (1941) bekommen.

Weite Graslandschaft in Montana mit einem einfachen Ranchhaus aus Holz und einem Pferch aus Stangen, dahinter die Kette der Rocky Mountains im späten Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Wer war Gary Cooper?

Gary Cooper war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Er kam am 7. Mai 1901 in Helena in Montana als Frank James Cooper zur Welt und starb am 13. Mai 1961.[1, 2, 3] Britannica zählt ihn zu den beständig beliebtesten Stars Hollywoods; seine schlichten, bodenständigen Figuren hätten ihn zum verklärten Bild des Durchschnittsmannes gemacht.[2] Zum Star wurde er mit dem Western Der Mann aus Virginia (1929), und für die Rolle des Marshals Will Kane in Zwölf Uhr mittags (1952) bekam er seinen zweiten Oscar.[2, 22] Nach der Encyclopedia of World Biography war weniger als ein Viertel seiner Spielfilme Western; trotzdem habe Der Mann aus Virginia schon früh dazu beigetragen, ihn als klassischen Westernhelden des Kinos festzulegen.[4]

Von Montana nach Hollywood

Seine Eltern Charles Henry Cooper und Alice Louise Brazier waren nach der Encyclopedia of World Biography aus England eingewandert. Der Vater war Anwalt, stellvertretender Bundesanwalt und Richter am Obersten Gerichtshof von Montana.[2, 4] Die Mutter wollte ihren Söhnen eine bessere Schulbildung geben, als sie eine kleine Gemeinde im Westen bot; Gary besuchte vier Jahre lang eine Schule in Dunstable in England.[3, 4] 1918 und 1919 arbeitete er auf der Ranch seines Vaters, 1920 begann er am Wesleyan College in Bozeman zu studieren. Nach einem schweren Autounfall, bei dem er sich die Hüfte brach, wechselte er 1921 an das Grinnell College in Iowa. Von dem Unfall blieb ihm laut der Encyclopedia of World Biography sein typischer Gang.[4]

1924 verließ er Grinnell und ging nach Los Angeles.[2, 4] Dort suchte er nach der Encyclopedia of World Biography zunächst vergeblich Arbeit als Karikaturist oder Zeichner für eine Werbeagentur; das International Dictionary of Films and Filmmakers nennt für 1924 dagegen eine Arbeit als Zeichner politischer Karikaturen für Zeitungen in Los Angeles.[3, 4] Auf den Rat zweier Freunde aus Montana, früherer Rodeoreiter, wurde er 1925 Statist in Westernfilmen; Britannica nennt ihn für diese Zeit Cowboystatist und Stuntreiter.[2, 4] Das International Dictionary of Films and Filmmakers zählt für 1925 und 1926 etwa 30 Filme, in denen er als Statist auftrat, darunter The Thundering Herd, Wild Horse Mesa und The Vanishing American.[3] Den Vornamen Gary wählte er nach der Encyclopedia of World Biography, um sich von den vielen Frank Coopers in Hollywood abzuheben; Britannica schreibt, sein Agent habe den Namen geändert.[2, 4] Seine erste wichtige Nebenrolle hatte er 1926 in The Winning of Barbara Worth, danach nahm ihn Paramount unter Vertrag.[2, 3, 4]

Im Oktober 1959 erschien in der Zeitschrift Ebony ein Artikel, in dem der in Montana geborene Cooper von Mary Fields erzählte, die als "Stagecoach Mary" die Post zur St. Peter's Mission fuhr. Die Montana Historical Society zitiert daraus seinen Satz, sie sei als Sklavin geboren worden und doch eine der freiesten Seelen geworden, die je gelebt haben.[24]

Der Mann aus Virginia und die ersten Western

Seine ersten Hauptrollen hatte Cooper nach Britannica in Western mit kleinem Budget, die oft Kassenerfolge waren.[2] Aus dieser Zeit führt das International Dictionary of Films and Filmmakers unter anderem Arizona Bound und Nevada (beide 1927). Von 1926 bis 1930 drehte er nach Stuart M. Kaminsky, der dort den Artikel über Cooper schrieb, 23 Filme, mehr als die Hälfte davon Western oder Militärfilme, und spielte darin meist den schüchternen jungen Mann.[3]

