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Mississippi und Missouri
Kurz erklärt Der Mississippi fließt vom Lake Itasca in Minnesota zum Golf von Mexiko, der Missouri von Three Forks in Montana bis knapp oberhalb von St. Louis, wo er in den Mississippi mündet. Die Länge geben Behörden verschieden an: den Mississippi mit 2.320 bis 2.350 Meilen, den Missouri mit 2.321 bis 2.619 Meilen. Im 19. Jahrhundert waren beide Flüsse Wege in den Westen; auf dem Missouri setzte die American Fur Company nach Britannica ab 1830 Dampfer ein.

Wie lang sind Mississippi und Missouri?
Der Mississippi entspringt im Lake Itasca in Minnesota und fließt fast genau nach Süden bis in den Golf von Mexiko. Etwa auf halbem Weg nimmt er von Westen den Missouri und von Osten den Ohio auf.[4] Der Missouri entsteht in Montana bei Three Forks, wo Jefferson, Madison und Gallatin zusammenfließen, und mündet knapp oberhalb von St. Louis in den Mississippi.[2] Nach Britannica liegt die Mündung etwa 10 Meilen (16 Kilometer) nördlich der Stadt.[5]
Wie lang die Flüsse sind, hängt davon ab, wo man zu messen beginnt. Der U.S. Geological Survey (USGS) misst den Missouri ab Red Rock Creek in Montana, dem entferntesten Quellbach, und kommt auf 2.540 Meilen (rund 4.090 Kilometer); für den Mississippi nennt er 2.340 Meilen (rund 3.770 Kilometer).[1] Das U.S. Army Corps of Engineers, das die großen Dämme am Missouri betreibt, rechnet 2.321 Meilen ab Three Forks und 2.619 Meilen ab dem Quellbach Hell Roaring Creek und nennt den Missouri den längsten Fluss der USA.[2] Britannica kommt ab Three Forks auf 2.315 Meilen.[5] Für den Mississippi gibt der National Park Service 2.350 Meilen an und nennt daneben die Zahl der Umweltbehörde EPA, 2.320 Meilen.[3] Missouri und unterer Mississippi ergeben zusammen nach USGS und Britannica etwa 3.710 Meilen (rund 5.970 Kilometer).[1, 4]
| Quelle | Mississippi | Missouri |
|---|---|---|
| USGS (1990) | 2.340 Meilen; Einzugsgebiet 1,15 Millionen Quadratmeilen, ohne Atchafalaya und Red River[1] | 2.540 Meilen ab Red Rock Creek; 529.000 Quadratmeilen[1] |
| Army Corps of Engineers (2018) | in der Quelle nicht genannt | 2.321 Meilen ab Three Forks, 2.619 Meilen ab Hell Roaring Creek; 529.350 Quadratmeilen[2] |
| National Park Service (2026) | 2.350 Meilen; etwa 1,2 Millionen Quadratmeilen[3] | etwa 100 Meilen länger als der Mississippi[3] |
| Britannica (2026) | 2.340 Meilen; etwa 1,2 Millionen Quadratmeilen[4] | 2.315 Meilen ab Three Forks; etwa 529.400 Quadratmeilen[5] |
Das Einzugsgebiet des Mississippi umfasst nach dem National Park Service ganz oder teilweise 31 Bundesstaaten und zwei kanadische Provinzen, etwa 40 Prozent der Fläche der USA ohne Alaska und Hawaii.[3] Zum Einzugsgebiet des Missouri gehören laut Corps of Engineers ganz Nebraska, der größte Teil von Montana, Wyoming, North Dakota und South Dakota, etwa die Hälfte von Kansas und Missouri und rund 9.700 Quadratmeilen in Kanada.[2] Die Länge ändert sich auch mit dem Fluss selbst: Am unteren Mississippi zwischen Cairo in Illinois und New Orleans schnitt der Fluss von 1766 bis 1885 an 18 Stellen enge Schleifen ab und wurde dadurch 218 Meilen kürzer.[1]
Woher der Name Missouri kommt
Nach dem Staatsarchiv von Missouri geht der Name auf ein Volk zurück, die Missouris. Oft werde das Wort als "schlammiges Wasser" gedeutet. Das Bureau of American Ethnology der Smithsonian Institution übersetzte es mit "Ort der großen Kanus", andere Fachleute mit "Volk der Holzkanus" oder "der mit dem großen Kanu".[6] Auf frühen französischen Karten hieß der Fluss nach Britannica Peki-tan-oui, später Oumessourit.[5]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Der Mississippi ist eindeutig der längste Fluss der USA.
