WesternPerson
Randolph Scott
Kurz erklärt Randolph Scott war ein US-amerikanischer Schauspieler, geboren am 23. Januar 1898 in Orange County (Virginia), gestorben am 2. März 1987. Ab den 1930er Jahren spielte er vor allem in Western. Als seinen wichtigsten Beitrag zur Filmgeschichte sieht das International Dictionary of Films and Filmmakers seine sieben Western mit dem Regisseur Budd Boetticher von 1956 bis 1960; mit Sam Peckinpahs Sacramento (Ride the High Country) beendete er 1962 seine Laufbahn.

Wer war Randolph Scott?
Randolph Scott war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Er kam am 23. Januar 1898 in Orange County in Virginia zur Welt und starb am 2. März 1987.[1, 3] UPI schrieb in seinem Nachruf, er habe 30 Jahre lang den Western beherrscht, als großer, aufrechter Held, der nur langsam in Zorn gerät.[5] Nach Douglas Gomery liegt sein wichtigster Beitrag zur Filmgeschichte in den sieben Western, die er von 1956 bis 1960 mit dem Regisseur Budd Boetticher drehte.[4, 6] Sein letzter Film war Sam Peckinpahs Sacramento (Ride the High Country), danach zog er sich 1962 zurück.[5, 11]
Über sein Geburtsjahr gibt es zwei Angaben. filmportal.de, der Filmdienst, das Dictionary of North Carolina Biography und der AFI Catalog nennen 1898, das International Dictionary of Films and Filmmakers 1903.[1, 2, 3, 4, 11] Nach UPI führten mehrere Hollywood-Nachschlagewerke das Jahr 1903, seine Tochter nannte 1898.[5] Das Dictionary of North Carolina Biography schreibt, die Angaben 1903 und Randolph Crane als Name seien durch Unterlagen aus seiner Zeit nicht bestätigt.[3] filmportal.de führt George Randolph Scott und Randolph Crane als weitere Namen.[1]
Herkunft in Virginia und North Carolina
Scott war nach dem Dictionary of North Carolina Biography der Sohn von Lucy Crane und George Grant Scott aus North Carolina. Von den sieben Geschwistern kam nur er in Orange in Virginia zur Welt, die anderen in Charlotte, wo die Familie lebte.[3] UPI nennt ihn den "Gentleman aus Virginia" Hollywoods.[5] Anfang 1918, im Ersten Weltkrieg, diente er kurz in der 4. Division.[3] 1919 schrieb er sich am Georgia Tech ein, blieb dort aber nur kurz, und 1920 studierte er zwei Quartale an der University of North Carolina. Danach arbeitete er in Charlotte in der Buchhaltungsfirma seines Vaters.[3] UPI schreibt dagegen, er habe in North Carolina Ingenieurwesen studiert und danach mit seinem Vater als Ingenieur gearbeitet.[5]
Der Weg nach Hollywood
Bei einem Urlaub in Kalifornien lernte Scott 1929 nach dem Dictionary of North Carolina Biography angeblich auf einem Golfplatz Howard Hughes kennen, der ihm eine Rolle als Statist in The Far Call anbot.[3] Er blieb in Kalifornien und besuchte die Schauspielschule des Pasadena Community Playhouse. Die Hauptrolle in Under a Virginia Moon brachte ihm nach dem Dictionary of North Carolina Biography ein Filmangebot, das er ablehnte; das Stück The Broken Wing führte zu einem Vertrag mit Paramount. UPI nennt Under a Virginia Moon sein Debüt als Schauspieler, auf das Probeaufnahmen und der Vertrag mit Paramount folgten.[3, 5] Das International Dictionary of Films and Filmmakers nennt Sharp Shooters von 1928 als ersten Film und schreibt, Scott habe sich anfangs mit Nebenjobs durchgeschlagen, eine Zeit lang auch als Sprechlehrer für Gary Cooper.[4] In Coopers Western Der Mann aus Virginia (1929) führt ihn der Filmdienst als Reiter.[12]
Western für Paramount in den 1930er Jahren
Seinen Durchbruch verdankte Scott nach Douglas Gomery im International Dictionary of Films and Filmmakers der Wiederbelebung des B-Western in den 1930er Jahren; bald drehte er Western für Paramount.[4] Der Regisseur Henry Hathaway debütierte laut Britannica mit Heritage of the Desert, einem Western mit Scott, und die beiden drehten danach mehrere B-Filme des Genres. Britannica datiert Heritage of the Desert auf 1932, das International Dictionary of Films and Filmmakers auf 1933.[4, 8] UPI nennt aus dieser Zeit außerdem The Last Round-Up und The Thundering Herd.[4, 5] 1935 begann er nach dem Dictionary of North Carolina Biography, sich von den Western zu lösen, mit Rollen in Musicals und anderen Filmen.[3]
In George B. Seitz' Der Letzte der Mohikaner (1936) spielt Scott Falkenauge, im Original Hawkeye.[4, 13] Der Film verfilmt nach dem Filmdienst die Lederstrumpf-Erzählung von James Fenimore Cooper, die um 1757 im Krieg zwischen Engländern und Franzosen in Nordamerika spielt; Philip Reed ist Uncas, Robert Barrat Chingachgook.[13] Die spätere Verfilmung behandelt die Seite Der letzte Mohikaner (1992).