Zum Star wurde er nach Britannica mit The Virginian (1929), einem seiner ersten Tonfilme.[2] Der deutsche Titel lautet Der Mann aus Virginia, Regie führte Victor Fleming, Vorlage war ein mehrfach verfilmter Roman von Owen Wister. Die Handlung spielt laut Filmdienst 1880 in Wyoming: Ein aufrechter Cowboy wird von einem skrupellosen Bösewicht bedrängt und muss sich einem Duell stellen. Cooper spielt die Titelfigur, Walter Huston den Gegenspieler Trampas.[5] Das Lexikon des internationalen Films nennt den Film einen der ersten Tonfilme und einen wichtigen Beitrag zum Genre. In Deutschland lief er erst am 2. Dezember 1981 im WDR.[5] In einer kleinen Rolle als Reiter führt der Filmdienst Randolph Scott.[5]

Danach folgten laut der Filmografie des International Dictionary of Films and Filmmakers unter anderem The Texan und The Spoilers (beide 1930) sowie Fighting Caravans (1931).[3] Mit Filmen wie Marokko (1930) und In einem anderen Land (A Farewell to Arms, 1932) wurde er nach Britannica einer der führenden Darsteller Hollywoods.[1, 2]

Weites Grasland mit verstreuten Rindern und einem niedrigen Ranchhaus aus Rundholz, dahinter schneebedeckte Berge unter einem hohen Himmel im warmen Abendlicht
Rinderland in Wyoming, wo Der Mann aus Virginia spielt Bild: KI-generiert

Wild Bill Hickok und Der Westerner

In Cecil B. DeMilles Der Held der Prärie (The Plainsman) spielt Cooper Wild Bill Hickok, im Filmdienst "Wild Bill Hickock" geschrieben. Jean Arthur ist Calamity Jane, James Ellison Buffalo Bill Cody.[6] Nach dem Filmdienst bezwingen Hickok und Buffalo Bill um 1870 mit Calamity Janes Hilfe einen gewissenlosen Waffenhändler, und der Film rafft Ereignisse aus den Jahren 1865 bis 1876 zusammen.[6] Der Filmdienst führt ihn unter dem Produktionsjahr 1936, Britannica unter 1937.[2, 6] Was über Hickok und Calamity Jane belegt ist, beschreiben ihre eigenen Seiten.

In William Wylers Der Westerner (The Westerner, 1940) spielt er den Cowboy Cole Hardin, im AFI Catalog Cole Harden.[7, 26] Der Filmdienst fasst die Handlung so zusammen: Im Streit zwischen Viehzüchtern und Farmern in Texas um 1880 entscheidet ein korrupter Friedensrichter und Saloonbesitzer immer für die Rancher, bis ein mutiger Cowboy als Sheriff dem Terror ein Ende macht.[7] Den Richter, die reale Figur Judge Roy Bean, spielt Walter Brennan; er gewann dafür laut AFI Catalog seinen dritten Oscar als Nebendarsteller.[7, 26] Nach späteren Quellen, die der AFI Catalog wiedergibt, hätte Cooper beinahe seinen Vertrag mit dem Produzenten Samuel Goldwyn gebrochen, weil er die Rolle nicht spielen wollte. Die Dreharbeiten verzögerten sich kurz, als er vom Pferd stürzte.[26]

Im selben Jahr drehte DeMille mit ihm Die scharlachroten Reiter (Northwest Mounted Police). Der Film erzählt nach dem Filmdienst, wie die berittene kanadische Polizei 1885 einen Aufstand niederschlägt, und vom Streit eines Polizeisergeanten und eines Texas Rangers um eine Frau; Cooper spielt Dusty Rivers. Das Lexikon hält wenig davon und spricht von einer schlechten DeMille-Produktion.[8]