Was belegt ist
Das hängt von der Quelle ab. Britannica nennt den Mississippi den längsten Fluss Nordamerikas. Der USGS gibt dagegen dem Missouri mit 2.540 Meilen mehr Länge als dem Mississippi mit 2.340 Meilen, der National Park Service hält den Missouri für etwa 100 Meilen länger, und das Army Corps of Engineers nennt ihn den längsten Fluss der USA.[1, 2, 3, 4]
Geschichte von Mississippi und Missouri
Die Nationen an den Flüssen
Am Mississippi lebten indigene Völker, die den Fluss nach dem National Park Service zur Versorgung und als Verkehrsweg nutzten. Später kamen mit den Dampfern weiße Siedler, oft mit Versklavten, nahmen den Nationen ihr Land und machten daraus Farmen und Städte.[3] Am oberen Missouri lebten nach Britannica seit Jahrtausenden unter anderem Blackfeet, Hidatsa und Crow.[5] Als die ersten Pelzhändler im 18. Jahrhundert das heutige North Dakota erreichten, fanden sie dort nach dem Army Corps of Engineers die Dörfer der Hidatsa, Mandan und Arikara. Diese Bauern lebten in Erdhausdörfern, die Handelsplätze für die Völker der Plains und für Reisende auf dem Fluss waren.[9]
Am Missouri lag auch das Land der Lakota. Zu den Lakota im Reservat der Standing Rock Sioux Tribe gehören die Hunkpapa und die Sihasapa, zwei der sieben Gruppen der Lakota. Nach der Darstellung der Nation zogen sie früher zwischen Cheyenne River und Heart River umher, im Osten bis an den Missouri und im Westen bis an den Tongue River. Der Vertrag von Fort Laramie von 1868 sprach der Großen Sioux-Reservation das ganze heutige South Dakota westlich des Missouri zu, mit den Black Hills und dem Fluss, den die Nation "lebenspendend" nennt.[10]
Die ersten Europäer an der Mündung des Missouri waren nach Britannica 1673 die Franzosen Jacques Marquette und Louis Jolliet, die mit Kanus den Mississippi hinabfuhren. Anfang des 18. Jahrhunderts fuhren französische Pelzhändler den Missouri hinauf.[5]
Der Mississippi als Grenze
Mit dem Louisiana Purchase kauften die USA am 30. April 1803 von Frankreich 828.000 Quadratmeilen Land westlich des Mississippi für 15 Millionen Dollar und verdoppelten damit ihre Fläche. Die National Archives halten fest, dass der Vertrag die Folgen für die Tausenden Menschen aus Dutzenden Nationen überging, die dort lebten.[11]
Das Gesetz vom 28. Mai 1830, der Indian Removal Act, nennt den Fluss schon im Titel: Es regelte einen Landtausch mit den Nationen in den Staaten und Territorien und ihre Umsiedlung "westlich des Flusses Mississippi". Der Präsident durfte dafür Land westlich des Mississippi, das zu keinem Staat und keinem organisierten Territorium gehörte, in Bezirke aufteilen.[12]
Lewis und Clark den Missouri hinauf
Für das Corps of Discovery der Lewis-und-Clark-Expedition war der Missouri der Weg nach Westen; der National Park Service datiert die Reise auf 1803 bis 1806.[13] Den Winter 1803/04 verbrachten die Männer im Camp Dubois am Wood River, das damals auf der Seite von Illinois nahe der Mündung des Missouri lag. Am 14. Mai 1804 brachen sie auf und lagerten am Abend sechs Meilen flussaufwärts.[14] Am 2. November 1804 erreichten sie den Platz, an dem sie ihr Winterlager bauten; Lewis nannte es Fort Mandan zu Ehren der Nachbarn.[15]