Gesetzeshüter und Outlaws: die Western um 1940
In Henry Kings Jesse James, Mann ohne Gesetz (1939) spielt Scott Will Wright, Tyrone Power Jesse James und Henry Fonda dessen Bruder Frank. Der Filmdienst schreibt, der Film zeige die heroische Legende, nicht die historische Wahrheit.[14] Im selben Jahr spielte er laut International Dictionary of Films and Filmmakers in Frontier Marshal Wyatt Earp.[4] In Michael Curtiz' Goldschmuggel nach Virginia (Virginia City) spielt er neben Errol Flynn und Humphrey Bogart Vance Irby. Die Handlung dreht sich laut Filmdienst 1864 in Nevada um einen Goldtransport für die Konföderierten; die Seite Virginia City erzählt von der echten Stadt.[15] In Die Bande der Fünf (When the Daltons Rode, 1940) geht es nach dem Filmdienst um die Dalton-Brüder, Scott spielt Tod Jackson.[16]
Fritz Langs Überfall der Ogalalla (Western Union) erzählt nach dem Filmdienst vom Bau der ersten transkontinentalen Telegrafenleitung im Jahr 1861. Scott spielt Vance Shaw. Das Lexikon erkennt darin in Einzelheiten Langs eigene Handschrift; Gomery dagegen zählt den Film zu den mittelmäßigen Filmen, die Scott mit bekannten Regisseuren drehte.[4, 17] 1941 spielte er laut Gomery in Belle Starr den Sam Starr.[4] In Ray Enrights Die Freibeuterin (The Spoilers, 1942) steht er mit Marlene Dietrich und John Wayne vor der Kamera, als Alexander McNamara. Der Filmdienst nennt den Film die spannendste und unterhaltsamste Verfilmung des Westernromans von Rex Beach.[18]

Nach dem Krieg: Abilene, Kansas und Oklahoma
In den 1940er Jahren drehte Scott nach dem Dictionary of North Carolina Biography Kriegsfilme und gegen Ende des Jahrzehnts mehrere schnell gedrehte Western.[3] Banditen ohne Maske (Abilene Town, 1946) spielt nach dem Krieg in Abilene; Scott ist Dan Mitchell, laut Gomery war er auch Mitproduzent.[4, 19] Land der Banditen (Badman's Territory) vom selben Jahr war nach dem Dictionary of North Carolina Biography sein erster großer Kassenerfolg. Der Film zeigt nach dem Filmdienst einen Sheriff um 1890 zwischen Banditen; unter den Figuren sind Belle Starr und Jesse James.[3, 20] In Die Todesreiter von Kansas (Trail Street) spielt er Bat Masterson, der 1880 Farmern in Kansas gegen Bodenspekulanten hilft.[21]
Rächer ohne Waffen (The Gunfighters, 1947) ist nach dem Filmdienst ein Western nach einem Roman von Zane Grey; Scott spielt Brazos Kane.[22] In Abrechnung in Coroner Creek (1948) sucht er als Chris Danning den Mörder seiner Braut. Der Filmdienst lobt die Spannung, bemängelt aber, dass der Film einen Helden verkläre, der rücksichtslos seine Rache sucht.[23] In Banditen am Scheideweg (The Doolins of Oklahoma, 1949) ist er der Bandenführer Bill Doolin, der als Farmer ein bürgerliches Leben beginnen will. Das Lexikon nennt den Film gut inszeniert und psychologisch differenziert.[24]
Star der frühen 1950er Jahre
Zum großen Star wurde Scott nach Gomery erst Anfang der 1950er Jahre: In den ersten vier Jahren des Jahrzehnts stand er auf der jährlichen Liste der zehn beliebtesten Darsteller, sonst nie.[4] Seine Western drehte er nun meist in Farbe, drei oder vier im Jahr. Mit dem Produzenten Harry Joe Brown gründete er eine eigene Firma, die ihm freie Hand bei seinen Filmen gab; Gomery nennt sie Scott-Brown Productions.[4]
Regelmäßig arbeitete er mit André De Toth. Britannica nennt Mann im Sattel (Man in the Saddle, 1951) und Carson City (1952) und schreibt, De Toth habe noch oft mit Scott gedreht.[9] Den ersten der beiden nennt der Filmdienst einen ausgezeichnet fotografierten Edelwestern.[25] In De Toths Ritter der Prärie (The Bounty Hunter, 1954) ist Scott der Kopfgeldjäger Jim Kipp, der einen Eisenbahnüberfall aufklärt.[26] Die siebte Kavallerie (Seventh Cavalry, 1956) von Joseph H. Lewis beginnt, so der Filmdienst, nach der Schlacht am Little Bighorn am 25. Juni 1876. Scott spielt Captain Tom Benson, der der Feigheit beschuldigt wird und die Toten vom Schlachtfeld holen soll. Das Lexikon nennt den Film einen patriotischen Western, in dem viel von Soldatenehre die Rede ist.[27]
Was ist der Ranown-Zyklus?