Eigene Produktion und Western der 1940er Jahre

1944 gründete Cooper laut International Dictionary of Films and Filmmakers die Produktionsfirma International Pictures.[3] In Der Vagabund von Texas (Along Came Jones, 1945) spielt er den harmlosen Cowboy Melody Jones, der mit einem gesuchten Mörder verwechselt wird; der Filmdienst führt ihn auch als Produzenten und nennt den Film einen Western von rauer Komik mit parodistischen Ansätzen.[9] Kaminsky sieht in diesem Film und in Casanova Brown (1944), die seine Produktionsfirma oder Cooper selbst produzierte, den Versuch, sein früheres Rollenbild zu variieren.[3]

DeMilles Die Unbesiegten (Unconquered, 1947) spielt 1763 im Franzosen- und Indianerkrieg (French and Indian War). Cooper ist der Offizier Christopher Holden, der eine nach Amerika deportierte Engländerin rettet. Der Filmdienst spricht von einem teuren Western-Spektakel, das auf naive Weise unterhält.[10] Von 1943 bis 1952 suchte Cooper nach der Encyclopedia of World Biography mühsam nach guten Stoffen; Filme wie Todfeindschaft (Dallas, 1950) habe man besser vergessen.[4] Der Filmdienst nennt den Western, in dem Cooper den früheren Südstaatenoberst Blayde Hollister spielt, dagegen dank guter Darsteller unterhaltsam.[11]

Zwölf Uhr mittags (1952)

In Fred Zinnemanns Zwölf Uhr mittags spielt Cooper den Marshal Will Kane. Am Tag seiner Hochzeit erfährt er, dass ein Gangster, den er vor Jahren ins Gefängnis gebracht hat, mit dem Mittagszug kommen soll. Die Bürger raten ihm, sich in Sicherheit zu bringen, und seine Braut, eine Quäkerin, will ihn verlassen, falls er sich dem Kampf stellt.[13] Grace Kelly spielt Amy Kane, Ian MacDonald den Gangster Frank Miller.[13] Das Drehbuch schrieb Carl Foreman, der 1951 auf die schwarze Liste geraten war; das Lexikon des internationalen Films liest den Film deshalb auch als bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära.[13]

Nach Britannica gilt die Rolle des alternden Marshals als Coopers beste Leistung und der Film als einer der größten Western.[2] Nach der Encyclopedia of World Biography sah Cooper in Will Kane seinen Vater; seine Krankheiten und seine Müdigkeit, die spätere Rollen belasteten, hätten ihm hier geholfen.[4] Kaminsky stellt den Film neben Der Mann aus Virginia: Beide sind für ihn Höhepunkte von Coopers früher und später Westernzeit. Will Kane sucht die Hilfe seiner Gemeinde und muss lernen, allein zu sein, während der Virginier gar keine Hilfe wollte.[3]

Bei der Oscar-Verleihung am 19. März 1953 wurde Cooper für die Rolle als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Entgegengenommen hat den Preis laut der Academy John Wayne.[22] Dazu kam laut Britannica ein Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama.[2] 1989 nahm die Library of Congress den Film in das National Film Registry auf.[23] Entstehung und Wirkung beschreibt die Seite Zwölf Uhr mittags.

Schlichter Innenraum einer kleinen Holzkirche mit leeren Bankreihen, Sonnenlicht fällt durch einfache Fenster auf den Bretterboden
Leere Holzkirche in einer kleinen Stadt im Westen Bild: KI-generiert