Im Juli 1805 lagerten sie bei Three Forks, wo der Missouri aus drei Flüssen entsteht. Sie beschrieben die Gegend als Land der Blackfeet mit vielen Grizzlybären und empfahlen, dort ein Fort zu bauen. An derselben Stelle hatten Hidatsa früher Sacagawea gefangen genommen, die nun mit der Expedition reiste.[7]
Flussdampfer auf Mississippi und Missouri
Den unteren Mississippi nennt Britannica die goldene, manchmal tückische Straße der Mississippi-Dampfer, jener "Paläste auf Schaufelrädern".[4] Auf dem Missouri setzte die American Fur Company nach Britannica 1830 die ersten Dampfer ein.[5] Im Sommer 1832 brachte Kenneth McKenzie, Leiter des Handelspostens Fort Union nahe der Mündung des Yellowstone, das erste Dampfschiff dorthin. Der Transport wurde so billig, dass die Pelzkompanie mehr für Felle zahlen konnte als die Hudson's Bay Company, und sie gewann Handelspartner unter den Blackfeet.[16]
In Fort Union tauschten von 1828 bis 1867 Assiniboine, Crow, Plains Cree, Blackfeet, Plains Ojibwa, Mandan, Hidatsa, Arikara, Lakota und Dakota Bisonhäute, Biberfelle und andere Pelze gegen Waren aus acht Ländern. Im Durchschnitt nahm der Posten jedes Jahr mehr als 25.000 Bisonroben an.[8] Mit den Händlern kamen Seuchen: Die Leute von Fort Union verbreiteten nach dem National Park Service, oft ohne es zu wissen, die Pocken und andere Krankheiten, die die Gesellschaften ihrer Handelspartner verheerten.[16]
Den Höhepunkt erreichte der Dampferverkehr auf dem Missouri nach Britannica 1858. Im Jahr darauf erreichte die Bahnstrecke Hannibal and St. Joseph Railway die Stadt St. Joseph in Missouri, und der Verkehr auf dem Fluss ging zurück.[5] Weit oben im heutigen Montana lag Fort Benton, 1846 als Handelsposten der American Fur Company gegründet. Hier endete die Schifffahrt auf dem Missouri, und laut National Park Service legten in einer Saison fünfzig Dampfer am Kai an. Sie brachten Pelzhändler, Goldsucher und Siedler; Wagen mit Ochsengespannen zogen die Fracht weiter zu den abgelegenen Siedlungen der nördlichen Plains.[17]

Die Fahrt der Far West 1876
1876 forderte die Armee Grant Marsh als Kapitän und Lotsen der Far West an. Das Schiff begleitete den Feldzug von General Alfred Terry und George Armstrong Custer, und Marsh fuhr damit 64 Meilen den flachen Bighorn hinauf bis zur Mündung des Little Bighorn.[18] Nach der Schlacht am Little Bighorn waren am 30. Juni um 2 Uhr morgens alle Verwundeten an Bord. Am 3. Juli legte das Schiff ab, und Marsh schaffte die mehr als 700 Meilen bis Fort Abraham Lincoln in 54 Stunden. Kein Liniendampfer auf dem Missouri erreichte diesen Wert nach dem National Park Service jemals wieder.[19] Die Seite des Missouri National Recreational River nennt 710 Meilen bis Bismarck und mehr als 50 Verwundete aus Major Renos Abteilung; mit Marsh kam die Nachricht vom Schicksal der 7. Kavallerie zum Rest des Landes.[18]