Mit dem Regisseur Budd Boetticher und dem Drehbuchautor Burt Kennedy drehte Scott ab 1956 eine Reihe straffer, psychologisch vielschichtiger Western, so Britannica.[6] Nach dem BFI heißt die Reihe Ranown-Zyklus, nach den Namen des Produzenten Harry Joe Brown und des Hauptdarstellers und Produzenten Randolph Scott. Den ersten Film, Der Siebente ist dran (Seven Men from Now), produzierte genau genommen John Waynes Firma Batjac; er gilt aber wegen Regie und Hauptdarsteller als Teil der Reihe.[7] Die Filme dauern laut BFI um 75 Minuten und entstanden meist zwischen den vulkanischen Felsen bei Lone Pine in Kalifornien; Boetticher selbst sprach von Filmen, die er in 18 Tagen drehte.[7]
Welcher Film den Zyklus beschließt, sehen die Quellen verschieden. Britannica und Gomery nennen Einer gibt nicht auf (Comanche Station, 1960) als letzten, das BFI Messer an der Kehle (Westbound, 1959).[4, 6, 7] Der Filmdienst führt beide Filme unter früheren Produktionsjahren und nennt Messer an der Kehle den schwächsten Film der Reihe; auch Britannica zählt ihn zu ihren schwächeren Beiträgen.[6, 32, 34]
| Jahr | Film | Originaltitel | Rolle |
|---|---|---|---|
| 1956 | Der Siebente ist dran | Seven Men from Now | Ben Stride[28] |
| 1957 | Um Kopf und Kragen | The Tall T | Pat Brennan[29] |
| 1957 | Fahrkarte ins Jenseits | Decision at Sundown | Bart Allison[30] |
| 1958 | Sein Colt war schneller | Buchanan Rides Alone | Buchanan[31] |
| 1958 | Messer an der Kehle | Westbound | John Hayes[32] |
| 1959 | Auf eigene Faust | Ride Lonesome | Ben Brigade[33] |
| 1959 | Einer gibt nicht auf | Comanche Station | Jeff Cody[34] |
Die Jahre in der Tabelle sind die Produktionsjahre laut Filmdienst. Britannica nennt für Messer an der Kehle 1959 und für Einer gibt nicht auf 1960.[6, 32, 34]
Die sieben Filme
In Der Siebente ist dran sucht Scott als früherer Sheriff Ben Stride die sieben Banditen, die bei einem Überfall auf eine Station von Wells Fargo seine Frau getötet haben.[6, 28] Lee Marvin spielt nach Britannica einen opportunistischen Schurken.[6] Der Filmdienst schreibt, die Kritik sei zuerst zurückhaltend gewesen, später habe der Film als Inbegriff des reinen Western gegolten; er habe Boetticher aus den B-Produktionen herausgeführt.[28] Gomery gibt das Urteil des französischen Filmtheoretikers André Bazin wieder, es sei der intelligenteste und schönste Western, den er kenne.[4]
Um Kopf und Kragen (The Tall T) beruht nach Britannica auf einer Kurzgeschichte von Elmore Leonard. Drei Banditen halten nach einem Überfall auf eine Postkutsche Geiseln fest, um Lösegeld zu erpressen, und Scott spielt eine der Geiseln, die mit List gegen die Entführer gewinnt.[6, 29] Der Filmdienst nennt den Film schlüssig gebaut, dicht und spannend inszeniert.[29] 2000 nahm die Library of Congress ihn in das National Film Registry auf.[10]
In Fahrkarte ins Jenseits (Decision at Sundown) verfolgt Scott als Bart Allison den Mann, der nach dem Filmdienst seine Frau verführt und ihren Selbstmord verschuldet hat. Britannica hält den Film für schwächer, vielleicht weil Kennedy nicht am Drehbuch beteiligt war, lobt aber Scotts Darstellung.[6, 30] Sein Colt war schneller (Buchanan Rides Alone) hat nach Britannica einen halb komischen Unterton; Scott spielt einen Revolvermann, der einen jungen Mann retten will, der wegen Mordes verurteilt ist.[6, 31] Messer an der Kehle (Westbound) spielt nach dem Filmdienst im Bürgerkrieg, ein früherer Captain stellt Banditen, die Geldtransporte der Nordstaaten überfallen.[32]