Die Western der 1950er Jahre

Von 1948 bis 1956 war nach Kaminsky die Hälfte seiner 16 Filme Western, und Cooper spielte darin einen schnell alternden Mann, der sich entschlossen gegen die Welt stellt.[3] In Raoul Walshs Die Teufelsbrigade (Distant Drums, 1951) führt er als Quincy Wyatt einen Trupp der US-Armee, der 1840 in Florida gegen Waffenschmuggler vorgeht. Die Schmuggler beliefern nach dem Filmdienst die Seminolen, die sich gegen jede Umsiedlung wehren. Das Lexikon nennt den Film eine naive Wildwest-Saga mit vielen Ungereimtheiten.[12] In André De Toths Gegenspionage (Springfield Rifle, 1952) ist er ein Major der Nordstaaten, der 1864 zum Schein aus der Armee ausgestoßen wird, um einen Spion zu entlarven. Der Filmdienst nennt die Figur Maj. Lex Kearney, Kaminsky Major Alex Kearney.[3, 14]

In Henry Hathaways Der Garten des Bösen (Garden of Evil, 1954) spielt er Hooker. Eine Frau und vier Männer wollen einen verunglückten Goldsucher bergen, nur zwei der sechs kommen zurück. Der Filmdienst hält den Western in der Zeichnung der Figuren für überdurchschnittlich.[15] Im selben Jahr spielt er in Robert Aldrichs Vera Cruz Benjamin Trane, neben Burt Lancaster als Joe Erin. Die beiden Abenteurer jagen nach dem Filmdienst zur Zeit des mexikanischen Kaiserreichs 1866 einem Goldschatz nach. Das Lexikon lobt die Fotografie und die Inszenierung; der Film werde stellenweise zu einer bitteren Studie über die menschliche Selbstsucht.[16] Nach der Encyclopedia of World Biography unterschätzte die Kritik gelegentlich Filme wie Vera Cruz und Der Mann aus dem Westen.[4]

Lockende Versuchung (Friendly Persuasion, 1956) von William Wyler führt der Filmdienst als Drama. Cooper spielt den Quäker Jess Birdwell, dessen Familie 1862 durch plündernde Truppen des Bürgerkriegs in Gewissenskonflikte gerät.[17] Kaminsky sieht darin einen Übergang: Coopers Figur legt die Waffen ab und lehnt die Gewalt ab, die seine Figuren früher kaum in Frage gestellt hatten.[3]

Die letzten Western

In Delmer Daves' Der Galgenbaum (The Hanging Tree, 1958) spielt er den Arzt Doc Joe Frail in einem Goldgräberdorf in Montana im Jahr 1873. Der Filmdienst findet die Handlung psychologisch etwas einfach geraten, lobt aber Darsteller, Inszenierung und Kamera.[18] Anthony Manns Der Mann aus dem Westen (Man of the West) erzählt nach dem Filmdienst von einem früheren Bankräuber, den seine alten Komplizen 1874 zu einem neuen Überfall zwingen; zum Schein gibt er nach und beschließt, die Banditen umzubringen. Cooper spielt Link Jones, Lee J. Cobb Dock Tobin.[19] Das Lexikon zählt den Film zu den meistgerühmten Western der 1950er Jahre, hält aber seine Scheinmoral und die vielen Härten für fragwürdig. Der Filmdienst führt ihn unter 1959, das International Dictionary of Films and Filmmakers unter 1958.[3, 19]

In Robert Rossens Sie kamen nach Cordura (They Came to Cordura, 1959) ist er ein degradierter US-Major, der 1916 fünf Offiziere durch feindliches Gebiet nach Cordura bringen soll. Der Filmdienst nennt die Figur Major Thomas Horn, Kaminsky Major Thomas Thorn.[3, 20] Nach Kaminsky stellt der Film gerade den Mut in Frage, für den Cooper im Kino stand.[3]

Welche Western drehte Gary Cooper?