Mark Twain auf dem Mississippi
Mark Twain wuchs in Hannibal am Mississippi auf. Seine Schilderung der Dampferzeit vor dem Bürgerkrieg in "Life on the Mississippi" (1883) beruht nach Britannica auf eigener Erfahrung.[4] Darin erzählt er, wie er einen Lotsen nach drei Tagen Belagerung überredete, ihm den Fluss von New Orleans bis St. Louis beizubringen, für 500 Dollar, zahlbar vom ersten Lohn nach der Lehrzeit. In einer Fußnote erklärt er den Ruf "mark twain": zwei Faden Wassertiefe, rund 3,7 Meter.[20] Grant Marsh war 1858 Erster Maat auf dem Dampfer A. B. Chambers No. 2, sein Zweiter Maat war nach dem National Park Service Samuel Clemens, der spätere Mark Twain.[18] Die Online Nevada Encyclopedia nennt für Clemens dagegen 1857 als Beginn der Lehre beim Lotsen Horace Bixby; danach fuhr er als Lotse auf dem Mississippi.[28]
Dämme am Missouri und die Folgen für die Nationen
Im 20. Jahrhundert bauten die USA den Missouri um. Der Rivers and Harbors Act von 1912 sah eine 6 Fuß tiefe Fahrrinne von der Mündung bis Kansas City vor, das Gesetz von 1945 eine Rinne von 9 Fuß Tiefe und 300 Fuß Breite (rund 2,7 und 91 Meter) bis Sioux City in Iowa.[2] Nach dem Hochwasser von 1943 legte Oberst Lewis A. Pick vom Corps of Engineers einen Plan mit Deichen, kleinen Stauseen an den Nebenflüssen und fünf weiteren Dämmen am Missouri vor. Der Flood Control Act von 1944 verband ihn mit den Plänen des Bureau of Reclamation zum Pick-Sloan-Programm.[2, 22]
Am oberen Missouri stehen heute sechs große Dämme: Fort Peck in Montana, gebaut ab 1933, Garrison in North Dakota, Oahe, Big Bend und Fort Randall in South Dakota und Gavins Point an der Grenze zwischen Nebraska und South Dakota.[2, 21] Zusammen fassen die Stauseen nach dem Corps rund 72,4 Millionen Acre-Fuß (rund 89 Kubikkilometer), mehr als die Hälfte des Speicherraums aller Stauseen im Einzugsgebiet; es ist das größte System von Stauseen in den USA.[2] Der Schlamm bleibt seitdem in den Seen. Bei Omaha führte der Fluss vor dem Bau im Mittel 175 Millionen Tonnen Schwebstoffe im Jahr, seit dem Schließen des Fort-Randall-Damms 1952 sind es etwa 20 bis 25 Millionen Tonnen.[2] Den Spitznamen "Big Muddy" hat der Missouri nach Britannica von dieser Fracht.[5]
Den Garrison Dam stellte das Corps 1953 bei Riverdale fertig. Sein Stausee, der Lake Sakakawea, ist 178 Meilen lang und der drittgrößte künstliche See der USA.[9] Das Fort Berthold Indian Reservation der Mandan, Hidatsa und Arikara verlor dadurch nach einem Bericht des US-Senats von 2003 mehr als 150.000 Acres (über 600 Quadratkilometer), ein Viertel seines Landes; auch das Krankenhaus des U.S. Public Health Service in Elbowoods wurde zerstört. Nach den Verträgen hätte das Land nicht ohne Zustimmung der Three Affiliated Tribes genommen werden dürfen, doch vor dem Gesetz von 1944 fragte sie niemand. Das Bureau of Indian Affairs kannte die drohenden Schäden und erhob keinen Einwand. 