In Auf eigene Faust (Ride Lonesome) ist Scott Ben Brigade. Britannica nennt ihn einen Kopfgeldjäger, der den von Lee Van Cleef gespielten Mörder seiner Frau sucht; der Filmdienst beschreibt einen früheren Sheriff, der den Täter über die Festnahme von dessen Bruder in eine Falle lockt.[6, 33] In Einer gibt nicht auf (Comanche Station) sucht Scott nach dem Filmdienst als früherer Offizier des Bürgerkriegs seine entführte Frau und findet eine andere entführte Frau, die er zu ihrem blinden Mann zurückbringt; unterwegs hat er es mit Comanche und drei Banditen zu tun.[34] Britannica beschreibt die Suche nach einer Frau, die Comanche entführt haben.[6] Das BFI zählt Um Kopf und Kragen, Auf eigene Faust und Einer gibt nicht auf zu den besten Filmen der Reihe.[7]

Der letzte Film: Sacramento (1962)
In Sam Peckinpahs Sacramento (Ride the High Country) spielt Scott Gil Westrum, Joel McCrea dessen alten Gefährten Steve Judd. Um 1900 sollen die beiden mit dem jungen Heck einen Goldtransport nach Sacramento bringen; als sich ihnen eine junge Frau anschließt, geraten sie in Streit mit einer Goldgräberfamilie.[35] Das Lexikon des internationalen Films schreibt, der Film entmythologisiere den Western und begründe zusammen mit John Fords Der Mann, der Liberty Valance erschoss den Spätwestern; die Helden seien müde, brauchten Brillen und kämen nicht mehr allein in den Sattel.[35]
In New York lief der Film laut AFI Catalog am 20. Juni 1962 an, und er war der letzte Film von Randolph Scott.[11] Gedreht wurde laut AFI Catalog ab dem 16. Oktober 1961 am Mammoth Lake in der High Sierra. Der Filmdienst führt den Film unter dem Produktionsjahr 1961.[11, 35] Nach dem Dictionary of North Carolina Biography galt er als Scotts bester Film, 1992 kam er in das National Film Registry.[3, 10] Mehr über die Entstehung steht auf der Seite über Sam Peckinpah.
Welche Western drehte Randolph Scott?
Der Filmdienst führt 58 Filme mit Scott.[2] Produktionsjahr und Rollennamen folgen dem Filmdienst; die Western mit Budd Boetticher stehen in der Tabelle zum Ranown-Zyklus.[2]
| Jahr | Film | Originaltitel | Rolle | Regie |
|---|---|---|---|---|
| 1929 | Der Mann aus Virginia | The Virginian | Reiter | Victor Fleming[12] |
| 1936 | Der Letzte der Mohikaner | The Last of the Mohicans | Falkenauge | George B. Seitz[13] |
| 1939 | Jesse James, Mann ohne Gesetz | Jesse James | Will Wright | Henry King[14] |
| 1939/40 | Goldschmuggel nach Virginia | Virginia City | Vance Irby | Michael Curtiz[15] |
| 1940 | Die Bande der Fünf | When the Daltons Rode | Tod Jackson | George Marshall[16] |
| 1940 | Überfall der Ogalalla | Western Union | Vance Shaw | Fritz Lang[17] |
| 1942 | Die Freibeuterin | The Spoilers | Alexander McNamara | Ray Enright[18] |
| 1946 | Banditen ohne Maske | Abilene Town | Dan Mitchell | Edwin L. Marin[19] |
| 1946 | Land der Banditen | Badman's Territory | Mark Rowley | Tim Whelan[20] |
| 1946 | Die Todesreiter von Kansas | Trail Street | Bat Masterson | Ray Enright[21] |
| 1947 | Rächer ohne Waffen | The Gunfighters | Brazos Kane | George Waggner[22] |
| 1948 | Abrechnung in Coroner Creek | Coroner Creek | Chris Danning | Ray Enright[23] |
| 1949 | Banditen am Scheideweg | The Doolins of Oklahoma | Bill Doolin | Gordon Douglas[24] |
| 1951 | Mann im Sattel | Man in the Saddle | Owen Merritt | André De Toth[25] |
| 1954 | Ritter der Prärie | The Bounty Hunter | Jim Kipp | André De Toth[26] |
| 1956 | Die siebte Kavallerie | Seventh Cavalry | Captain Tom Benson | Joseph H. Lewis[27] |
| 1961 | Sacramento | Ride the High Country | Gil Westrum | Sam Peckinpah[35] |
Woran starb Randolph Scott?