Die Tabelle nennt die Western unter den 55 Filmen, die der Filmdienst mit Cooper führt, mit Produktionsjahr und Rollennamen laut Filmdienst. Das International Dictionary of Films and Filmmakers führt Dallas unter 1949 und The Hanging Tree unter 1959. Der Vagabund von Texas steht beim Filmdienst im Genre Komödie, die Kritik nennt ihn aber einen Western.[3, 9] Frühe Filme wie Arizona Bound, Nevada, The Texan und Fighting Caravans führt der Filmdienst nicht; sie stehen in der Filmografie des International Dictionary of Films and Filmmakers.[1, 3]

Western mit Gary Cooper laut Filmdienst
JahrFilmOriginaltitelRolleRegie
1929Der Mann aus VirginiaThe VirginianThe VirginianVictor Fleming[5]
1936Der Held der PrärieThe PlainsmanWild Bill HickockCecil B. DeMille[6]
1940Der WesternerThe WesternerCole HardinWilliam Wyler[7]
1940Die scharlachroten ReiterNorthwest Mounted PoliceDusty RiversCecil B. DeMille[8]
1945Der Vagabund von TexasAlong Came JonesMelody JonesStuart Heisler[9]
1947Die UnbesiegtenUnconqueredChristopher HoldenCecil B. DeMille[10]
1950TodfeindschaftDallasBlayde HollisterStuart Heisler[11]
1951Die TeufelsbrigadeDistant DrumsQuincy WyattRaoul Walsh[12]
1952Zwölf Uhr mittagsHigh NoonWill KaneFred Zinnemann[13]
1952GegenspionageSpringfield RifleMaj. Lex KearneyAndré De Toth[14]
1954Der Garten des BösenGarden of EvilHookerHenry Hathaway[15]
1954Vera CruzVera CruzBenjamin TraneRobert Aldrich[16]
1958Der GalgenbaumThe Hanging TreeDoc Joe FrailDelmer Daves[18]
1959Der Mann aus dem WestenMan of the WestLink JonesAnthony Mann[19]
1959Sie kamen nach CorduraThey Came to CorduraMajor Thomas HornRobert Rossen[20]

Welche Oscars gewann Gary Cooper?

Cooper gewann zweimal den Oscar als bester Hauptdarsteller.[1, 2] Den ersten bekam er bei der 14. Verleihung am 26. Februar 1942 für Sergeant York (1941); nominiert waren außerdem Cary Grant, Walter Huston, Robert Montgomery und Orson Welles.[21] In Howard Hawks' Film spielt er nach dem Filmdienst Alvin C. York, einen Farmer aus Tennessee, der vergeblich als Kriegsdienstverweigerer anerkannt werden will und im Ersten Weltkrieg mehrfach ausgezeichnet wird.[25] Der zweite Oscar folgte für Zwölf Uhr mittags bei der 25. Verleihung am 19. März 1953.[22] Bei der 33. Verleihung am 17. April 1961 bekam er einen Ehrenoscar für seine vielen denkwürdigen Leinwandleistungen und das internationale Ansehen, das er als Einzelner der Filmindustrie verschafft hat. Cooper war nicht anwesend, James Stewart nahm den Preis für ihn entgegen.[2, 3, 27]

Woran starb Gary Cooper?

Gary Cooper starb am 13. Mai 1961, nach der Encyclopedia of World Biography an Krebs.[1, 2, 4] Britannica und die Encyclopedia of World Biography nennen Los Angeles als Sterbeort, der Filmdienst Beverly Hills.[1, 2, 4] Während er im Sterben lag, schickten ihm laut der Encyclopedia of World Biography Papst Johannes XXIII., Präsident John F. Kennedy und Königin Elisabeth II. Genesungswünsche.[4]

Sein letzter Auftritt in den Medien war nach dem International Dictionary of Films and Filmmakers 1961 die Fernsehdokumentation The Real West aus der Reihe Project 20, die er als Erzähler sprach.[3] Die Encyclopedia of World Biography schreibt, der Dokumentarfilm habe die Wirklichkeit der Grenze von den Bildern der Fernsehwestern trennen wollen, die Cooper inzwischen verabscheute.[4]

Verfallener Gutshof im spanischen Kolonialstil mit Bogengängen aus Lehmziegeln zwischen trockenen Hügeln mit Säulenkakteen in der Abendsonne
Verlassene Hacienda im trockenen Hügelland Bild: KI-generiert

Was bedeutet Gary Cooper für den Western?