1949 mussten 325 Familien umziehen, 80 Prozent der Mitglieder.[22] Ein späteres Entschädigungsgesetz, Titel XXXV des Public Law 102-575, nennt die Three Affiliated Tribes und die Standing Rock Sioux Tribe schon im Namen; 2003 empfahl der Senatsausschuss für indianische Angelegenheiten einstimmig, darin 20 Millionen Dollar für eine Gesundheitseinrichtung in Fort Berthold vorzusehen; ein Krankenhaus mit voller stationärer Versorgung sollte sie ausdrücklich nicht sein.[22]
Am Mississippi beschloss der Kongress nach dem verheerenden Hochwasser von 1927 im Flood Control Act von 1928 das Projekt Mississippi River and Tributaries: ein zusammenhängendes System von Bauwerken im unteren Tal, das vor Hochwasser schützen und eine Fahrrinne sichern sollte.[23]
Zeitleiste
- 1673Jacques Marquette und Louis Jolliet erreichen als erste Europäer die Mündung des Missouri.[5]
- 30.04.1803Mit dem Louisiana Purchase kaufen die USA von Frankreich 828.000 Quadratmeilen Land westlich des Mississippi.[11] Louisiana Purchase
- 14.05.1804Das Corps of Discovery bricht vom Camp Dubois den Missouri hinauf auf.[14] Lewis-und-Clark-Expedition
- 02.11.1804Lewis und Clark erreichen den Platz ihres Winterlagers, das sie Fort Mandan nennen.[15] Mandan
- Juli 1805Die Expedition lagert bei Three Forks, wo der Missouri aus drei Flüssen entsteht.[7] Lewis-und-Clark-Expedition
- 1828Die American Fur Company gründet Fort Union nahe der Mündung des Yellowstone.[8]
- 1830Die American Fur Company setzt nach Britannica die ersten Dampfer auf dem Missouri ein.[5]
- 28.05.1830Der Indian Removal Act regelt die Umsiedlung von Nationen westlich des Mississippi.[12] Indian Removal Act
- 1832Kenneth McKenzie bringt das erste Dampfschiff nach Fort Union.[16]
- 1846Fort Benton entsteht als Handelsposten der American Fur Company.[17]
- 1858Der Dampferverkehr auf dem Missouri erreicht nach Britannica seinen Höhepunkt.[5]
- 29.04.1868Der Vertrag von Fort Laramie spricht der Großen Sioux-Reservation das heutige South Dakota westlich des Missouri zu.[10] Verträge von Fort Laramie
- 03.07.1876Die Far West legt mit Verwundeten vom Little Bighorn ab und erreicht Fort Abraham Lincoln nach 54 Stunden.[19, 18] Schlacht am Little Bighorn
- 1883Mark Twain veröffentlicht Life on the Mississippi.[4] Mark Twain
- 1928Der Flood Control Act beschließt nach dem Hochwasser von 1927 das Projekt Mississippi River and Tributaries.[23]
- 1933In Montana beginnt der Bau des Fort Peck Dam am Missouri.[2]
- 1944Der Flood Control Act (Pick-Sloan-Programm) sieht weitere große Dämme am Missouri vor.[2, 22]
- 1949325 Familien aus dem Fort Berthold Indian Reservation müssen wegen des Garrison Dam umziehen.[22] Mandan
- 1953Das Army Corps of Engineers stellt den Garrison Dam bei Riverdale fertig.[9]
- 1978Der erste Abschnitt des Missouri National Recreational River und der Lewis and Clark National Historic Trail entstehen.[24, 25]
Was ist heute an Mississippi und Missouri zu sehen?