Randolph Scott starb am 2. März 1987 in seinem Haus in Beverly Hills.[1, 5] Nach UPI starb er eines natürlichen Todes, nachdem er einige Jahre krank gewesen war.[5] Das International Dictionary of Films and Filmmakers nennt Los Angeles als Sterbeort, der Filmdienst Bel Air.[2, 4] Begraben wurde er nach dem Dictionary of North Carolina Biography auf dem Elmwood Cemetery in Charlotte.[3]
Als er 1962 aufhörte, war Scott nach Gomery einer der reichsten Männer Hollywoods. Das Vermögen, nach dieser Quelle auf zig Millionen Dollar geschätzt, stammte aus seinen Filmen und aus Anlagen in Ölquellen und Grundbesitz.[4] UPI nennt Grundbesitz vor allem im San Fernando Valley.[5] Im Fernsehen trat er nach Gomery nie in neuen Rollen auf, man sah ihn dort nur in seinen alten Filmen.[4]

Was bedeutet Randolph Scott für den Western?
Gomery schreibt, Scott sei in seiner 35 Jahre langen Laufbahn einer einzigen Rolle treu geblieben, dem schüchternen, aber gefürchteten Westernhelden, obwohl er im Leben weder aus dem Westen kam noch Cowboy war.[4] Seinen wichtigsten Beitrag zur Filmgeschichte sieht er in den sieben Filmen mit Boetticher, in denen Scott einen alternden Cowboy spielt; der Kritiker Andrew Sarris habe darin einen neuen Stil des Western gesehen.[4] Für das BFI sind die Ranown-Filme der Ausgangspunkt für jedes Gespräch über Boetticher.[7]
Das Dictionary of North Carolina Biography beschreibt Scott als bescheidenen Mann, der die Öffentlichkeit mied und als Südstaaten-Gentleman galt.[3] Gary Cooper, in dessen Western Der Mann aus Virginia Scott 1929 als Reiter auftrat, und Sam Peckinpah, der Regisseur seines letzten Films, haben eigene Seiten.[12, 35]
Zeitleiste
- 23.01.1898Randolph Scott kommt in Orange County, Virginia, zur Welt; das International Dictionary of Films and Filmmakers nennt 1903.[1, 3, 4]
- 1929Nach einem Urlaub in Kalifornien bleibt er dort und besucht die Schauspielschule des Pasadena Community Playhouse.[3]
- 1932Heritage of the Desert, laut Britannica der erste Spielfilm von Henry Hathaway, ein Western mit Scott.[8]
- 1936Falkenauge in Der Letzte der Mohikaner.[4, 13]
- 1939Will Wright in Jesse James, Mann ohne Gesetz.[14] Jesse James
- 1946Land der Banditen wird sein erster großer Kassenerfolg.[3, 20]
- 1956Der Siebente ist dran, der erste Western mit Budd Boetticher.[6, 28]
- 1960Comanche Station, laut Britannica der letzte Film des Zyklus mit Boetticher.[6]
- 20.06.1962Ride the High Country (Sacramento) läuft in New York an, sein letzter Film.[11] Sam Peckinpah
- 02.03.1987Randolph Scott stirbt in Beverly Hills.[1, 5]
Häufige Fragen
Wann wurde Randolph Scott geboren?