Britannica beschreibt Coopers typische Figur als mutigen, wortkargen und eher zurückhaltenden Mann, den sein aufrechter Charakter zu Heldentaten zwingt, die er nicht sucht.[2] Kaminsky teilt seine Laufbahn in Abschnitte ein: Am Anfang steht der schüchterne junge Held der späten 1920er Jahre, am Ende steht in den letzten Western ein ernster, zögernder Mann, der die amerikanische Vergangenheit befragt.[3] Mehr als 60 seiner Filme spielten laut Kaminsky in der Vergangenheit, und vielleicht sei Cooper auch für das geehrt worden, wofür er in Geschichte und Kultur Amerikas stand.[3]

Laut der Encyclopedia of World Biography war Cooper den Kassenzahlen nach in den 1930er, 1940er und 1950er Jahren der beliebteste männliche Filmstar. Darsteller wie Charles Laughton, John Barrymore und Charles Chaplin hätten ihn für den fähigsten Filmschauspieler Amerikas gehalten.[4] Weitere Stars des Genres stellen die Seiten zu John Wayne, James Stewart und Randolph Scott vor.

Zeitleiste

Zeitleiste: Gary Cooper
  1. 07.05.1901Frank James Cooper kommt in Helena, Montana, zur Welt.[1, 2, 3]
  2. 1924Er verlässt das Grinnell College in Iowa und geht nach Los Angeles.[2, 4]
  3. 1925Statist und Stuntreiter in Westernfilmen.[2, 4]
  4. 1926Erste wichtige Nebenrolle in The Winning of Barbara Worth, danach Vertrag mit Paramount.[2, 3, 4]
  5. 1929Der Western Der Mann aus Virginia macht ihn zum Star.[2, 5]
  6. 1936Wild Bill Hickok in Der Held der Prärie von Cecil B. DeMille.[6] Wild Bill Hickok
  7. 1940Cole Hardin in Der Westerner; Walter Brennan spielt Judge Roy Bean.[7, 26] Judge Roy Bean
  8. 26.02.1942Oscar als bester Hauptdarsteller für Sergeant York.[21]
  9. 1952Marshal Will Kane in Zwölf Uhr mittags.[13] Zwölf Uhr mittags
  10. 19.03.1953Zweiter Oscar als bester Hauptdarsteller, für Zwölf Uhr mittags.[22] Zwölf Uhr mittags
  11. 1954Benjamin Trane in Vera Cruz.[16] Vera Cruz
  12. 17.04.1961Ehrenoscar für seine vielen Leinwandleistungen, den James Stewart stellvertretend entgegennimmt.[2, 27] James Stewart
  13. 13.05.1961Gary Cooper stirbt.[1, 2, 4]

Häufige Fragen

Wie hieß Gary Cooper richtig?

Sein Geburtsname war Frank James Cooper. Nach der Encyclopedia of World Biography nannte er sich Gary, um sich von den vielen Frank Coopers in Hollywood abzuheben; Britannica schreibt, sein Agent habe den Namen geändert.

Woher kam Gary Cooper?

Aus Helena in Montana, wo er am 7. Mai 1901 zur Welt kam. Sein Vater war Richter am Obersten Gerichtshof von Montana. 1918 und 1919 arbeitete Cooper auf der Ranch seines Vaters, danach studierte er am Wesleyan College und am Grinnell College, bevor er 1924 nach Los Angeles ging.

Für welche Filme bekam Gary Cooper den Oscar?

Zweimal als bester Hauptdarsteller: bei der Verleihung am 26. Februar 1942 für Sergeant York und am 19. März 1953 für den Western Zwölf Uhr mittags; den zweiten Preis nahm John Wayne für ihn entgegen. Am 17. April 1961 bekam er einen Ehrenoscar für seine Laufbahn; James Stewart nahm den Preis stellvertretend entgegen.