Am Lake Itasca ist der Mississippi 20 bis 30 Fuß (6 bis 9 Meter) breit, so schmal wie nirgends sonst; Wasser braucht von dort etwa drei Monate bis zum Golf. Einen 72 Meilen langen Abschnitt am oberen Fluss betreut der National Park Service als Mississippi National River and Recreation Area.[3]
Am Missouri erinnern mehrere Orte an diese Geschichte:
- Der Missouri Headwaters State Park in Montana liegt am Zusammenfluss von Jefferson, Madison und Gallatin; er ist laut Montana Fish, Wildlife and Parks ganzjährig geöffnet (Stand: Oktober 2026).[27] Der Ort ist als Three Forks of the Missouri ein National Historic Landmark.[7]
- Fort Benton ist National Historic Landmark. Dort lässt sich am alten Kai der Dampfer entlanggehen; zu sehen sind Historic Old Fort Benton, das Museum of the Upper Missouri, das Museum of the Northern Great Plains und das Besucherzentrum des Upper Missouri River Breaks National Monument.[17]
- Fort Union Trading Post nahe der Mündung des Yellowstone erwarb der National Park Service 1966. Der heutige Bau ist ein Nachbau, der sich teilweise auf Grabungen stützt.[8]
- Zwei relativ frei fließende Abschnitte schützt der National Park Service als Missouri National Recreational River: 59 Meilen unterhalb des Gavins Point Dam bis Ponca in Nebraska seit 1978 und 39 Meilen unterhalb des Fort Randall Dam bis Running Water in South Dakota seit 1991.[24]
- Der Lewis and Clark National Historic Trail ist fast 4.900 Meilen lang und verbindet 16 Bundesstaaten. Er besteht seit 1978; 2019 verlängerte ihn der Kongress um etwa 1.200 Meilen nach Osten bis Pittsburgh.[25]
- Am Lake Sakakawea verwaltet das Corps of Engineers Ufer und Wasser; für den Fischfang gelten die Regeln von North Dakota und des Game and Fish Department der Fort Berthold Indian Tribes.[9]

Karte
Der Punkt markiert die Mündung des Missouri in den Mississippi nördlich von St. Louis nach dem Ortsnamenverzeichnis des USGS.[26]
- 1Mississippi und Missouri (Mündung des Missouri in den Mississippi nördlich von St. Louis) 38,81° N, 90,12° W[26]
- 2Lewis-und-Clark-Expedition (Lemhi Pass) 44,98° N, 113,45° W[29]
- 3Mandan (New Town, North Dakota (Regierungssitz der MHA Nation vier Meilen westlich)) 47,99° N, 102,49° W[30]
- 4Lakota (Pine Ridge, Sitz des Oglala Sioux Tribe) 43,03° N, 102,55° W[31]
- 5Fort Union (Missouri) (Fort Union Trading Post National Historic Site, North Dakota und Montana) 48,00° N, 104,04° W[32]
Mississippi und Missouri im Film
Im Film
Häufige Fragen
Welcher Fluss ist länger, der Mississippi oder der Missouri?
Nach den meisten Behörden der Missouri. Der USGS nennt 2.540 Meilen für den Missouri und 2.340 Meilen für den Mississippi, der National Park Service hält den Missouri für etwa 100 Meilen länger. Das Ergebnis hängt davon ab, wo man die Quelle ansetzt; Britannica nennt den Mississippi den längsten Fluss Nordamerikas.
Wo entspringt der Missouri?
Als Missouri beginnt er bei Three Forks in Montana, wo Jefferson, Madison und Gallatin zusammenfließen. Rechnet man die Quellflüsse mit, liegt der Ursprung weiter oben: Der USGS misst ab Red Rock Creek, das Army Corps of Engineers nennt auch Hell Roaring Creek.
Wo mündet der Missouri in den Mississippi?
Knapp oberhalb von St. Louis in Missouri. Britannica gibt etwa 10 Meilen (16 Kilometer) nördlich der Stadt an.
Welche Rolle spielten Flussdampfer im Wilden Westen?
Sie brachten Pelzhändler, Goldsucher, Siedler und Fracht den Missouri hinauf und fuhren auch für die Armee. 1832 erreichte das erste Dampfschiff den Handelsposten Fort Union, später legten in Fort Benton in Montana in einer Saison fünfzig Dampfer an. 1876 brachte die Far West Verwundete vom Little Bighorn in 54 Stunden nach Fort Abraham Lincoln.
Warum heißt der Missouri "Big Muddy"?
Wegen des vielen Schlamms, den er mit sich führte. Bei Omaha waren es vor dem Bau der großen Dämme im Mittel 175 Millionen Tonnen Schwebstoffe im Jahr, heute sind es etwa 20 bis 25 Millionen Tonnen.
Welche Dämme stehen am Missouri?