Am 23. Januar 1898 in Orange County in Virginia, so filmportal.de. Das Dictionary of North Carolina Biography und der Filmdienst nennen dasselbe Datum, das Dictionary als Ort Orange in Virginia. Das International Dictionary of Films and Filmmakers nennt 1903. Nach UPI führten mehrere Hollywood-Nachschlagewerke dieses Jahr, seine Tochter nannte 1898.
Was ist der Ranown-Zyklus?
So heißen die Western, die Budd Boetticher mit Randolph Scott in der Hauptrolle drehte, meist nach Drehbüchern von Burt Kennedy. Der Name stammt laut BFI von Randolph Scott und dem Produzenten Harry Joe Brown. Gezählt werden sieben Filme von Der Siebente ist dran (1956) an; welcher der letzte ist, sehen die Quellen verschieden.
Welche Western drehte Randolph Scott mit Budd Boetticher?
Der Siebente ist dran (Seven Men from Now), Um Kopf und Kragen (The Tall T), Fahrkarte ins Jenseits (Decision at Sundown), Sein Colt war schneller (Buchanan Rides Alone), Messer an der Kehle (Westbound), Auf eigene Faust (Ride Lonesome) und Einer gibt nicht auf (Comanche Station).
Was war der letzte Film von Randolph Scott?
Ride the High Country, deutsch Sacramento, von Sam Peckinpah. Scott spielt darin Gil Westrum, Joel McCrea dessen alten Gefährten Steve Judd. In New York lief der Film am 20. Juni 1962 an, danach zog sich Scott vom Film zurück.
Spielte Randolph Scott Wyatt Earp?
Ja. Das International Dictionary of Films and Filmmakers führt ihn 1939 in Frontier Marshal in der Rolle des Wyatt Earp. 1946 spielte er laut Filmdienst in Die Todesreiter von Kansas außerdem Bat Masterson.
War Randolph Scott reich?
Nach dem Dictionary of North Carolina Biography galt er später als Multimillionär und einer der reichsten Stars Hollywoods. UPI nennt Grundbesitz vor allem im San Fernando Valley, das International Dictionary of Films and Filmmakers dazu Ölquellen.
Woran starb Randolph Scott?
Nach UPI starb er am 2. März 1987 in seinem Haus eines natürlichen Todes, nachdem er einige Jahre krank gewesen war; filmportal.de nennt Beverly Hills als Sterbeort. Begraben wurde er in Charlotte in North Carolina.
Quellen
- Filmdatenbank Randolph Scott, Personenseite. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Randolph Scott, Personenseite mit Filmen. filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Scott, George Randolph (William S. Powell), aus dem Dictionary of North Carolina Biography. NCpedia, State Library of North Carolina; University of North Carolina Press. Stand 1994. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Scott, Randolph (Douglas Gomery), International Dictionary of Films and Filmmakers. Gale, über Encyclopedia.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Presse Randolph Scott, who appeared in dozens of Westerns films (Vernon Scott). United Press International, UPI Archives. Stand 02.03.1987. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Budd Boetticher, Artikel von Michael Barson. Encyclopaedia Britannica. Stand zuerst 30.07.2013. abgerufen am 27.10.2026
- Presse Where to begin with Budd Boetticher (Matthew Thrift). BFI, British Film Institute. Stand 23.09.2019. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Henry Hathaway, Artikel von Michael Barson. Encyclopaedia Britannica. Stand zuerst 18.06.2013. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk André De Toth, Artikel von Michael Barson. Encyclopaedia Britannica. Stand zuerst 20.03.2013. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle Complete National Film Registry Listing. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Ride the High Country (1962), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Der Mann aus Virginia (1929), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Der Letzte der Mohikaner (1936), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Jesse James, Mann ohne Gesetz, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.09.2020. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Goldschmuggel nach Virginia, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Die Bande der Fünf, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Überfall der Ogalalla, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 05.02.2019. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Die Freibeuterin, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Banditen ohne Maske, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Land der Banditen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 13.10.1997. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Die Todesreiter von Kansas, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Rächer ohne Waffen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Abrechnung in Coroner Creek, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Banditen am Scheideweg, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Mann im Sattel, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Ritter der Prärie, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 17.05.1995. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Die siebte Kavallerie, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Der Siebente ist dran, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Um Kopf und Kragen (1957), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Fahrkarte ins Jenseits, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 11.06.1996. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Sein Colt war schneller, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Messer an der Kehle, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 25.01.1996. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Auf eigene Faust, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Einer gibt nicht auf, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Sacramento, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 02.10.1995. abgerufen am 27.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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