Wen spielte Gary Cooper in Zwölf Uhr mittags?

Den Marshal Will Kane, der am Tag seiner Hochzeit erfährt, dass ein Gangster, den er ins Gefängnis gebracht hat, mit dem Mittagszug kommen soll. Grace Kelly spielt seine Braut Amy, Ian MacDonald den Gangster Frank Miller.

Spielte Gary Cooper Wild Bill Hickok?

Ja, in Cecil B. DeMilles Der Held der Prärie (The Plainsman). Jean Arthur spielt darin Calamity Jane, James Ellison Buffalo Bill Cody. Der Filmdienst führt den Film unter 1936, Britannica unter 1937.

Welche Western drehte Gary Cooper?

Unter anderem Der Mann aus Virginia (1929), Der Held der Prärie (1936), Der Westerner (1940), Der Vagabund von Texas (1945), Todfeindschaft (1950), Die Teufelsbrigade (1951), Zwölf Uhr mittags (1952), Der Garten des Bösen und Vera Cruz (beide 1954), Der Galgenbaum (1958), Der Mann aus dem Westen und Sie kamen nach Cordura (beide 1959, Jahre laut Filmdienst).

Woran starb Gary Cooper?

Nach der Encyclopedia of World Biography starb er am 13. Mai 1961 an Krebs. Britannica nennt Los Angeles als Sterbeort, der Filmdienst Beverly Hills.

Quellen

  1. Filmdatenbank Gary Cooper, Personenseite mit Filmen. filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  2. Nachschlagewerk Gary Cooper (Britannica Editors). Encyclopaedia Britannica. Stand zuerst 01.02.1999. abgerufen am 27.10.2026
  3. Nachschlagewerk Cooper, Gary (Stuart M. Kaminsky), International Dictionary of Films and Filmmakers. Gale, über Encyclopedia.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  4. Nachschlagewerk Gary Cooper, Encyclopedia of World Biography. Gale, über Encyclopedia.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  5. Filmdatenbank Der Mann aus Virginia (1929), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  6. Filmdatenbank Der Held der Prärie, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  7. Filmdatenbank Der Westerner, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  8. Filmdatenbank Die scharlachroten Reiter, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  9. Filmdatenbank Der Vagabund von Texas, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  10. Filmdatenbank Die Unbesiegten (1947), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  11. Filmdatenbank Todfeindschaft, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 20.02.1995. abgerufen am 27.10.2026
  12. Filmdatenbank Die Teufelsbrigade (1951), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 04.04.2001. abgerufen am 27.10.2026
  13. Filmdatenbank Zwölf Uhr mittags, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 02.05.2024. abgerufen am 27.10.2026
  14. Filmdatenbank Gegenspionage, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 22.10.1996. abgerufen am 27.10.2026
  15. Filmdatenbank Der Garten des Bösen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  16. Filmdatenbank Vera Cruz, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 17.11.2020. abgerufen am 27.10.2026
  17. Filmdatenbank Lockende Versuchung, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 08.09.2022. abgerufen am 27.10.2026
  18. Filmdatenbank Der Galgenbaum, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  19. Filmdatenbank Der Mann aus dem Westen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 14.10.2026. abgerufen am 27.10.2026
  20. Filmdatenbank Sie kamen nach Cordura, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 21.01.1998. abgerufen am 27.10.2026
  21. The 14th Academy Awards (1942). Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  22. The 25th Academy Awards (1953). Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  23. Amtliche Stelle Complete National Film Registry Listing. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  24. Amtliche Stelle The Life and Legend of Mary Fields (Montana Women's History). Montana Historical Society. Stand 08.04.2014. abgerufen am 27.10.2026
  25. Filmdatenbank Sergeant York, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  26. Filmdatenbank The Westerner (1940), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  27. Academy Awards Acceptance Speech Database, 33rd Academy Awards, Honorary Award: Gary Cooper. Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Margaret Herrick Library. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026

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