Am oberen Missouri betreibt das Army Corps of Engineers sechs große Dämme: Fort Peck, Garrison, Oahe, Big Bend, Fort Randall und Gavins Point. Der Garrison Dam staut den Lake Sakakawea; für ihn verlor das Fort Berthold Indian Reservation mehr als 150.000 Acres Land.
Was bedeutet "mark twain"?
Mark Twain erklärt in "Life on the Mississippi" (1883), dass "mark twain" beim Loten zwei Faden Wassertiefe bedeutet. Bevor er Schriftsteller wurde, lernte er auf dem Mississippi das Steuern von Dampfern.
Quellen
- Amtliche Stelle J. C. Kammerer: Largest Rivers in the United States, Open-File Report 87-242. U.S. Geological Survey. Stand überarbeitet Mai 1990. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Missouri River Mainstem Reservoir System, Master Water Control Manual, Band 1. U.S. Army Corps of Engineers, Northwestern Division, Omaha (PDF beim South Dakota Department of Agriculture and Natural Resources). Stand November 2018. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Mississippi River Facts. National Park Service, Mississippi National River and Recreation Area. Stand 16.06.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Robert A. Muller: Mississippi River. Encyclopaedia Britannica. Stand 15.10.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Missouri History: Origin of Missouri. Missouri Secretary of State, Missouri State Archives. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Missouri Headwaters State Park & Three Forks of the Missouri National Historic Landmark. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 21.05.2021. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle History and Culture: Fort Union 1828 bis 1867. National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 29.12.2024. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Garrison Dam and Lake Sakakawea. U.S. Army Corps of Engineers, Omaha District. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Archiv Louisiana Purchase Treaty (1803), Milestone Documents. National Archives. Stand 10.05.2022. abgerufen am 26.10.2026
- Gesetz und Vertrag Chap. CXLVIII. An Act to provide for an exchange of lands with the Indians residing in any of the states or territories, and for their removal west of the river Mississippi (4 Stat. 411 bis 412). U.S. Congress, Statutes at Large, 21. Kongress, 1. Sitzung (Library of Congress). Stand 28.05.1830. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Lewis and Clark National Historic Trail: History and Culture. National Park Service. Stand 22.01.2025. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Winter Camp at Wood River (Camp Dubois). National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 25.11.2020. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Mandan. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 01.03.2024. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Union's Fur Trade Origins. National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 24.04.2021. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Benton National Historic Landmark. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 03.06.2021. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Grant Marsh. National Park Service, Missouri National Recreational River. Stand 16.08.2019. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Custer Battlefield National Monument, Historical Handbook: The Return to Bismarck. National Park Service, Park History Program. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Primärquelle Mark Twain: Life on the Mississippi, Kapitel 6 und 8. Ausgabe Project Gutenberg, eBook 245 (Erstausgabe 1883). Stand 1883. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Missouri River Dams. U.S. Army Corps of Engineers, Omaha District. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Senate Report 108-165: Implementing the Recommendations of the Garrison Unit Joint Tribal Advisory Committee (S. 1146). U.S. Senate, Committee on Indian Affairs (GovInfo). Stand 15.10.2003. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Mississippi River and Tributaries Project. U.S. Army Corps of Engineers, Mississippi Valley Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Missouri National Recreational River. Stand 21.04.2020. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Lewis and Clark National Historic Trail: Basic Facts. National Park Service. Stand 12.06.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 756398: Missouri River, Stream (Mündung), Abfrage im Kartendienst geonames der National Map. U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Missouri Headwaters State Park. Montana Fish, Wildlife & Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Lawrence I. Berkove: Mark Twain. Online Nevada Encyclopedia, Nevada Humanities. Stand 16.11.2009, aktualisiert 20.10.2015. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle National Register of Historic Places Registration Form: Lemhi Pass (verfasst von Merle Wells, Idaho State Historical Society). National Park Service. Stand 1988. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files: Places, North Dakota (New Town city, Stanton city). U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, South Dakota. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle NPS Land Resources Division Boundary and Tract Data Service, Umrisse der Stätten (Mittelpunkte, Abfrage nach UNIT_CODE). National Park Service, Land Resources Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
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